Bruder Cadfael – Lösegeld für einen Toten -Ellis Peters

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Offline Annette B.

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Bruder Cadfael - Lösegeld für einen Toten
von Ellis Peters


[isbn]3453091825[/isbn]

Zitat von: Amazon de.
Klappentext
Ellis Peters die Erfolgsautorin der weltberühmten Bruder-Cadfael-Krimis
»Lösegeld für einen Toten «
Bei einer Schlacht zwischen Walisern und Engländern ist der Sheriff von Shropshire gefangen genommen worden. Doch ehe Bruder Cadfael Über ein Lösegeld verhandeln kann, findet man die Leiche des Sheriffs.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist der  10 Teil der Bruder Cadfael Serie.
Die Hauptpersonen, Bruder Cadfael, Hugh Beringer, Abt Radulfus und auch Sheriff Prestcote, sind dem Leser schnell wieder vertraut. Die politischen Vorgänge, die den Hintergrund zu diesem Kriminalfall bilden sind da schon etwas schwieriger zu verstehen. Die Autorin erklärt diese Auseinandersetzungen zwischen König Stephan und Kaiserin Maud (Matilda in kurzen Sätzen am Anfang der Geschichte und dann gar nicht mehr.  Das ist auch nicht weiter tragisch, da sich der Kriminalfall hauptsächlich in Shrewsbury und in Wales abspielt.
Mit den walisischen Namen hatte ich zu Beginn der Handlung etwas Schwierigkeiten, aber nach ein ca. 100 Seiten hatte ich begriffen, wie ich die Personen auseinander halten kann.
Die Autorin liefert zu dem Mord auch recht schnell einen Verdächtigen und ich war mir ganz sicher, dass ich ab der Mitte des Buches den Mörder kannte. Das war aber eine total falsche Fährte auf der ich war und am Ende hat Bruder Cadfael wieder einmal jemanden des Mordes überführt, auf den ich nie gekommen wäre.
Nach 9 Romanen dieser Kriminalserie hätte ich eigentlich wissen sollen, dass die Autorin ihre Leser gerne auf die falsche Fährte schickt. Aber OK, dass war hier wieder so geschickt geschrieben und auch am Ende aufgelöst, dass ich doch sehr zufrieden war mit diesem historischen Krimi.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, bildhaft und lebendig. Auch die Dialoge sind sehr lebendig, aber in diesem Buch nicht so oft mit dem feinen Humor gewürzt, den man aus den ersten Büchern gewöhnt ist. Trotzdem ist die Handlung sehr spannend, auch wenn der Einstieg am Anfang etwas zäh ist und die Atmosphäre im ganzen Buch sehr dunkel wirkt.
Ich würde mal sagen, dies ist das erste Buch dieser Kriminalserie, welches mal nicht ganz so angenehm zu lesen ist wie die ersten Teile.
Da ich jedoch nun schon den nächsten Band lese, kann ich guten Gewissens sagen, es wird nach diesem Buch wieder humorvoll und auch „heller“ in dem Buch „Pilger des Hasses“.
Die traurigen politischen Hintergründe und auch die tragische Handlung in dem Buch „Lösegeld für einen Toten“ ließen der Autorin aber auch kaum Raum für Humor oder Freude.
Darum kann ich diesem Roman auch eine gute Bewertung geben, denn die Autorin hat die gedrückte Stimmung und die Brisanz dieses Mordfalls sehr schön in dem Buch vermittelt.
Meine Note:

« Letzte Änderung: 24. Januar 2010, 11:56:29 von Annette B. »
Liebe Grüße Annette