Das eiserne Haus - John Hart

Begonnen von uschi, 29. Februar 2012, 21:08:02

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uschi

[isbn]3570101193[/isbn]

Julian und Michael wurden als Baby ausgesetzt und verbringen nun ihre Kindheit in Iron-House, ein Waisenhaus in den Bergen von North Carolina. Ein Haus des Schreckens, in dem nur der Starke eine Überlebenschance hat. Michael besitzt einen starken Überlebenswillen und die Kraft sich durchzusetzen, das ist auch bitter nötig, denn er muss seinen kleinen Bruder beschützen, der sich nicht gegen die Brutalität anderer Heininsassen wehren kann. Eines Tages kommt es zu einem tragischen Zwischenfall, ein Junge wird getötet. Um seinen Bruder Julian zu schützen, nimmt Michael alle Schuld auf sich und flieht aus dem Waisenhaus. Zur selben Zeit wird Julian von Senator Vane und seiner Frau Abigail adoptiert.

23 Jahre später: Michael hat seinen Platz als Killer im organisierten Verbrechen gefunden. Sein Boss, der sagenumwobene Otto Kaitlin, hat ihn als Jugendlichen von der Straße geholt und ihn unter seine Fittiche genommen. Schnell empfinden beide Zuneigung zueinander. Die Situation eskaliert schließlich, als Otto Kaitlin im Sterben liegt und Michael sich aus der Organisation lösen will. Er hat Elena kennen und lieben gelernt und will nun ein ganz normales Leben führen. Noch auf dem Sterbebett gibt Kaitlin seinen Segen und gibt Michael frei. Aber Kaitlins Sohn Stevan, ist ganz anderer Meinung, er ist rachsüchtig und verfolgt Michael von nun an gnadenlos.

In dieser Geschichte werden Elemente von Southern Gothic und Action-Thriller vorzüglich miteinander kombiniert. Eine sehr spannende Geschichte, der man sich einfach nicht entziehen kann, obwohl ich doch etwas zwiegespalten bin. Die Story ist teilweise doch sehr heftig, denn es wird am laufenden Band gemordet und gefoltert. Also sicherlich nichts für schwache Nerven. Aber es ist auch eine Geschichte von Liebe und Vergebung. Alle Haupt- und Nebenfiguren wurden gut ausgearbeitet. Es sind alle Charaktere vertreten, Abigail die Gute mit edler Gesinnung und die bitterböse Arabella. Nicht zu vergessen Michael, der sich schließlich vom Saulus zum Paulus gewandelt hat. Hier muss ich auch meine Kritik ansetzen, dass Michael m. E. doch sehr glorifiziert dargestellt wird, man sollte hier nicht vergessen, dass er letztendlich ein Mörder ist. Auch wenn er seine Taten damit entschuldigt, dass seine Opfer nur Abschaum waren. Aber ich gebe es zu,  durch seine schwere Kindheit, habe auch ich,  ihm so manches nachgesehen. Obwohl, sicherlich gibt es viele Kinder, die trotz ihrer schweren Kindheit ein normales Leben führen.
Trotzdem ein flüssig zu lesender Thriller, der sprachlich teilweise ins blumige abgleitet, aber immer Spannung pur bietet.

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Liebe Grüße
Uschi

Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen. (Lao-Tse)