Der Triumpf der Zwerge (Zwerge 05) - Markus Heitz

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Offline Kathrin

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Der Triumpf der Zwerge (Zwerge 05) - Markus Heitz
« am: 09. April 2018, 12:55:23 »
Der Triumpf der Zwerge
Markus Heitz
Fantasy
Seiten: 656
Verlag: Piper

Inhalt:
Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger?

Meine Meinubng:
„Der Triumpf der Zwerge“ ist hoffentlich nicht die letzte Geschichte von Markus Heitz, die im Geborgenen Land spielt. Auf jeden Fall ist es schon mal gut zu wissen, dass er eine Rückkehr nicht kategorisch ausschließt, denn wie schon bei den Vorgänger-Romanen der Zwerge-Reihe fühle ich mich auch jetzt wieder richtig wohl in der Welt der kleinen Raufbolde.

Doch so sehr ich mich auch auf das Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren – Ingrimmsch, Tungdil und Rodario - gefreut habe und ich auch sicherlich einen potentiellen sechsten Zwerge-Roman lesen werde, so kann mich dieser fünfte Band leider nicht ganz so überzeugen, wie seine Vorgänger – wobei es grundsätzlich jammern auf hohem Niveau ist und ich nicht wirklich weiß, woran das liegt. Sicherlich nicht an der fehlenden Karte des Geborgenen Landes, auch wenn ich diese beim Lesen schmerzlich vermisst habe. Ich war zwar schon öfter in diesen Gefilden „unterwegs“, aber das letzte Mal ist nun doch schon etwas länger her und mir fehlte so ein wenig der geografische Überblick. Und auch der Einstieg und das Eintauchen in die Geschichte fielen mir wieder sehr leicht, selbst wenn mein altes Hirn in der Zwischenzeit einiges vergessen hatte.

Wie nicht anders zu erwarten, sind auch die Figuren – neue wie alte - wieder sehr facettenreich, teilweise absolut liebenswert, oft aber auch undurchschaubar. Bei vielen Figuren ist lange Zeit nicht klar, ob man ihnen trauen kann oder nicht. Letztlich war ich mir nur bei Ingrimmsch sicher, dass ich ihm trauen kann, auch wenn Liebling in diesem Buch der Alb Carmondai war. Aber was zum Beispiel hat es mit dem Menschenkind Sha’tai auf sich, das die Sprache der Albae spricht und dem jeder – bis auf die Zwerge – verfallen ist? Ist sie gut? Ist sie böse? Auf jeden Fall ist sie spannend!

Mir fallen im Nachhinein keine wirklichen Argumente ein, warum dieses Buch schlechter bei mir abschneidet als sein Vorgänger. Es begründet sich wohl am ehesten mit der Tatsache, dass mich Fantasy-Bücher in den letzten Monaten generell nur noch schwer begeistern können. Ich kenne dieses Phänomen bereits von historischen Romanen, die ich vor Jahren noch verschlungen habe und jetzt nur noch sehr selten lesen. Und bei Fantasy-Romanen hat dies nun inzwischen auch angefangen. Seit ich „Der Triumpf der Zwerge“ beendet habe, habe ich es mir einigen anderen Fantasy-Büchern versucht, die ich jedoch nahezu alle nach wenigen Seiten – vorerst – abgebrochen habe. Darunter zwei weitere von Markus Heitz, aber auch ein Re-Read eines meiner absoluten Lieblings-Fantasybücher hat es nicht geschafft, mich dauerhaft in den magischen Welten zu halten. Vermutlich ist es einfach so, dass sich der Lesegeschmack im Laufe der Zeit ändert. Aber die Hoffnung auf die wiederkehrende totale Begeisterung sowohl im Genre Fantasy als auch für historische Romane habe ich noch nicht aufgegeben.

Bewertung:
Rock the Night!