Robin Hobb - Soldier Son - Reihe

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Offline illy

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Robin Hobb - Soldier Son - Reihe
« am: 22. September 2008, 15:49:51 »
So, am Wochenende habe Renegade's Magic durchgelesen und fand es eigentlich gut - nur mit einigen Sachen gegen Ende bin ich nicht ganz zufrieden, die erscheinen mir nicht ganz schlüssig und perfekt. Sollte also irgendjemand von Euch die Reihe auch schon durch haben, wäre ich einer Diskussion nicht abgeneigt.

SPOILER!!!!

Warum reagiert der Lisana - Hauptbaum nicht auf den "Geist", der Ableger am Gefängnis aber sehr wohl?
Überhaupt gefällt mir nicht so ganz, was passiert nachdem Nevare beim Tanzen gestorben ist, auch deshalb nicht, weil er wieder keine Wahl hatte, als ihm die Magie wieder genommen wurde. Aufgabe erfüllt, fertig, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und kann sterben. Und dann gönnt sie ihm noch nicht mal einen friedlichen Tod und Erfüllung darin, Epiny unter dem Baum spazieren gehen zu sehen und alles ist gut, sondern Hobb schubst Nevare in ein Halb-Leben zurück , in dem das fehlt, was ihn sein halbes Leben erfüllt hat - die Magie, so sehr er sie auch verabscheut hat, ohne kommt mir sein Leben leer vor.
Ich mag auch Amzil nicht genug um sie bis ans Lebensende an seiner Seite zu sehen, vor allem nicht, wenn er dann Lord Burvelle werden wird. Hat sie ihmwomöglich absichtlich noch eine Zukunft offen gelassen für weitere Bände?

Offline Grisel

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Re: Robin Hobb - Soldier Son - Reihe
« Antwort #1 am: 11. August 2009, 21:54:32 »
Ich habe mich im Urlaub auch endlich über "Renegade's magic" getraut und es sehr genossen. Tatsächlich habe ich es ab der Hälfte dann in nur einem Rutsch verschlungen. Ich mag es einfach, wie Hobb schreibt und was sie schreibt. Irgendwie ist das bei ihr so ganz anders, als sonstwo.

Das Ende ist natürlich ganz klar deus ex machina. Aber ich habe Nevare ins Herz geschlossen und egal wie unglaubwürdig, ich gönne ihm sein Happy End. Nur auf das Endproblem Amzil noch befreien zu müssen, hätte ich verzichten können. Aber ich habe es so verstanden, daß er am Ende sein Leben wiederbekommt, daß ihm die Magie gestohlen hat. Es war doch mehr der Teil von ihm, der Soldier's boy war, der damit und vor allem Lisana verhaftet war. Ich fand das ausgesprochen faszinierend, wie sie diese Spaltung geschildert hat, daß man zeitweise ganz vergessen konnte, daß Nevare und sb eigentlich der gleiche sind. Oder eben nicht. Und als wir dann erfahren, daß der ganze Ärger eigentlich umsonst war, daß seine Aufgabe eigentlich durch das Journal und den Goldfund erledigt war, das fand ich auch ausgesprochen gut gemacht. Da wartet man auf eine große Sache, Krieg bis aufs Messer, und dann war eigentlich das sein Zweck. Hätte die blöde Magie nur mal mit ihm gesprochen!


Ich finde die Trilogie als ganzes sehr gelungen. Es war nicht das gleiche Vergnügen wie vor allem "Farseer", aber das lag wohl für mich zumindest auch am Inhalt. In Teil 1 war Nevare mir nicht sonderlich sympathisch, in Teil 2 ist er mir zwar ans Herz gewachsen, aber da mußte der Arme so viel leiden. Und in Teil 3 habe ich mit ihm unter dem Verrat und der Spaltung gelitten. Außerdem bin ich mit den Speck überhaupt nicht warm geworden, die sind mir als Volk nicht besonders sympathisch gewesen oder als Einzelpersonen. Vielleicht ein Grund mehr, warum ich das Ende durchaus mag, so wie es ist.

Tatsache ist und bleibt für mich, Robin Hobb ist eine tolle Autorin und in der Fantasy immer eine meiner absoluten FavoritInnen.