Der Soldat und die Unschuld - Vera Ansén

Begonnen von nirak, 25. Mai 2013, 21:27:33

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nirak

 [isbn]9783873144729[/isbn]

Inhalt:
Erzählt wird hier die Geschichte von Isabell Stuart und dem Kriegshelden Edward Langley zu Beginn des 19 Jahrhunderts in England. Edward kehrt aus dem Krieg zurück und kommt mit der Hoffnung Heim, Isabell zu seiner Frau machen zu können. Diese denkt aber nicht mal daran einen Kriegshelden zu ehelichen. Sie ist gegen Krieg und Soldaten in jeder Form. Ihr Bruder Peter stirbt eben in diesem Krieg und dieser Verlust setzt ihr Schwer zu. Außerdem verbirgt sie ein düsteres Geheimnis.

Meine Meinung:
Der Erzählstil ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, da die Autorin ihren Schreibstil dem 19 Jahrhundert angepasst hat. Manchmal ist es da einfach schwierig schnell und zügig zu lesen. Auf diese Weise liest man dann aber auch länger an dem Buch und kann sich an der schönen Sprache freuen. (Sieht man mal über den einen oder anderen Rechtschreibfehler hinweg)

Die Protagonisten selbst sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten. Sie sind facettenreich und eigenwillig gestaltet worden. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich und nehmen an Intensität zu. Aus dem Kind Isabell wird eine junge Frau ihrer Zeit, dieses sich entwickeln hat mir gut gefallen. Es  fiel mir leicht, mit Isabell mitzufühlen und den Verlust ihres Bruders zu betrauern und vor allem an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Die Autorin gibt hier ein schönes Bild der Lebensgewohnheiten der Menschen und vor allem der Oberschicht in dieser Zeit wieder. Auch wenn Isabell nicht unbedingt dem entspricht, wie ein Mädchen dieser Zeit zu sein hatte, sie war da eher ein bisschen rebellisch, aber gerade das hat mir an ihr gefallen. Edward der versucht sie zu verstehen und sich dabei gleichzeitig immer mehr in sie verliebt, auch er hatte seine Probleme zu bewältigen und regelt es ebenso wie man es wohl von ihm erwartet hat. Ganz Kind seiner Zeit. Ich konnte mit ihnen mit fiebern und leiden und ganz in dieser Geschichte versinken.  Auch die Nebencharaktere kommen hier nicht zu kurz. Sie beleben die Geschichte und runden das Gesamtbild ab.

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Briefe der Protagonisten zu lesen, was schnell den Eindruck erweckt, direkt neben der Person zu stehen. Mir hat das gut gefallen dadurch werden die Gefühle der Protagonisten einfach intensiver und auch verständlicher. Nicht immer hat mir gefallen was ich gelesen habe und das eine oder andere Mal entfuhr mir beim Lesen ein ,,oh nein". Das Schicksal von Isabell ist einfach bewegend.

Cover/Gestaltung: 
Das Cover ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich aber ich finde es passt toll zu der Geschichte die erzählt wird. Im inneren Klappeneinband befinden sich dann ein Inhaltsverzeichnis und hinten ein Personenregister. Das Register hilft dabei den Überblick über die Protagonisten zu behalten, was teilweise ein wenig schwierig ist, da die englischen Adeligen ja doch immer mal wieder die Namen bezw. Titel ändern. Schade finde ich, dass es hier kein Nachwort gibt indem die Autorin noch einmal auf Fiktion und Wahrheit eingeht oder erzählt wie es zu dieser Geschichte kam. Ich lese sowas am Ende immer gern. 

Mein Fazit:
,,Der Soldat und die Unschuld" ist ein historischer Roman aus dem 19 Jahrhundert in England. Er war unterhaltsam, mit einer Liebesgeschichte und einem Schicksal das berührt. Mir hat er gut gefallen auch wenn vielleicht oder gerade weil Isabell und Edward viele Höhen und Tiefen zu bestehen hatten. Für Lesebegeisterte die gern Liebesgeschichten lesen, eine unbedingte Buchempfehlung.

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