Tana French - Der dunkle Garten

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Offline Christiane

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Tana French - Der dunkle Garten
« am: 10. März 2019, 17:41:11 »
Der dunkle Garten von Tana French

ISBN: 9783651025622

Klappentext:
Ein Überfall heute. Ein Toter von damals. Tausend Fragen für immer.
Toby Hennessy, 28, führt ein unbeschwertes Leben in Dublin. Bis er eines Nachts in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen wird. Toby überlebt nur knapp, kann sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen. Er flüchtet sich ins ‚Efeuhaus‘ – das alte Anwesen der Familie, wo er sich um seinen sterbenden Onkel Hugo kümmern soll. Doch der dunkle Garten des Hauses birgt ein schreckliches Geheimnis.



Mein Eindruck:

Ich habe ‚Der dunkle Garten‘ von Tana French gekauft, ohne den Klappentext auch nur zu lesen. Denn alle bisherigen Bände ihrer Dublin-Krimis hatten mir total gut gefallen. Ich freute mich darauf, alte Bekannte wiederzutreffen, den neuen Kommissar, den neuen Fall kennen zu lernen. Tja – und dann kam die Überraschung: diesmal war alles anders. Und ich will es gleich sagen: dies ist für mich das bisher schwächste Buch der Autorin.
Der Gesamtplot ist eigentlich wirklich interessant, absolut unvorhersehbar, gut durchdacht – man kann sich vorstellen, dass es genau so passiert sein könnte! – und könnte wirklich spannend sein. Aber leider versinkt der Krimiplot diesmal für meinen Geschmack in allzu viel Psychogramm der Hauptfigur Toby. Seine Gedanken und Gefühle nehmen einen sehr großen Raum ein. Ja, es gibt auch Kommissare in diesem Krimi, aber im Zentrum steht Toby, aus seiner Sicht wird in ich-Form erzählt.
Abgesehen davon hat Tana French wieder lebendige, vielschichtige und glaubhafte Charaktere geschaffene, die einen immer wieder überraschen. Sprachlich ist auch dies Werk der Autorin wirklich hervorragend gelungen.
Ich weiß nicht, vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich es nicht unter falschen Erwartungen gelesen hätte? So war es leider nur ein mittelprächtiges und in Teilen etwas langatmiges Lesevergnügen. 


Note:
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)