Die Geliebte des gelben Mondes (China, 11. Jhdt.) - eBook & audiobook

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Offline SusanneP.

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Ihr Lieben,
"Die Geliebte des gelben Mondes" gibt es mittlerweile als eBook bei amazon als auch als als audiobook bei Action-Verlag
 
[isbn]B005YPE1PQ[/isbn]

Min-Tao, die Tochter eines chinesischen Beamten, wird 1076 als Nebenfrau an den kaiserlichen Hof verheiratet. Dort angekommen, sieht sie sich in einem strickten Protokoll gefangen, das für ihre Vorstellung von Liebe nicht viel Platz hat.

Das Schicksal aber führt sie mit der Liebe ihres Lebens zusammen: Ein Versteckspiel über Jahre beginnt, bis Min-Tao die Flucht aus dem Palast gelingt. Doch dies ist erst die erste Station eines langen Marsches. Wohin führt sie ihr Weg? Und welche Rolle spielt der alte Mann im Wald, bei dem sie Unterschlupf findet?

(Umfassendes Edit am 16.11.2011: Aktualisierung der Daten und Infos zu eBook)

Lieben Gruß
Susanne
« Letzte Änderung: 16. November 2011, 15:20:05 von SusanneP. »

Offline SusanneP.

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Die Geliebte des gelben Mondes (China, 11. Jhdt.) - Auswahl von Rezensionen
« Antwort #1 am: 16. November 2011, 15:21:05 »
[isbn]B005YPE1PQ[/isbn]

Auswahl von Rezensionen:

Wer auf abgetrennte Fußzehen, Tote im Schnee und noch so andere Grausamkeiten steht (Schwangere sollten sich die Geschichte vielleicht eher nicht anhören…), historisches Setting mag (aber gut auf tiefgründige Geschichts- und Landschaftsbeschreibungen verzichten kann), der ist hier richtig – auch wenn der Titel eher einen Schmachtfetzen verspricht. Ist nicht so…
Die Geschichte um die junge Min-Tao im China des 11. Jahrhunderts fängt zunächst harmlos an, gewinnt zunehmend an Spannung und Tragik und endet in blutigem Showdown mit überraschendem Ende.
Juliane Ahlemeier gibt jedem Charakter eine eigene Stimme und trägt mehr als gelungen vor! Die Musik ist angenehm asiatisch und vor allem: kurz.
Kurzum: Gelungenes Hörbuch


Diesmal geht es ins China des 11. Jahrhunderts; eigentlich nicht das, wofür ich mich normalerweise interessiere, aber nachdem ich die Reise in Der Kakao, die Liebe und der Tod nach Venezuela um 1870 so spannend fand, wollte ich mich gerne überraschen lassen.
Die Handlung beginnt zunächst ganz dezent, angenehm vorgetragen von Juliane Ahlemeier, deren Stimme mich sofort in den Bann zieht. Jede Figur erhält eine eigene Stimmfärbung - fast wie bei einem Hörspiel. Bei der Stimme wünscht man sich fast, das erste Hörbuch wäre ebenfalls von Frau Ahlemeier vorgetragen worden.
Was also zunächst "harmlos" beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer spannenden, ja teilweise tragischen Handlung mit vielen Wendepunkten - ganz wie man es von Frau Pilastro gewohnt ist.
Die Genreeinteilung ist aufgrund der Vielfalt der Aspekte Geschmackssache. Freilich steht die Beziehung zwischen Min-Tao und Bao Sen-Ho im Vordergrund; doch obwohl der Titel das Genre "Liebesroman" vermuten lässt: Es ist keine reine Liebesgeschichte. Der Roman ist vielseitig und hält von allem bereit, das jemand anderes schon mit wenigen Schlagworten - wie ich finde - passend beschrieben hat: "Liebe und Leidenschaft, Gewalt und Güte, Hinterhalt und Hilfsbereitschaft."
Kurz noch zur Musik: Angenehm und nicht zu exotisch.


Eine Version zum Lesen habe ich mir gewünscht, seit ich das Hörbuch gehört habe. Der lockere, leicht dahinfließende Erzählstil der Autorin war treffend von der Sprecherin Juliane Ahlemeier umgesetzt und hat mich in der audio-Version schon begeistert; aber die Geschichte um Min-Tao, die als siebte Nebenfrau des Kaisers Shenzong in einer ungewollten Ehe gefangen ist, mit eigenen Augen zu lesen,mitzulieben, mitzuleiden...
Eine kurzweiliges Liebesdrama aus dem Land des Lächelns, die jetzt auch der Leserin in mir - nach einem kurzen Schreck wegen des Doppel-Endes - ein Lächeln auf das Gesicht zaubert!


...Wer glaubt, sich in einem literarischen Liebeskitsch zu befinden, wird beim Weiterlesen eines Besseren belehrt. Schonungslos schockiert die Autorin mit Grausamkeiten, denen die junge Min-Tao nach der Entdeckung ihrer [verbotenen] Liebe ausgeliefert ist...


Offline Kathrin

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Hallo zusammen,

auch wenn der Thread hier schon ein wenig älter ist, schaden tut es nie, wenn ihn jemand aus der Versenkung holt, wo wir doch so ein schöne Leserunde zu "Die Geliebte des gelben Mondes" mit Susanne hatten. Hier dann also jetzt meine Meinung:

„Die Geliebte des gelben Mondes“ von Susanne Pilastro spielt im 11 Jahrhundert in China und erzählt die Geschichte von Min-Tao, die mit 13 Jahren an den chinesischen Hof als Nebenfrau des Kaisers kommt und dort die Liebe ihres Lebens, den kaiserlichen Heerführer Bao, kennenlernt.

„Die Geliebte des gelben Mondes“ ist für mich nicht der erste Roman von Susanne Pilastro und letztlich habe ich nur dank einer wunderbaren Lesung der Autorin zu Min-Taos Geschichte gegriffen. Die Lesung hat mich wirklich sehr neugierig gemacht auf das Buch, und das obwohl China bzw. Asien allgemein doch gar nicht mein Beuteschema bei historischen Romanen ist – und Liebesgeschichten schon gleich gar nicht! Das Buch hat sich sehr gut und flüssig lesen lassen, ich hatte noch nicht einmal Probleme mit den chinesischen Namen, auch wenn ich sie beim Laut-Lesen sicherlich falsch ausgesprochen hätte, trotz Personenregister und Aussprache-Hinweisen in den Extras des Buches, die ich bekanntlich sehr schätze. Spannenderweise habe ich sie hier deutlich weniger konsultiert als ich gedacht habe.

Ein bisschen Probleme hatte ich – wie so oft – mit der Ich-Form. Ich komme da zwar meist relativ schnell rein, aber grundsätzlich liegen mir Romane in der dritten Person einfach mehr. Hier kommt außerdem noch erschwerend hinzu, dass ich zu Min-Tao einfach keine wirklich Beziehung aufbauen konnte, dass sie mir nicht sonderlich ans Herz gewachsen ist. Gleiches gilt auch für ihren Geliebten Bao.  Der ist mir einfach zu perfekt. Die einzige „Ecke oder Kante“ die er hat, ist die Tatsache, dass er etwas mit einer der verbotenen Frauen anfängt, was per se nicht wirklich schlau von ihm ist, aber ansonsten ist er leider wirklich nicht mein Fall. Auch die Seelenverwandtschaft zwischen ihm und Min Tao ist mir etwas zu dick aufgetragen, der erste Blickkontakt beim Essen und die erste  Nacht deutlich zu kitschig. Das muss man mögen und ist einfach nicht mein Ding.

Auch wenn ich mit den beiden Hauptfiguren nicht viel anfangen konnte, so gibt es bei dem Roman doch auch etliche Aspekte, die mich wirklich überzeugt haben. So mochte ich zum Beispiel Wang-Anshi und Cheng-Si als Figuren sehr gerne, die in der Geschichte zwar nur eine Nebenrolle, dafür aber eine wichtige Nebenrollen spielen durften. Auch die inhaltliche Geschlossenheit des Romans hat mich fasziniert und begeistert. Ich habe mich oft beim Lesen dabei ertappt, wie ich mir Fragen stellte, die die Autorin meist schon auf der nächsten Seite beantwortet hat. Und so schlimm-kitschig ich die erste Nacht von Min-Tao und Bao fand, so super umgesetzt war Min Taos erste Nacht mit dem Kaiser, weil es wirklich sehr, sehr deutlich wird, wie jung Min Tao mit ihren 13 Jahren noch ist. Dass sie sich ihres Alters entsprechend benimmt bzw. passende Gedanken an „das Ding“ hat, hat einfach perfekt gepasst.

Besonders gut gefallen hat mir auch das Ende der Geschichte, denn Susanne Pilastro bietet ihren Lesern zwei Varianten, zum einen die Version, die sie für das Hörbuch neu entworfen hat und dann die Version, die sie eigentlich im Kopf hatte und die viel besser passt und die Geschichte viel besser abschließt.

Ich bin gespannt, welche ihrer Ideen Susanne Pilastro noch umsetzen wird. Sie hat, wie sie bei der Lesung erzählt hat, noch einige Geschichten im Hinterkopf. Jetzt muss sich nur noch ein gewisser Plagegeist wieder auf ihre Schulter setzen und auf die komplette Erzählung seiner Geschichte pochen. Mich würde das sehr reizen.

Bewertung:
Rock the Night!