Die Heilerin v. Canterbury u. das Festmahl der Giftmischer - Celia .L. Grace

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Offline Annette B.

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Die Heilerin von Caterbury und das Festmahl der Giftmischer
von Celia L. Grace


[isbn]3898971848[/isbn]

Kurzbeschreibung
(Amazon)
Kathryn Swinbrooke, die Heilerin von Canterbury, hat sich mit Charme, Kräutern und Scharfsinn einen festen Platz in den Herzen der Leser mittelalterlicher Kriminalromane erobert. Ende des 15. Jahrhunderts streckt der französische König Louis XI. die Hände nach der englischen Krone aus. Kathryn Swinbrooke und ihr frisch angetrauter Mann sollen das entscheidende Treffen mit den Franzosen vorbereiten. Bald zeigt sich, dass die Abgesandten Tod und Verrat im Gepäck haben, und nach den ersten Giftmorden bleibt der Heilerin von Canterbury kaum Zeit, die Täter zu entlarven, denn ein schreckliches Blutbad droht, und das Schicksal des englischen Königshauses hängt am seidenen Faden.


Meine Meinung:

Nachdem ich nun alle in deutscher Sprache erhältlichen Bände der Heilerinnen Serie gelesen habe, muss ich sagen das dieser letzte Band für meinen Geschmack der schwächste war.
Zum einen, weil in den vorherigen 6 Bänden das Thema „Giftmord“ schon sehr häufig vor kam und somit nicht mehr spektakulär wirkte und zum zweiten, weil ich mit Kathryn überhaupt nicht mehr warm wurde.  Colum, der Ire wirkt an Kathryn`s  Seite auch nur noch sehr blass und witzlos.
Wie immer in diesen Romanen um die Heilerin, sind die politischen Verwicklungen zur Zeit der Rosenkrige in England sehr schön erzählt. Die diplomatischen Ränke-Spiele zwischen England und Frankreich werden auch wieder sehr gut in die Handlung eingebracht. Auch die mittelalterliche Atmosphäre wird vom Autor wieder sehr schön beschrieben, aber leider birgt der Kriminalfall in diesem Roman nicht die Spannung, die man von den ersten 6 Bänden gewohnt ist.
Auch hat dieses Buch einige langatmige Passagen, die dann nur durch das >Geturtel< der frisch Vermählten gefüllt werden.
Kathryn löst in gewohnter souveräner Manier den Kriminalfall, aber offen gestanden hat sich mir nicht erschlossen welche Szene sie zu diesem Täter geführt hat. Natürlich erklärt der Autor am Ende recht logisch, durch Kathryn, die Motive und die Ausführung der Tat, aber überzeugt hat mich das alles nicht. 
Kathryn wirkte am Ende auf mich nur noch überheblich und arrogant. Überhaupt waren viele Charakter in diesem Buch sehr blass geblieben. Ich bin auch nicht mit den positiven Nebenfiguren wie zum Beispiel Mother Croul oder dem Lord Henry Beauchamp warm geworden.
Einzig der gewohnt flüssige Schreibstil und auch die leicht verständliche Sprache, hat mich bis zum Schluss beeindruckt. So das es mir nicht schwer fiel, dass Buch bis zum Ende zu lesen..
Aus den anderen 6 Bänden weiß ich, dass der Autor durchaus sehr schöne und tiefe Charakter beschreiben kann.
Schade das ihm das in diesem Roman nicht so gut gelungen ist, denn das hat diesem Roman zu seinem schwächsten Buch gemacht.


Liebe Grüße Annette