Rasttag in Köln

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Offline Annette B.

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Rasttag in Köln
« am: 20. November 2016, 18:29:04 »
So und nun sind wir in Köln.... (Mit Andrea Schacht und ihren Büchern landet man zwangsläufig irgendwann in Köln und auch garantiert vor dem Dom. :zwinker: )

Dieses Thema "die Ohren langziehen" hat Andrea hier mit Fritz wieder super in Szene gesetzt.   :-)
Aber nicht nur das Minna ihm die Ohren lang zieht, nein Fritz ist auch noch bis über beide Ohren verliebt.
Puh, die Ohren haben grade Hochkonjunktur bei Fritz.  :->

Allerding ist das auch doof, dass Nelly so seltsame Arbeitszeiten hat. Nachts um 3 Feierabend zu haben, das ist schon eine unchristliche Zeit.
Für Fritz ist da die Nacht wirklich sehr kurz, aber Charlie hat Verständnis für ihn. Ich glaube Charlie sieht in Fritz den Sohn, den er sich vielleicht gewünscht hat, aber nie hatte.
Er bastelt mit Fritz zusammen einen Weltempfänger und am Ende des Abschnitts, experimentiert Charlie mit Fritz zusammen an einem Autoreifen um zu beobachten wie lange Lösungsmittel brauchen um den Schlauch von innen zu zerstören.
Fritz darf wirklich viel lernen bei Charlie und ist ihm auch dankbar dafür.

Diesen Urlaubs-Pannenhilfe-Kasten, den Fritz für den Oberstudienrat zusammen stellt und die Funktionen der einzelnen Ersatzteile erklärt, dass waren wieder ganz tolle Rand-Informationen die Andrea uns hier ganz nebenbei vermittelt.
Man bekommt beim lesen immer mehr ein Gefühl dafür, wie überwältigend diese neue Technik für die Menschen damals war.
Ich schätze wenn das Auto des Oberstudienrates auf dem Weg nach Hannover wirklich kaputt geht, dann ist der Oberstudienrat hoffnungslos verloren....

Das Verhältnis zwischen Gerry und Emmalou hat sich sehr abgekühlt und am Ende dieses Abschnitts erfahren wir auch warum. Gerry arbeitet jetzt mit diesem "Schmieren-Reporter" Donny Dorsch zusammen!
Aber nachdem Emmalou gesehen hat, dass ihre Zeitung - Das bunte Blatt - nicht einen einzigen Artikel von ihr veröffentlicht hat, kann sie Gerry verstehen. Ich kann Gerry auch verstehen und ganz ehrlich, an Emmalous Stelle würde ich mich auch nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen. Das ist ja frustrierend.  :gr:

Die Wertungen der Fahrer sind für Mac und Hans sehr erfreulich, aber der Saboteur sieht die Beiden nun erst recht als Konkurrenz. Die Autos werden sehr gut in Köln bewacht, aber eine Apotheke ist direkt in der Nähe vom Dom-Hotel. Na da ist schon klar, was die Wachen am Auto-Parkplatz erwartet. Schlaftropfen, oder Betäubungsmittel sind damals noch leicht zu bekommen gewesen. Allerdings schließe ich aus dieser Tatsache, dass die Apotheke in der Nähe des Dom Hotels ist, dass der Saboteur auch im Dom-Hotel wohnt.

Genauso wie Otto (der Oberst) der sich nach einer heißen Nacht mit Trixi ausgesöhnt hat. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er immer noch Pleite ist.
Und nun ist auch noch seine Pistole weg. Meine Güte, was macht der Kerl da für einen Aufstand, er beschuldigt einfach mal irgendwelche Leute ohne Nachzudenken. Gut das der Närrische Karnevals Hotel-Besitzer sehr besonnen ist bei seiner Arbeit.
Nun gut, zumindest kann Otto sich nun nicht erschießen, wenn man ihn wegen unbezahlter Rechnungen zur Verantwortung ziehen will.  :teufel:

Tja und dann haben wir hier noch die "traurig-schöne" Szene am Rheinufer zwischen Mac und Emmalou.
Oder sollte ich jetzt besser sagen, zwischen Wilhelm Marten und Emmalou?

Das ist nun wirklich etwas verwirrend und ich frage mich grade ob ein Wilhelm Marten hier im Buch schon mal vorher erwähnt wurde?  :kopfkratz:
Christiane hast du diesen Namen schon vorher mal gelesen? In welcher Beziehung steht Wilhelm Marten zu Emmalou?  Mac Alan ist definitiv tot....
Mac Alan war der Vetter von den Fitzgeralds und die waren wohl stinksauer, weil Wilhelm Marten nun mit der Identität von Alasdair ein neues Leben begonnen hat.
Nun dämmert mir auch, warum Wilhelm die "Knigge-Regeln" bei Banketts von Hans lernen muss und sich mit diesen Umgangsformen in den höheren Kreisen gar nicht auskennt.
Wilhelm Marten war vielleicht auch nur ein Angestellter im Hotel Rheinblick?
Sehr mysteriös ....  :wahrsagen:

Nun bin ich mal gespannt wie es weitergeht, Nelly wird Fritz weiterhin mit spannenden Insider-Infos versorgen und Emmalou wird die traurige Wahrheit um den Tod von Mac Alan erst einmal verdauen müssen.
Da muss ich jetzt wirklich weiter lesen, das will ich wissen was dahinter steckt!  :lesen:

LG - Annette 
Liebe Grüße Annette

Offline Christiane

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Re: Rasttag in Köln
« Antwort #1 am: 22. November 2016, 08:13:20 »
Hallo Annette,

entschuldige - ich komm einfach nicht dazu, mal in Ruhe hier was zu schreiben  :rotwerd:.

Dieses Thema "die Ohren langziehen" hat Andrea hier mit Fritz wieder super in Szene gesetzt.   :-)
Bei der Szene fand ich auch den Berliner Dialekt ganz genial rübergebracht. Man hört Minna quasi meckern 'Mit dem Motorradfatzke rumkarjolt'   :-).

Für Fritz ist da die Nacht wirklich sehr kurz, aber Charlie hat Verständnis für ihn. Ich glaube Charlie sieht in Fritz den Sohn, den er sich vielleicht gewünscht hat, aber nie hatte.
Mit Charlie hat der Fritz echt das große Los gezogen! Die beiden machen mir echt Spaß - und ja, das bekommt immer mehr so diesen Anschein eines Vater-Sohn-Verhältnisses im besten Sinn. Charly macht das großartig: einerseits nachsichtig, andererseits sorgt er dafür, dass Fritz gut lernt und arbeitet und er verschafft ihm Chancen.

Diesen Urlaubs-Pannenhilfe-Kasten, den Fritz für den Oberstudienrat zusammen stellt und die Funktionen der einzelnen Ersatzteile erklärt, dass waren wieder ganz tolle Rand-Informationen die Andrea uns hier ganz nebenbei vermittelt.
Man bekommt beim lesen immer mehr ein Gefühl dafür, wie überwältigend diese neue Technik für die Menschen damals war.
Ich schätze wenn das Auto des Oberstudienrates auf dem Weg nach Hannover wirklich kaputt geht, dann ist der Oberstudienrat hoffnungslos verloren....
Ja, genau das hab ich auch gedacht! Und hab mich über den Herrn Kleinhas schon sehr amüsiert. Da will der arme Kerl nun up-to-date sein und das Auto ist so garnicht seine Welt  :-).

Das Verhältnis zwischen Gerry und Emmalou hat sich sehr abgekühlt und am Ende dieses Abschnitts erfahren wir auch warum. Gerry arbeitet jetzt mit diesem "Schmieren-Reporter" Donny Dorsch zusammen!
Aber nachdem Emmalou gesehen hat, dass ihre Zeitung - Das bunte Blatt - nicht einen einzigen Artikel von ihr veröffentlicht hat, kann sie Gerry verstehen. Ich kann Gerry auch verstehen und ganz ehrlich, an Emmalous Stelle würde ich mich auch nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen. Das ist ja frustrierend.  :gr:
Beruflich ist Köln für Emma echt ein Tiefschlag. Man, diese Gerry taugt ja echt nix. Ich an Emmas Stelle hätt sie vermutlich auf der Stelle 'ins Gebet genommen'....
Und Donny Dorsch - bei dem hatte ich gleich so ein komisches Gefühl. Zunächst sehr ambivalent, aber hier zeigt er sich ja von seiner miesen Seite.

Die Wertungen der Fahrer sind für Mac und Hans sehr erfreulich, ...
Undvor alllem erfährt man wieder ein bisschen mehr von Macs Leben in Marokko. So ganz langsam rundet sich das Bild ab. Und die Kritik an der Giftgasherstellung in den deutschen Fabriken ... Mac ist mir wirklich sehr sympathisch. Witzig wird es als er sich der 'Praline Obeli' entwinden muss  :->.

aber der Saboteur sieht die Beiden nun erst recht als Konkurrenz. ....
Ist Dir übrigens aufgefallen, dass die Autorin den Kapiteln des Saboteurs konsequent die netten vorangestellten Sprüche/Liedertexte verweigert?

... Otto (der Oberst) ...
Mmh, bei ihm macht mir am meisten Sorgen, dass er sich so langsam immer genauer an Hans und Will erinnert. Das kann für die beiden nur Ärger bedeuten  :meckern:.

Und nun ist auch noch seine Pistole weg. Meine Güte, was macht der Kerl da für einen Aufstand, er beschuldigt einfach mal irgendwelche Leute ohne Nachzudenken.
Ja, er leidet schon regelrecht unter Verfolgungswahn, was?! Aber wie er da strümpfig durchs Foyer tobt ist schon zum  :wieher:.

Tja und dann haben wir hier noch die "traurig-schöne" Szene am Rheinufer zwischen Mac und Emmalou.
Oder sollte ich jetzt besser sagen, zwischen Wilhelm Marten und Emmalou?
Ja, das sind mal Neuigkeiten, was?!

Das ist nun wirklich etwas verwirrend und ich frage mich grade ob ein Wilhelm Marten hier im Buch schon mal vorher erwähnt wurde?  :kopfkratz:
Christiane hast du diesen Namen schon vorher mal gelesen? In welcher Beziehung steht Wilhelm Marten zu Emmalou?  Mac Alan ist definitiv tot....
Ja, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Name schon mal erwähnt wurde und hab nochmal nachgeschaut: im Kapitel 8, als Geraldine und Emmalou gerade den Auftrag für die Berichterstattung bekommen haben und die Teilnehmerliste durchschauen, da erwähnt Emma ihn. Er war vorm Krieg auch im Hotel ihrer Eltern.
Und später erzählt sie den Fitzens, dass Will gefallen ist. Die Fitzens, Mac, Will, Hans und Emma - die gehörten alle mehr oder weniger zu einer Clique, damals vorm Krieg. Das ist mein Eindruck.

Bemerkenswert find ich auch noch die Szene in Kapitel 29, in der Emma der alten Dame, Frau Heinemann, zur Hilfe kommt. Zum einen gibt sich Emma da doch noch dem Hoteldirektor zu erkennen, der sich sichtlich freut, sie wiederzusehen. Zum anderen hab ich so das Gefühl, dass diese Frau noch eine größere Rolle spielen wird und nicht nur 'Mittel zum Zweck' für Emmalous Wiedersehen mit Julius Metz war. Bin gespannt...

So, und nun will ich fix noch ein bisschen weiterlesen ehe ich in den Tag starte. Die Woche hab ich wieder volles Prgramm - nicht gut fürs Lesepensum :-(

Liebe Grüße,
Christiane
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)

Offline Annette B.

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Re: Rasttag in Köln
« Antwort #2 am: 22. November 2016, 21:40:44 »
Hallo zusammen

Zitat von: Christiane
entschuldige - ich komm einfach nicht dazu, mal in Ruhe hier was zu schreiben  :rotwerd:.

Ich kenne das, manches mal ist echt der Wurm drin und darum habe ich ja auch diese Monats-Leserunden vorgeschlagen.  :-)

Zitat von: Christiane
Mit Charlie hat der Fritz echt das große Los gezogen! Die beiden machen mir echt Spaß - und ja, das bekommt immer mehr so diesen Anschein eines Vater-Sohn-Verhältnisses im besten Sinn. Charly macht das großartig: einerseits nachsichtig, andererseits sorgt er dafür, dass Fritz gut lernt und arbeitet und er verschafft ihm Chancen.

Da sieht man mal wieder was der Mut zum Risiko, im richtigen Moment für ungeahnte Möglichkeiten bietet.
Hätte Emmalou nicht diesem aufgeblasenen Schnösel eins Auswischen wollen mit dem unmöglichen Kuss, dann wäre Fritz nie bei Charlie gelandet.  :->

Zitat von: Christiane
Beruflich ist Köln für Emma echt ein Tiefschlag. Man, diese Gerry taugt ja echt nix. Ich an Emmas Stelle hätt sie vermutlich auf der Stelle 'ins Gebet genommen'....
Und Donny Dorsch - bei dem hatte ich gleich so ein komisches Gefühl. Zunächst sehr ambivalent, aber hier zeigt er sich ja von seiner miesen Seite.

Donny Dorsch war für mich am Anfang auch so eine Figur, der ich nicht viel Bedeutung zugemessen habe. Aber wie man sieht, hat er so ganz unauffällig seine Fäden gezogen und Gerry ist ihm offenbar gerne gefolgt.

Du, Gerry ins Gebet nehmen...  :kopfkratz:
Ich weiß nicht, immerhin hat Emmalou, Gerry und auch ihrem Vater vieles zu verdanken. Sie haben ihr geholfen, als sie nach Berlin kam.

Aber andersherum hast du natürlich recht, ein klärendes Wort wäre hier sicher angebracht.
Mal abwarten....

Zitat von: Christiane
Undvor alllem erfährt man wieder ein bisschen mehr von Macs Leben in Marokko. So ganz langsam rundet sich das Bild ab. Und die Kritik an der Giftgasherstellung in den deutschen Fabriken ... Mac ist mir wirklich sehr sympathisch. Witzig wird es als er sich der 'Praline Obeli' entwinden muss  :->.

Wir hatten das Thema schon am Anfang irgendwann. Ich denke dieser grausame Krieg hat aus den fröhlichen Jugendlichen (Männer wie Frauen) traumatisierte und ernste Menschen gemacht. Sie tragen alle Trauer im Herzen und müssen damit weiter leben.
Mac hat sicher viele Frauen gekannt und Frauen wie Doro sind offenbar nicht sein Fall. Egal wieviel Geld der Papa auf der Tasche hat.  :->

Zitat von: Christiane
Ja, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Name schon mal erwähnt wurde und hab nochmal nachgeschaut: im Kapitel 8, als Geraldine und Emmalou gerade den Auftrag für die Berichterstattung bekommen haben und die Teilnehmerliste durchschauen, da erwähnt Emma ihn. Er war vorm Krieg auch im Hotel ihrer Eltern.
Und später erzählt sie den Fitzens, dass Will gefallen ist. Die Fitzens, Mac, Will, Hans und Emma - die gehörten alle mehr oder weniger zu einer Clique, damals vorm Krieg. Das ist mein Eindruck.

Ich hatte auch das Gefühl diesen Namen schon mal gelesen zu haben, aber ich habe die Stelle im Buch nicht wiedergefunden.
Also das die Fitzens, Mac, Will, Hans und Emma sich verdammt gut kennen und eventuell irgendwelche Jugend-Geheimnisse teilen, diesen Verdacht hatten wir schon recht früh, aber auch hier ist noch vieles sehr im Nebel der Vergangenheit verborgen.


Zitat von: Christiane
Ist Dir übrigens aufgefallen, dass die Autorin den Kapiteln des Saboteurs konsequent die netten vorangestellten Sprüche/Liedertexte verweigert?

Was soll der Autorin dazu auch nettes einfallen?
So wie ich Andrea kenne, hätte sie aber sicher bei Edgar E. Poe oder Freigedenk etwas gefunden, was zum Saboteur gepasst hätte.  :teufel:
Aber wer weiß, vielleicht wollte sie auch einfach keine Hinweise auf den Saboteur durch diese Verse geben.

Zitat von: Christiane
Bemerkenswert find ich auch noch die Szene in Kapitel 29, in der Emma der alten Dame, Frau Heinemann, zur Hilfe kommt. Zum einen gibt sich Emma da doch noch dem Hoteldirektor zu erkennen, der sich sichtlich freut, sie wiederzusehen. Zum anderen hab ich so das Gefühl, dass diese Frau noch eine größere Rolle spielen wird und nicht nur 'Mittel zum Zweck' für Emmalous Wiedersehen mit Julius Metz war. Bin gespannt...

Ja, da könntest du richtig liegen, dass Frau Heinemann noch eine wichtige Rolle spielt.

Ich habe gestern Abend schon ein wenig weiter gelesen, aber ich musste nach der Hälfte des Abschnitts das Buch beiseite legen! Puh, dass war heftig und ich habe mit Emmalou zu sehr mitgelitten.
Ich werde gleich noch ein wenig lesen, mal schauen wie weit ich komme.

Bis dann, auf ins Sauerland....  :elch:
Liebe Grüße Annette