Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken

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Offline Xandi

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Inhalt: Quelle amazon
Das Haus ist verflucht!

In einem verflucht schlechten Zustand, aber davon lässt sich Joanne den Einzug ins Eastend House nicht vergällen. Und wenn sich die Geister bis zur Decke stapeln, aus ihrem neuen Zuhause bekommt sie keiner raus!
Da beißt auch der mürrische Geist Ewan auf Granit. Die karrierebesessene Firmenanwältin hat keine Zeit für Angst. Seine besten Spuke sind verschwendete Geistermüh. Es braucht schon brachiale Gewalt, um Joannes Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Kaum gelingt ihm das, passiert etwas, womit er im Tode nicht gerechnet hat: Plötzlich werden Teile an ihm lebendig, die schon lange vermodert sein sollten – darunter sein Herz. Aber davon darf sich Ewan nicht beirren lassen. Sein Fluch muss erfüllt werden.
Er hat dreiunddreißig Tage Zeit, die aufmüpfige Bewohnerin hinauszuekeln, oder sie wird wie alle vor ihr sterben. Joanne wäre jedoch nicht Joanne, wenn sie nicht sogar dem Teufel sein letztes Hemd – oder seinen letzten Geist – aus den Rippen klagen würde!

Meine Meinung:
Anfangs wirklich witzig, dann zeitweise (für meinen Geschmack)etwas ordinär, entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, mit deren Ende ich
nicht gerechnet hab.
Dachte ich doch, dass es ganz anders ausgeht und da wieder wer aus der Geisterwelt zurückkommt. Aber, dass es genau anders herum geht?!
Manche Erzählstränge hab ich nicht ganz verstanden. Warum wird so viel auf Joanne's Boss hingewiesen, wenn der doch garnix mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat.
(Im Nachwort bittet die Autorin ihre Fans ihr doch mitzuteilen, welche Geschichte sie weitererzählen soll. Also vielleicht wollte sie sich nur einige Optionen zur Weiterführung offen lassen)
Die ganzen Handwerker, die sich bei ihr verletzten werden nicht mehr erwähnt und auch der Besitzer von Emma tritt nach seinem kurzen Auftritt nicht mehr
in Erscheinung. Einige angesprochene Sachen verlaufen im Sand; z.b. Joanne's Job.
Und im Epilog ziehen Vampire in das Geisterhaus und die Paare treffen aufeinander. Also für weiteren Lesestoff der Autorin ist gesorgt.

Emma, das aufdringliche Schaf, (im wirklichen Sinne, nicht im Übertragenen) war mir einfach zu viel. Sind meiner Meinung nach eh  schon viel zu
viele schräge Typen in diesem Roman. Ein anhängliches Schaf musste es nun nicht sein, aber es wird sicher auch Leser finden, die es ganz toll finden.

Fazit:
Nett, gut für Zwischendurch, aber die weiteren Romane werd ich wohl nicht lesen.
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Offline mowala

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #1 am: 11. August 2019, 21:07:50 »
Danke für diese Einschätzung von dir, Xandi
Der Klappentext hätte mich auch angesprochen, als du das Buch letztens vorgestellt hattest. Aber klingt als könnte es nicht alle Erwartungen erfüllen.
Das Leben ist zu kurz für später

Offline Annette B.

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #2 am: 12. August 2019, 18:23:17 »
Danke für deine aufschlussreiche Rezi Xandi.  :schmusen:
Ich werde dieses Buch trotz deiner Kritikpunkte in dieser Woche lesen, weil ich jetzt wirklich nur etwas leichtes für zwischendurch brauche.  :flirt:
Liebe Grüße Annette

Offline Xandi

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #3 am: 12. August 2019, 18:50:19 »
Hallo

Ja irgendwie hab ich mir nach den ersten 40 Seiten , die ich recht lustig gefunden habe, erwartet, dass es so weitergeht.
Aber mir ist der Schmäh dann abhanden gekommen.
Es stimmt, es konnte nicht alle Erwartungen erfüllen, aber dafür sind auch Dinge aufgetreten, die überraschend gut waren.
Mal sehen, was Annette dazu meint.
Ich will nicht näher darauf eingehen, weil ich ihr nicht alles verraten will. Aber vielleicht erzählt sie ja in ihrer Rezi davon.

Xandi
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Offline uschi

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #4 am: 15. August 2019, 14:55:42 »
Hallöchen zusammen,

im Großen und Ganzen kann ich Xandis Meinung nur teilen. Für mich auch nur ein Buch für zwischendurch, es ist schon sehr offensichtlich auf "lustig" gemacht. Mir konnte es nur ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubern, zu betont ist mir hier der Humor. Genau wie Xandi hatte ich eigentlich gegen Ende auch mit einer anderen Wendung gerechnet. Aber gut, eines muss man der Autorin lassen, hier hat sie den Leser doch total überrascht (zumindest mich + Xandi  :->). Es ist schwierig hier noch mehr zu schreiben und nicht zuviel zu verraten. Es gab so ein paar Szenen, die ich gut fand,  u. a. hatte ich auch für einen Protagonisten vollstes Verständnis, als er eine Person schnellstens wieder loswerden wollte.   :teufel:
Was Joannes Boss anbelangt, warum er so großen Raum einnimmt, na immerhin wurde er für eine entscheidende Szene am Ende (nicht unbedingt) gebraucht. Ist etwas dramatischer als Joannes ursprünglicher Plan. Von Emma, ach du liebes Herrgöttchen, dieses Schaf ist wirklich anhänglich, sozusagen bis in den Tod.
Liebe Grüße
Uschi

Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen. (Lao-Tse)

Offline Annette B.

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #5 am: 15. August 2019, 19:27:37 »
Danke Uschi für deine Meinung zu diesem Buch.  :schmusen:
Leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen das Buch zu lesen. Selbst heute beim Frisör war ich so schnell fertig, dass ich kaum die ersten Sätze lesen konnte.  :gr:
Ich hoffe jetzt auf meinen Arzttermin nächste Woche, dass ich da wieder lange warten muss.  :-)
Liebe Grüße Annette

Offline Annette B.

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Re: Allyson Snow -- Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
« Antwort #6 am: 26. August 2019, 13:45:10 »
Und hier kommt nun meine Meinung zu dem Buch.

Meine Meinung

Ich bin nicht mit zu großen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Auch war es mir sehr recht, dass ich hier eine leichte und humorvolle Unterhaltung geboten bekam.
Natürlich hat man schon direkt zu Beginn bemerkt, wohin die Handlung führen sollte. Ich fand es wirklich schön, mit welcher Leichtigkeit man in die Handlung gezogen wurde.
Dabei habe ich kaum bemerkt, dass ich an einem Nachmittag über die Hälfte des Buches gelesen hatte.
Es gab viele heitere Momente und mein Kopf-Kino lief auf Hochtouren.
 
Dennoch sind auch mir Szenen aufgefallen die sehr konstruiert, oder auch Slapstick ähnlich geschrieben waren.
Dies waren jedoch vereinzelte Szenen die meinen Lesefluss nicht sonderlich gestört haben. 
Ich empfand das Mischungsverhältnis Sex und Action als Angenehm dosiert.

Auch die Anzahl der Personen war überschaubar und jede einzelne Person war auch wichtig um die Handlung voran zu bringen oder für eine überraschende Wendung zu sorgen.
 
Der Einstieg in die Handlung war zunächst Joannes stressiger Job und dazu der nervige Chef.
OK, auf den blöden Exmann hätte ich gut verzichten können, genauso wie man vielleicht auch auf Emma (das Schaf) hätte verzichten können.
Aber was wäre das am Ende für eine Handlung geworden?
Es hätte viele heiteren Dialoge nicht gegeben und obendrein hätte die Situationskomik gefehlt.
Das Buch wäre einfach nur ein Liebesroman ohne Humor und überraschenden Wendungen geworden.
Das wäre mir zu wenig und zu öde. Somit hatte jede Figur eine Aufgabe in der Handlung.

Bei der Geister-Kampfszene hätte ich mir eine etwas kürzere Beschreibung gewünscht, denn durch die Länge der Szenen war plötzlich die angenehme Leseatmosphäre empfindlich gestört.

Mit Joanne und auch mit dem Geist bin schnell warm geworden.
Der Reverend war wirklich nett beschrieben und am Anfang auch etwas undurchsichtig.
Das Ende der Geschichte war für mich eine Überraschung und ich habe mich gefreut, mal ein ganz anderes Ende zu lesen.
Diesen Ausgang der Geschichte hatte ich wirklich nicht erwartet.

Eine Figur gab es in diesem Buch, die ich besonders schnell ins Herz geschlossen hatte.
Das war Benny.
Dieser pfiffige Lausbub hat für einige Überraschungen gesorgt.
Und wenn die Autorin schon so freundlich am Ende des Buches fragt: Welche Geschichte weiter erzählt werden sollte, dann würde ich mir eine Geschichte wünschen, in der Benny die Hauptrolle spielt und seinen Weg erfolgreich beenden darf.

Liebe Grüße Annette