Tania Douglas - Tanz der wasserläufer

  • 1 Antworten
  • 1836 Aufrufe

Offline Schnecke

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 209
Tania Douglas - Tanz der wasserläufer
« am: 27. Juli 2007, 01:21:54 »
Tania Douglas - Tanz der Wasserläufer 722 Seiten

Kurzbeschreibung
Die junge englische Adlige Julie wird, kaum 16 mit einem zwanzig Jahre älteren Finsterling verheiratet. Eines Nachts flieht sie vor ihm in den Wald und trifft auf einen jungen Franzosen.Diese Begegnung ist der Beginn einer gefährlichen Leidenschaft, denn ihr Liebhaber kundschaftet als Spion Richelieus die englischen Kriegspläne gegen Frankreich aus.
Tania Douglas schildert die glamourösen Feste am Hof Ludwigs XIII. ebenso wie das Elend der Belagerten in La Rochelle


Am Cover kann man erkennen in welcher zeit die Geschichte spielt.
Es ist die Zeit von König Louis, Richelieus und dem Krieg zwischen Frankreich und England.
Mir persönlich sagt das alles nur „ Die drei Musketiere“ aber ich glaube hier im Forum ist jemand der sich mit Geschichte beschäftigt, deshalb nehme ich an wenn ich noch La Rochelle hinzufüge klingelt es. Nun aber zum Inhalt.

Das Buch erzählt die Geschichte von Julie, einem jungen Mädchen von gerade mal 16 Jahren.
Sie ist die Tochter einer Französin und eines Engländers, aufgewachsen in England.
Wie es zu dieser Zeit wohl üblich war, heiratet sie einen älteren Mann, den Earl of Eastington.
Dieser ist ein finsterer Mann den ein dunkles Geheimnis umgibt. Da Julie sehr liebevoll ist, versucht sie zu ihm durch zu dringen aber scheitert zunächst.
Nach einigen Schlimmen Ereignissen erfährt sie den waren Grund, warum er sie nicht lieben kann. In der Zwischenzeit hat sie aber ein super romantisches Treffen mit Francois , ihrem Schicksal.
Ohne zu viel zu verraten kann ich nur sagen das Julie eine so starke Liebe für ihn empfindet, dass sie alle möglichen Beschwerlichkeiten auf sich nimmt, um ihn immer wieder zu finden und leider auch öfters wieder zu verlieren.

Meine Meinung:

Ich fand die Geschichte sehr flüssig zu lesen und die Charaktere sind so liebevoll beschrieben, das man sofort mit ihnen fühlt. Es ist erstaunlich, was man alles erdulden kann, wenn die Liebe stark genug ist.
 Leider wurde nicht auf das typische „ ich habe ein Geheimnis, aber ich kann es dir nicht sagen…“soll heißen an einander vorbeireden, der eine missversteht den anderen, u.s.w nicht verzichtet. So was nervt mich schon ein wenig, weil ich mir denke : Oh Mann, nun sag ihr doch endlich das… „ (Das stört mich auch bei den ganzen Soaps, die ich schon gar nicht mehr gucke)
Da mir aber die Personen allesamt ans Herz gewachsen sind konnte ich darüber hinwegsehen und habe das Lesen genossen.
 Die Geschichte am Rand beruht auf Tatsachen und echten Personen deshalb ist es noch mal so spannend, zu erfahren wie es früher so war.

Fazit:
Liebe, Spannung, Spione, Intrigen und hoheitlicher Glanz.
Ich habe es nicht bereut mich an so einen Wälzer zu wagen. Ich habe mit Julie gelacht, gehofft und gelitten und am Ende sogar etwas geweint.
Das Ende ist aber auch so was von schön.
Für alle, die sich für diese Epoche interessieren gibt es genug Details um auch hier Freude zu haben.

Meine Note 1+


++++++
« Letzte Änderung: 27. Juli 2007, 01:24:22 von Schnecke »

Offline uschi

  • Kaminkehrer
  • Hero Member
  • *
  • Beiträge: 3487
Re: Tania Douglas - Tanz der wasserläufer
« Antwort #1 am: 27. Juli 2007, 11:03:42 »
Hallo Schnecke,

im Großen und Ganzen kann ich dir zustimmen. Allerdings habe ich das Buch nicht ganz so gut bewertet. Hier dazu  meine Rezension vom 1.9.2003:

Tania Douglas - Tanz der Wasserläufer

   [isbn]3821809256[/isbn]

Julie, eine englische Adlige aus verarmten Verhältnissen ist gezwungen, kaum 16-jährig, eine Vernunftehe einzugehen. Gerade wurde der Bund der Ehe mit dem zwanzig Jahre älteren Earl of Eastington besiegelt. Julie grämt sich nicht, denn ihr Bräutigam ist trotz des großen Altersunterschieds von angenehmer Gestalt. Sie hofft, dass so doch noch Gutes aus dieser Ehe erwachsen kann. Sie will auf jeden Fall ihr Bestes geben.

Ihr Glaube erhält einen ersten Dämpfer, als der Bruder ihres Mannes zu Besuch weilt. Sie spürt den unterschwelligen Hass der Beiden aufeinander. John führt einen ausschweifenden Lebenswandel, kein Wunder also, dass er unter chronischem Geldmangel leidet. Wie Julie später erfahren wird, hat er bereits Wechsel auf Eastington ausgestellt. Er hofft, einmal der Erbe seines Bruders zu sein. Daher passt es ihm nicht, dass dieser nun verheiratet ist, womöglich einen Erben zeugt. So versucht er Zwietracht zu säen, Julie gegen ihren Mann aufzubringen. Sie hat sich schon gewundert, dass ihr Mann ausgerechnet sie erwählt hat, eine Frau ohne Mitgift. Nun ist alles klar, sie soll ihm einen Erben gebären, damit John von der Erbfolge ausgeschlossen wird.

Eines Tages wird Julie von ihrem Mann, der sich im angetrunkenem Zustand befindet, vergewaltigt. Sie flieht in den Wald, dort befindet sich ein Weiher, Julies geheimer Zufluchtsort. Sie nimmt zuerst ein Bad, um danach einzuschlafen. Im Halbschlaf bemerkt sie, dass zärtliche Hände sie berühren. Als sie dadurch aus dem Schlaf vollends erwacht, erschrickt sie, über sie gebeugt ist ein fremder junger Mann. Sie wehrt sich, aber dann lässt sie sich von der sinnlichen Ausstrahlung des Fremden, dessen zärtlichen Händen, betören und gibt nach. Sie versucht das schreckliche Erlebnis mit Hilfe des Fremden auszulöschen. Sie ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass diese Begegnung weittragende Folgen für ihr weiteres Leben haben wird, denn ihr Liebhaber ist Francois, ein französischer Spion, in Diensten des Kardinal Richelieu.

Der Roman entführt den Leser von England, dort wo Buckingham seine Ränke schmiedet,  nach Frankreich zu seinem Gegenspieler Richelieu. Dieses Erstlingswerk der Autorin hat mich stark an vergangene Lesetage erinnert, als ich die Romane von Anne Golon (Angelique) verschlungen habe. Auch hier, wenn der Zeitraum auch etwas früher angelegt ist, wird der Leser in eine Welt voller Intrigen und glamourösen Festen des Adels hineingezogen. Trotzdem, durch den schönen Erzähl- und Schreibstil von T. Douglas, hat es Spaß gemacht, die zwei Hauptfiguren auf ihren abenteuerlichen Wegen zu begleiten. Ein Kritikpunkt wäre der, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass eine Frau mit so einem traumatischen Erlebnis, sich gleich in die Arme des Nächstbesten werfen kann. Den Einstieg in diese Geschichte hätte die Autorin bestimmt auch anders lösen können.

Note 2



Liebe Grüße
Uschi
« Letzte Änderung: 27. Juli 2007, 11:12:11 von uschi »
Liebe Grüße
Uschi

Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen. (Lao-Tse)