Koch (buch) - Challenge

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Offline SilkeS.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #90 am: 27. Januar 2017, 10:43:45 »
Mein Ex Schwager war auch Jäger, daher kam damals auch der Rehrücken.
Aber ich mag das Fleisch noch weniger, wie normales Fleisch und da ich ja sowas nicht mehr esse und für meinen Mann alleine rentiert sich das nicht. zuzuberieten. Denn ich müsste die Reste einfrieren und das mag er nichts.
Wir haben hier im Odenwald gute Restaurants, bei denen man Wild essen kann und da kann man dann mal essen, wenn wenn es dem Herrn nach Wild gelüstet...
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Offline Inge78

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #91 am: 27. Januar 2017, 10:58:12 »
Wir haben bei uns im Ort ja einen Biomarkt, da bekommt man dann auch Fleisch aus eigener Haltung, man kann die Tiere da laufen sehen
Und es gibt einen Dammwildzüchter, da fährt man auf den Hof und da laufen dann die Tiere auf großen Weiden. Und wenn man dann Fleisch kauft zeigt er immer auf die Tiere und sagt: schauen sie sich schon mal ihren Braten fürs nächste Jahr an  :-)

Immerhin weiß ich bei beiden Läden dass die Tiere es zu Lebzeiten gut haben
Der Wild"mann" schlachtet selbst, der Biohof fährt nur Tiere einzeln zu einer kleinen Bioschlachterei in der Nähe, also ist auch der Transport noch einigermaßen tiergerecht

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Offline SilkeS.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #92 am: 27. Januar 2017, 11:10:44 »
 :wah: Ich könnte niemals das Fleisch essen, wenn ich das Tier vorher gesehen habe...  :umfall:
So toll das klingt, aber brauche ich nicht.
Bei mir darf das Tier dann schon ruhig schon tot sein, wenn ich es kaufe...

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Offline Inge78

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #93 am: 27. Januar 2017, 11:55:47 »
Ich finde es gut wenn ich sehen kann wie das Tier aufwächst
Man kann im Bioladen sogar ganze oder halbe Schweine kaufen, man weiß dann genau welches Tier das ist und kann es beobachten wie es im Freien aufwächst, im Schlamm wühlt etc.
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Offline SilkeS.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #94 am: 27. Januar 2017, 12:03:17 »
Ja, Inge!

Diese Haltung ist toll und optimal und all das, aber ich könnte das trotzdem nicht.  :rotwerd:
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Offline Christiane

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #95 am: 27. Januar 2017, 13:11:15 »
Silke, Du ißt ja auch kein Fleisch. Da musst du das auch nicht sehen können. Dagegen finde ich so begeisterte Fleischesser, die dann sagen 'ach nee, das Tier kann ich mir aber nicht angucken', schon ziemlich feige. Wenn ich Fleisch esse, sollte ich mir bewußt sein, dass das mal ein / dieses lebendes Tier war und kein  totes Konsumgut.
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Offline Inge78

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #96 am: 27. Januar 2017, 13:46:23 »
Ich habe eine Bekannte, die kann Fleisch und Fisch nur essen wenn es nicht mehr wie ein Tier aussieht
Also nur Filet oder Hack oder paniert oder so
DAS finde ich dann richtig verlogen
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Offline Annette B.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #97 am: 27. Januar 2017, 15:50:18 »
Hallo Christiane

Da hast du dir aber auch wirklich viel Mühe und Arbeit gemacht um diesen Rehrücken mit feinen Beilagen auf den Tisch zu bringen.
Kein Wunder das deine Lieben bei solchen "Verwöhn-Aktionen" mit 5 Sterne Essen kaum noch einfache Gemüsegerichte beachten.
Aber es ist halt auch so, dass Kochen erst richtig Spaß macht, wenn man auch "dankbare Genießer" am Tisch sitzen hat.

Ich bin mittlerweile froh, dass mein Schwiegersohn ein hervorragender Koch ist und mir diese Arbeit mit diesen "Verwöhn-Menüs" abgenommen hat.

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf den Muttertag, wenn mein Schwiegersohn mich mit frischem Spargel, selbst geschlagener Hollandaise, Schweinefilet und selbst gemachter Mousse au Chocolat verwöhnt.  :schmacht:

Ich wünsche dir Christiane, auch eines Tages einen Sohn oder Tochter, die dich zu allen Feiertagen verwöhnt und dir somit die Arbeit abnimmt.  :schmusen:
Liebe Grüße Annette

Offline Christiane

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #98 am: 27. Januar 2017, 17:01:21 »
Hallo Annette!

Da hast du dir aber auch wirklich viel Mühe und Arbeit gemacht um diesen Rehrücken mit feinen Beilagen auf den Tisch zu bringen.
Kein Wunder das deine Lieben bei solchen "Verwöhn-Aktionen" mit 5 Sterne Essen kaum noch einfache Gemüsegerichte beachten.
Jeden Tag hätte ich darauf sicher keine Lust, aber so ab und zu macht mir das viel Spaß: Dinge neu ausprobieren, wie hier aus 4 Rezepten (m)eines zu machen, dann auch mal netter den Tisch decken,... Einfach das Kochen und Essen und Zusammensein genießen.

Ich bin mittlerweile froh, dass mein Schwiegersohn ein hervorragender Koch ist und mir diese Arbeit mit diesen "Verwöhn-Menüs" abgenommen hat.
Wenn man so lang beruflich gekocht hat ist das glaub ich auch nochmal was anderes. Ich koch ja meist nur für uns vier. Und diese größeren Aktionen betrachte ich wie so eine Art Hobby ;-).

Aber sich von so einem guten Koch verwöhnen lassen hat natürlich auch was. Ich freu mich für dich, dass Du so einen 'brauchbaren' Schwiegersohn hast. Da hatte Deine Tochter doch offensichtlich ein gutes Händchen  :zwinker:  :->.

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf den Muttertag, wenn mein Schwiegersohn mich mit frischem Spargel, selbst geschlagener Hollandaise, Schweinefilet und selbst gemachter Mousse au Chocolat verwöhnt.  :schmacht:
http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/Smileys/default/hechel.gif

Ich wünsche dir Christiane, auch eines Tages einen Sohn oder Tochter, die dich zu allen Feiertagen verwöhnt und dir somit die Arbeit abnimmt.  :schmusen:

Wir werden sehen - im Moment lassen sie sich noch ganz gern bedienen  :-). Aber ich kann ja noch auf Schwiegerkinder hoffen ...   :->

Liebe Grüße,
Christiane
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Offline Hans

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #99 am: 27. Januar 2017, 17:25:24 »
Hi Annette,

Ich habe diese Sahne aus Cashew-Kernen jetzt fest in unsere Basis-Rezepte aufgenommen. ...
Also habe ich gestern die Kerne eingeweicht (nach Rezept) und heute früh mit Olivenöl zur Basis-Sahne verarbeitet.
Dann habe ich zunächst etwa 50 - 60 gr. Mandeln (gestiftelt) in der Pfanne mit etwas Öl leicht angeröstet und in einer Schüssel auf dem Balkon abkühlen lassen.

Während der Abkühlzeit habe ich eine dicke Apfelsine ausgepresst und den Saft zur Sahne gegeben, dazu einen Teel. Honig und ein paar Spritzer Zitronenessenz.

ähh  :kopfkratz: - und wo ist da jetzt bitte die Sahne? - Hab ich da was falsch verstanden oder ist da wirklich keine Sahne drin, die aus Milch gemacht wird?

 :rollen:  :gruebel:
Hans
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Offline Christiane

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #100 am: 27. Januar 2017, 17:35:08 »
Du hast das genau richtig verstanden. Annette hat da ein Rezept von Silke für einen veganen Sahneersatz bei ihrem Obstsalat eingesetzt: Sahneersatz aus Cashewkernen und Öl.
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Offline Annette B.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #101 am: 28. Januar 2017, 19:08:22 »
Zitat von: Christiane
Wenn man so lang beruflich gekocht hat ist das glaub ich auch nochmal was anderes. Ich koch ja meist nur für uns vier. Und diese größeren Aktionen betrachte ich wie so eine Art Hobby ;-).

Aber sich von so einem guten Koch verwöhnen lassen hat natürlich auch was. Ich freu mich für dich, dass Du so einen 'brauchbaren' Schwiegersohn hast. Da hatte Deine Tochter doch offensichtlich ein gutes Händchen .

Ja unsere Tochter hat wirklich einen klugen und liebevollen Partner in unserem "Köchlein" gefunden.  :zwinker:

Es stimmt was du sagst, wenn man so lange wie ich beruflich gekocht hat, dann ist man auch froh wenn man sich nicht ständig neuen Herausforderungen stellen muss. Ein solches Menü im großen Stil oder unter Zeitdruck abzuwickeln ist jedes mal eine neue Herausforderung für ALLE Mitarbeiter in der Küche. Nicht nur für die Köche und Beiköche, wenn da nicht auch die Küchenhilfen selbständig und zuverlässig mit anpacken endet ein solches Menü mit einem Mords-Desaster.
Ganz zu schweigen davon, dass sich auch in der Ernährungswissenschaft und der Hygiene in Küchen ständig etwas ändert. Vom Einkauf, Personal-Plänen und Arbeitsgesetze mal ganz zu schweigen.
Da ist man ständig zu Weiterbildung und Optimierung des Arbeitsablauf gezwungen. Ich glaube die wenigsten Menschen, die in ein Restaurant gehen oder im Krankenhaus ihr essen bekommen, haben eine Ahnung davon wieviel Wissen und Können hinter dieser Arbeit der Küchenmitarbeiter steckt.
Von der Bürokratie hier in Deutschland mal ganz zu schweigen....  :rollen:

Zitat von: Hans
ähh   - und wo ist da jetzt bitte die Sahne? - Hab ich da was falsch verstanden oder ist da wirklich keine Sahne drin, die aus Milch gemacht wird?

Deine Frage ist mehr als berechtig, aber entschuldige bitte, dass ich grade laut lachen musste als ich sie gelesen habe.  :wieher:
An deiner Stelle hätte ich nämlich genauso ratlos auf das Rezept geschaut und mir die Frage gestellt.  :-)

Fakt ist jedoch, dass Silke hier irgendwo - ich glaube bei der Freitagsfrage :kopfkratz: - von ihrer veganen Ernährung erzählt hat und dabei dann auch erklärt hat, dass man einen veganen Sahne-Ersatz herstellen kann - ohne Kuhmilch!
Das hat mich sofort fasziniert und ich MUSSTE das ausprobieren.  :->

Mein erster Versuch, bei dem ich mich penibel an das Rezept gehalten habe, war schon ganz lecker, aber ich fand diese "Sahne" doch sehr wässrig.
Also habe ich in einem zweiten Versuch die Wassermenge reduziert um 10 ml.
Hm, das hatte zwar eine Sahneähnliche Konsistenz, aber es war mir schon fast wieder zu dick. Allerdings schmeckte diese dickere Sahne besser....
OK, was nun? Das Zeug ist lecker, aber wie setzte ich das in unserer "Kleinbürgerlichen-Kohlenpott-Küche" sinnvoll ein?  :kopfkratz:

Da ich immer diese kleinen Päckchen H-Sahne vom Aldi für Salatsoßen genutzt habe, aber dabei zum einen immer ein schlechtes Gewissen in Sachen Kalorien-Menge und Cholesterinspiegel hatte, habe ich dann mit der Sahne aus Cashew-Kernen  experimentiert. Und "et Voilà"  :->
im Zusammenspiel mit Orangensaft oder Zitronensaft, Honig und Nüssen oder Pinienkernen ergibt sich eine richtig leckere Salatsoße für Obstsalat, Chicoree - Salat, grünen Salat u.s.w.
Diese Soße ist obendrein nicht so kalorienreich und fetthaltig, wie die richtige Sahne von der Kuh. Obwohl man da ja auch schon fettreduzierte Sahne kaufen kann, so ist diese Sahne aus Cashew-Kernen doch noch um einiges Fettarmer und besser verträglich für den Magen-Darmtrakt.

So Hans, weil du jetzt bestimmt schwer neugierig geworden bist, wie man diese Sahne aus Cashew-Kernen zaubert bekommst du direkt die Anleitung.  :-)

50 gr. Cashew-Kerne in 100 ml. (am besten abgekochtes) Wasser mindestens 2 Std. - aber besser über Nacht einweichen.
Wenn du abgekochtes - nicht mehr heißes Wasser nimmst hält sich diese Sahne 4-5 Tage im Kühlschrank. Die Cashew-Kerne nicht mit heißem Wasser einweichen, denn sonst die Vitamine hinüber!
Am nächsten Tag gibst du dann 50 gr. Öl (Rapsöl oder Sonnenblumen-Öl) dazu.
Diese Mischung wird dann mit dem Pürrierstab  richtig gut zerkleinert und aufgeschlagen. Und schon hast du deine Portion Sahne für die Salatsoße fertig.
Das ist das Basis-Rezept!

Klar, eine Tüte Cashew-Kerne ist etwas teurer als die H-Sahne von Aldi, aber ich habe die Cashew-Kerne bei Rossmann in einer 150 gr. Tüte gekauft und bekomme so schon für mind. 3 mal Sahnesoße daraus.
Zusammen mit dem Orangensaft oder Zitrone ergibt sich bei dieser Sahne auch die Menge für 4 - 5 Portionen Salat.

OK, wie geschrieben, ich habe jetzt die Cashew-Kerne nur noch mit 90 ml. Wasser eingeweicht da ich ja hinterher O-Saft oder Zitrone dazu gebe.

Ich hoffe ich habe jetzt alle offenen Fragen beantwortet. Viel Spaß beim ausprobieren und genießen.  :flirt:
Liebe Grüße Annette

Offline Hans

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #102 am: 28. Januar 2017, 23:02:24 »
Hi Annette,
Zitat von: Hans
ähh   - und wo ist da jetzt bitte die Sahne? - Hab ich da was falsch verstanden oder ist da wirklich keine Sahne drin, die aus Milch gemacht wird?

Deine Frage ist mehr als berechtig, aber entschuldige bitte, dass ich grade laut lachen musste als ich sie gelesen habe.  :wieher:

:rollen:

An deiner Stelle hätte ich nämlich genauso ratlos auf das Rezept geschaut und mir die Frage gestellt.  :-)

Fakt ist jedoch, dass Silke hier irgendwo - ich glaube bei der Freitagsfrage :kopfkratz: - von ihrer veganen Ernährung erzählt hat
Ja, da war mal was. Da hat sie mir ihren Wechsel zur veganen Ernährung auch sehr ausführlich erklärt, bzw. begründet. -  Ich kann damit trotzdem nicht viel anfangen, also mit dem veganen Paradigma.

und dabei dann auch erklärt hat, dass man einen veganen Sahne-Ersatz herstellen kann - ohne Kuhmilch!
Das hab ich dann nicht mitbekommen, oder inzwischen wieder vergessen.  :rollen:

Das hat mich sofort fasziniert und ich MUSSTE das ausprobieren.  :->
Mein erster Versuch, bei dem ich mich penibel an das Rezept gehalten habe, war schon ganz lecker, aber ich fand diese "Sahne" doch sehr wässrig.
Also habe ich in einem zweiten Versuch die Wassermenge reduziert um 10 ml.
Hm, das hatte zwar eine Sahneähnliche Konsistenz, aber es war mir schon fast wieder zu dick. Allerdings schmeckte diese dickere Sahne besser....
Okay. Aber für mich ist das dann immer noch so eine Art Sahne-ersatz, weil wenn ich "Sahne" höre, geht das bei mir automatisch unter "Milchprodukte". Die Sahne muss nicht unbedingt aus Kuhmilch sein, kann also auch aus Schafs- oder Ziegenmilch sein, obwohl ich keine Ahnung habe, wie sie dann schmeckt.

OK, was nun? Das Zeug ist lecker, aber wie setzte ich das in unserer "Kleinbürgerlichen-Kohlenpott-Küche" sinnvoll ein?  :kopfkratz:

Da ich immer diese kleinen Päckchen H-Sahne vom Aldi für Salatsoßen genutzt habe, aber dabei zum einen immer ein schlechtes Gewissen in Sachen Kalorien-Menge und Cholesterinspiegel hatte, habe ich dann mit der Sahne aus Cashew-Kernen  experimentiert. Und "et Voilà"  :->
im Zusammenspiel mit Orangensaft oder Zitronensaft, Honig und Nüssen oder Pinienkernen ergibt sich eine richtig leckere Salatsoße für Obstsalat, Chicoree - Salat, grünen Salat u.s.w.
"Salatsoße" - das ist wohl der treffendere Ausdruck dafür, wenn man mich fragt.  :->

Diese Soße ist obendrein nicht so kalorienreich und fetthaltig, wie die richtige Sahne von der Kuh. Obwohl man da ja auch schon fettreduzierte Sahne kaufen kann, so ist diese Sahne aus Cashew-Kernen doch noch um einiges Fettarmer und besser verträglich für den Magen-Darmtrakt.
Ist das ernährungswissenschaftlich belegt? -  Ich meine, jeder Jeck ist anders, und ich halte es für durchaus möglich, dass es da auch Unterschiede gibt.

So Hans, weil du jetzt bestimmt schwer neugierig geworden bist, wie man diese Sahne aus Cashew-Kernen zaubert bekommst du direkt die Anleitung.  :-)

50 gr. Cashew-Kerne in 100 ml. (am besten abgekochtes) Wasser mindestens 2 Std. - aber besser über Nacht einweichen.
Wenn du abgekochtes - nicht mehr heißes Wasser nimmst hält sich diese Sahne 4-5 Tage im Kühlschrank. Die Cashew-Kerne nicht mit heißem Wasser einweichen, denn sonst die Vitamine hinüber!
Am nächsten Tag gibst du dann 50 gr. Öl (Rapsöl oder Sonnenblumen-Öl) dazu.
Diese Mischung wird dann mit dem Pürrierstab  richtig gut zerkleinert und aufgeschlagen. Und schon hast du deine Portion Sahne für die Salatsoße fertig.
Das ist das Basis-Rezept!
...
Zusammen mit dem Orangensaft oder Zitrone ergibt sich bei dieser Sahne auch die Menge für 4 - 5 Portionen Salat.

OK, wie geschrieben, ich habe jetzt die Cashew-Kerne nur noch mit 90 ml. Wasser eingeweicht da ich ja hinterher O-Saft oder Zitrone dazu gebe.

Ich hoffe ich habe jetzt alle offenen Fragen beantwortet. Viel Spaß beim ausprobieren und genießen.  :flirt:
Zunächst einmal danke für das Rezept, aber ich weis noch nicht, ob ich das mal ausprobiere. Es klingt zwar in der Tat interessant, aber insgesamt ist mir das Vegane noch immer etwas suspekt *). Ich glaube, das liegt daran, dass ich viel zu gerne Milchprodukte esse, insbesondere Käse. Aber auch Joguhrt, Pudding oder Kefir stehen auf meiner Speiseliste sehr weit oben. - Apropos Pudding: dazu hab ich im Rezeptethread noch was geschrieben. - Ich frage mich gerade, warum ich jetzt dauernd Pinienkerne im Kopf habe, wo hier doch von Cashewkernen die Rede ist.  :gruebel:

:winken:
Hans


*) So frage ich mich zum Beispiel, wie Veganer es bei Säuglingen halten? - Verweigern die ihren Kindern auch die Muttermilch? - Streng genommen müssten sie das nämlich, weil es sich dabei evolutionsbiologisch betrachtet ja auch "tierische" Nahrung handelt, die die vegane Ernährungsweise ja ablehnt. (Ich halte zwar nix von der evolutionstherotischen Idee, nach der der Mensch vom Affen abstammen und deshalb "nur" ein besonders hoch entwickeltes Tier sein soll, sondern sehe den Menschen als eigenständige Entwicklung mit ureigenem Stammbaum, aber das ist 'n anderes Thema.)
« Letzte Änderung: 28. Januar 2017, 23:26:45 von Hans »
Man muß nicht alles wissen, aber man sollte wissen, wo es steht.
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Offline Annette B.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #103 am: 29. Januar 2017, 17:20:54 »
Hallo Hans

Hi Annette,
Zitat von: Hans
ähh   - und wo ist da jetzt bitte die Sahne? - Hab ich da was falsch verstanden oder ist da wirklich keine Sahne drin, die aus Milch gemacht wird?

Deine Frage ist mehr als berechtig, aber entschuldige bitte, dass ich grade laut lachen musste als ich sie gelesen habe.  :wieher:

:rollen:


Hey, jetzt werde mal nicht Humorlos! Bist schließlich ein Ruhrpott Kind wie ich....

Zitat
An deiner Stelle hätte ich nämlich genauso ratlos auf das Rezept geschaut und mir die Frage gestellt.  :-)

Fakt ist jedoch, dass Silke hier irgendwo - ich glaube bei der Freitagsfrage :kopfkratz: - von ihrer veganen Ernährung erzählt hat
Ja, da war mal was. Da hat sie mir ihren Wechsel zur veganen Ernährung auch sehr ausführlich erklärt, bzw. begründet. -  Ich kann damit trotzdem nicht viel anfangen, also mit dem veganen Paradigma.


Du, ich denke jeder Mensch muss für sich selbst entscheiden, wie er essen und Leben möchte. Wenn Silke sich dabei wohlfühlt, dann kann ich das problemlos akzeptieren.
Sie akzeptiert ja auch das ich jetzt nicht unbedingt streng vegan leben möchte.

Das hindert mich aber nicht daran auch mal über den Teller-Rand zu schauen und Rezepte aus der Veganen-Küche aus zu probieren.
Auf meine geliebte Butter und Käse muss ich ja deswegen nicht verzichten.  :->

Zitat
Das hat mich sofort fasziniert und ich MUSSTE das ausprobieren.  :->
Mein erster Versuch, bei dem ich mich penibel an das Rezept gehalten habe, war schon ganz lecker, aber ich fand diese "Sahne" doch sehr wässrig.
Also habe ich in einem zweiten Versuch die Wassermenge reduziert um 10 ml.
Hm, das hatte zwar eine Sahneähnliche Konsistenz, aber es war mir schon fast wieder zu dick. Allerdings schmeckte diese dickere Sahne besser....
Okay. Aber für mich ist das dann immer noch so eine Art Sahne-ersatz, weil wenn ich "Sahne" höre, geht das bei mir automatisch unter "Milchprodukte". Die Sahne muss nicht unbedingt aus Kuhmilch sein, kann also auch aus Schafs- oder Ziegenmilch sein, obwohl ich keine Ahnung habe, wie sie dann schmeckt.

Also bei Ziegenmilch kann ich mir offen gestanden gar nicht vorstellen das man die zu Schlagsahne verarbeiten und auf dem Kuchen essen kann!
Und bei Schafs-Milch... Keine Ahnung ob das funktionieren könnte.
Wie gesagt, ich werde eh nicht ganz auf Kuh-Sahne, Milch und Käse u.s.w. verzichten.
Aber die vegetarische und vegane Küche bietet nun mal auch viele spannende und leckere Rezepte, warum soll man da nicht auch mal diese Rezepte im Speiseplan aufnehmen?
Zitat
Diese Soße ist obendrein nicht so kalorienreich und fetthaltig, wie die richtige Sahne von der Kuh. Obwohl man da ja auch schon fettreduzierte Sahne kaufen kann, so ist diese Sahne aus Cashew-Kernen doch noch um einiges Fettarmer und besser verträglich für den Magen-Darmtrakt.
Ist das ernährungswissenschaftlich belegt? -  Ich meine, jeder Jeck ist anders, und ich halte es für durchaus möglich, dass es da auch Unterschiede gibt.


Keine Ahnung  :kopfkratz: und das interessiert mich jetzt auch nicht wirklich.
Du weißt ja was ich von diesen Wissenschaftlichen-Küchen-Tätern am grünen Tisch halte...  (Erinnere dich bitte an die Altenheim Küche und was da alles am grünen Tisch wissenschaftlich belegt wurde... :rollen:)

Erwiesen ist aber für mich und meinen Mann, dass diese Sahne nicht so "mächtig" im Magen liegt und der Salat eine schöne nussige Note im Geschmack hat.
Obendrein schmeckt uns diese "Sahne-Ersatz-Soße", so wie ich es hier erzählt habe, unheimlich gut.
Dafür brauche ich dann keine weiteren "wissenschaftlichen Kommentare" . Geh mir weg mit den wissenschaftlichen Küchen-Profis... :gr:

Zitat von: Hans
Zunächst einmal danke für das Rezept, aber ich weis noch nicht, ob ich das mal ausprobiere. Es klingt zwar in der Tat interessant, aber insgesamt ist mir das Vegane noch immer etwas suspekt *). Ich glaube, das liegt daran, dass ich viel zu gerne Milchprodukte esse, insbesondere Käse. Aber auch Joguhrt, Pudding oder Kefir stehen auf meiner Speiseliste sehr weit oben. - Apropos Pudding: dazu hab ich im Rezeptethread noch was geschrieben. - Ich frage mich gerade, warum ich jetzt dauernd Pinienkerne im Kopf habe, wo hier doch von Cashewkernen die Rede ist.  :gruebel:

Wie gesagt, dass muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er das probieren möchte oder nicht.
Ich wollte hier nur mal Kund tun, dass ich von dieser Alternative schwer begeistert bin.  :-)

LG - Annette

Liebe Grüße Annette

Offline SilkeS.

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Re: Koch (buch) - Challenge
« Antwort #104 am: 29. Januar 2017, 17:35:38 »


*) So frage ich mich zum Beispiel, wie Veganer es bei Säuglingen halten? - Verweigern die ihren Kindern auch die Muttermilch? - Streng genommen müssten sie das nämlich, weil es sich dabei evolutionsbiologisch betrachtet ja auch "tierische" Nahrung handelt, die die vegane Ernährungsweise ja ablehnt. (Ich halte zwar nix von der evolutionstherotischen Idee, nach der der Mensch vom Affen abstammen und deshalb "nur" ein besonders hoch entwickeltes Tier sein soll, sondern sehe den Menschen als eigenständige Entwicklung mit ureigenem Stammbaum, aber das ist 'n anderes Thema.)
Ich folge zwei YTern, die vegan leben und deren Kinder auch Vegan groß gezogen werden.
Die eine Mutter stillt ihr Kind schon und ich glaube auch sehr lange, bei der anderen weiß ich es nicht, sie läd eben immer nur Essens-'/HAUL Videos hoch, wo sie erzählt sie hat drei Kinder und eins davon ist jetzt ca 2 oder drei. Sie ist aber Ernährungswissenschaftlerin und sie wird wissen was sie tut!

Bei Ernährung von KIndern muß man super aufpassen, da sie eben zur Entwicklung, das in Milch, Fleisch und Eier enthalte brauchen.
Man muß sich SEHR gut auskennen und alle fehlenden Stoffe ggf supplementieren.
Ich würde sowas nicht machen, das wäre mir zu riskant, aber das muß jede Familie selbst entscheiden


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