Die Herrin der Worte - Frances Hardinge

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Offline ClaudiC

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Die Herrin der Worte - Frances Hardinge
« am: 28. Mai 2007, 08:27:41 »


Frances Hardinge: Die Herrin der Worte

[isbn]3570131408[/isbn]

Klappentext:
 Farbenprächtig und voller Sprachwitz - ein wahrer Genuss für jeden Buchliebhaber.

Die 12-jährige Mosca wächst in einer Welt auf, in der unzensierte Bücher und Geschichten verboten sind. Ihr Vater jedoch, ein verstoßener Schriftgelehrter, weckt in ihr die Leidenschaft für die magische Welt der Worte. Noch ahnt Mosca nicht, wie gefährlich diese Leidenschaft ist ...

Eines Tages beschließt sie, die Enge ihres Heimatdorfes hinter sich zu lassen. Sie trifft auf den alten Gauner und Poeten Wortmeister Clent, der so wundervoll erzählen kann, dass Mosca keine Sekunde zögert, sich ihm anzuschließen. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise und geraten unversehens in eine gefährliche Verschwörung zwischen den Mächtigen des Landes. Jetzt kann Mosca nur noch auf eines zählen: auf ihren wachen Verstand und ihre Fähigkeit zu lesen!

»Ich will kein glückliches Ende. Ich will mehr Geschichten.« Mosca Mye

· Ein beeindruckendes Debüt aus England · Frances Hardinge entspinnt ein fantastisches Panorama Englands im 18. Jahrhundert · Ein wortgewaltiger, ideenreicher Roman über die Magie der Sprache und die Freiheit des Geistes

Meine Meinung:
Ich habe mich wirklich bemüht, aber nach 256 Seiten keine Lust mehr, weiterzulesen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber zu der Handlung, die auf dem Klappentext angegeben wird, kommt es nicht. Erst jetzt, nach über der Hälfte des Romans, entdeckt Mosca, die Hauptfigur, eine geheime Schule, in der die alten, verbotenen Schriften gelesen werden. Nebenbei gibt es aber zig andere Handlungsstränge und Episoden, über die man einfach nur drüberliest, weil sie erstens nicht spannend sind und zweitens auch einfach weggelassen werden könnten.
Die Protagonisten sind für mich zudem nicht durchschaubar. Welche Seite ist hier gut und böse? Und welcher Seite schließen die beiden sich eigentlich an? Mosca verrät alles und jeden, denkt nur an sich und das "Erbe der Worte", das ihr Vater ihr hinterlassen hat, tritt sie meines Erachtens nicht an. Sie ist ein aufmüpfiges, trotziges Kind, das nach seinem Weg sucht und dabei nicht recht weiß, welche Richtung es einschlagen soll. Für mich als Leser war das nicht spannend, denn dadurch bleibt sie so schwammig wie die Fantasy-Welt, in der der Roman spielt. Das Leben auf dieser Welt ist einfach unvorstellbar, weil es kaum beschrieben oder erlebt wird.
Einige schöne Ideen bietet Hardinge aber doch:
Die Kapitel folgen dem Alphabet, von "A wie Argwohn" bis "V wie Vogelfänger". Außerdem tragen die Figuren zauberhafte Namen, weil jeder nach dem Tag desjenigen Heiligen benannt werden muss, an dem er geboren wurde. So heißen die Figuren "Federkiel", "Geistreich", "Tamarinde" oder "Mrs. Bottich". Für jedes Problemchen gibt es einen Heiligen mit ebenso fantasievollen Namen.
Leider trotzdem nicht empfehlenswert.