Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz

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Offline Annette B.

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Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« am: 09. November 2016, 08:16:06 »
Hallo zusammen

In diesem Abschnitt zeigen sich nun die ersten Verbindungsfäden zwischen den einzelnen Figuren.
Wir erfahren das Hans als Majordomus im Hotel von Emmalous Eltern gearbeitet hat. Das erklärt natürlich sein Organisationstalent und auch sein Geschick beim Nähen und Bügeln. Auch erklärt es nun die Verbindung zu den Fitzgeralds und Mac.
Ich denke das war eine glückliche Zeit, die diese jungen Leute vor dem Krieg im Hotel "Rheinblick" erlebt haben.

Das Hans sich jedoch fix verdrückt hat, als Otto in das kleine Restaurant kam, in dem er mit Emmalou gegessen hat,  war später in diesem Abschnitt auch zu verstehen. Offenbar waren Hans und Mac als Sanitäter zu Ottos Regiment gestoßen in Frankreich und dann aber fix desertiert, als sie gemerkt haben, was Otto für ein dummer Mensch ist.
Die Beschreibung von Ottos Gesichtsausdruck:
 - S.151 -
Er war ein unerwartet weichgesichtiger Mann ... mit einem rosigen Schmollmund....-
Das passt so gar nicht zu seinem Denken und Handeln.  :gr:
An dieser "Otto-Figur" ist so viel Falschheit - da hoffen wir mal, dass er die beiden (Mac und Hans) nicht wegen Vaterlandsverrat anzeigt.

Fritz und sein "Fräulein vom Amt" kommen sich immer näher, da sorgt schon der kleine "Katzenstar" für.  :->

Falko gefällt mir sehr gut und ich bin sicher, dass Friz und Falko nun Freunde fürs Leben sind. Das Fritz nun zur Mechaniker-Truppe beim Stützpunkt in Magdeburg gehört ist für ihn auch ein "Goldsternchen" in seinem Lebenslauf.

Jaaa und die Führerschein-Prüfung war auch verdammt schwierig. Besonders die Frage: "Was machen Sie wenn Sie eine Nacht-Fahrt antreten?"
Antwort: "Das Licht Einschalten.... !?" 
Prüfung bestanden!  :wieher:
Toll das freut mich sehr für Fritz.

Die Nonstop-Fahrt zwischen Verdun und Metz hat nicht nur Hans und Mac in tiefe Depressionen gestürzt. Auch die französische Landbevölkerung war nicht gut auf die deutschen Teilnehmer zu sprechen. Emmalou bekommt das dann auch bitter zu spüren, als sie zum tanken in der Nähe von Verdun eine Zwischenlandung macht.
Da war sicher die Gedenkveranstaltung der Rally-Veranstalter und Teilnehmer auch kein Trost für die französische Bevölkerung. Zu frisch sind die Wunden und Narben.
Gut das der Treibstoff am Ende doch noch bis Metz gereicht hat.
Ein Reservekanister wäre vielleicht eine sinnvolle Anschaffung.

Ich bin beeindruckt, wie gut damals schon das übermitteln der Presse-Berichte von den Telegrafenämtern klappte.
Fritz bekommt in Magdeburg recht schnell in der Automobilzeitung die Informationen zu Pennyoil und zum Rally Verlauf mit. Ob diese Autozeitung damals auch täglich erschien?

Schlimm war wieder das Verhalten einiger Rally Teilnehmer, als der Unfall passierte und Mac und Dr. Waldbauer anhielten und halfen, da fuhr ein Benz mit hoher Geschwindigkeit an der Unglücksstelle vorbei. Das Unglücksfahrzeug war ein Fiat und ein geplatzter Reifen hatte zu dem Unfall geführt...
Hatte nicht der Saboteur in Èpernay Gas in die Reifen eines Fiats gepumpt?  :kopfkratz: Oh Mann, hoffentlich erwischen die bald diesen rücksichtslosen Verbrecher.

Tja und der Oberst Otto hat nun ein ganz besonderes Problem, er hat kein Geld und keine Reiseschecks mehr. Die verjubelt jetzt Trixi gedankenlos in Paris.
Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen von diesen Frauen
(aber auch von den Männern der gehobenen Gesellschaft damals) berichtet wurde. Als die Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt erreichte und das Geld nix mehr wert war, hat es viele Selbstmorde gegeben unter den Männern und die Frauen (die wie Trixi nichts anderes konnten, als Geld ausgeben) sind oftmals in der Gosse verreckt oder zu Mätressen geworden. Das Schicksal war da gnadenlos mit diesen Frauen und Männern.

Ich frage mich grade, wie Otto nun seine Rechnungen bezahlen will? 
Das wird immer spannender, besonders da auch Mac sich nun seiner Vergangenheit und den Fitzgeralds stellen will.
« Letzte Änderung: 10. November 2016, 20:51:15 von Annette B. »
Liebe Grüße Annette

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #1 am: 13. November 2016, 17:14:21 »
Hallo Annette,

jetzt hab ich diesen Abschnitt auch geschafft und mal gelesen was Du dazu geschrieben hast. Da steckten ja jede Menge Informationen und Spannung drin!

Ich denke das war eine glückliche Zeit, die diese jungen Leute vor dem Krieg im Hotel "Rheinblick" erlebt haben.
Und ich find es schön, dass man hier sieht wie zumindest einige der internationalen Freundschaften den Krieg und all seine Grausamkeiten überstehen.

Offenbar waren Hans und Mac als Sanitäter zu Ottos Regiment gestoßen in Frankreich und dann aber fix desertiert, als sie gemerkt haben, was Otto für ein dummer Mensch ist.
Die Beschreibung von Ottos Gesichtsausdruck:
 - S.151 -
Er war ein unerwartet weichgesichtiger Mann ... mit einem rosigen Schmollmund....-
Das passt so gar nicht zu seinem Denken und Handeln.  :gr:
An dieser "Otto-Figur" ist so viel Falschheit - da hoffen wir mal, dass er die beiden (Mac und Hans) nicht wegen Vaterlandsverrat anzeigt.
Otto ist wirklich ein ganz übler Mensch. Mit seinen Geldsorgen hab ich wenig Mitleid - ich hoffe eher, dass sie ihn von Mac und Hans ablenken. Und sei es weil er selbst irgendwann in der Klemme steckt.

Falko gefällt mir sehr gut und ich bin sicher, dass Friz und Falko nun Freunde fürs Leben sind. Das Fritz nun zur Mechaniker-Truppe beim Stützpunkt in Magdeburg gehört ist für ihn auch ein "Goldsternchen" in seinem Lebenslauf.
Da stimm ich Dir zu.

"Was machen Sie wenn Sie eine Nacht-Fahrt antreten?"
Antwort: "Das Licht Einschalten.... !?" 
Prüfung bestanden!  :wieher:
:wieher:

Die Nonstop-Fahrt zwischen Verdun und Metz hat nicht nur Hans und Mac in tiefe Depressionen gestürzt. Auch die französische Landbevölkerung war nicht gut auf die deutschen Teilnehmer zu sprechen. Emmalou bekommt das dann auch bitter zu spüren, als sie zum tanken in der Nähe von Verdun eine Zwischenlandung macht.
Das Buch zeigt sehr gut, dass da auf beiden Seiten Menschen waren, die den Hass und die Feindschaft weiter in sich trugen. Die Flieger bei der Landebahn von Verdun ebenso wie Otto, der sagt:"Feinde waren sie, nicht Menschen." (S. 158). Bei so einem Satz sträuben sich mir die Haare. Das finde ich total beängstigend, denn es enthemmt die Menschen, lässt sie vor Grausamkeiten nicht mehr zurückschrecken.
Dieser Krieg führte zu so viel Hass, Trauer, psychischen Belastungen, dass der nächste Krieg nicht lang auf sich warten ließ. Die Saat war gesät. Und wie lang sich die Ressentiments nach dem 2. WK gehalten haben konnte ich in meinen ersten Frankreichurlauben noch ab und zu spüren. Das hat sich inzwischen GsD völlig geändert.

Ein Reservekanister wäre vielleicht eine sinnvolle Anschaffung.
Auf jeden Fall! Und es würd auch nicht schaden, sich über alternative Landeplätze an der Strecke Gedanken zu machen ;-).

Schlimm war wieder das Verhalten einiger Rally Teilnehmer, als der Unfall passierte und Mac und Dr. Waldbauer anhielten und halfen, da fuhr ein Benz mit hoher Geschwindigkeit an der Unglücksstelle vorbei. Das Unglücksfahrzeug war ein Fiat und ein geplatzter Reifen hatte zu dem Unfall geführt...
Hatte nicht der Saboteur in Èpernay Gas in die Reifen eines Fiats gepumpt?  :kopfkratz: Oh Mann, hoffentlich erwischen die bald diesen rücksichtslosen Verbrecher.
Solche Idioten gab und gibt es wohl immer wieder, die ohne Empathie und Rücksicht nur ihr eigenes Ding machen  :rollen:
Ich dachte, der Saboteur hat irgendeine Flüssigkeit in die Reifen gepumpt (aus einer braunen Glasflasche) - vielleicht Wasserstoffperoxyd?!

Tja und der Oberst Otto hat nun ein ganz besonderes Problem, er hat kein Geld und keine Reiseschecks mehr. Die verjubelt jetzt Trixi gedankenlos in Paris.
Also irgendwie gönn ich ihm das. Und Trixi wird vermutlich auch noch zu spüren bekommen, dass es wichtigeres gibt als Geld zu verprassen und wie es ist, wenn dies Geld plötzlich fehlt.

Das Schicksal war da gnadenlos mit diesen Frauen und Männern.
Ja, da hast Du recht. Allerdings war es auch oft gnadenlos zu Menschen, die weit weniger selbstsüchtig und gedankenlos waren.

Das wird immer spannender,...
Jaaaa!!!
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)

Offline Christiane

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #2 am: 13. November 2016, 17:36:01 »
So, und nun noch einiges aus meinen Notizen:

Die kleinen Episoden am Rande - Streß mit Schafen und Pferdefuhrwerken und solche Dinge - gefallen mir sehr. Zum einen zeigen sich im Umgang damit die unterschiedlichen Charaktere der Fahrer. Zum anderen bekommen wir das ja oft auch noch aus der Flugperspektive. Das hat was und ist oft auch witzig.
Der überfahrene Hund ist dagegen eine traurige Randgeschichte. Um so mehr scheidet sich hier die Geister und man erkennt wer Mitgefühl hat.
Bin gespannt in wie weit sich diese Berichte (z.B. über Thalheimer) an die Streckenposten am Ende bemerkbar machen...

Ob Emmalou irgendwann dahinter kommt, dass sie nachts in Épernay den Saboteur beobachtet hat? Und wer ist das? Vielleicht Thalheimer, weil er seine Synthetikreifen pushen will?? Oder gar Otto? Den trau ich eh alle Schandtaten zu...

Die Szene in der Frühstückspension, wo Madame stolz die Heldentaten ihres Sohnes preist ist auch sehr eindrucksvoll. Toll wie couragiert Mac da seine Sicht der Dinge schildert und versucht, der stolzen Mama die Augen zu öffnene. Obwohl ihm natürlich klar sein wird, dass er da wenig Erfolg, aber einigen Ärger haben wird.

Chester, Beau und Mac in Verdun - was da wohl im Krieg vorgefallen ist??? Ich hoffe, sie können zu ihrer alten Freundschaft zurückfinden. Eigentlich sind sie ja alle vernünftige Typen.

Und nun hat Emmalou zumindest schon mal mit Hans gesprochen - auch wenn da noch genug an Fragen bleibt  :->.

Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #3 am: 14. November 2016, 20:22:16 »
Hallo Christiane

Zitat von: Christiane
Die kleinen Episoden am Rande - Streß mit Schafen und Pferdefuhrwerken und solche Dinge - gefallen mir sehr. Zum einen zeigen sich im Umgang damit die unterschiedlichen Charaktere der Fahrer. Zum anderen bekommen wir das ja oft auch noch aus der Flugperspektive. Das hat was und ist oft auch witzig.

Ich finde diese "Randgeschichten" machen eine Handlung lebendig. Ein Roman kann noch so gut geschrieben und recherchiert sein, ohne diese Randgeschichten hat die Handlung kaum eine Chance den Leser zu fesseln.

Zitat von: Christiane
Der überfahrene Hund ist dagegen eine traurige Randgeschichte. Um so mehr scheidet sich hier die Geister und man erkennt wer Mitgefühl hat.
Bin gespannt in wie weit sich diese Berichte (z.B. über Thalheimer) an die Streckenposten am Ende bemerkbar machen...

Ja der Umgang mit Tieren und ihrem Schicksal sagt auch viel über den Charakter der Menschen aus. Mit ihrer Tierliebe und der Beschreibung, wie die verschiedenen Figuren im Buch mit ihnen umgehen, hilft Andrea dem Leser, schnell ein Gefühl für ihre Geschichte zu entwickeln.
Ich glaube ein Buch OHNE eine Katze - die faucht, flüchtet oder auch schnurrt - habe ich von Andrea noch nicht gelesen.  :gruebel:
Ob sich diese Berichte in der Wertung wiederfinden, darauf bin ich auch gespannt.

Zitat von: Christiane
Ob Emmalou irgendwann dahinter kommt, dass sie nachts in Épernay den Saboteur beobachtet hat? Und wer ist das? Vielleicht Thalheimer, weil er seine Synthetikreifen pushen will?? Oder gar Otto? Den trau ich eh alle Schandtaten zu...

Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen, aber ich habe dies erst im nächsten Abschnitt geschrieben.  :-)
Das Emmalou sich eventl. an diese Szene erinnert, keine Ahnung, aber hin und wieder überrascht Andrea mich mit solchen Details am Ende des Buches.

Zitat von: Christiane
Die Szene in der Frühstückspension, wo Madame stolz die Heldentaten ihres Sohnes preist ist auch sehr eindrucksvoll. Toll wie couragiert Mac da seine Sicht der Dinge schildert und versucht, der stolzen Mama die Augen zu öffnene. Obwohl ihm natürlich klar sein wird, dass er da wenig Erfolg, aber einigen Ärger haben wird.

Ich finde Mac`s Verhalten aber auch nachvollziehbar an dieser Stelle.
Wenn jemand all`diesen Schrecken und das Leid erlebt hat, sogar am eigenen Leib erfahren....
Also ganz ehrlich Christiane, es wäre unmenschlich von ihm zu verlangen, dass er schweigt. Er würde daran ersticken, vermute ich.

Zitat von: Christiane
Chester, Beau und Mac in Verdun - was da wohl im Krieg vorgefallen ist??? Ich hoffe, sie können zu ihrer alten Freundschaft zurückfinden. Eigentlich sind sie ja alle vernünftige Typen.

Ja da hast du recht, dass sind schon ganz "schnuckelige Kerle". Mir gefallen diese Charakter der Männer auch sehr gut. :->

Zitat von: Christiane
Und nun hat Emmalou zumindest schon mal mit Hans gesprochen - auch wenn da noch genug an Fragen bleibt  :->

Oh ja und es bleibt spannend.  :lesen:
Liebe Grüße Annette

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #4 am: 14. November 2016, 22:03:58 »
Guten Abend Annette!

Ich finde diese "Randgeschichten" machen eine Handlung lebendig. Ein Roman kann noch so gut geschrieben und recherchiert sein, ohne diese Randgeschichten hat die Handlung kaum eine Chance den Leser zu fesseln.
Ja, so geht es mir auch. Ich liebe Romane, die mit vielen solchen Details aufwarten. Das ist es ja auch was ich z.B. an den Gabaldon-Büchern so toll finde. Und Andrea Schacht macht das hier auch richtig gut!

Ja der Umgang mit Tieren und ihrem Schicksal sagt auch viel über den Charakter der Menschen aus. Mit ihrer Tierliebe und der Beschreibung, wie die verschiedenen Figuren im Buch mit ihnen umgehen, hilft Andrea dem Leser, schnell ein Gefühl für ihre Geschichte zu entwickeln.
Der Umgang mit Tieren ist für mich auch 'im wirklichen Leben' immer so ein Gradmesser. Ich gestehe: Leute, die mit Tieren so garnichts anfangen können haben es bei mir schon schwer. Und wer Tiere mies behandelt - dazu muss ich wohl nichts schreiben!

Ich finde Mac`s Verhalten aber auch nachvollziehbar an dieser Stelle.
Wenn jemand all`diesen Schrecken und das Leid erlebt hat, sogar am eigenen Leib erfahren....
Also ganz ehrlich Christiane, es wäre unmenschlich von ihm zu verlangen, dass er schweigt. Er würde daran ersticken, vermute ich.
Einerseits geb ich Dir absolut recht. Andererseits ist man doch immer wieder überrascht was Leute so alles verdrängen, um keinen offenen Konflikt durchstehen zu müssen, findest Du nicht?

Ja da hast du recht, dass sind schon ganz "schnuckelige Kerle". Mir gefallen diese Charakter der Männer auch sehr gut. :->
Hihi, 'schnucklig' also. - Und weißt Du was das nette an so einem Buch ist? Du musst Dich nicht für einen entscheiden  :teufel:  :->
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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #5 am: 16. November 2016, 16:02:40 »
Zitat von: Christiane
Einerseits geb ich Dir absolut recht. Andererseits ist man doch immer wieder überrascht was Leute so alles verdrängen, um keinen offenen Konflikt durchstehen zu müssen, findest Du nicht?

Ja da hast du recht. Ich habe viele Bücher gelesen, in denen genau diese "Verdrängungstechnik" thematisiert wurde.
Auch mein Vater und seine Brüder waren "Experten" in dieser Disziplin. Einer meiner Onkel hatte daher auch ein massives Alkohol Problem.
Als Kind habe ich das nicht so richtig kapiert, aber heute verstehe ich warum das so war. Er war als Fallschirmspringer über Feindesland "vom Himmel geschossen" worden und hatte fast 3 Tage verletzt in einem Baum fest gehangen.  :heul: :umfall:

Zitat von: Christiane
Hihi, 'schnucklig' also. - Und weißt Du was das nette an so einem Buch ist? Du musst Dich nicht für einen entscheiden  :teufel:  :->

 :-) Stimmt !!! :->
Liebe Grüße Annette

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #6 am: 16. November 2016, 16:11:05 »
Auch mein Vater und seine Brüder waren "Experten" in dieser Disziplin. Einer meiner Onkel hatte daher auch ein massives Alkohol Problem.
Als Kind habe ich das nicht so richtig kapiert, aber heute verstehe ich warum das so war.

Ja, und all diese tollen Programme zur Behandlung psychischer Probleme, Traumatherapie,... gab es für die Kriegsgeneration nicht. Man hatte 'andere Probleme'  :rollen:. Mich wundert immer wieder wie viele Leute das vergleichsweise gut weggesteckt haben. Aber viele haben auch ein Leben lang unter ihren Erlebnissen gelitten. So wie Dein Onkel - und da haben eben auch viele sich in den Alkohol geflüchtet oder sich anderweitig ein Ventil geschaffen.
Die Kriegsflüchtlinge heute sind da nur unwesentlich besser dran. Immerhin ist vielen Menschen in ihrer Umgebung heute bewußt was so eine Traumatisierung anrichten kann. Hilfe gibt es aber auch für sie eigentlich viel zu wenig.
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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #7 am: 17. November 2016, 11:32:04 »
Der Oberst (dass ihr ihn Otto nennt, damit kann ich gar nicht) hat seine Trixi verdient.
Rock the Night!

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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #8 am: 17. November 2016, 13:41:18 »
Allerdings!! - Aber sie ihn wohl auch, oberflächlich wie sie ist.  :teufel:
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
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Re: Erste Etappe: Paris -Verdun-Metz
« Antwort #9 am: 18. November 2016, 21:57:45 »
Allerdings!! - Aber sie ihn wohl auch, oberflächlich wie sie ist.  :teufel:

Da kann ich euch nur beipflichten!  :->
Liebe Grüße Annette