The Ending - Iain Reid

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Offline mowala

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The Ending - Iain Reid
« am: 19. November 2017, 09:51:31 »
The Ending wird aus der Perspektive einer Frau, deren Name nicht genannt wird und über die man auch sonst nicht viel erfährt erzählt.

Es beginnt mit einer Autofahrt der Namenlosen mit ihrem Freund Jake zu dessen Eltern. Trotzdem die Beziehung erst seit Kurzem besteht, überlegt sie die Beziehung zu beenden.

Während der Fahrt ergehen die beiden sich in geradezu philosophisch anmutenden Gesprächen über den Sinn des Lebens, die Bedeutung von Glück oder Unglücklichsein und Ähnlichem.
Sie lernen sich auch erst besser kennen. Allerdings ziehen diese Gespräche sich teilweise sehr und sind nicht gerade spannungsfördernd.

Die eingeschobenen Dialoge andere Personen über eine schreckliche Tat lassen den Leser darauf hoffen, dass irgendwann auch mal was passiert.

Nach einem befremdlich anmutenden Besuch bei Jakes Eltern begeben sie sich auf die Rückfahrt durch einen beginnenden Schneesturm.

Jake will seiner Freundin unbedingt seine alte Schule zeigen.

Dort findet die Geschichte ihr unerwartetes Ende.

Meine Meinung

The Ending hat das Potential ein Thriller á la The Sixth Sense oder The Others zu sein, weil wie bei diesen Filmen das Ende völlig anders ist als erwartet und viele Ungereimtheiten plötzlich Sinn ergeben.
So recht fesseln konnte das Buch mich aber nicht.
Die Philosophiererei zwischen den beiden ist teilweise recht ermüdend.

Dagegen versteht Iain Reid es vorzüglich, Situationen und die Stimmungen die darin mitschwingen, zu beschreiben. Da hatte ich schon das Gefühl "drin" zu sein.

Wer auf eher blutrünstige Thrillervarianten steht, wird von dem Buch enttäuscht sein.
Für die Liebhaber von psychischem Thrill kann es durchaus was sein, wenn sie die gelegentliche Langatmigkeit überstehen.

Das Leben ist zu kurz für später

Offline Kathrin

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Re: The Ending - Iain Reid
« Antwort #1 am: 27. Juli 2020, 12:42:20 »
Puh, ich glaube, ich sage das wirklich oft, wenn ich Rezensionen zu Büchern schreibe und es soll auch wirklich nicht abgedroschen klingen, aber auch zu „The Ending“ von Iain Reid habe ich zwigespaltene Gefühle, weshalb es mir schwer fällt,  meine Meinung zu formulieren. Dies liegt vor allem an dem Ende, denn den Einstieg fand ich trotz Ich-Erzählerin und Präsenz richtig gut und die ersten beiden Drittel des Buches waren packend, gruselig, haarsträubend und irgendwie auch shocking ohne blutrünstig oder ein Horror-Schocker zu sein. Ich hatte beim Lesen permanent ein ungutes Gefühl im Bauch, konnte die Ich-Erzählerin, deren Namen wir nicht erfahren, nicht immer in ihrem Handeln und Denken verstehen und hätte sie manchmal echt zu gerne durchgeschüttelt.

Es wird schnell klar, dass der Autor seine Geschichte auf ein fulminantes Ende hinsteuert. Nur leider ist das Ende für mich kein fulminanter Höhepunkt, weil man erahnen kann, es eigentlich sogar weiß, worauf es hinauslaufen wird und so verliert das Buch an Spannung. Es gibt Aspekte am gewählten Ende, die mir gefallen haben, aber eben auch Aspekte, die ich nicht mochte. Insofern kann ich gut verstehen, dass das Ende die Leserschaft spaltet.

Erzählerisch hat der Autor das gut gemacht. Die Ich-Form und auch der Präsenz als Erzählform passen zu der Geschichte und lassen den Leser vielleicht noch tiefer eintauchen. Aber ich finde, dass die kursiv gedruckten Einschübe irgendwann zu viel verraten haben und somit die Luft irgendwann raus war für mich. Aber das kann man wohl erst nachvollziehen oder beurteilen, wenn man das Buch selbst gelesen hat, denn ich habe das Gefühl, dass alles, was ich hier schreibe, irgendwie breiig ist.

Ob das Buch für mich ein Re-Read-Kandidat sein könnte … hmmm. Ja vielleicht ist es ganz spannend zu beobachten, ob schon früher Hinweise für das Ende zu erkennen sind, aber, hmmm, vielleicht auch nicht, wenn schon beim ersten Mal lesen die Spannung irgendwann weg war. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich den Autor weiterverfolge. Enemy zumindest reizt mich nicht wirklich und vermutlich bin ich auch eher ein Ermittler-Krimi/ Thriller-Leser 

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