Nimmermehr - Christoph Marzi

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Offline Kathrin

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Nimmermehr - Christoph Marzi
« am: 27. Oktober 2007, 14:17:26 »
Hallo zusammen,

bevor ich mich jetzt in den letzten Harry Potter-Band verkrieche hier noch ein Thread, mit dem ich über Susanne geschwätzt habe und den ich nun auch hier einstellen will, wie geplant.

[isbn]3453532759[/isbn]

Kurzbeschreibung:
Atemberaubend kurz, atemberaubend phantastisch
Niemals, nimmer, nimmermehr ... Das ist der Schwur, den der Held in Christoph Marzis Titelgeschichte gibt. Und mit dem er einer vergangenen Liebe Unsterblichkeit einhaucht. Hier und in zahlreichen weiteren Erzählungen entführt Christoph Marzi, der Erfolgsautor von "Lycidas", "Lilith" und "Lumen", den Leser in phantastische Welten. Wollen auch Sie mehr über das Geheimnis der Uralten Metropole erfahren? Oder über Prinzessin Paervati und die Briefe vom Abgrund? Mal magisch, mal unheimlich, mal bissig. Christoph Marzi ist wahrlich eine Entdeckung wert!

Warum dieser Thread und warum hier:
Die eigentliche Idee war, dass Susanne und ich hierzu eine Leserunde machen wollten, nur irgendwie bin ich dermaßen zugeplant mit LR für das nächste halbe Jahr, dass ich "Nimmermehr" nimmer mehr  :-> untergebracht hätte. Da es sich aber um Kurzgeschichten handelt und die ein oder andere Kurzgeschichte immer mal zwischendurch gelesen werden kann, haben wir uns überlegt, dass wir hier einen Nimmermehr-Thread einstellen und dann lustig drauf los posten, wann immer es uns danach ist, sprich, wenn die eine Kurzgeschichte beendet ist und es was zu sagen gibt und bei Marzi gibt es eigentlich immer etwas zu sagen, finde ich.

So, und weil ich die letzten Tage verzweifelt auf zwei Bücher gewartet habe (aber nur der Harry Potter ist angekommen) hab ich auch die ersten drei Kurzgeschichten schon gelesen und will versuchen zwischenzeitlich aus Hogwarts aufzutauchen und ein wenig was zu schreiben...aber jetzt lese ich erstmal.

lg
kathrin
« Letzte Änderung: 28. September 2008, 12:59:07 von Kathrin »
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Offline Susanne

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Re: Nimmermehr - Christoph Marzi
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2007, 17:20:01 »
Hallo Kathrin,

Schon drei der Kurzgeschichten hast Du schon gelesen. Dann waren sie auch bestimmt super  :->.
Ich werde bestimmt nächste Woche ein wenig in das Buch eintauchen. Aber genau wie bei Dir ruft jetzt mein Potter  :->.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Susanne

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Re: Nimmermehr - Christoph Marzi
« Antwort #2 am: 20. Januar 2008, 12:56:24 »
Hallo Kathrin,

So, nachdem mein Buch immer noch nicht angekommen ist. Habe ich gestern endlich mit den ersten Seiten von Nimmermehr angefangen.
Am Besten hat mir jetzt vielleicht sogar das Vorwort gefallen  :rotwerd:.
Zitat
Kurzgschichten sind Sterne, die flackernd am Himmel funkeln. Man übersieht sie leicht, denn sie sind klein und zerbrechlich ....
eigentlich der ganze erste Absatz hat es mir direkt angetan  :rotwerd:.
Eigentlich bin ich ja so überhaupt nicht der Kurzgeschichten Mensch, da ich ja meist ziemlich lange brauch um überhaupt in eine Geschichte eintauchen zu können (und Kurzgeschichten sind dann meist schon vorbei, bevor ich eintauche). Aber ich lasse mich doch einfach mal überraschen und Marzi hat es mir mit der ersten Geschichte auf alle Fälle schon einmal sehr leicht gemacht  :-).

Scarlett (mit Spoilern):
Diese Geschichte spaltet mich in ziemlich viele Teile, wenn ich ehrlich bin. Auf der einen Seite finde ich es natürlich total Klasse, daß Mortimers Frau und Kind noch leben und es vielleicht noch ein glückliches Ende für die Drei gibt. Auf der anderen Seite nimmt es der Figur des Mortimers für mich ein Stück seiner Tragik  :heul: und ein Stück der Geschichte von Lycidas, Lilith und Lumen (ich hoffe Du verstehst meinen seltsamen Gedanken). Auf der anderen Seite, macht es das Ganze vielleicht aber auch noch eine Spur tragischer als es sowieso schon ist. Sie leben und er weiß es nicht (wie Du siehst, habe ich mir über die Geschichte ziemliche Gedanken gemacht  :-)).
Auf alle Fälle war es aber super schön, wieder über die alte Metropole zu lesen. Wobei ich doch sehr auf Fox un Wolf gewartet habe.
Michelwhite scheint aber wirklich definitiv tod zu sein, oder in einem todesähnlichen Zustand. Denn ich denke er hätte sich sonst zumindest bei den Beiden gemeldet.
Wie muß es nur für ihn gewesen sein, in Mortimers Nähe zu leben und zu wissen, daß seine Frau noch lebt.
Natürlich bin ich durch diese Geschichte noch mehr auf die Fortsetzung der Geschichte der alten Metropole gespannt, denn da eröffnen sich ja komplett neue Möglichkeiten .... .
Hach schrecklich  :meckern:.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Kathrin

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Re: Nimmermehr - Christoph Marzi
« Antwort #3 am: 05. Februar 2009, 08:29:16 »
Auch wenn wir unser Idee, zu jeder Geschichte hier zu posten, irgendwie aus den Augen verloren haben, so will ich jetzt dann doch noch schnell, meine Meinung zu dem Kurzgeschichtenband von Christoph Marzi hier abgeben.

Nach insgesamt ca. 1,5 Jahren habe ich vor wenigen Tagen auch die letzte Kurzgeschichte aus Christoph Marzis Kurzgeschichtenband „Nimmermehr“ beendet und insgesamt wieder mal einen recht positiven Eindruck von Buch und Autor gewonnen. Vielleicht liegt das gute Gefühl, dass ich mit „Nimmermehr“ hatte an der absolut verzaubernden letzten Kurzgeschichte, die wie der Kurzgeschichtenband selbst „Nimmermehr“ heißt. Die Geschichte von den Grillparzers und Jonathan Morgenstern war genauso wie ich Christoph Marzis Geschichten haben will, wunderbare Sätze, auch mal kurze knackige Dialoge und eine wunderbare Atmosphäre, ein wenig melancholisch mit wunderbaren Gedanken und Ideen.

Leider konnte mich nicht jede der 15 Kurzgeschichten dermaßen überzeugen. Einige waren dabei, die für mich wirklich gar nicht gingen und in meinen Augen überhaupt nicht zu Marzis sonstigen Geschichten, egal ob Kurzgeschichte oder Roman, gepasst haben. So haben Geschichten, wie z.B. Nachtfahrt oder Rauchzeichen die Bewertung für das Buch deutlich nach unten gerissen. Wenn das Buch nur aus Kurzgeschichten wie „Vardoulacha“, „Scarlet“ oder „Nimmermehr“ bestanden hätte, dann hätte ich es viel mehr genießen können.

Abschließend noch zu einigen der Kurzgeschichten jeweils 1-2 Sätze, die ich mir entsprechend notiert habe, leider nicht zu allen Kurzgeschichten, diejenigen, die ich vergessen habe, waren vermutlich einfach nicht einprägend genug.

Scarlet: ist eine kleine, feine Vorbereitung auf den neuesten Roman „Somnia“, der uns wieder zurück in die Welt der uralten Metropolen entführt. Die Geschichte macht direkt wieder Lust auf die Luft und die Welt der uralten Metropolen.
Die lügenhafte Liebe der Lady Lynx:   ganz klar eine typische Marzi-Geschichte, so wie ich sie mag. Viel Atmosphäre und für mich eindeutig zu kurz. Eine Liebeserklärung an Audrey Hepburn und an Katzen und der Flair von „Frühstück bei Tiffany’s“ perfekt eingefangen.
Nachtfahrt:   keine Geschichte für mich, passt überhaupt nicht zu dem, was ich bislang von dem Autor gelesen hab. Die Kurzgeschichte ist mir viel zu schnelllebig und in keiner Weise mystisch-phantastisch.
Wolfsgesang:   eine Geschichte, die mich traurig, nachdenklich und melancholisch zurücklässt. Wieder eine der guten bis sehr guten Geschichten.
Sukkubus:   hat wieder den typischen Marzi-Flair. Irgendwie wittere ich ein wenig Luft der Uralten Metropole, ein alter Bücherladen, Heulen in den Gängen und Schächten der U-Bahn, Rotherhithe. Allerdings änderte sich das mit der Zeit, denn die Affaire zwischen Richard und Leonore war dann doch wieder völlig anders.
Rauchzeichen:   Ein Kreuzzug gegen das Rauchen und eine Indianergeschichte mitten in New York. Klingt auf den ersten Blick besser als es war. Leider wiedermal nicht meine Geschichte, zu brutal, zu real und passt somit so gar nicht zu Marzis phantastischen Welten.
The way it is: Die Geschichte hatte eindeutig wieder was. Aber dass „Pluto“ ausgerechnet „Tie a yellow ribbon“ singen muss…eindeutig eines von Marzis Lieblingslieder :-). Eine nette Geschichte, wie die „Erde“ die anderen Planeten besiegt und „das Leben“ bekommt.
Marten:   Die grundsätzliche Idee von Christoph Marzi, die Kurzgeschichte „Marten“ Stück für Stück als Adventskalendergeschichte in seinem Journal zu veröffentlichen, finde ich klasse. Die Geschichte selbst hat mich nicht total vom Hocker gehauen. Aber die Vorfreude in der damaligen Adventszeit war auf jeden Fall mit jedem Tag gegeben.
Vardoulacha:   ist eine meine Lieblingsgeschichten. Wer die Bücher um Emily Laing mag, der mag auch Vardoulacha. Einreihen könnte man die Geschichte in den zweiten Band der Serie, „Lilith“, da in „Vardoulacha“ das Leben der Kaiserin Sisi erzählt wird, ein wenig anders als wir es kennen, da sie die Bekanntschaft von Al-Vathek macht! Ein großartiges Lesevergnügen!!!
Prinzessin Parvati und der Elefantengott: ist ebenfalls eine schöne Geschichte, auf die in „Somnia“ kurz Bezug genommen wird.
Nimmermehr: ist wohl meine Lieblingsgeschichte in diesem Buch, ein paar mittelalterliche und/ oder phantastische Geschichten, viel Flair  und Atmosphäre, wundervolle Sätze (die aber bekannt sind, wenn man Marzi gerne liest „Wenn die Geschichten der Menschen in Vergessenheit geraten, dann passiert dies auch mit den Menschen, von denen die Geschichten zu berichten wussten. Es ist so als hätten sie niemals existiert.“ Oder „Es ist was es ist“ oder „Das Leben kann ein Tier sein, manchmal, böse und gierig“). Es gibt wie auch in den Büchern der Uralten Metropole Anspielungen auf andere Bücher/ Geschichten von anderen Autoren und die Kurzgeschichte ist, obwohl sie mit 115 Seiten schon durchaus keine wirkliche Kurzgeschichte ist, doch viel, viel zu kurz!!!



lg
kathrin
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Offline Susanne

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Re: Nimmermehr - Christoph Marzi
« Antwort #4 am: 05. Februar 2009, 13:14:32 »
Hallo Kathrin,

Ich müßte unbedingt einmal in meinem Buch weiterlesen  :rotwerd:. Ein Marzi im SUB geht ja eigentlich so gar nicht.

Liebe Grüße
Susanne