Stefan Bachmann - Palast der Finsternis

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Offline Inge78

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Stefan Bachmann - Palast der Finsternis
« am: 19. August 2019, 13:25:02 »
Zitat
Die Außenseiterin Anouk ist mit vier anderen Jugendlichen nach Paris gekommen, um einen unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger während der Französischen Revolution als Versteck für seine Familie erbaute. Doch hinter der Tür mit dem Schmetterlingswappen erwartet die fünf Abenteurer in jedem weiteren Raum ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.

Dies ist mein 1.Buch von Stefan Bachmann. Und insofern wohl nicht mein Letztes, weil Herr Bachmann wirklich schreiben kann.
Die Seiten sind nur so dahin geflogen, es war wirklich spannend.

In zwei verschiedenen Erzählstränge begleiten wir zum einen Anouk, eine 17 jährige Teenagerin, die sich von ihrer Familie ungeliebt fühlt und keine Freunde hat. Dafür ist sie extrem intelligent und wurde für ein Forschungsprojekt ausgewählt, zusammen mit 4 anderen Jugendlichen. Der andere Erzählstrang führt uns Leser ins Jahr 1789, Aurelié steckt mit ihrer herrschaftlichen Familie mitten in den Wirren der französischen Revolution. Um seine Familie zu schützen, hat ihr Vater einen unterirdischen Palast bauen lassen. Doch dieser Palast ist keine Zuflucht.

Die Charaktere sind sperrig, keiner lässt die Leser nahe an sich heran. Auch Anouk nicht, aus deren Sicht das Buch in Ich-Perspektive geschrieben ist. Sie verschließt sich allen Kameradschaftsangeboten ihrer Mitstreiter und auch mir ist sie nicht symphatisch. Sie versteht gar nicht genau, was sie tun soll in Paris und wofür sie ausgewählt wurde, für sie ist das Projekt nur eine Flucht vor ihrer Familie. Und auch mir als Leser erschließt sich der Sinn der Geschichte nicht so ganz. Wir werden in die rasante Stroy hinein geworfen , erleben mit den Jugendlichen ein Abenteuer nach dem Anderen und es entstehen immer mehr Fragen und die Antworten scheinen in weite Ferne zu rücken.
So nach und nach  ahnt man, worum es gehen könnte, es gibt immer mehr Andeutungen. Die Auflösung war mir leider etwas zu platt, etwas zu wenig ausgearbeitet. Was aber auch am Tempo der Geschichte liegen mag, denn auch das Ende kommt schnell und ist dann auch schnell vorbei. Da hätte ich mit mehr gewünscht.
Der Roman ist atmosphärisch unglaublich dicht, Alles ist sehr plastisch beschrieben, auch die Dinge, die nicht mit Naturwissenschaften zu erklären sind. Mystik, sogar Horrorelemente sind hier nicht von der Hand zu weisen. Und im Gegensatz zu anderen Jugendbüchern kommt hier die Romantik wirklich zu kurz, was aber der Story gut tut und sie nicht verkitscht.
Ein rasanter Trip , der mich leider nicht bis zum Ende mitgenommen hat

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Offline Annette B.

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Re: Stefan Bachmann - Palast der Finsternis
« Antwort #1 am: 19. August 2019, 17:11:56 »
Schade das die Handlung zum Schluss hin so abfällt.
Die Buchbeschreibung klang schon toll, aber ich glaube, ich lasse mal die Finger davon.
Wenn du schon den Sinn der Handlung nicht immer verstehen konntest, dann habe ich erst recht schlechte Karten um da durch zu steigen.  :-)

So ein Jugendbuch habe ich auch mal vor vielen Jahren gelesen, weil der Buchclub das so angepriesen hatte und Katja sich das Buch gewünscht hatte. Von diesem hoch gelobten Jugendbuch waren wir am Ende beide enttäuscht. 
Liebe Grüße Annette

Offline mowala

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Re: Stefan Bachmann - Palast der Finsternis
« Antwort #2 am: 19. August 2019, 19:42:06 »
Hm, ich möchte es ganz gern :rotwerd:
Das Leben ist zu kurz für später

Offline Inge78

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Re: Stefan Bachmann - Palast der Finsternis
« Antwort #3 am: 20. August 2019, 07:02:05 »
Hm, ich möchte es ganz gern :rotwerd:

Ich fand es ja auch nicht schlecht ... aber das Ende war mir zu unausgereift. Für mich bleiben noch einige Fragen offen und einiges wurde zu einfach gelöst
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