Michael Wilcke - Die Falken Gottes

  • 0 Antworten
  • 1507 Aufrufe

Offline Kati

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 197
Michael Wilcke - Die Falken Gottes
« am: 10. April 2007, 20:42:40 »
Zum Inhalt:
Anneke, ein Mädchen aus Osnabrück, arbeitet seit dem Tod ihres Vaters als Magd in einem Gasthaus auf dem Land.
Ihr Leben bietet ihr tagtäglich die gleiche Schufterei ohne Aussicht auf ein wenig Abwechslung.
Sie nutzt deshalb jede freie Minute, die sie mit kleinen fraulichen Tricks vom Schankwirt Seybert ermöglicht bekommt.
In einem Waldstück beobachtet sie einen Mord. Der Sterbende nennt ihr mit den letzten Atemzügen den Namen eines Schweden: Magnus Ohlin.
Anneke will dieses Vorfall eigentlich schnell vergessen, wird aber von Alpträumen geplagt.
Sie entschließt sich dem Hinweis des Toten nachzugehen und gerät dabei in Verwicklungen, die ihre Abenteuerlust wecken, aber auch ihr Leben bedrohen.

Meine Meinung:
Das war mein erster Roman von Michael Wilcke, den ich in einer Leserunde als sehr netten und lesernahen Autor kennenlernen durfte.
Mit Anneke schafft er eine naive, neugierige Person, die einen jedoch als sympathischer Charakter durch das Buch begleitet und während ihres Abenteuers langsam erwachsen wird.
Das ganze Buch ist in einem flüssigen Schreibstil und voller Spannung geschrieben. Selbst kurze, vermeintlich langweilige politische Abschnitte, zaubern dem Leser mit kleinen Auflockerungen ein Schmunzeln ins Gesicht.
Ich habe gelacht, Nägel gekaut und mit einigen Figuren gelitten.
Ganz nebenbei bringt einem der Autor die Tücken der politischen sowie religiösen Machtkämpfe während der Friedensverhandlungen im Dreißigjährigen Krieg nahe.
Er verwebt die Fakten gekonnt mit einer dramatischen Abenteuergeschichte, die eine gesunde Mischung aus Historie und Moderne enthält.
Die Städte Osnabrück und Münster haben für mich nun eine ganz neue Bedeutung. Meinen Geschichtslehrer hätte das sicher gefreut 
Leider war die Zeit mit dem Buch viel zu schnell vorbei, weil es wirklich keine Längen hat und sich schnell lesen lässt.

Fazit: Ein wirklich netter Ausflug in Deutschlands Vergangenheit und den Liebhabern historischer Romane oder als Einstieg in das Genre sehr zu empfehlen.



LG Kati

P.S. Ich mache das nicht so oft mit den Rezi´s, also habt Erbarmen  :->