Bhagavad Gita

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Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #30 am: 25. September 2014, 01:49:13 »
Hi Mobi,

erst mal sorry, dass ich mir diesmal eine Menge Zeit gelassen habe. Aber ich musste die Dinge erst mal ein wenig sacken lassen, bevor ich mich wieder dazu äussere. Denn wie Du schon geschrieben hast: "für solche langen Diskussionen braucht es dann doch etwas Zeit". Und anscheinend sind die Lehren nur oberflächlich ähnlich, im Detail tun sich aber mächtige Unterschiede auf. Und schliesslich frage ich mich mittlerweile, ob Du eigentlich nicht irgendwie religiös geprägt aufgewachsen bist? - Denn oberflächlich betrachtet sind die meissten Leute in Bayern ja katholisch. - Erst wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass das nur für die Hälfte der Bevölkerung zutrift. Aber wenn ich dann noch an den Kruzifix-streit vor einigen Jahren denke, wo es darum ging, ob die Dinger in Klassenräumen hängen dürfen oder nicht, meine ich, das Du doch zumindest ein bisschen von der christlichen Lehre mitbekommen haben müsstest. Das interessiert mich deshalb, weil ich dann weis, auf welcher Basis ich bauen kann, bzw. hilft es mir auch, meine eigenen Schwachpunkte besser zu entdecken, die es durchaus gibt.

Was die Diskussion sonst angeht, so versuch ich gerade, das ganze wieder etwas zu straffen, indem ich nicht auf jeden Aspekt einzeln eingehe, sondern Dinge zusammen fasse, die mMn zusammen gehören. Hab mich da aber gerade etwas verzettelt, deshalb kommt die eigentliche Antwort (die trotzdem nicht kurz ausfallen wird) erst morgen später 1.

:winken:
Hans

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1) Das es dann doch beinahe wieder 5 Tage wurden war zwar nicht beabsichtigt, habt sich aber so ergeben... :wuschig: :rollen:
« Letzte Änderung: 29. September 2014, 23:31:38 von Hans »
Man muß nicht alles wissen, aber man sollte wissen, wo es steht.
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Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #31 am: 29. September 2014, 23:29:06 »
Hi again.  :->

Das wäre nach den Abrahamitischen Religionen das Paradies, das zu erreichen das "Endziel" allen Daseins ist, also die endgültige Rückkehr zu Gott. Das wird aber erst am Ende der Zeiten erreicht, wenn mit den Menschen auch die gesamte übrige Schöpfung zum Schöpfer zurück kehrt. 

Interessant. In dem Buch, das ich gerade übersetze, wird beschrieben, wie ein Yogi über körperliche Übungen/Meditation die spirituelle Welt erreichen kann und auch, dass das dauert, bis das Universum zerstört wird.
Nun, dann scheint es da unterschiedliche Interpretationen zu geben, wie man das Paradies oder auch die spirituelle Welt erreichen kann.

Das ist bei Bhakti Yoga aber nicht so, Prabhupad hat immer betont, dass wir nach diesem Leben zurückgehen sollen.
Wohin sollen wir denn zurück gehen? - Ins nächste Leben auf der materiellen Ebene oder wohin?
(Schätze, er meint die "spirituelle Ebene", die ich auch im Beitrag vom 8. Sept. (auch oben zitiert) als Paradies betrachte. - Da ist aber die Frage, ob wir auch wirklich dahin kommen?)

Dann dauert manchmal eine Nacht Millionen von Jahren.
Ah ja. Nun ja, wenn ich mir die biblische Schöpfungsgeschichte ansehe, (die steht ganz am Anfang) dann denke ich auch, dass das kein wörtlich zu deutender Bericht ist, sondern eine Allegorie. Die beschreibt in einfachen Bildern, wie die Welt entstanden ist, bzw. wie Gott sie gemacht hat, ohne auf Details einzugehen, die zu der Zeit, wo der Text entstanden ist, eh niemand verstanden hätte. (Ich denke dabei an die naturwissenschaftlichen Beschreibungen.)

Krishna inkarniert aber manchmal, um ideales Verhalten vorzuleben (so z.B. als Rama, wo er das Verhalten eines idealen Sohnes, Königs und Ehemanns zeigt, mit Sita als weiblichem Pendant jeweils).

Hm?! - Wie passt denn dass mit der Aussage zusammen, das Krishna der 8. Avatar (8. Inkarnation) von Vishnu sein soll, während Rama der 7. Avatar (7. Inkarnation) von Vishnu sein soll?  (Quelle: diverse Artikel aus Wikipedia)

Damit sind wir aber an einem Punkt angekommen, den jede Generation erneut für sich klären muss, weil sich die Verhältnisse ja ständig ändern. 

Genau aus dem Grund lehrt die vedische Philosophie erstmal Prinzipien, um diese dann im Detail anwenden zu können. Und ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass sich die Verhältnisse ändern und keine Stabilität vorhanden ist, weil wir den vedischen Prinzipien nicht mehr folgen.

Den Ansatz, erst mal Prinzipien zu lehren, finde ich ja nicht verkehrt, wobei man sich dann aber wirklich auf grundsätzliche Dinge beschränken sollte. Die Aussage, dass "wir", also die Völker in Europa, den vedischen Prinzipien nicht mehr folgen, finde ich allerdings etwas seltsam. Denn wie bekannt sind die denn hier, und sind wir, also die Völker Europas, denen überhaupt schon mal gefolgt?

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Kommen wir jetzt zum Themenkomplex Liebe in all seinen Varianten. Die Bildung überspringe ich mal, weil das auch ein Bereich für sich ist. Dazu hab ich vor langer Zeit mal den Thread "Schule, Uni, Bildung allgemein" eingerichtet, wo man darüber weiter diskutieren kann.

Du schreibst über meine Ansicht zur Sexualität, respektive körperlicher Vereinigung:
Ja, das ist halt alles andere als ein "spirituelles" Ziel, sondern rein materiell. Aber wenn man sich so umschaut, ist das neben Geld verdienen vielleicht eines der wichtigsten Ziele der meisten Leute (bzw. helfen das Geld und die Statussymbole dann, das andere Geschlecht zu beeindrucken).

Also "das andere Geschlecht zu beeindrucken" ist doch wohl das ursprünglichste Balzverhalten überhaupt! Das kann man doch in jeder Kultur und auch im Tierreich beobachten. Der Punkt ist halt, dass es bei den Menschen eben nicht nur um Paarung (also Sex) gehen sollte, sondern auch darum, eine Partnerin, bzw. einen Partner fürs restliche Leben zu haben. - Siehe dazu in der Bibel: Gen 2, 18-24. Wie das mit dem "sich interessant machen" dann im einzelnen abläuft ist wiederum von so vielen Faktoren abhängig, dass man damit Bibliotheken füllen kann. Epoche und Kulturkreis dürften die wichtigsten Stichpunkte sein, um auf die Details einzugehen.
Dann wäre da noch der Vers Gen 2,24 extra zu nennen. Da heisst es: "Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch."
Das ist eine der Aussagen, auf der sich die Sache mit dem "eins werden" begründet, die ich hier so ausführlich erkläre.


Und erst wenn dieses Zusammengehörigkeitsgefühl gewachsen ist und eine gewisse Stabilität erreicht hat, kann man beim Sex auch diese Vereinigung auf spiriueller oder besser vielleicht auf "geistiger" Ebene erleben.

Genau, Sexualität findet auf der mentalen/geistigen Ebene statt. Und die Vereinigung, die man erreicht, ist auf energetischer Ebene, dh. auch materiell (wenn auch feinstofflich).
Ähh... nee! Sexualität findet sehr wohl auf der körperlichen Ebene statt. Die Frage ist nur, wie die geistige Einstellung dazu ist? - Und da sehe ich die Sexualtät eben als höchsten Ausdruck gegenseitiger Liebe, die sich im Höhepunkt des Liebesaktes in einem Gefühl der beiderseitigen Verschmelzung äussert, d.h. das beide das Gefühl haben, die seinen nicht zwei getrennte Personen, sondern eine Einheit. Also zwei miteinander verschmolzene Seelen, die sich in dem kurzen Augenblick fühlen, als währen sie eine einzige Seele. In dem Fall findet Sexualität dann auf beiden Ebenen statt, sowohl auf der körperlichen, als auch auf der mentalen oder geistigen Ebene.

Du darfst. Dazu wende ich ein, dass man sich nicht völlig von der Lust bestimmen lassen darf, also seine Grenzen kennen sollte. Wenn die Lust so ausgelebt wird, entsteht daraus kein Zorn sondern Befriedigung.

Das ist wohl einer der größten Trugschlüsse, dem unsere ganze Gesellschaft unterliegt. Sinnengenuss führt nicht Befriedigung, Glück oder sonstwas in der Richtung.
Wenn Lust nicht erfüllt wird, entsteht Zorn (das hatten wir ja schon) und wenn schon, dann Gier (immer noch mehr haben wollen). Insofern beides nicht wirklich erwünschte Charaktereigenschaften.

Zur Zeit läuft doch so eine Werbekampange, wo auf den Plakaten der Slogan: "Kenne Deine Grenzen" propagiert wird. In dieser Kampangne geht es zwar um den Genuss von Alkohol, aber das kann man auch verallgemeinern auf jeglichen Genuss. Und wenn man (bzw. Frau) seine, bzw. ihre Grenzen kennt, dann kann man sich auch mal dem Genuss oder der Lust hingeben. Denn wenn man seine Grenzen kennt, dann weis man auch, das man nicht einfach jedem Impuls folgen darf, sondern die Begierde zügeln muss. Oder, volkstümlich ausgedrückt: "Alles zu seiner Zeit."
Und wie Du ja selber festgestellt hast, führt übermässig befriedigte Lust zu Gier und anderen Übeln, während völlig unbefriedigte Lust zu Zorn oder sonst was führt. Dass kann dann doch nur heissen, dass man einen Mittelweg suchen und finden muss, um die Lust einerseits zu befriedigen, aber andrerseits nicht in Extreme ausschweifen zu lassen. Damit sind wir wieder bei den Grenzen. 

Da widerspreche ich auch gar nicht. - Liebe ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wobei der Schwerpunkt bei allen Beteiligten auf dem Geben liegen sollte. Sonst geht die Sache schief.

Unterschwellig merkt man an dieser Aussage, dass Liebe doch größtenteils einfach als Tauschhandel angesehen wird.
Stimmt. Es ist ein Zeichen (bzw. eine Unart) unserer Zeit (Epoche?), dass versucht wird, alles zu ökonomiesieren. Selbst die Liebe, die dazu am allerwenigsten geeignet ist. Deshalb hab ich ja extra noch mal darauf hingewiesen, dass der Schwerpunkt bei allen Beteiligten auf dem Geben liegen sollte, weil es sonst schief geht.

Wenn es schiefgeht, weil der andere nicht so viel geben will, wie ich es gerne hätte, dann war es ein missglückter Businessdeal, aber keine Liebe.
Da stimme ich zu. Das ist ebenfalls ein Fehler, der immer wieder gemacht wird und heutzutage wohl besonders oft. Liebe ist eben kein Geschäft, weshalb man nach dem geeigneten Lebenspartner eben sehr genau suchen sollte. Und wenn mehrere zur Auswahl stehen, eben nicht nur anhand ökonomischer bzw. allgemein materialistischer Kriterien entscheiden sollte.

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Die Seele ist sat-cid-ananda (ewig, voller Wissen und Glückseligkeit), daher sind körperliche Probleme nicht auf "seelische" Ursachen zurückzuführen, sondern auf geistige (mental/emotionale).

Das ist wieder so ein genereller Unterschied: So verstehe ich die Seele nämlich nicht. Die Seele ist zwar unsterblich, aber nicht ewig. Das ist nur Gott. Und "voller Wissen" kann sein, muss aber nicht.
Ich hab doch zuvor schon mal den Wikipediaartikel zur Entwicklung des Begriffs der Seele verlinkt und daraus zitiert. Dort heisst es weiter unten im Text:
Zitat von: wikipedia
Einerseits wurde die „Seele“ weiterhin mit dem Leben oder der Person gleichgesetzt, andererseits übernahmen griechisch beeinflusste gebildete Juden aus dem Platonismus und den philosophischen Strömungen des Hellenismus die Auffassung der Seele als eines eigenständigen, unabhängig vom Körper existierenden Wesens. Unter ihnen war die Ansicht verbreitet, die Seele sei himmlischer Herkunft, der Leib irdischen Ursprungs. 
Ich stimme da mit der Auffassung der hellenistisch gebildeten Juden überein, dass die Seele "eines eigenständigen, unabhängig vom Körper existierenden Wesens" ist. Da ich inzwischen ausserdem auch an Reinkarnation glaube, nehme ich an, dass auch die Seele noch lernt. In jedem als Mensch inkarnierten Leben macht sie Erfahrungen, aus denen sie etwas lernt. Sie setzt sich vor einer Inkarnation mit einem Sachverhalt auseinander um ihn anschliessend in die (materielle) Welt zu bringen, aber eben auch um zu lernen, was ein Sachverhalt praktisch alles beinhaltet. Nun kann es sein, dass die Seele beschlossen hat, Leid praktisch zu erfahren, was sie im irdischen Leben dann aber völlig vergessen hat. Trotzdem durchleidet sie ein Leben in mehr oder weniger miserabler Weise. Wenn sie am Ende dieses Lebens ins Jenseits zurück kehrt, kann es durchaus sein, dass das Leben noch nachwirkt, sogar bis ins nächste Leben hinein, wo sie dann möglicherweise versucht, die Folgen und Erfahrungen des vorherigen Lebens zu verarbeiten oder aufzuarbeiten. Das ist dann alles andere als Glückseligkeit, finde ich.
Nun kann man natürlich fragen, warum eine Seele beschliesst, Leid zu erfahren? - Eine Antwort wäre, dass sie zuvor vielleicht ein Leben geführt hat, wo sie anderen ständig Leid zugefügt hat, irgendwann (vielleicht auch erst wieder im Jenseits) aber gemerkt hat, dass das nicht richtig ist und jetzt sozusagen die andere Seite der Medallie kennen lernen will.

Zu dem Artikel hatte ich beim ersten mal auch geschrieben:
Wenn man den Artikel weiter liesst, stellt man fest, dass sich der Begriff in seiner heutigen Bedeutung erst langsam entwickelt hat.
Darauf hast Du geantwortet:
Ah, also der erste Teil der Definition liest sich schon so, als ob das auch als Synonym für Seele verwendet werden könnte (der Atem ist ja schließlich ein Zeichen für die Anwesenheit der Seele). Der zweite Teil liest sich aber eher so als wenn es sich auf den Geist bezieht, der ja die Aufgaben Denken, Fühlen und Wollen hat.
Wie in dem Auf-/Absatz zuvor bereits ausgedrückt, gehe ich davon aus, dass die Seele selbst denken, fühlen und handeln kann. Das heisst ich gehe davon aus, dass die Seele also auch den Geist bzw. den Verstand besitzt, der dafür nötig ist.

Übrigens steht in dem WikipediaArtikel weiter oben auch noch was zu indischen Auffassungen des Begriffs der Seele, was ich aber auch erst jetzt entdeckt habe, wo ich an dieser Antwort schreibe.


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Zitat von: Engelbuch
Entscheidend ist, dass sich der Mensch insgesamt als ein sexuelles Wesen versteht und ihm das angenehm ist, dass er gern als Mann oder Frau lebt und seine Sinnlichkeit bejaht, auch wenn er sie nur reserviert und zurückgenommen auslebt.
(Seite 228)

Warum sollte man etwas bejahen und angenehm finden, das die Ursache von Leid ist? Aus dem Grund sind wir in der materiellen Welt, in der es vielfältige Leiden gibt.
Das, und auch anderes, was Du zu meinem zweiten Beitrag geschrieben hast, klingt für mich nach einer Form von Körperfeindlichkeit, die so tut, als ob der biologische Körper selbst eine Sünde wäre. Sünde bedeutet aber, die bewusste (d.h. auf eine Entscheidung beruhende) Abwendung von Gott. Nun haben wir den biologischen Körper aber von Gott bekommen (siehe die Schöpfungsgeschichte), deshalb kann er keine Sünde und selbst auch nicht sündig sein. Im ersten Korintherbrief schreibt Paulus auch: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?" (1. Kor 6,19) (Der Heilige Geist ist nach Christlichem Verständnis eine der 3 Personen Gottes. - Manche deuten ihn auch als "Gottes wirksame Kraft", was nicht ganz falsch ist. Ob es aber auch zu 100% richtig ist, weis ich auch (noch?) nicht.)

Solche körperfeindlichen Einstellungen hat die Kirche ja auch eine Zeit lang vertreten (und verschiedene Kreise tun es vielleicht immer noch), nur was da teilweise bei heraus kam/kommt war bzw. ist nicht so schön.

Und schliesslich stellt sich mir noch die Frage, wie in all dem, was Du bisher über Sexualität geschrieben hast, das Kamasutra herein passt? - Das kommt ja schliesslich auch aus Indien.

Zitat von: Engelbuch
Denn das Nachspielen eines heiligen Aktes ist selbst ein heiliger Akt.

Hier zeigt sich das zugrundeliegende Problem dieser Sichtweise: Denn wir können (und sollen) Gott nicht imitieren. Reines Nachspielen von dem, was Gott tut, ist noch lange kein "heiliger Akt".
Interessante Ansicht. - Da muss ich jetzt doch mal gucken, was die Bibel dazu sagt, sonst kommen wir da nicht weiter.

Man beachte, das Beischlaf und Zeugung getrennt aufgeführt werden.

Nun ja, das mag auch daran liegen, dass nicht jeder Beischlaf zu einer Zeugung führt.  :flirt:
Was ja auch nicht notwendigerweise so sein muss.  :flirt:
 
Zitat von: Engelbuch
Auch diese Strenge ist zwar überzogen, wenn sie die Sexualität auf Ehe und Zeugungsabsicht beschränken will. ... Er überlässt es eurer Freiheit, würdig und liebvoll damit umzugehen.

Genau das Gegenteil steht aber in den autorisierten Schriften, ist also vom "Himmel" so geteilt.
Ist irgendwie nicht besonders vertrauenserweckend und wirkt wenig kompetent, sich eine Schrift als Grundlage zu nehmen, nur um dann das Gegenteil zu behaupten.
Wer hat denn die Schriften autorisiert? - Die Frage kann man auch zur Bibel stellen, wie zu jeder anderen Schrift auch. Die Frage ist, wie die Antwort ausfällt und die kann seeeehr lang werden. Die Diskussion darüber, welche Schriften des Neuen Testamentes in die Bibel aufgenommen werden sollen und welche nicht, dauerte rund 400 Jahre bis man sich grundsätzlich einig war. Dann kam sie etwa 1000 Jahre später noch mal auf und wurde noch mal entschieden.
Davon abgesehen: Bisher betrachte ich die Bücher als authentisch, d.h. ich gehe davon aus, dass es wirklich ein lichter Engel war, der der Frau Kriele das alles erzählt hat, was darin geschrieben steht. Jetzt wäre wieder zu klären, was die Bibel dazu sagt. Anschliessend können wir dann feststellen, ob die heiligen Schriften da womöglich unterschiedliche Auffassungen vertreten, oder nicht.

Und bezüglich Freiheit: Klar, wir haben einen freien Willen und können tun und lassen, was wir wollen. Allerdings müssen wir auch mit den Konsequenzen leben, wenn wir Gottes Gesetze brechen. Es scheint, als ob wir das unterbewusst verstehen und daher diese Ausreden/Erklärungen/Rationalisierungen, durch die wir versuchen, unser Handeln zu rechtfertigen.
Da wiederspreche ich grundsätzlich nicht. Allerdings kommen an der Stelle, wo wir trotzdem Gesetze brechen und versuchen, unser Handeln auf die eine oder andere "abenteuerliche" Art zu rechtfertigen, auch die Gefallenen Engel ins Spiel, die wir nicht immer als Verführer erkennen. Das soll keine Entschuldigung sein, sondern eine Aufforderung, das eigene Handeln genauer zu überprüfen.

So, ich denke, dabei lasse ich es, der Text ist eh schon wieder viel zu lang...  :rollen:

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Hans
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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #32 am: 02. Oktober 2014, 16:56:07 »
Hallo Hans,

mittlerweile bin ich wieder da, werde aber frühstens morgen Zeit haben, zu posten. Wollte mich nur schon mal kurz melden!

erst mal sorry, dass ich mir diesmal eine Menge Zeit gelassen habe. Aber ich musste die Dinge erst mal ein wenig sacken lassen, bevor ich mich wieder dazu äussere.

Garkein Problem, ich war die letzte Woche eh kaum im Internet.

Bezüglich "christlich aufgewachsen": Also ich war evangelisch (und das obwohl ich aus Bayern komme...)  :->
Meine Familie ist nicht wirklich religiös (mein Vater ist schon lange aus der Kirche ausgetreten und meine Mutter hat damit auch nicht viel am Hut, wir sind als Kinder immer an Weihnachten in die Kirche, das war's).
In der Schule kriegt man das natürlich zumindest ein bisschen mit und ich habe mich damals auch konfirmieren lassen (mehr so aus dem Grund, weil es halt alle gemacht haben und es dann eine schöne Feier gab  :rotwerd:).
Das einzige Erlebnis, das mir wirklich in Erinnerung geblieben ist, war im Konfirmationskurs, als jemand anders gefragt hat, warum guten Menschen Schlechtes passiert und der Pfarrer gesagt hat, dass man das nicht wissen kann. Das hat mich damals schon ziemlich unbefriedigt zurückgelassen und mittlerweile habe ich darauf zum Glück gute Antworten gefunden (davon hatten wir's ja glaub ich schon, oder?).

Bis bald!
LG, Mobi

Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #33 am: 08. Oktober 2014, 20:27:11 »
Hi Mobi,

das ist ja eine interessante Geschichte, die Du da hast, erklärt aber Deine Suche sehr schön. Die Antwort, die der Pfarrer da gegeben hat, finde ich jetzt auch nicht sonderlich gut, und ich hab mittlerweile auch eine bessere Antwort auf die Frage.
Nun denn, dann bin ich mal gespannt, was Dir zu meinem restlichen Aufsatz so einfällt.  :flirt:

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #34 am: 08. Oktober 2014, 20:45:27 »
Hallo Hans,

interessant, gibt die christliche Philosophie denn eine logische Antwort? (Wie gesagt, ich habe nur oben genannte mitgekriegt...)
Ich bin jetzt erstmal einen knappen Monat verreist (Näheres dazu gleich im Kaminfeuer) und hoffe, dass ich es morgen früh noch schaffe, dir zu antworten... (aber sei mir bitte nicht bös, falls ich es doch nicht schaffe  :rotwerd:)

LG, Mobi

Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #35 am: 09. Oktober 2014, 12:01:24 »
Hi Mobi,

ich denke schon, dass es eine logische Antwort ist. Da kommen nämlich wieder die gefallen Engel ins Spiel, die dafür sorgen, dass es uns schlecht geht.

Ansonsten wünsche ich dann erst mal eine gute Reise, wohin auch immer, und bin dann gespannt, was Dir als noch zu meinem langen Beitrag einfällt, aber ich glaube, da wiederhole ich mich...  :->

:winken:
Hans
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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #36 am: 12. Januar 2015, 14:24:23 »
Hallo Hans,

mensch, ich hab's immer noch im Kopf, dir hier zu antworten, aber ich komm einfach nicht dazu... Sorry!
In nächster Zeit werde ich es wohl auch nicht schaffen, weil ich wieder ne Zeitlang ins Ausland gehe. Ich hoffe, du verzeihst mir und danke für die schöne Diskussion bis jetzt!

LG, Mobi

Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #37 am: 12. Januar 2015, 19:49:12 »
Hi Mobi,

'na das ist doch zumindest mal 'ne Reaktion in Form eines Lebenszeichens.  :flirt:  - Ich hab schon gedacht, Du hättest es vergessen. Aber nun gut. Ich hab's derzeit auch nicht eilig, also lass Dir Zeit. Wenn Du hier mal wieder einen Beitrag schreibst, werde ich es ja sehen.  :flirt:  In der Zwischenzeit: "Möge die Macht mit Dir sein.:-> oder sowas in der Art.

:winken:
Hans
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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #38 am: 13. Januar 2015, 20:53:53 »
Hallo Hans,

nein, vergessen hatte ich es wie gesagt nicht und es ist eigentlich auch garnicht meine Art sowas... nochmal sorry und danke für dein Verständnis!
Wäre schön, die Diskussion irgendwann wieder aufleben zu lassen  :flirt:

LG, Mobi

Offline Hans

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Re: Bhagavad Gita
« Antwort #39 am: 11. September 2018, 18:01:57 »
1337 Tage, entspricht 3 Jahre; 7 Monate; 4 Wochen; 1 Tag
Solange stand der letzte Eintrag dieses Threads allein in der Übersicht.
 :respekt3:
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