Robert Lyndon – Der Thron der Welt

Begonnen von nirak, 26. Dezember 2013, 15:21:01

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nirak

[isbn] 978-3805250269[/isbn]

,,Der Thron der Welt" erzählt die Geschichte des fränkischen Kriegers Vallon im Jahre 1072. Er begibt sich auf eine gefahrvolle Reise über die Alpen nach England und von dort über Island nach Norwegen um dann über Russland weiter nach Konstantinopel zu reisen. Auf dieser Reise begegnet er Menschen die zu seinen Gefährten werden. Ihr gemeinsames Ziel ist es ein Lösegeld an den türkischen Sultan zu überbringen. Statt Gold sind es weiße Gerfalken die der Sultan will.

Bei diesem Buch handelt es sich um das Debüt von Robert Lyndon. Sein Erzählstil ist bildgewaltig und farbenprächtig und so mitreisend, dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen mochte. Immer weiter musste ich lesen und die Reise der so unterschiedlichen Gefährten begleiten. Das Buch hat 950 Seiten, die von der ersten bis zur letzten Seite spannend waren. Die einzelnen Schicksale der Protagonisten hat der Autor geschickt in die gesamte Handlung eingeflochten und gibt sie nur Stück für Stück preis. Die Landschaften durch die sie zogen werden so bildhaft beschrieben, dass der Leser Bilder vor Augen hat, als wäre er dabei. Besonders interessant fand ich die Jagd nach den Gerfalken und wie sie die Reise überstanden. Beim Lesen wird schnell deutlich, dass der Autor genau weiß wovon er schreibt. Im Klappentext des Buches steht, dass Robert Lyndon sich schon seit seiner Kindheit mit der Falknerei beschäftigt und dieses Wissen hat er in seine Geschichte gekonnt einfließen lassen.

Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie sind facettenreich und haben Ecken und Kanten und auch so ihre kleinen Geheimnisse die sich erst nach und nach lüften. Es gibt  auch eine Liebesgeschichte, aber die ist doch eher Hintergründig und versteckt. Passt aber sehr gut zum Gesamtbild und rundet es sogar ab.

Cover/Gestaltung: Die Gestaltung des Buches hat mir gut gefallen. Das Cover ist relativ schlicht gehalten und damit umso interessanter. Gleich zu Beginn gibt es eine Karte, die dem Leser ermöglicht die lange Reise genau nachzuvollziehen. Etwas den Lesefluss gestört hat, dass es immer mal wieder Druckfehler gegeben hat. Auch fand ich den Titel eigentlich nicht so wirklich passend zum Buch. Im Original heißt es ,,Hawk Quest" und ich finde das trifft es viel besser, denn um die Falken geht es ja schließlich.

Mein Fazit: ,,Der Thorn der Welt" ist ein historischer Abenteuerroman mit vielen Facetten. Er ist spannend und interessant. Detailreich und fesselnd geschrieben.  Für Leser die Lust auf Abenteuer haben eine klare Buchempfehlung. Für mich war dies ein gelungenes Debüt und den Namen Robert Lyndon werde ich mir merken und hoffe es wird noch einige Bücher von ihm geben.

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