Firefly

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Offline Hans

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Firefly
« am: 20. September 2009, 22:23:14 »
Hi,

nachdem ich mit Grisel in dem allgemeinen Thread über SF-Serien schon ein wenig über die Serie "gequatscht" habe (Posting 76 bis ungefähr 83), dachte ich, das ich dazu mal einem eigenen Thread aufmache.
Die Unterhaltung über die Schauspielerin Summer Glau kann dabei ruhig dort bleiben, weil sie da thematisch auch ganz gut hin passt.

Hab mir gestern auch wieder die Folge angesehen, und irgendwie werde ich den Gedanke nicht los, das es sich bei der Serie um einen in den Weltraum verlegten Western handelt. Ich weis nicht, ob das an der Musik liegt, oder an der übrigen Atmosphäre, in der die Kulissen daher kommen. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Dann die Handlung dieser Folge: Einen Zug überfallen, bzw. was draus klauen; - typisches Westernmotiv. Okay, die Ausführung des Diebstalls passt dann natürlich nicht mehr in einen Western herein, weil die im Wilden Westen noch keine Fluggeräte hatten, aber sonst?! Oder auch die Kneipenszene am Anfang. Einer provoziert eine Schlägerei, die Helden müssen sich erst mal verziehen, und dann erscheint ihre Rettung, gegen die die Schläger keine Argumente haben. Aber alles in allem eine nette Geschichte.

Interessant fand ich auch die Sache mit der Aussage: "Die Hände sind blau." von River. Erst am Ende, in der letzten Einstellung erfährt der Zuschauer, was es damit auf sich hat. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was das für Typen sind, die da mit blauen Händen (Handschuhe?) agieren. Es sind jedenfalls welche, die sich in der Allianz für sehr wichtig, bzw. etwas besonderes halten. Wahrscheinlich Geheimdienst, oder so was ähnliches.

:winken:
Hans
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Re: Firefly
« Antwort #1 am: 23. September 2009, 18:58:15 »
Hi Hans!

Die Westernathmosphäre ist offensichtlich gewollt, eine eigenartige Mischung, die aber irgendwie funktioniert. Ich glaube, die Idee dahinter, ist daß es so ähnlich funktioniert wie die gesetzlosen Grenzländer im unerforschten Westen, nur hier eben im Weltall. Vielleicht auch die Assoziation mit dem Bürgerkrieg? Obwohl man das wohl nicht so umlegen kann, denn ich glaube nicht, daß sie die Union hier mit den Nordstaaten und die, hm, anderen, Mals und Zoes Seite, mit den Konföderierten. Ich weiß jetzt nicht mehr, was die Hintergründe des Krieges waren.

War das nicht auch gleich in einer der ersten Folgen, wo sie sogar Kühe per Raumschiff transportieren?

Und zu den Herren in blauen Handschuhen, ja, da kommt noch was.

Wie gesagt, komme jetzt leider nicht zum Schauen, bin noch im DW+TW-Fieber, hebe mir "Firefly" daher für später auf.

Bye,

Grisel

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Re: Firefly
« Antwort #2 am: 23. September 2009, 20:49:28 »
Hi Grisel,

ist ja nett, das Dir doch noch was Sinnvolles eingefallen ist.  :-)

Ob es da eine parallele zum amerikanischen Bürgerkrieg gibt, kann ich nicht sagen. Was den Krieg selbst angeht, so wurde dazu bisher noch nicht gesagt, worum es dabei überhaupt ging. Deshalb war ich auch etwas irritiert, als der Pilotfilm mit einer Schlachtszene los ging, und dann ein Sprung in der Zeit gemacht wurde. Und nein, Rindviecher wurden da bisher noch nicht transportiert.

Dann wünsch ich Dir erst mal noch viel Spass mit D+T W und hoffe, das Du damit bald durch bist. :->

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Hans
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Re: Firefly
« Antwort #3 am: 24. September 2009, 18:35:52 »
Hi Hans!

Oh, das tut mir leid, dann habe ich Dich betreffs der Kühe nun ja massiv gespoilt.  :->
Obwohl ich hätte schwören können, daß das in der ersten Folge nach dem Pilotfilm war.  :kopfkratz:
Egal.

Mußte mein "Dr. Who"-Schauen jetzt erst mal abbrechen, weil mein Comp seit kurzem entsetzlich langsam ist. Aber theoretisch sollte morgen meine 2. "Torchwood"-Staffel erscheinen, hoffe also inständig, diese irgendwann nächste Woche zu haben. In der Zeit dazwischen kann man ja auch mal was sinnvolles machen, lesen zB.  :->

Bye,

Grisel

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Re: Firefly
« Antwort #4 am: 30. September 2009, 19:47:12 »
So'n Mist!!! - habe die letzte Folge verpasst, bzw. vergessen.  :meckern: :meckern: :meckern: :meckern: :meckern:

 :gr: Hans
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Re: Firefly
« Antwort #5 am: 01. Oktober 2009, 18:32:05 »
Da ich gesehen habe, daß die Folge kommenden Sa "Shindig/Das Duell" ist, müßte das "Bushwacked" gewesen sein. Ist halt die Frage, in welcher Reihenfolge die das senden.
Oder hattest Du schon eine Folge, wo sie auf die Reaver stoßen, die Kannibalen? Falls das die verpaßte war, wäre es schade, denn die fand ich besonders gut, da es der finsteren Alliance ein etwas freundlicheres Gesicht gegeben hat.
Spoiler
Da der Captain des Allianceschiffs sie am Ende gehen läßt, da er Mal sein Leben schuldet. Und ich fand den auch generell nicht unsympathisch.

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Re: Firefly
« Antwort #6 am: 04. Oktober 2009, 03:39:04 »
Hi Grisel,

also die Folge mit 'nem Duell kam heute, wo er und Kaylee vorher auf 'ner Party in "nobler Gesellschaft" aufgetaucht sind. Allerdings hab ich davon auch den Anfang verpasst, weshalb ich nicht ganz genau mitbekommen habe, worum es genau geht, ausser dem üblichen halt, nämlich Aufträgen an Land zu ziehen. Und dadurch, dass der Captain das Duell halt mit mehr Glück als Verstand gewonnen hat, hat er einen aus dieser Gesellschaft doch ziemlich beeindruckt, und von ihm einen Auftrag erhalten. Und da hat man in der letzten Einstellung halt gesehen, das er eine Herde Rindviecher an Bord hatte.

Und was die Raver angeht, da war nur einmal ganz am Anfang eine Begegnung, ansonsten weis ich von keiner weiteren.

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Re: Firefly
« Antwort #7 am: 04. Oktober 2009, 12:25:34 »
Hi Hans!

also die Folge mit 'nem Duell kam heute, wo er und Kaylee vorher auf 'ner Party in "nobler Gesellschaft" aufgetaucht sind. Allerdings hab ich davon auch den Anfang verpasst, weshalb ich nicht ganz genau mitbekommen habe, worum es genau geht, ausser dem üblichen halt, nämlich Aufträgen an Land zu ziehen.

Wenn ich die Folge richtig in Erinnerung habe, ging es hier vor allem um das Verhältnis zwischen Mal und Inara. Wo er anfangs uncharmant zu ihr ist - und zu Kaylee - sie dann aber am Ende verteidigt, als ihr Begleiter so unnett zu ihr ist.

Zitat
Und dadurch, dass der Captain das Duell halt mit mehr Glück als Verstand gewonnen hat, hat er einen aus dieser Gesellschaft doch ziemlich beeindruckt, und von ihm einen Auftrag erhalten. Und da hat man in der letzten Einstellung halt gesehen, das er eine Herde Rindviecher an Bord hatte.

Ah, dann war das hier, wo der Wilde Westen den Weltraum endgültig einholt.  :->

Zitat
Und was die Raver angeht, da war nur einmal ganz am Anfang eine Begegnung, ansonsten weis ich von keiner weiteren.

Schade, dann war die verpaßte wirklich die eine Folge. Na, macht nichts, kommen ja noch andere gute. Obwohl es ja so tragisch wenige Folgen gibt.

Bye,

Grisel

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Re: Firefly
« Antwort #8 am: 11. Oktober 2009, 21:08:43 »
Hi there,

gestern war eine aufschlussreiche Folge. Da war zuerst mal die Geschichte mit den Kühen, die sie zur allgemeinen Erleichterung jetzt wieder los sind. Zum anderen hat man jetzt endlich auch erfahren, was es mit River auf sich hat, und was wohl ein Grund sein dürfte, weshalb die Allianz so scharf auf sie ist. Dass das ausgerechnet bei einer Horde Fanatikern heraus kommen musste, die sich auch erst später als solche entpuppen war interessant gemacht.
Ach ja und die Rückblenden, in denen man die Eltern von River und Simon sehen kann, waren auch sehr aufschlussreich. So sehr auf Karriere versessene Menschen, denen die Karriere wichtiger ist, als das wohl ihrer Kinder, hab ich selten gesehen. (Obwohl das Phänomen an sich heutzutage weit verbreitet ist.) Möglicherweise überinterpretiere ich die Karriergeilheit der Eltern ein wenig, aber es sprach meiner Ansicht nach schon für sich, wie Simon mit seinen Eltern über die Briefe von River diskutiert, und die Eltern seine Interpretationen als Paranoia abtun, ohne auch nur noch mal einen Blick in die Briefe zu werfen.

Ach ja und der Prister hat auch noch ein Geheimniss, das ihn auch für die Allianz wichtig macht. Da bin ich ja echt mal gespannt, was das ist. Es war jedenfalls ziemlich überraschend, wie der Captain von der Allianz auf einmal seine Meinung geändert hatte, als er die Identität das Predigers kannte. Und das Mistrauen der Allianz sprach ja auch für sich, weil da gleich ein Kommandotrupp mit Waffen im Anschlag bereit stand, um sofort losballern zu können.
Interessant fand ich aber auch, das man jetzt gesehen hat, wie gross dieses Allianzschiff ist, das da zwischen den Planeten steht. Das hab ich mir echt ein paar Nummern kleiner vorgestellt. Eigentlich müsste man das Ding schon als mobile Raumstation bezeichnen.

So, das wäre erst mal alles, was mir dazu einfällt.

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Re: Firefly
« Antwort #9 am: 12. Oktober 2009, 19:24:42 »
Hi Hans!

Ich hatte die Eltern von Simon und River durchaus ähnlich verstanden, da sie einfach nicht sehen wollen, daß es ihrer Tochter nicht gut geht. Aber das ist wohl auch der Grund, warum Simon meine Lieblingsfigur bei "Firefly" ist. Ich finde dieses alles aufopfernde Liebe zu seiner Schwester einfach wunderbar. Und er ist einfach goldig. Nur von Frauen versteht er nichts, wie er es immer wieder schafft, die arme Kaylee aus Versehen zu beleidigen.

Zu Sheppard.
Spoiler
Leider erfahren wir nie, was es mit ihm auf sich hatte, da dies wohl der vorzeitigen Einstellung der Serie zum Opfer gefallen ist. Obwohl ich jetzt nicht weiß, ob das im Spielfilm nicht vielleicht aufgeklärt wird.

Bye,

Grisel

Offline Hans

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Re: Firefly
« Antwort #10 am: 12. Oktober 2009, 22:50:23 »
Hi Grisel,

na dann steh ich mit meiner Eischätzung ja doch nicht ganz alleine, was diese Eltern angeht. Das mit Kaylee kann ich noch nicht so recht einschätzen, aber mal sehen, wie das weiter geht.
Ich hab übrigens mal in der Wikipedia geguckt, was dort dazu steht. Da wird die Serie auch als so eine Art "Weltraum-Western" bezeichnet. U.a auch deshalb, weil die gezeigten Verhältnisse mit denen der Kolonialzeit der USA im 18. und 19. Jahrhundert vergleichbar sind.

Ich denke inzwischen auch, das die Serie eine menge Potential zum Geschichten erzählen hat, das aber wahrscheinlich den Profitinteressen zum Opfer fiel und deshalb nie richtig ausgeschöpft wurde. Bei Andromeda hat man ja in der Mitte der 2. Staffel den Produzenten Robert Hewitt Wolfe in die Wüste geschickt, weil man befürchtete, das die Serie zu komplex würde, und sie deshalb nicht mehr verstanden würde (Info hier.)  Der hat darauf hin seine eigene Fortsetzung geschrieben, und auf seiner Webseite veröffentlicht. Manche Fans finden die sogar besser. Die Frage ist jetzt, ob Joss Whedon mit Firefly was ähnliches gemacht hat, oder ob er die Handlungen der Geschichte mit dem Film abgeschlossen hat?

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Hans
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Re: Firefly
« Antwort #11 am: 13. Oktober 2009, 19:34:14 »
Hi Hans!

Ich denke inzwischen auch, das die Serie eine menge Potential zum Geschichten erzählen hat, das aber wahrscheinlich den Profitinteressen zum Opfer fiel und deshalb nie richtig ausgeschöpft wurde. Bei Andromeda hat man ja in der Mitte der 2. Staffel den Produzenten Robert Hewitt Wolfe in die Wüste geschickt, weil man befürchtete, das die Serie zu komplex würde, und sie deshalb nicht mehr verstanden würde

Das war dann auch der Punkt, wo ich mich von "Andromeda" verabschiedet habe, als ich gelesen habe, daß die durchgehende Handlung zugunsten von Einzelactionfolgen vernachlässigt werden sollte. Sowas brauche ich nicht. GSD geht der Trend in die andere Richtung, ich liebe meine Serien mit durchgehender Handlung.

Zitat
(Info hier.)  Der hat darauf hin seine eigene Fortsetzung geschrieben, und auf seiner Webseite veröffentlicht. Manche Fans finden die sogar besser. Die Frage ist jetzt, ob Joss Whedon mit Firefly was ähnliches gemacht hat, oder ob er die Handlungen der Geschichte mit dem Film abgeschlossen hat?

Wirklich abgeschlossen wird mit dem Film eigentlich nichts. Bzw. ist es eher so ein Fall von "und von da an flogen sie weiterhin kreuz und quer durchs All".
Das einzige, was abgeschlossen wird,
Spoiler
ist Rivers Rolle in der Mannschaft, da sie am Ende ein vollwertiges Mitglied ist. Was aber nicht ohne teuren Preis erkauft wird.
Da ich schon einen Spoiler offen habe, über die Reavers erfährt man auch mehr im Film. Und Simon und Kaylee schaffen es endlich zusammenzukommen.

"Firefly" ist relativ episodenhaft, aber ich glaube schon, daß sich die Serie noch entwickelt hätte. Potential hätte es genug gegeben, mit der Union, die eine ständige Bedrohung ist, den Reavers, etc.
Was schade ist, ist daß die Serie einfach nicht die Chance bekommen hat, sich zu entwickeln. Denn mit den starken Charakteren, der guten Chemie und den großartigen Dialogen hätte man da sogar das episodenhaftere verschmerzen können.
Ich habe es ja mal vom Cast 1:1 mit "Andromeda" verglichen und da ist "Firefly" einfach um Eckhäuser besser. Nur daß Jayne halt nicht so hübsch ist wie Tyr.  :->

Bye,

Grisel

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Re: Firefly
« Antwort #12 am: 14. Oktober 2009, 02:28:53 »
Hi Grisel,

Bei Andromeda hat man ja in der Mitte der 2. Staffel den Produzenten Robert Hewitt Wolfe in die Wüste geschickt, weil man befürchtete, das die Serie zu komplex würde, und sie deshalb nicht mehr verstanden würde

Das war dann auch der Punkt, wo ich mich von "Andromeda" verabschiedet habe, als ich gelesen habe, daß die durchgehende Handlung zugunsten von Einzelactionfolgen vernachlässigt werden sollte. Sowas brauche ich nicht. GSD geht der Trend in die andere Richtung, ich liebe meine Serien mit durchgehender Handlung.

nun ja, bei Andromeda hat man später wohl auch gemerkt, das es mit einem langen Handlungsbogen besser funktioniert, weshalb man den dann auch wieder eingeführt hat. Und in der 5. Staffel haben sie es mit der komplexen Handlung dann echt auf die Spitze getrieben. Nicht nur, weil die wirklich komplex ist, sondern weil sie auch ziemlich abgedreht ist. 

Zitat von: Grisel
Zitat von: Hans
Die Frage ist jetzt, ob Joss Whedon mit Firefly was ähnliches gemacht hat, oder ob er die Handlungen der Geschichte mit dem Film abgeschlossen hat?

Wirklich abgeschlossen wird mit dem Film eigentlich nichts. Bzw. ist es eher so ein Fall von "und von da an flogen sie weiterhin kreuz und quer durchs All".
Das klingt ja wie im Märchen.

Zitat
"Firefly" ist relativ episodenhaft, aber ich glaube schon, daß sich die Serie noch entwickelt hätte. Potential hätte es genug gegeben, mit der Union, die eine ständige Bedrohung ist, den Reavers, etc.
Was schade ist, ist daß die Serie einfach nicht die Chance bekommen hat, sich zu entwickeln. Denn mit den starken Charakteren, der guten Chemie und den großartigen Dialogen hätte man da sogar das episodenhaftere verschmerzen können.
Also würdest Du sagen, das es eher ein Auftakt zu etwas grossem hätte sein können, etwa so wie viele erste Bände von Romanserien auch nur den Auftakt zur eigentlichen Handlung bilden.

Zitat
Ich habe es ja mal vom Cast 1:1 mit "Andromeda" verglichen und da ist "Firefly" einfach um Eckhäuser besser. Nur daß Jayne halt nicht so hübsch ist wie Tyr.  :->

:hmschild: lass mich mal raten: Du vergleichst also Jayne mit Tyr; - dann wäre

Malcolm „Mal“ Reynolds<=> Dylan Hunt
Kaywinnit Lee „Kaylee“ Frye<=> Seamus Harper
Der Prediger (Shepherd?)<=> Rev Bem
Zoë Washburne<=>
Hoban „Wash“ Washburne<=>
Jayne Cobb<=>
Inara Serra<=>
Dr. Simon Tam<=>
River Tam<=>

Für die restliche Andromeda-Crew, also Trance Gemini, Beka Valentine und Rommi fallen mir keine Äquivalente ein. Evtl. könnte der Charakter von Trance das Analogon von Simon sein, aber sicher bin ich da nicht. Und eine Figur, die man mit Inara vergleichen könnte, gibt es bei Andromeda eigentlich auch nicht. Also da bin ich doch mal auf die sachliche Aufklärung von Deiner Seite gespannt.

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Hans


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Re: Firefly
« Antwort #13 am: 14. Oktober 2009, 21:32:48 »
Hi Hans!

Also würdest Du sagen, das es eher ein Auftakt zu etwas grossem hätte sein können, etwa so wie viele erste Bände von Romanserien auch nur den Auftakt zur eigentlichen Handlung bilden.

Könnte ich mir vorstellen. Ich habe allerdings keine Erfahrung mit den anderen Serien von Joss Whedon, da ich "Buffy" und "Angel" immer gemieden habe.

Malcolm „Mal“ Reynolds<=> Dylan Hunt
Klar, der coole, gutaussehende Captain.

Kaywinnit Lee „Kaylee“ Frye<=> Seamus Harper
Nein, Kaylee ist das Girlie, das wäre dann also Trance Gemini. Nur daß Kaylee halt ein Girlie ist, das was von Maschinen versteht.

Der Prediger (Shepherd?)<=> Rev Bem
Klar.

Zoë Washburne<=>
Zoe, als toughe, sexy Erste Offizierin ==> Beka

Hoban „Wash“ Washburne<=>
Nein, der erinnert mich an Harper. Der etwas unbedarft wirkende, aber nette Junge von Nebenan. Ich finde sogar, die schauen sich ähnlich. Dachte zuerst, das wäre der gleiche.

Jayne Cobb<=>
Tyr, keine Frage, die tumb wirkende Kampfmaschine, nur daß Jayne wirklich tumb ist, während Tyr das eigentlich nicht war. Ach ja, und hinterlistig sind sie auch beide.

Inara Serra<=>
Dr. Simon Tam<=>
River Tam<=>

Für die hätte ich kein Äquivalent, ebenso Rommy. GSD ist "Firefly" ja eine realistische SF-Geschichte, wenn es sowas überhaupt gibt. Also keine besonders aufregende Technik. Wenn wir River mal außen vor lassen.

Zitat
Für die restliche Andromeda-Crew, also Trance Gemini, Beka Valentine und Rommi fallen mir keine Äquivalente ein. Evtl. könnte der Charakter von Trance das Analogon von Simon sein, aber sicher bin ich da nicht. Und eine Figur, die man mit Inara vergleichen könnte, gibt es bei Andromeda eigentlich auch nicht. Also da bin ich doch mal auf die sachliche Aufklärung von Deiner Seite gespannt.

Die Parallelen ergeben sich für mich aus den Typen, auch rein äußerlich und der Rolle auf den ersten Blick. Nur daß die Figuren bei "Firefly" doch mehr Charakter haben und über ihre Klischeerollen hinauswachsen. Oder sowas wie die relativ unwahrscheinlich wirkende Ehe zwischen Zoe und Wash. Die aber doch funktioniert, weil die beiden eine gute Chemie haben.

Bye,

Grisel

Offline Hans

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Re: Firefly
« Antwort #14 am: 14. Oktober 2009, 23:38:20 »
Hi Grisel,

Also würdest Du sagen, das es eher ein Auftakt zu etwas grossem hätte sein können, etwa so wie viele erste Bände von Romanserien auch nur den Auftakt zur eigentlichen Handlung bilden.

Könnte ich mir vorstellen. Ich habe allerdings keine Erfahrung mit den anderen Serien von Joss Whedon, da ich "Buffy" und "Angel" immer gemieden habe.
Naja, die muss man auch nicht unbedingt gesehen haben. In der Newsgroup von Jennifer Roberson waren sie der Meinung, das die Serie nur aufgrund ihrer Charaktere funktioniert. Das war zu der Zeit, als Buffy anfing, also irgendwann in den späten 90ern. Und die kann man auch nicht wirklich miteinander vergleichen. Man kann zwar Charaktere vergleichen, aber das bringt ja nichts, wenn man die Serie nicht kennt.

Zitat von: Grisel
Malcolm „Mal“ Reynolds<=> Dylan Hunt
Klar, der coole, gutaussehende Captain.
Das dachte ich mir.  :zwinker:

Zitat von: Grisel
Kaywinnit Lee „Kaylee“ Frye<=> Seamus Harper
Nein, Kaylee ist das Girlie, das wäre dann also Trance Gemini. Nur daß Kaylee halt ein Girlie ist, das was von Maschinen versteht.
Ach so, nur dass das Girlie Trance Gemini auch noch etwas mehr ist, als sie zu sein scheint. Aber das kommt erst in der 4. Staffel heraus.

Zitat von: Grisel
Der Prediger (Shepherd?)<=> Rev Bem
Klar.
Und der Prediger von Firefly sieht wesentlich angenehmer aus.

Zitat von: Grisel
Zoë Washburne<=>
Zoe, als toughe, sexy Erste Offizierin ==> Beka
Ah ja, okay, das ergibt einen Sinn.

Zitat von: Grisel
Hoban „Wash“ Washburne<=>
Nein, der erinnert mich an Harper. Der etwas unbedarft wirkende, aber nette Junge von Nebenan. Ich finde sogar, die schauen sich ähnlich. Dachte zuerst, das wäre der gleiche.
Ne, das hätte allein deshalb schon nicht funktioniert, weil die Serien in etwa gleichzeitig produziert wurden. D.h. als Firefly produziert wurde, lief Andromeda noch. Aber mit dem "netten Jungen von Neben an"... - keine Ahnung. Aber so würde ich eigentlich auch Harper nicht einordnen.

Zitat von: Grisel
Jayne Cobb<=>
Tyr, keine Frage, die tumb wirkende Kampfmaschine, nur daß Jayne wirklich tumb ist, während Tyr das eigentlich nicht war. Ach ja, und hinterlistig sind sie auch beide.
Wobei Tyr aber wahrscheinlich noch eine Portion hinterlistiger ist. Und vor allem eine ganze Ecke schlauer.

Inara Serra, Dr. Simon Tam und River Tam
Zitat von: Grisel
Für die hätte ich kein Äquivalent, ebenso Rommy. GSD ist "Firefly" ja eine realistische SF-Geschichte, wenn es sowas überhaupt gibt. Also keine besonders aufregende Technik. Wenn wir River mal außen vor lassen.
Naja sie ist in sofern realistischer, als das sie ein historisches Thema in die Zukunft verlegt, und eine solche malt, wenn sich die Menschheit so wie bisher weiter entwickelt. Damit wäre sie für die Generationen, die nach uns kommen, eher ein Spiegel, bzw. ein Abbild unseres Zeitgeistes.
Irgendwie fällt mir da jetzt gerade wieder Jules Verne ein. Einige seiner Geschichten waren zu seiner Zeit, also vor rund 150 Jahren ja auch pure Science Fiction, obwohl es selbst den Begriff damals noch nicht gab. Und heute? - "In 80 Tagen um die Welt" kann ist zwar immer noch ein Aberteuer, wenn man es im Ballon unternimmt. Muss es aber nicht sein. Und es geht auch schneller. Im schnellsten Fall in rund 90 Minuten.
Ach ja und Rommie hat zwar kein Äquivalent in Firefly, aber eine Art Verwandte gibt es bei Star Trek: Commander Data. Verwandte deshalb, weil sie beide Androiden sind. Allerdings ist Data kein Teil des Computers bzw. der KI der Enterprize, was ihn dann doch wieder von Rommie unterscheidet.
Und Inara und River geben der Serie dann halt einfach das Merkmal, was sie von anderen noch weiter unterscheidet. Wenn man so will, ein Alleinstellungsmerkmal.

Zitat von: Grisel
Zitat
Also da bin ich doch mal auf die sachliche Aufklärung von Deiner Seite gespannt.

Die Parallelen ergeben sich für mich aus den Typen, auch rein äußerlich und der Rolle auf den ersten Blick. Nur daß die Figuren bei "Firefly" doch mehr Charakter haben und über ihre Klischeerollen hinauswachsen.

Ach so, ja okay. Ich glaube, so ein ähnliches Thema hatten wir bei BSG auch schon mal. Kann das sein?

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