Harry Potter and the Deathly Hollows - hier darf gespoilert werden! ;)

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Offline Angua

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So, wir sind hier ein Fantasy-Forum, der letzte HP-Band ist gerade raus und von den "Fäääns" der Serie wahrscheinlich schon ausgelesen. Da braucht man doch etwas, um sich auszutauschen und hemmungslos zu spoilern...

Also, wer das Buch noch nicht ausgelesen hat - RAUS HIER - das ist die letzte Warnung, bevor es vor SPOILERN nur so wimmelt *g*.

So dann mal los... Ichl hab das Buch gestern beendet und finde es überraschend gut gelungen. Hatte wesentlich schlimmeres befürchtet, auch wenn mir (wie schon in den Bänden 5+6) Rowlings Mordlust nicht passt. Den Tod von Moody kann ich ja noch verstehen und auch, dass es nicht glaubwürdig ist, wenn die komplette Truppe der "Guten" überlebt. Das mit Fred, hm ok, der harte Kern muss ja auch was erleiden, also war eigentlich schon klar, dass wenn es nicht die 3 Hauptfiguren erwischt, einer der Weasleys das Zeitliche segnet.

Aber die Sache mit Lupin und Tonks hat mich schon genervt. Da lässt Rowling die frisch gebackenen Eltern umkommen, Harry kurz zuvor noch bedeutungsschwanger Pate werden und dann ist alles, was der Leser von Teddy erfährt, dass er die Tochter von Bill und Fleur "snoggt". Öhm... Ja. Dafür mussten Lupin und Tonks nun sterben? Ich habe erwartet, dass Rowling aus der Duplizität der Ereignisse, also Harry als Pate eines Waisenkindes, ähnlich wie Sirius nach dem Tod von Harrys Eltern, mehr machen würde. Aber vielleicht ist ihr auf der Zielgeraden auch die Puste ausgegangen?

Was mir außerdem gut gefallen hat und was dem Buch wirklich gut getan hat, war dass Rowling endlich mal aus ihrem festen Erzählmuster der letzten Bände ausgebrochen ist. Sonst stapeln sich ja mit der Zeit die Geheimnisse, die auftauchen, um dann in einem der letzten Kapitel zumindest teilweise aufgeklärt zu werden (traditionell in einem Harry-Dumbledore-Gespräch). Zum Glück war das diesmal nicht der Fall - ging auch gar nicht wegen der vielen Dinge, die aufge/erklärt und der Handlungsfäden, die irgendwie zusammengeführt werden mussten. Das hat mein Leseerlebnis sehr positiv beeinflusst, ich fand die Warterei auf die große Offenbarung am Ende immer recht frustrierend. So gab's Erklärungen häppchenweise entlang des Weges, was mich sehr motiviert hat beim Lesen.

Und die Sache mit Snape - ha! wusste ich es doch! Ich hatte schon immer eine kleine Schwäche für ihn und hab mir noch nie vorstellen können, dass er komplett böse geworden ist. Sonst hätte Rowling sich nicht die Mühe machen müssen, dem Leser so viel über ihn wissen zu lassen. Die Erklärung (also die Sache mit Harrys Mutter) fand ich auch plausibel. Schön gelöst! Überhaupt hat man der Geschichte angemerkt, dass Rowling von Anfang an (also seit Buch 1) ein Konzept hatte. Dass sie wusste, wie es ausgehen wird - sonst wäre die Auflösung die sie gewählt hat, gar nicht möglich gewesen.

Auch die vielen Figuren die auf dem Weg zur Konfrontation Harry-Voldemort nochmal aufgetaucht sind, haben der Geschichte gut getan und zu einem schönen Ende verholfen. Vor allem hat Rowling die Figuren nicht einfach so nochmal auftauchen lassen, sondern sie hatten eine Aufgabe, um die Geschichte voran zu bringen und ihr Auftauchen war zudem plausibel (z.B. Krum). Endlich lernt der Leser mal Lunas durchgeknallten Vater kennen oder Nevilles Oma (wobei, das war nicht das erste Mal). Auch Nevilles Rolle ganz zum Schluss (Nagini) fand ich gut gewählt.

Humortechnisch fand ich Band 7 leicht besser als 5 und 6, aber er kommt natürlich nicht an die Leichtigkeit der ersten Bände heran. Endlich, endlich ist auch dieses dumme Teenie-Verhalten von Ron und Harry gegenüber Mädchen vorbei, die Sache mit dem Buch "How to charm a witch" (oder so ähnlich) fand ich wirklich witzig.

Fazit: Rowling hätte meiner Meinung nach nicht viel besser machen können. Dass sie wieder jede Menge lieb gewonnene Hauptfiguren hat sterben lassen, sehe ich vielleicht auch durch den ganzen Medienhype erklärt, die Spekuliererei im Vorfeld, wer denn nun sterben wird, bringt natürlich nochmal extra Aufmerksamkeit ein. Naja. Ansonsten hat sie die Reihe zu einem runden Ende geführt, bei mir sind kaum Fragen offen geblieben, und ich finde das gewählte relative Happy End sehr befriedigend. Manche Autoren sind ja der Meinung, dass ein Buch nur gut sein kann, wenn es KEIN Happy End hat - meiner Meinung nach Quatsch. Der Epilog 19 Jahre später, naja, hier blitzt nochmal ein wenig Humor auf, es ist nichts passiert, was der Leser nicht schon geahnt hat, aber mir ist so etwas lieber, als dass ich im Dunkeln und mit meinen Spekulationen (und seien sich auch noch so sicher) gelassen werde.

Soweit von mir, bin neugierig auf weitere Meinungen.

Angua
Ich lese gerade:
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Ich höre gerade:
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Offline Eleal

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Ha, ein sicherer Platz zum Spoilen,

na, ob das die neugierigen Augen aushalten...

Mir hat das Buch auch gut gefallen. Vor allem war ich sehr zufrieden, dass weder Ron, noch Harry noch Hermoine daran glauben mussten.

Moody, Lupin und Tonks waren mir - so gemein das auch klingt - ziemlich egal, zu denen konnte ich nie eine wirkliche Bindung aufbauen.

Am schwersten getroffen hat mich seltsamerweise der Tod von Dobby. Da habe ich geheult. Und Fred...

Etwas verwirrt war ich, als Neville das Schwert aus dem Hut zog. Schließlich hatte der Goblin es doch gestohlen. Da waren die Erinnerungen an die früheren Bände nicht mehr so gut, wie ich durch etwas Recherche herausgefunden habe.

Ich persönlich fand das letzte Kapitel sehr schmalzig. Nett zu sehen, dass sich alles so entwickelt, wie man sich es vorstellt, aber eigentlich überflüssig. Ich hätte mir eher eine Szene gewünscht, in der Harrys Sohn (egal welcher) das erste Mal Hogwarts sieht. Das hätte mir persönlich gereicht, um den Kreis zu schließen. Aber hey, es ist ein Kinderbuch.
Zumindest sollte es ein Kinderbuch sein. Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich daran echt meine Zweifel.
Ein Mensch hängt kopfüber einem Tisch und wird dann dort getötet?!? Kann man Kinder gleich am Anfang noch mehr traumatisieren?

Soweit fürs erste. Vielleicht habe ich später noch etwas Zeit ein paar weitere Gedanken zu schreiben.

Viele Grüße,
Eleal




Offline Angua

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Hallo Eleal,

Zitat
Ha, ein sicherer Platz zum Spoilen,
na, ob das die neugierigen Augen aushalten...

hehe, na gewarnt sind sie genung worden, die neugierigen Augen *g*.

Zitat
Vor allem war ich sehr zufrieden, dass weder Ron, noch Harry noch Hermoine daran glauben mussten.

Ja, geht mir ähnlich. Das wäre zuviel des Schlechten gewesen. Sieben Bände haben sie ganz schön was durchmachen müssen, da haben sie sich einen guten Ausgang und ein Leben, wie der Epilog es andeutet, redlich verdient.

Zitat
Moody, Lupin und Tonks waren mir - so gemein das auch klingt - ziemlich egal, zu denen konnte ich nie eine wirkliche Bindung aufbauen.
Am schwersten getroffen hat mich seltsamerweise der Tod von Dobby. Da habe ich geheult. Und Fred..

Hm, interessant. Moody war mir auch relativ egal, Hedwig's Tod fand ich doof, überflüssig, aber jetzt nicht total schockierend. Dobby, äh ja, den Charakter hat mir Rufus Beck in den Hörbüchern so sehr versaut, dass ich ihn einfach nicht sonderlich mochte. Von daher fand ich den Tod traurig, aber wirklich berührt hat er mich nicht. Für Lupin hingegen hatte ich schon immer eine Schwäche, Freds Tod fand ich im Hinblick auf seinen Zwilling und die enge Bindung der beiden privat und geschäftlich sehr hart. Hätte sie besser Charly oder Percy nehmen sollen, wenn es schon ein Weasley sein muss!

Zitat
Etwas verwirrt war ich, als Neville das Schwert aus dem Hut zog. Schließlich hatte der Goblin es doch gestohlen. Da waren die Erinnerungen an die früheren Bände nicht mehr so gut, wie ich durch etwas Recherche herausgefunden habe.

Öhm, klär mich auf. Das habe ich wohl irgendwie überlesen. Woher kam es denn?

Zitat
Ich persönlich fand das letzte Kapitel sehr schmalzig. Nett zu sehen, dass sich alles so entwickelt, wie man sich es vorstellt, aber eigentlich überflüssig.

Ich fand's an der Grenze zum Schmalzigen, haarscharf vorbei ;). Aber irgendwie trotzdem ganz nett zu lesen, dass es dem Trio gut geht... Und besonders die kurze Szene, in der Harry seinem Söhnchen Albus Severus die Angst vor dem Hut/Slytherin-Dings nimmt, fand ich sehr, sehr schön.

Zitat
Aber hey, es ist ein Kinderbuch. Zumindest sollte es ein Kinderbuch sein. Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich daran echt meine Zweifel.
Ein Mensch hängt kopfüber einem Tisch und wird dann dort getötet?!? Kann man Kinder gleich am Anfang noch mehr traumatisieren?

Ja, darüber könnte ich mich auch aufregen. Spätestens seit Buch 5 hat die Reihe nicht mehr viel mit Kinderbüchern zu tun. Selbst für Jugendliche finde ich die ganzen Tode zu heftig. Da werden über mehrere Bände Charaktere aufgebaut, um dann brutal zu sterben. Hier übertreibt Rowling m.M.n. viel zu sehr, das hat für mich zuviel von Effekthascherei... Hedwigs Tod z.B., warum muss die kleine Eule sterben und noch dazu, wo sie offenbar gerade im Unfrieden mit Harry war. Und wie schon gesagt, die Sache mit Teddy, wo der Tod der Eltern einfach so verpufft, wo dem Leser nicht irgendwas noch mitgegeben wird, z.B. dass Harry sich um ihn gekümmert hat.

Bis später dann ;)
Angua
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Offline Eleal

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Hi Angua,

Zitat

Zitat
Etwas verwirrt war ich, als Neville das Schwert aus dem Hut zog. Schließlich hatte der Goblin es doch gestohlen. Da waren die Erinnerungen an die früheren Bände nicht mehr so gut, wie ich durch etwas Recherche herausgefunden habe.

Öhm, klär mich auf. Das habe ich wohl irgendwie überlesen. Woher kam es denn?


Ich musste auch erst lange suchen, bis ich wieder wusste, wie es geht. "Nur ein wahrer Erbe Gryffindors kann das Schwert aus dem Hut ziehen." hat Dumbledore mal gesagt.
Harry tut dies in der Kammer des Schreckens (Band 2). Der Hut und das Schwert sind also irgendwie aneinander gebunden und Neville hat sich anscheinend auch als wahrer Erbe erwiesen.


Gruß,
Eleal

corwer

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Hallo Angua,

habe gestern Band 7 beendet. Mir hat es ebenfalls gut gefallen. Bin zufrieden, hatte schlimmeres befürchtet. Den Epilog fand ich prima, hätte sogar länger sein können, mir gefiel sehr gut, wie Harry mit seinem Sohn umgegangen ist.
Der Tod der Lehrerin fand ich für diese Serie zu arg.(fing ja mal als Kinderbuch, denke ich jedenfalls, an).
Zu den anderen muss ich sagen, dass ich immer schon eine Schwäche für die Zwillinge, Neville, Lupin und Sirius hatte.
Ich bin froh, dass ich vorher am Schluß gespickelt hatte und mich so auf das Sterben einstellen konnte. Lupin mochte ich vom Buch aus eigentlich gleich, allerdings gefiel mir sein Schauspieler nicht so gut.
Zwei Dinge irritieren mich:
1. Im Vergleich zu den Filmen müßten Harrys Eltern knapp Anfang 20 gewesen sein als sie starben.
2. Das mit dem Elder Zauberstab hat mich verwirrt. Der konnte bei Dumbledore doch nicht vollkommen wirken, denn   Dumbledore hat Grindelwald nicht getötet. Oder wer war der Typ im Turm? :kopfkratz:
Ich glaub, ich muss nochmal nachlesen. :umfall:
Ach ja und Hedwigs Tod, das war nach der Methode ex und hopp und weg. Bei Snape war es ja ähnlich. Ein Biss und futsch. Irgendwie tut er mir schon leid, er hatte ausser Harrys Mutter nie einen Lichtblick in seinem Leben.

Franzilein

  • Gast
HI,
ich schließe mich an wenn es darum geht,dass das Buch gut gelungen ist.Das es einen etwas sanften Epilog gab fand ich nicht störend sonst wäre das Buch unausgewogen geworden wenn man an die vorangegangenen Todesfälle denkt.
Überhaupt Todesfälle...schade fand ich Freds Tod,denn er und George getrennt finde ich unmöglich!
Snape als Held:
"`Albus Severus`,Harry said quietly,so that nobody but Ginny could hear,and she was tactful enough to pretend to be waving to Rose,who was now on the train,´you were named for two hesdmasters of Hogwarts.One of them was a Slytherin and he was probably the bravest man I ever knew.`" war eigentlich ganz gut auch das Neville Lehrer in Hogwarts geworden ist.
Was ich leider nicht gut fand war,dass Lupin und Tonks starben und ihren kleinen Sohn zurückgelassen haben-was in gewisser Weise Harry´s Geschichte sehr ähnlich sieht (Eltern sterben im Kampf gegen Voldemort,etc.).

Tja das war´s erst mal von meiner Stelle....:-)

Verena

  • Gast
Hallo,

ich fand das Buch insgesamt auch rund und alle meine Fragen haben sich eigentlich gut beantwortet und es war am Ende alles schlüssig.
Die Tode fand ich zwar traurig, aber auch in einer gewissen weise nötig, da man ja wusste, wie schrecklich Voldemort bei seinem ersten Aufstieg egwütet hat. Wenn seine Rückkehr gar keinen Blutzoll gefordert hätte, hätte ich es eher lächerlich gefunden, "uuhhhuuu, wir haben solche Angst vor dem großen bösen Zauberer....."???
Moody, Tonks und Lupin waren für mich immer irrgendwie die Neuen, ihr Tod hat mich jetzt nicht sooo doll gestört, Hauptsache, die Hauptfiguren überleben. Und zum Epilog: Ich hab das doch jetzt richtig verstanden, dass Teddy NICHT bei Harry und Hermione lebt? Er kommt viermal in der Woche zum Essen, aber wo lebt er denn? Harry ist sein Pate, Tonks Eltern sind tot, mit Lupins Eltern war auch irgendwas (auch tot?).....Hä? Wozu ist ein Pate bitte sonst da?

SNAPE! Ich habs gewußt, ich habs gewußt! Irgendeine gehiem Absprache mit D! D hat ihm die ganze Zeit vertraut, und der Grund wurde nie wirklich überzeugend genannt, da musste ja noch was kommen!
Das Harrys Eltern so jung waren fand ich irgendie komisch, kam vorher nicht so rüber.
Ginnys Charakter wurde mir leider durch den Film ein bißchen versaut, ich finde die Kleine, sorry, potthäßlich. Und dann zu lesen, wie Harry durch ihre Schönheit geblendet wird, naja. Möchte ich ungern sehen, wie die knutschen...

Und für Kinder find eich es, nicht erst seit diesem Buch, entschieden zu hart. Klar, geschrieben relativiert sich das gegenüber dem Sehen, aber mit der entsprechenden Phantasie können da so einige Alpträume entstehen. Ab wie viel Jahren ist dann bitte der Film? Die jetzigen dürfen 6-jährige sehen, bißchen hart...

Werds wohl nochmal auf Deutsch lesen, auf Englisch nehme ich zwar die Informationen auf, aber ich habe immer das Gefühl, ich komme nicht so tief in die Geschichte rein, es bleibt alles etwas oberflächlich. z.B. empfand ich d Gespräche mit Snape über Harry etwas seltsam, das hörte sich so abgeklärt an, als wenn ihm an Harry gar nichts liegen würde, er zieht quasi ein Opfer heran, das er dann gerne bereit ist, herzugeben. Harry will sich dann ja auch für das Allgemeinwohl opfern, aber die Art und Weise. wie D darüber spricht ist für mich wiet entfernt von der Edelmütigkeit und dem guten Herzen Harrys. Ich weiß nicht

Und Dobbys Tod fand dich tragisch, gemein! Er wollte immer nur das Allerbeste für Harry, so eine treue Seele.

LG

Verena

corwer

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Hallo Verena,

Teddy wächst/wuchs bei Bill und Fleur auf. Habe ich in einem anderen Forum gelesen, Mrs. Rowling hat dies in einem Interview erzählt. War aber aus dem Buch nicht richtig zu verstehen. Man kann auch nur erahnen, dass Victoire Bills und Fleurs Tochter ist anhand des französischen Namen.

LG, corwer

Offline Steffi

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Re: Harry Potter and the Deathly Hollows - hier darf gespoilert werden! ;)
« Antwort #8 am: 10. November 2007, 11:01:45 »
Hallo Ihr!

Da ich das Buch seit gestern auch durch habe (hab die deutsche Ausgabe gelesen), wollte ich auch noch mal meinen Senf dazu geben.

Ich muss sagen, die erste Hälfte des Buches hat sich ganz schön gezogen. Dieses ewige hin und her disapparieren von Ron, Hermine und Harry hätte man gut ein bisschen kürzen können (was im Film wohl auch passieren wird  :-> ). Sicher, der Anfang des Buches ist sehr spannend. Hedwids Tod fand ich schon sehr traurig, während ich den Tod von Moody...naja...dann isser halt tot...! *GG* Aber dann wird es manchmal ein bisschen wie Kaugummi, weil das Buch einfach nicht voran kommt.

Die zweite Hälfte hat mich dann jedoch für alles entschädigt. Hier bin ich übrigens genau wie beim Feuerkelch saumäßig gespannt auf die Verfilmung. Aus der Schlacht um Hogwarts kann man filmisch ne Menge machen. Und auf die Szene Mrs. Weasley gegen Bellatrix bin ich jetzt schon gespannt. Aus Mrs. Weasley Mund mal das Wort "Schlampe" zu hören....hätt ich auch nicht gedacht. Kam aber irgendwie gut!  :->

In der Szene, als klar wird, das Snape stirbt, hätte ich fast das Buch an die Wand gedonnert, weil ich dachte, Rowling klärt nicht mehr auf, was es mit Snapes Verhalten auf sich hat. Aber dann kommt ja die Sache mit dem Denkarium und meine Vermutungen wurden bestätigt. In diesem Zusammenhang fand ich es auch schön, das Harry seinen Sohn nach Snape benannt hat.

Voldemorts Tod ging mir am Ende zu schnell. Da wird eine wahnsinnige Spannung aufgebaut und dann gibts nur einen Zauberspruch und pöff...da liegt er.

Der Epilog...naja...ich find ihn schon arg übertrieben. Und das man seine Kinder Lilly, James und Albus Severus nennen muss, finde ich auch irgendwie ein bisschen daneben. Außerdem bietet mir der Epilog zu wenig. Ich hätte gerne gewusst, was aus den vielen anderen Figuren wird, was macht Harry beruflich? Ist Hermine wirklich "nur" Mutter? Passt irgendwie nicht zu ihr. Interessant fand ich nur die Info über Neville und das es zwischen Harry und Draco so etwas wie Respekt zu geben scheint. Das hat mir gefallen.

Überhaupt hat mir die Rolle der Malfoys in dem Buch gefallen. Sie sind nicht von grundauf böse. Gerade das Dracos Mutter Voldemort belügen würde (also sie Harrys Tod überprüft), hätte ich niemals für möglich gehalten. Bis dato hatte ich nicht das Gefühl, das Dracos Eltern ihn so übermäßig lieben.

Richtig getroffen hat mich Dobbys Tod. Da hab ich geschnieft. Heulen ging nicht - saß im Pausenraum!  :-) Das war eine sehr schöne Szene, eine von den Szenen, die Harry ganz intim zeigen und die ich schon immer mochte.

Wie gesagt, insgesamt fand ich den Abschluss gelungen, zumal ich zwischenzeitlich wirklich dachte, Harry wird sterben. Das ist der Autorin glaubwürdig gelungen. Und die letzten dreihundert Seiten waren echt sauspannend.

Auf den Film bin ich sehr gespannt, weil es doch extrem viele Voldi-Szenen gibt und ich finde Ralph Fiennes ziemlich klasse als Voldemort.

Liebe Grüße,
Steffi
« Letzte Änderung: 10. November 2007, 11:04:18 von Steffi »
Ich lese gerade:
Tom Mullen: Darktown

            als nächstes auf dem SUB
Gabriel Tallent: Mein Ein und Alles


Offline Kathrin

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Re: Harry Potter and the Deathly Hollows - hier darf gespoilert werden! ;)
« Antwort #9 am: 14. November 2007, 14:51:11 »
Hallo,

ich bin auch durch, schon seit einiger Zeit, aber irgendwie hab ich's bislang nicht geschafft, meine Meinung zum letzten Potter-Band kundzutun, das will ich jetzt nachholen:

Alles in allem hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen, aber es ist nicht mein Lieblingsband der Serie. Immerhin hat es mir besser gefallen als Band 6, von dem ich dann eher enttäuscht war. Wie Angua schon schrieb, wäre es unglaubwürdig gewesen, wenn zu viele von den "Guten" überleben würden und dass es einen der Zwillinge erwischen würde, war mir irgendwie klar, als ich Band 5 gelesen hab. Ich hab Fred und George ja schon immer geliebt, aber grade in Band 5 haben sie sich wirklich extrem in mein Herz gezaubert und da war's mir einfach klar. Die anderen Toten fand ich nicht so schlimm, zumindest mal nicht die von Lupin und Moody, auch wenn ich beide sehr gerne mochte. Da fand ich Dobbys Tod doch viel viel schlimmer. Das hat mich richtig fertig gemacht, aber Dobby mochte ich auch von der ersten Sekunde an. Ja, da hab ich doch ziemlich geschluchzt.

Den ersten Teil des Buches fand ich ziemlich kaugummiartig, da gings mir wie Steffi, das war mir irgendwie zu viel des Guten mit dem ständigen apparieren und disapparieren. Richtig gepackt hat mich das Buch eigentlich erst, als klar wurde, warum das Buch "...und die Heiligtümer des Todes" heißt. Ziemlich unnötig fand ich die Szene, als Harry nach seinem Beinah-Tod im Wald in dieser Welt nach dem Leben auf Dumbledore trifft und mit ihm redet. Sorry, das hätte sich Rowling echt sparen können. Ich war da echt kurz davor, das Buch wegzulegen, so was mag ich nicht. Und den Epilog fand ich auch nicht wirklich gut. Den hätte sie sich auch schenken können, das hatte für mich was von "Hallo, das war doch als Kinder-/ Jugendbuch-Serie gedacht, da braucht es doch einen Kitsch-Schluss".

Allles in allem hatte ich zum Schluss hin doch arg das Gefühl, dass Rowling froh ist, die ganze Sache jetzt beenden zu können und ich hoffe sehr, dass sie sich nie überreden lässt, doch noch irgendwann mal in der Serie weiterzuschreiben. Ich hab die Bücher wirklich verdammt gerne gelesen und bin absolut begeistert von Rowlings Ideen und Phantasie, aber mir wurde dann doch irgendwann der Hype um die ganze Sache zu groß. Es wirkte teilweise doch sehr erzwungen und ab und zu sogar mal an den Haaren herbeigezogen, auch wenn ich jetzt keine Stelle mehr benennen kann, außer eben dieser Harry-Dumbledore-Szene jetzt im letzten Band  :rollen:

Ich würde mir schon sehr wünschen, dass Rowling weiter Bücher schreibt, denn sie kann erzählen, aber wer weiß, wie das ausgehen würde nach diesem ganzen Hype um Harry. Sie würde immer an diesen Büchern gemessen werden und vielleicht täte sie sich damit keinen Gefallen, aber lesen würde ich was Neues von ihr auf alle Fälle.

liebe grüße
kathrin
Rock the Night!

Offline Susanne

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Re: Harry Potter and the Deathly Hollows - hier darf gespoilert werden! ;)
« Antwort #10 am: 08. Dezember 2007, 12:08:57 »
Hallo Zusammen,

Ich habe mir jetzt Eure Postings noch nicht so wirklich durchgelesen, da ich das Buch noch nicht zu Ende gelesen habe. Mir fehlen noch etwa 300 Seiten. Aber im Augenblick habe ich es auch erst einmal etwas zur Seite gelegt, da ich mich über Herrn Potter doch ein wenig sehr aufgeregt habe. Wie kann er, nachdem Ron ihm mehrfach gesagt hat, daß das aussprechen des Namens von Voldi so schlimme Folgen hat in seiner Ungestühmheit nur so dämlich sein  :meckern:.
Aber für mich ist ja sowieso die wahre Heldin in der Geschichte Hermine. Ohne sie würde Harry schön doof aussehen. Er stürmt vor und sie muß ihn immer aus der Sch.. ziehen.

Liebe Grüße
Susanne