Rita Hampp: Die Leiche im Paradies

Begonnen von SilkeS., 28. Mai 2008, 14:43:28

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SilkeS.

Rita Hampp: Die Leiche im Paradies

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1 (September 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897054027
ISBN-13: 978-3897054028

Inhalt
Ausgerechnet an der romantischen Wasserkunstanlage mit dem schönen Namen »Paradies« wird eine Frauenleiche entdeckt, und mit der idyllischen Beschaulichkeit Baden-Badens ist es vorbei.
Die engagierte Polizeireporterin Lea Weidenbach hat ein ganz persönliches Motiv, den Fall aufzuklären: Die Ermordete hatte ihr kurz vor ihrem Tod etwas Wichtiges anvertrauen wollen. Als Kriminalhauptkommissar Maximilian Gottlieb den Ehemann der Toten verhaftet, versucht Lea auf eigene Faust zu beweisen, dass der Mord keine einfache Beziehungstat war, sondern das Ergebnis eines perfiden Komplotts.


[isbn]3897054027[/isbn]

Meine Meinung

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch durchwegs positive Stimmen über das Buch in anderen Buchforen.
Als ich es dann bei einem Wanderbuchforum entdeckt orderte ich es.

Zu Beginn muß ich sagen, daß ich zwar gerne deutsche Krimis lese, wegen dem Lokalklorit, stehe ihnen aber voreingenommen gegenüber, denn deutsche Krimis sind für mich, egal wieviel Raffinesse, Sympatische/witzige Charakter, Spannung... sie enthalten, meist doch sehr oberflächlich und konstruiert.
Ich habe noch nie einen Pageturner erlebt, der in deutschen Landen spielt.

Mit der eben genannten Voreingenommenheit ging ich an das Buch heran und dachte anfangs, ich würde auch hier meine Vorurteile bestätigt finden, doch diesemal bestätigte es sich nur zum Teil:
Der Einstieg ist aus der Sicht einer handelden Person. Sowas hat man bei deutschen Krimis selten (oder ich noch nicht erlebt)
Der Prolog ließ einem atemlos und fingernägel kauend durch die Seiten hetzen....

Doch das wars dann schon und der Krimi verfällt in die Allgegenwärtige Betrachterperspektive und man weiß als Leser alles.
Dies  ist dahingehend  jedoch von Vorteil, daß man doch das ein oder andere Mal schmunzeln muß, wenn die Journalistin Lea Weidenbach ihrem Kontraheten dem Kriminalhauptkommissar Maximillian Gottlieb mal wieder eine Nasenlänge voraus ist und ihre Befragungen durchführt und er dumm in die Röhre guckt, wenn die Zeugen bei ihm dann nicht mehr den Mund aufmachen, denn sie haben der Journalistin ja bereits alles verraten...  :-)

Trotz allgegenwärtiger Perspektive weiß man als Leser jedoch nicht, wer der Mörder ist und geht so ahnungslos wie Journalistin Lea Weidenbach, ihre verwitwete Rentennachbarin und eine leidenschaftliche Krimileserin oder auch Kriminalhauptkommissar Maximillian Gottlieb auf Verbrecherjagd UND ..... erlebt eine Überraschung....  :->

Die Auflösung ist lösbar, aber ich fand sie gut umgesetzt, wenn auch ein wenig übertrieben und überspitzt ausgearbeitet,...

Das Ende des Buches läßt gerade in Bezug auf das sogennte "Trio Baden-Baden" Vorfreude auf den Nächsten Band Tod auf der Rennbahn aufkommen.

Note 2+ [note2+]

Gruß SilkeS.


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