Gedichte und andere Gedanken

Begonnen von DG7NCA, 18. Mai 2008, 23:00:18

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DG7NCA

Hallo

Ich mach mal was neues hier auf, vielleicht gefällts.
Es kann jeder seine Werke hier darlegen! Also schreibt fleissig dazu

Das erste Gedicht von mir ist für alle diejjenigen die nicht wissen was eine Hagazussa ist,
vielleicht bringen die Zeilen etwas Licht ins Dunkel!

Hagazussa

Sitzend auf dem Zaun,
der die Welten trennt.
Wissend um Geheimnisse
der Nacht und des Tages.
Schauend in die Tiefe
der Vergangenheit und der Zukunft.
Mit einem Bein im Hier
und dem anderen im Dort
hält sie die Balance
im Zwischenreich
und jenem anderen Ort.


Carola
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


Jedes neue Buch
ist wie eine Reise
in ein neues Land!

Xandi

Liebe Mitglieder und Gäste!

Ich habe jetzt lange darüber nachgedacht, ob ich hier was posten soll. Was eigetnlich blöd ist, weil die Idee dazu von mir kam. Immerhin bin ich mit meiner Freundin Carola oft im chat und da haben wir darüber "gesprochen".
Danach ist mir allerdings eingefallen, daß das ja ganz persönliche Gedanken sind. Sozusagen unsere Eigentümer.
Der Gedanke ist mir aber leider erst nachher gekommen.
Ich werde aber trotzdem hier auch was von mir posten.  Wenn ich mal meine Gedichte durchgesehen habe.
Leider schreibe (oder Gott sei Dank, wie mans nimmt) ich keine mehr, sondern hab nur welche aus meiner Teenie-Depri-
Phase. Da gehts eigentlich nur (wie könnte es anders sein) um unerfüllte Liebe.
Na mal schaun!!!

Xandi :kopfkratz:

Bücher, Schoko und Rock'n'Roll

Ich lese gerade:

Xandi

Abend!

Ok!!! Also ihr dürft darüber ruhig lachen, weil ich tu es ja auch.
Das sind Gedanken aus meiner Teen-Zeit.  Ich war damals 16,5 Jahre alt.

Trümmer, warum hast Du alles zerstört.
Nur Schutt und Asche am Kriegsschauplatz der Liebe
sind die letzten Zeugen einer verlorenen Schlacht. 

:dong:

Xandi
Bücher, Schoko und Rock'n'Roll

Ich lese gerade:

Bergi

Der Nebel am Horizont

Die Geige entfaltet ihren magischen Gesang
Schwer wird's ihm um sein feuriges Herz
Goldnen Fäden gleich schwingt melodiöser Klang
Sich schlängelnd gen Himmel in trauerndem Schmerz
Beruhigt den rauhen Wind in seiner Kakophonie

Tränen rinnen von des grauen Äthers sein
Und grün wogt naßglänzend benetztes Gras
Auf kargem lavaschwarzem Gestein
Als spiele es unheimlich in windigem Spaß
Der doch nicht die Wehmut lindern kann

Kühles rauhes Klima seine Haut
Unsterblich die Liebe, ferne Heimat
Seinerseits ertönt kein einziger Laut
Das Haar klebt ihm im Gesicht
Er breitet seine Hände aus
Sonst bewegt er sich nicht

Dunkles Meer vernimmst du die Sehnsucht
Auf der Klippe verharrt und fest gebannt
Steht weit draußen nur die brandende Nebelwand
Wohinter einst die Insel für ewig verschwand
Und wiederum geschieht nichts so sehr er auch ruft

Wäre er doch damals mitgegangen
Wie seine Brüder und Schwestern
Nun ist er in Einsamkeit gefangen
Ewigkeit ist Liebe die er hier verlor
Nur noch Verlangen nach der Ferne
Zersprungen ist sein lebendiges Cor

Xandi

Wow!!

Hallo Bergi!

Mein Kompliment!   Das gefällt mir.  Ich seh den Typen richtig!

Hast Du mehr?

Xandi
Bücher, Schoko und Rock'n'Roll

Ich lese gerade:

DG7NCA

Hallo,

Bergi das ist soooo schön. Ich sehe Avalon vor mir und den einsamen dort hinschauen...
Es ist Kraftvoll und gleichzeitig zärtlich und bringt diese Melancholisch traurige Stimmung toll rüber.

Bitte mehr davon!!!

Grüße
Carola
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


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Bergi

Dann mal noch eins in dem Stiel.


Dornenblüten

Von Sträuchern eingerahmt erblicke ich die Nacht
Knorriger Arme spitzer Finger fluten zu mir
Erstes Blut fließt als mein Ausbruch scheitert
Immer enger schließt sich das Rund um mich

Dornen dringen schmeichelnd an erschauerte Haut
Legen mich starr lauschend in borkige Ketten
Ergreifende Gefühle überwältigen meinen Leib
Mein heiligstes Lied ist alles was mir bleibt

Die Spitzen drängen immer fordernder
Stoßen schmerzhaft durch meine Hülle
Marterung gleitet unaufhaltsam in den Gesang
Bricht meinen Willen aus seiner Verankerung

Meine Schmerzen hörbar immer intensiver
Mit Mühe erhalte ich das Lied am klingen
Der Strauch tränkt sich röter in meinem Blut
Noch kann ich der zerrenden Qual wiederstehen

Immer stärker saugt die bodenlose Schwärze
Kraftlos legt sich meine Stimme zum Schlaf
Meine Seele durchbohrt von saugendem Holz
Bäumt sich noch einmal auf und verliert den Halt

Stille folgt meiner schönsten Melodie
Der höchste Einsatz ließ sie verzaubern
Grenzen überwindend nistet sie sich ein
Als weißer Samen in rubinenem Saft

Leise Tropfen befruchten den Boden
Füllen verdorrtes Holz mit neuem Leben
Trockene Adern strecken sich in Frische
Kleine Knospen quellen zur Blüte aus

Weiße Fackeln strahlen in schimmernder Pracht
Betten den ausgezehrten Korpus zur lezten Ruh
Kleine Sonnen behüten meine blanken Knochen
Verschließen das Grab mit meinem Vermächtnis

DG7NCA

Buchstaben zusammen gesetzt ergeben Worte, diese wiederum zusammen gefügt werden Sätze.
Muß nicht unbedingt sein.  Oder?

Wort  Zauber


Worte -     Sagen
Worte -     Klagen
Worte -     Lehren
Worte -     Verwehren
Worte -     Geben
Worte -     Leben
Worte -     Finden
Worte -     Verbinden
Worte -     Bauen
Worte -     Vertrauen
Worte -     Verlassen
Worte -     Hassen
Worte -     Hetzen
Worte -     Verletzen
Worte -     Bekennen
Worte -     Trennen
Worte -     Verteilen
Worte -     Verweilen
Worte -     Verstehen
Worte -     Gehen
Worte -     Hemmen
Worte -     Verklemmen
Worte -     Passen
Worte -     Fassen
Worte -    sind  der Anfang und das Ende und Dazwischen

Ciao
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


Jedes neue Buch
ist wie eine Reise
in ein neues Land!

Bergi

Der Tanz (Becircender Zauber) Teil 1


Dunkelheit fällt weich hernieder
Tränkt den Wald mit Dämmergrau
Legt behutsam der Nacht Gefieder
Über wolkenloses Himmelsblau

Aufstrebend zum höchsten Gipfel
Der Mond das Firmament erklimmt
Versilbert der Bäume blättrig Wipfel
Die des Windes Weise angestimmt

Auf lichter Schneise ein Faun manifestiert
Von des Teufels Dutzend Elfen geleitet
Seine Flöte betörende Melodie gebiert
Auf unheimliche Art sie sich ausbreitet

In leichtem Reigen vollführt ihr Tanz
Mit lieblichen Stimmen erklingend
Ihre schönsten Gaben in fahlem Glanz
Die Sinne anmutig beschwingend

Zu Seiten eines Baumes Stamm
Nicht fern ein Mann friedlich ruht
Hinfort geht seines Feuers Flamm
Unversehens schläft er nicht mehr gut

Witternd tasten unsichtbare Fühler
Angelockt von lebendiger Aura Dasein
Die Umgebung wird spürbar kühler
Etwas dringt in des Schlafes Haus ein

Morpheus Armen jäh entrissen
Fährt Schrecken ihm in die Glieder
Noch kämpft der Traum verbissen
Schlaftrunken öffnet er seine Lider

Er gewahrt es droht keine Gefahr
Schlagartig weicht alles Unbehagen
Seine Sinne wie die Sterne so klar
Ihm berauschendes Flair antragen

Von abseits hallt es an sein Ohr
Der Neugier Hunger ist geschürt
Eifrig kommt sie hinterm Ofen vor
Ward doch sein Innerstes angerührt

Er hält Ausschau in der Nacht
Ergründet mit behutsamem Schritt
Glaubt sich um den Verstand gebracht
Als er schließlich die Lichtung betritt

Vor ihm das Werk einer Illusion
Der Sterne golden warmer Regen
Ein nie enden wollender Strom
Ein aus Träumen begnadeter Segen

Augenblicklich dem Zauber erlegen
Lockende Gesten laden sündhaft ein
Leichten Schrittes gleitet er entgegen
In die ungehemmten Gefilde hinein

Unter ihnen er die Perfektion erblickt
Weidet sich verzückt an ihrer Gnade
Ist in Sinnlichkeit gänzlich verstrickt
Schwerelos in blütenduftend heißem Bade

Gefälliger Rundungen Wonne verkünden
Reize denen niemand kann entfliehen
In ihm loderndes Feuer entzünden
Welches die Natur ihm angediehn

Im Bemühen seine Göttin zu fangen
Sein Begehr genüßlich zunimmt
Alleinig ihre Gunst will er erlangen
Wovon sein Geist aufgehend bestimmt

Verborgen bleibt ihm ihr Ansinnen
Er folgt unbemerkt tiefer in den Wald
Die dreizehn ihr Netz enger spinnen
Das Schicksal naht mit grausiger Gewalt

Einmal ist sie hier dann wieder dort
Er kann sie einfach nicht fassen
Narrendes Verstecken in einem fort
Seine Kräfte langsam nachlassen

Unverhofft hat er sie doch in Händen
Sogleich seinem Griff sie wieder entflieht
Ihm ist als ob die Sinne ihm schwänden
Während ein Schauer ihn eiskalt überzieht

Gleich der Maus im rituellen Opferspiel
Sieht er das Verhängnis nicht kommen
Eingetroffen nun am eigentlichen Ziel
Ist völlig er in ihren Bann genommen

DG7NCA

Hallo Bergi,

etwas spät, aber ich sehe wenn ich die Zeilen lese einen richtigen Film vor Augen ablaufen.Toll!!!
Und gibts einen teil 2?

Bin neugierig

Grüße Carola
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


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Xandi

Morgen!

Also wir haben da einen richtigen Poeten in der Runde!  :bvb:

Vielleicht sollte ich auch wieder stöbern, bei meinen alten Gedichten.

Xandi
Bücher, Schoko und Rock'n'Roll

Ich lese gerade:

Bergi

Der Tanz (Eisige Fluten) Teil 2

Wasser schimmert in leichter Briese
Wiegt Schilfrohr in der Wogen Gang
Nebel schleiert über saftiger Wiese
Wallt in schwarzen Weihers Sang

Engelhaft umworben sie schwebt
Vor ihrer Schwestern Peripherie
Sie als zentales Gestirn belebt
Zelebrierend grandiose Szenerie

Ihr Antlitz im Dunkel scheinbar wirkt
Als ob es innerlich heraus leuchte
Der verlockende Mund in sich birgt
Die Andeutung einer anderen Feuchte

Ihre Lippen liebkosen die Atmosphär
Glättend treibt Flüstern über die Wogen
Poliert gespenstig den Spiegel bleischwer
Öffnet obskurem Ressort den Boden

Ihre Hände gen Himmel sich heben
Verheißungsvoll ihm den Weg weisend
Von göttlicher Glorie sie umgeben
Universell seinen Blick an sich reißend

Außer Atem übers Naß er gleitet
Wandelt ihr verzückt entgegen
Die letzte Schwelle er überschreitet
Begehrt ihren honigsüßen Segen

Endlich schließt er sie in den Arm
Ein glühen dringt aus dem Teich
Verloren in ihrem tödlichen Charme
Verlangt er sein Himmelreich

Eingewoben in ihrer Circung Verwegen
Seine Sehnsucht sich schließlich erfüllt
Eine Bedrohung haucht ihm entgegen
Als der Totenvogel ankündigend brüllt

Unvermittelt die Stimmung umschwingt
Die Elfen sie gespenstig einkreisen
Dunkle Schwingung alles durchdringt
Die Luft wiegt schwerer denn Eisen

Zarte Züge entarten zu absurder Fratze
Ernüchterung durchbohrt heiße Ekstase
Umgriffen von einer mörderischen Tatze
Es zerbricht des Truges dünne Seifenblase

Das Grauen sich über den Körper ergießt
In lüsternen Augen wohnt nun gieriger Glanz
Triefender Hohn aus verzerrten Winkeln fließt
Nachdrücklich fordernd den nassen Tanz

Verwirrt kreist erschüttert der Verstand
Erleuchtung dringt in entgleistes Gesicht
Stößt an des Wahnsinns drohenden Rand
Gnadenlos der Wahrheit bohrende Einsicht

Umkreist in auswegloser Falle Sitz
Panische Furcht stürmend kämpft
Die Freiheit nur ein Gedankenblitz
Von unerbittlicher Kraft gedämpft

So sinken sie umschlungen darnieder
Sein Spiegelbild verzerrt zerspringt
Feuchtigkeit dringt an seine Glieder
Derweil die Todesmelodie erklingt

Ihr Gewand sich um ihn legt
Ein nass kaltes Leichentuch
Auf das er sich nicht bewegt
Abermals erfüllt ein alter Fluch

Sich des Schicksals Lähmung ergebend
Verflossenes zieht innerlich vorbei
Die Abberufung so fremd erlebend
Meine liebste bitte mir verzeih

Blasen perlen taumelnd an die Oberfläche
Finaler Atem aus der Lunge Flügel
Schlagen im Reigen kurz eine Bresche
Freigegeben dieses Daseins Zügel

DG7NCA

Hallo Bergi,

es ist ja so schööööööööön düster schauerlich und gänsehaut!!!
Aber noch ist es nicht ganz fertig, da gibts noch einen Abschluß, stimmts?

Ich empfinde es als einen "Roman" ind kurzer Oden-Form. Ich finds auch von der
Wortmalerei Klasse.

Gruß Carola

PS: ich muss es aber wieder etwas setzten lassen...das ist was für mehrmals lesen...
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


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Bergi

Ich hab noch ne Idee für den dritten Teil, aber ich bin noch nicht dazugekommen ihn zu schreiben.
Da muss ich auch in der richtigen Stimmung sein. Der dritte Teil wird Schwanengesang heißen.

Faelidea

Mir ist als streifen sanfte Pfoten meine Füße
Ein Antlitz erscheint träumerisch über dem meinen
Meiner Kehle entweichen fragend säuselnde Grüße
Ihr Blick frißt meine Worte, so sah ich noch keinen
Grün getüpfelte Pupillen blitzen im diffusen Licht
Mit ovalen Schlitzen, sie dulden Einspruch nicht

Im Schatten der Nacht sie kam
Schmiegte sich weich an mich an
Schlüpfte unbemerkt in mein Zelt
Hat sich voller Lust zu mir gesellt

Ihrer Brust entspringt ein sonores Schnurren
Vollends dem Traum entrissen, ohne zu murren
Ihr Körper geschmeidig von schlanker Statur
Energisch durchtrainiert in eleganter Figur
Verwöhnt von zarter Fingerspitzen Virtuosität
Sie wohlige Schauer in die Tiefen meiner sät

Der warmen Wölbungen Himmel
Der Erde wunderschönsten Schimmel
Benetzte Lippen auf Wanderschaft
Das Feuer der Lenden langsam erwacht
Der feuchte Grund, anregender Wohlgenuß
Triebhaftigkeit für alle Zeit, ohne Verdruß

Im Schatten der Nacht sie kam
Schmiegte sich weich an mich an
Schlüpfte unbemerkt in mein Zelt
Hat sich voller Lust zu mir gesellt

Der Zugang nicht mehr weiter spielerisch verwehrt
Manneskraft eingedrungen, Glut die innerlich verzehrt
Zelebrierte Wollust, genießerische Gemächlichkeit
Wahnsinnige Begierde, langsam ist es soweit

Ihre schillernden Pupillen weiten sich glänzend
Zuckender Zenit, sie windet sich tänzelnd
Ihre Nägel bohren sich in mein Fleisch
Derweil zerbricht in mir das erstarrte Reich

Bergi

Mondscheinmelodie

Perlen auf des Wassers Fläche
Bildet sich der Spiegel Mond
Am Teiche steht die alte Esche
Erhaben sie der Gezeiten thront

Ein Fisch durchbricht die Stille
Tropfen fliegen silbern breit
Der Schwerkraft eisern Wille
Gibt dem Flug nur wenig Zeit

Schilf wogt in des Wassers Tide
Frösche quaken am kühlen Quell
Welch romantisch schöner Friede
Die Grillen liefern sich Duell

Sterne ziehen in ihren Bildern
Künden von den alten Geschichten
Stumm vor ihnen Wolken wildern
Als wöllten auch sie etwas berichten

Des Lagerfeuers tanzende Pracht
Schatten sich flammend bewegen
Die Glut steigt hoch in die Nacht
Wird sich bald zur Ruhe legen