Tara Menon: Unter Wasser

Begonnen von Kathrin, 22. Juni 2026, 13:54:26

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Kathrin

Inhalt:
Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen nach Thailand. Dort trifft sie Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft entsteht. Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahe gelegenen Insel. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen. Gemeinsam lernen sie, aus Gefahren herauszuschwimmen. Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann.
Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin, erneut bedroht durch eine Naturkatastrophe. Als im Laufe zweier schicksalhafter Tage die Vergangenheit zurückkehrt, entdeckt sie, wie sie sich in einer unsicheren Welt behaupten kann.

Meine Meinung
Das Lesejahr 2026 entwickelt sich gerade zu einem richtig tollen Lesejahr! Ich habe zwar auch ein paar Bücher gelesen, die mich nicht wirklich überzeugt haben, zwei Bücher abgebrochen und drei Bücher ungelesen aus dem SuB aussortiert, aber trotzdem habe ich das Gefühl in diesem ersten Halbjahr 2026 richtig viele gute Bücher, auch Lebenslesehighlights gelesen zu haben. ,,Unter Wasser" von Tara Menon gehört zu diesen Lebenslesehighlights und so wie es mir von mindestens zwei Seiten empfohlen wurde (der Buchhändlerin meines Vertrauens und einer lieben Lesefreundin über ihren Booktube-Kanal), so möchte es auch ich gerne weiterempfehlen.

,,Am Tag nach der Welle hörte ich, wie eine Frau am Strand sagte: ,,Es ist immer noch so wunderschön." Sie klang perplex, ich verstand ihre Verwirrung. Der Himmel war blau, die Sonne schien heiß. Sie wünschte sich die Sonne und der Himmel würden Bedauern über das zeigen, was der Ozean getan hatte. Aber die Natur weigerte sich mit gefühlloser Gleichgültigkeit, mit uns zu trauern."

Selten habe ich ein Buch gelesen, das mit so tief bewegt hat, bei dem ich der Protagonistin sooo nah war. Während ich mir hier Gedanken über meine Rezension mache – die diesem Buch niemals gerecht werden wird - treten mir schon wieder die Tränen in die Augen. Was die Autorin in diese gerade mal 200 Seiten alles gepackt hat, ist unfassbar: Freundschaft, Familie, Natur, Verlust, Trauer. Und so wundervoll gut, so ruhig erzählt, es geht so tief in mich rein. So tolle, so ehrliche, nicht beschönigende Naturbeschreibungen. Unfassbar schön, unfassbar traurig und dabei absolut nicht sentimental oder kitschig mit einem richtig guten Ende.

Mir fehlen ein wenig die Worte für dieses so wundervolle aber auch grausame Buch. Ich kann nur jedem sagen, lest es und hoffen, dass die Autorin uns schnell weitere so meisterhaft erzählte Geschichten schenkt.

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Rock the Night!

Inge78

Das klingt wirklich gut, wenn auch nicht nach leichter Lektüre
Ich habe es auf der Wunschliste
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.
(aus "ES" von Stephen King)

Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn nur vielleicht ganz leicht, an allen vier Ecke des Lebens befestigt ist.
- Virginia Woolf

Kathrin

Nein, leichte Kost ist es nicht. Aber trotz solcher Themen wir Verlust und Trauerbewältigung ist es auch echt schön und irgendwie auch umarmend.
Rock the Night!