Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé

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Offline Lannie

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Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« am: 29. Juli 2007, 17:06:44 »
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-13917-8
Seiten: 1291
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 12.1997

[isbn]3404139178[/isbn]
 
England 1360

Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Reihenfolge der Waringham-Saga

Das Lächeln der Fortuna
Die Hüter der Rose
Das Spiel der Könige

Meine Meinung

Mittlerweile habe ich den ersten Teil der Waringham-Trilogie dreimal gelesen und auch nach dem dritten Lesen hat sich rein gar nichts an der Begeisterung für diesen wunderbar spannenden Roman geändert. Meiner Meinung nach zählt „Das Lächeln der Fortuna“ zu den besten historischen Romanen überhaupt.

„Das Lächeln der Fortuna“ packt mich jedes Mal aufs Neue von der ersten Seite an und lässt mich erst auf der letzten wieder los. Obwohl es über 1000 Seiten lang ist, verliert das Buch nie an Spannung, im Gegenteil, zwischendurch drohte ich immer wieder wegen angehaltenen Atems zu ersticken. Sobald eine brenzlige Situation gemeistert ist, steuert eine der zahlreichen Figuren garantiert auf eine neue Katastrophe zu. Dabei wirkt es aber nie konstruiert, sondern so realistisch wie ein spannender Roman nur sein kann.

Die Figuren sind allesamt wunderbar facettenreich und strahlen eine Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit aus, als wären sie tatsächlich real. Die „Guten“ haben genauso ihre schlechten Eigenschaften wie die „Bösen“ gute haben, somit verzichtet Rebecca Gablé im ganzen Roman auf eine Schwarz-Weiß-Zeichnung. Selbst die Nebenfiguren sind äußerst detailreich gezeichnet. Die historischen Persönlichkeiten bindet die Autorin glaubhaft in die Handlung ein. Das war sicherlich nicht einfach, spielt der Lehnsherr von Robin z.B., John of Gaunt, doch eine sehr große Rolle. Viele historisch belegte Figuren finden sich in diesem Roman wieder und agieren glaubwürdig gemeinsam mit den erfundenen Charakteren. Hier das fiktive mit dem realistischen zu verbinden scheint der Autorin großartig gelungen zu sein, zumindest für einen Laien wie mich.

Ich kann immer wieder wunderbar in diesen Roman eintauchen, erlebe alles mit und bin nie stiller Beobachter. Viele der Figuren sind mir unheimlich ans Herz gewachsen und der Abschied von ihnen fällt mir noch immer schwer. Wut, Freude und Trauer, jedes Gefühl teile ich mit jeder Faser meines Körpers. Nicht selten muss ich lachen, aber auch Tränen fließen jedes Mal aufs Neue.
Nicht viele Romane können mich emotional so packen wie „Das Lächeln der Fortuna“.

Eine Karte von England, ein kurzes Nachwort, sowie Stammbäume und Zeittafel runden diesen grandiosen Roman perfekt ab und lassen keine Wünsche offen.

Meine Bewertung

mit Sternchen ***
« Letzte Änderung: 09. September 2008, 17:54:19 von Lannie »
Liebe Grüße
Lannie aka Cait

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Offline Kati

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #1 am: 30. Juli 2007, 07:27:52 »
Hallo Lannie,
das ich das Buch gelesen habe, ist schon länger her, aber ich war damals genauso begeistert wie du.
Zur Zeit höre ich es mal wieder im Auto als Hörbuch. Da freut man sich direkt auf die Fahrt zur Arbeit  :->

LG Kati

Offline Kathrin

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #2 am: 31. Juli 2007, 12:49:06 »
Hallo Ihr Lieben,

so, meine Rezi ist schon mal fertig...is auch wieder mal etwas länger geworden...kann ich mich denn bei so was gar nicht bremsen???

Meine Meinung:
Und wieder ist es passiert – ich habe „Das Lächeln der Fortuna“ jetzt zum wer weiß wie vielten Male gelesen und erneut muss ich feststellen, dass ich ca. 600 - 700 Jahre zu spät auf der Welt weilen darf. Aber sind wir doch mal ganz ehrlich…hätte ich zur Zeit von Robin, John of Gaunt und Richard II gelebt, ich hätte mich gar nicht für den Mann meiner Träume entscheiden können…und das unabhängig davon, dass sie mich ja wohl eh nicht bemerkt hätten und ich sie somit auch nur aus der Ferne hätte anschmachten können.

Mein Herz gehört in diesem Fall nicht der fiktiven Hauptfigur des Romans Robin of Waringham, obwohl ich ihn sehr mag und er seine Herzdame bestimmt auf Händen trägt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, sondern John of Gaunt, dem Duke of Lancaster und Robins Sohn Raymond. Aber eine Entscheidung zwischen diesen beiden kann ich nicht fällen. John of Gaunt ist der charismatische dritte Sohn des englischen Königs Edward III, der reichste und zugleich mächtigste Mann Englands, der aber auf Grund seiner Loyalität zu Vater, Bruder (Edward, der schwarze Prinz) und Neffe (Richard II) seine Chancen nicht nutzt und selbst den Thron besteigt. John of Gaunt ist ein Charakter, wie ich sie liebe…er intrigiert, hat Ecken und Kanten, aber er ist einfach unendlich faszinierend und spannend. Definitiv ein Respekt einflößender Mensch, der einem oft genug nicht ganz geheuer ist. Auch Raymond ist nicht der Erstgeborene, sondern der zweite Sohn von Robin und ist von Geburt ab ein Rebell…“mit dem Arsch voraus“! Er muss in jungen Jahren schon so einiges durchmachen und bringt sich mit seinem Verhalten oft in Schwierigkeiten, ist bockig, ein Schwerenöter, aber absolut liebenswert und auch er, wie John of Gaunt oder Jonah aus „Der König der purpurnen Stadt“ nicht durch und durch gut und edel, sondern einfach unendlich spannend. Meine absolute Begeisterung für Raymond steigert sich im Nachfolgeband „Die Hüter der Rose“ noch um einiges.

Die Hauptfigur Robin of Waringham hingegen ist mir fast schon zu perfekt und edel. Sicherlich hat auch er seine Ecken und Kanten, oft genug ein loses Mundwerk, was ihn in Schwierigkeiten bringt, zwischenzeitlich ist er etwas herablassend, fühlt sich anderen überlegen und rebelliert sowohl in der Jugend als auch in späteren Jahren auch mal gegen die Oberen des Landes (ein Zug, den Raymond eindeutig von ihm hat, das Rebellentum).  Vor allem mit seiner Güte und seinem großen Herz für den armen Teil der Bevölkerung stößt er oft genug auf Unverständnis in seinen Kreisen. Aber trotzdem ist mir Robin oft zu glatt, die Ecken und Kanten sind einfach nicht scharf genug, ein Ritter, wie er (im wahrsten Sinne des Wortes) im Buche steht: aufrichtig, anständig, gerecht, tapfer, loyal, großmütig. Diese Eigenschaften sind eindeutig durch seine Ideale, seine Erziehung, sein Elternhaus, seine Erfahrungen geprägt, die er schon in frühen Jahren machen musste/ durfte, da er sowohl die Sicht des adligen Sohnes, eines (unfreiwilligen) Klosterschülers als auch eines Stallburschen kennenlernt. Robins großes Herz macht ihn dennoch unendlich sympathisch und dass er mir nicht ganz so sehr an Herz wachsen kann, wie ein Raymond, John of Gaunt oder Jonah Durham, das ist nun mal so, aber wirklich nur ein winzig kleiner Aspekt und noch nicht einmal ein Kritikpunkt für mich.

Wie auch die anderen historischen Romane der Autorin ist  „Das Lächeln der Fortuna“ vollgepackt mit interessanten und tollen Figuren, die einem in den allermeisten Fällen wirklich schnell lieb und teuer sind und oftmals in diesem dicken dicken Schmöker viel zu kurz kommen. Wieder ist kein eindeutiges Schwarz-Weiß-Muster zu erkennen, wenngleich ich sagen muss, dass es hier zwei „böse“ Ausnahmen gibt, denen ich überhaupt nichts abgewinnen kann: Robins Gegenspieler Mortimer sowie das alberne kleine Scheusal, Richard II. Sie sind einfach nur schrecklich und noch nicht mal besonders clever oder intelligent, so dass man sie zumindest dafür respektieren geschweige denn bewundern könnte. Na ja, dafür kann ich sie aus tiefster Seele hassen, das ist doch auch nicht das schlechteste. Alle Figuren von Rebecca Gablé, egal ob die historisch überlieferten Adligen oder die fiktiven Mitglieder, Freunde und Feinde der Waringhams sind wunderbar lebendig, machen einige Höhen und Tiefen in ihrem Leben durch und dürfen sich wieder herrlich witzige, pfiffige, freche Wortgefechte liefern, was den Leser vollkommen in seinen Bann zieht und mitfeuen, mitleiden und mitbibbern lässt.

Wie man es von Rebecca Gablé gewohnt ist, wird das Leben der fiktiven Familie Waringham mit den historischen Fakten des 14. Jahrhundert in England und des englischen Königshauses verknüpft, so dass ein äußerst lebendiges und intensives Bild der damaligen Zeit entsteht. Natürlich weiß ich auch hier, dass es sich „nur“ um einen Roman, um eine Geschichte handelt, aber ich glaube der Autorin gerne, dass es so gewesen sein könnte. So macht Geschichte zumindest viel Spaß und die vielen Seiten des Buches blättern sich fast schon von alleine um! Es tut immer wieder weh, sich von den liebgewonnenen Charakteren zu verabschieden, aber glücklicherweise hat uns die Autorin ja mit zwei Fortsetzungen beschenkt und einem Re-Read steht sowieso nie was im Wege.

Zu guter Letzt freue ich mich für die Optik meines Bücherregals, dass ich mir inzwischen auch „Das Lächeln der Fortuna“ als Hardcover gekauft hab, es ist einfach ein schönes Bild, wenn da 5 tolle Bücher nebeneinander stehen und schon bald mit einem sechsten ergänzt werden.

Bewertung:


lg
kathrin
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Offline Siri

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #3 am: 02. August 2007, 18:10:39 »
Hallo !
So dann will ich auch noch mal mein Fazit ziehen .
Das Buch ist der reinste  Lesegnuss . Man kann sofort eintauchen und fühlt mit den Personen mit , ist wütend über Ungerechtigkeiten , freut sich über Geburten usw.
Mir haben die Personen alle sehr gefallen , lediglich Robin war mir ein kleines Bisschen zu perfekt , aber das ist auch schon das Einzige was mich ein bisschen gestört hat und das auch nur kaum , weshalb ich da keinen Punktabzug gebe, denn die Themen die angesprochen werden sind einfach nur top und sehr realistisch dargestellt worden .
Lannie hat ganz recht wenn Sie sagt das man geradezu teils die Luft anhält .
Die geschichtlichen Hintergründe kriegt man auch gut mit .So macht das Erfahren der damaligen Zeit echt Spaß .
Kurz gesagt ein tolles Buch das ich bedenkenlos weiterempfehlen kann .
Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den nächsten Teil .

Bewertung
Note 1


Liebe Grüße Siri
Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern.
(André Malraux )

Kathchen

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #4 am: 09. Februar 2008, 11:27:42 »
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wahrscheinlich eins der besten Bücher die ich je gelesen habe.
Ich finde es von der ersten bis zur letzten Seite spannend, ich hab richtig mit den Personen mitgefühlt und kam mir vor, als wenn ich hautnah dabei war.
Das Buch kann von mir eigentlich nur die Note 1 bekommen.

Offline DG7NCA

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #5 am: 06. Januar 2009, 17:16:36 »
Hallo hier meine Meinung zu dem Buch,
welches ich als SUB Wettbewerbsbuch hatte.

Ich sehe das Buch zweigeteilt. Einmal ist es ein sehr schöner "Roman", oberflächlich betrachtet gibts nichts auszusetzen. Doch hat mir mit der Zeit einiges beim lesen aufgestoßen.

Das Lächeln der Fortuna ist ein sehr schönes Buch, Eine mitreißende Geschichte vor dem Hintergrund einer Zeit die England sehr geprägt hat.
Die geschichtliche Handlung wurde gut eingebaut, mir aber nicht genügend Herausgearbeitet. Gerade die letzten 100 Seiten galoppierten mir vor dem Hintergrund der Wichtigkeit der Vorkommnisse davon!

Dann was mir noch auffiel war die Pferdezucht und Robins "Waringham-Gabe". Das erinnerte mich doch sehr an den Pferdeflüsterer Monty Roberts. Ich bin mir immer noch nicht schlüssig ob ich es nun gut fand oder ob es mich doch mehr störte.

Desweiteren die einzelnen Personen und Charaktere der Handlung. Hier wieder meine Zerrissenheit. Oberflächlich betrachtet sehr schön.
Aber nun kommst:
Zitat von: Cait am 29. Juli 2007, 17:03:34
Die Figuren sind allesamt wunderbar facettenreich und strahlen eine Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit aus, als wären sie tatsächlich real. Die „Guten“ haben genauso ihre schlechten Eigenschaften wie die „Bösen“ gute haben, somit verzichtet Rebecca Gablé im ganzen Roman auf eine Schwarz-Weiß-Zeichnung. Selbst die Nebenfiguren sind äußerst detailreich gezeichnet.

Hier widerspreche ich ganz energisch. Ich habe sie nämlich sehr wohl als schwarz/weiß mit ganz wenig grau gelesen.
Die Bösen waren mir zu bös, und die Guten viel zu gut!
Besonders bei Leofric ist mir das aufgefallen. Bitte nicht falsch verstehen ich Liebe diesen Charakter, aber mal ehrlich.
Taubstumm und Ritter? Da war wohl der Wunsch Mutter des Gedankens, dadurch wurde diese Figur während der Handlung immer unglaubwürdiger. Eigentlich schade.

Auch die Moral und Ethik der Story kam mir sehr nach 20/21 Jahrhundert vor. Es war mir einfach zuviel Sozialismus und Mutter Theresa,
das paßte einfach nicht dazu. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Nichts destotrotz ließ sich das Buch locker und schnell lesen. Und von Anfang an wollte man wissen wie es denn nun wird das Leben von Robin, Agnes, Mortimer, den Lancasters und allen anderen.
Dennoch der absoluten Lobhudelei kann ich mich eindeutig nicht anschließen.

Darum meine Bewertung mit etwas Zähneknirschen eine

Gruß Carola
« Letzte Änderung: 06. Januar 2009, 17:22:56 von DG7NCA »
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Offline SilkeS.

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #6 am: 30. Januar 2009, 09:49:36 »
Hallo!

Also ich habe das Buch auch gelesen.
Der Anfang hat mir super gut gefallen, tolle Charakter, tolle Beschreibungen, tolle Stimmung, aber dann  :rollen: als es los ging, daß Robin die "Karriereleiter" aufsteigt, war mir viel zu viel Politik vorhanden. Wer wen heirat, welche auswirkungen es auf das Leben der Bürger und auf die Möchtigen hat,  boah, neee, das war mir einfach des Guten zuviel.
Auch fand ich einfach Robin mit zunehmenden Alter zu "glatt", alles was er anpackt funktioniert, jeder liebt ihn, bis auf den Erzfreind, die Frauenherzen fliegen ihm zu, seine Gestüt ist das erfolgreichste, seine Stallburschen die begabstestn... ARGH, nein sorry....
Für einen 400 Seiten-Roman wäre es in Ordnung gewesen, aber ich war doch sehr froh, gewesen, als ich nach über 1000 Seiten das Buch endlich durch und beendet hatte.

Meine Bewertung 4+
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Offline Lannie

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #7 am: 30. Januar 2009, 11:36:32 »
Liebe Silke,

da sieht man es wieder, wie unterschiedlich der Gescmhack des einzelnen ist, denn gerade wegen

Zitat
Der Anfang hat mir super gut gefallen, tolle Charakter, tolle Beschreibungen, tolle Stimmung, aber dann  als es los ging, daß Robin die "Karriereleiter" aufsteigt, war mir viel zu viel Politik vorhanden. Wer wen heirat, welche auswirkungen es auf das Leben der Bürger und auf die Möchtigen hat,  boah, neee, das war mir einfach des Guten zuviel.

liebe ich die Bücher von RG so sehr. Da erfährt man so viel, dass mein Herz aufgeht. Aber ich verstehe sehr gut, wenn das nicht jeder braucht.  :knuddel:

Tipp: Wenn Du das Buch nicht mochtest, solltest Du in Zukunft generell die Finger von RG lassen, denn sie ist immer so ausführlich und politisch.  :->

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Offline Kathrin

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #8 am: 30. Januar 2009, 12:26:44 »
Liebe Silke,

da sieht man es wieder, wie unterschiedlich der Gescmhack des einzelnen ist, denn gerade wegen

Zitat
Der Anfang hat mir super gut gefallen, tolle Charakter, tolle Beschreibungen, tolle Stimmung, aber dann  als es los ging, daß Robin die "Karriereleiter" aufsteigt, war mir viel zu viel Politik vorhanden. Wer wen heirat, welche auswirkungen es auf das Leben der Bürger und auf die Möchtigen hat,  boah, neee, das war mir einfach des Guten zuviel.

liebe ich die Bücher von RG so sehr. Da erfährt man so viel, dass mein Herz aufgeht. Aber ich verstehe sehr gut, wenn das nicht jeder braucht.  :knuddel:

Tipp: Wenn Du das Buch nicht mochtest, solltest Du in Zukunft generell die Finger von RG lassen, denn sie ist immer so ausführlich und politisch.  :->

LG
Lannie

In der Richtung wollte ich auch eben antworten. Insofern nur noch ein Zusatz an Carola:
wenn Dir Robin zu gut, zu perfekt, everybody's darling war, dann liegt Dir vielleicht Jonah  :ausrast: :held: aus "Der König der purpurnen Stadt" eher, der hat eindeutig mehr Ecken und Kanten  :->

lg
kathrin
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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #9 am: 30. Januar 2009, 12:39:56 »
Hallo Lannie!

Zitat
Tipp: Wenn Du das Buch nicht mochtest, solltest Du in Zukunft generell die Finger von RG lassen, denn sie ist immer so ausführlich und politisch.
Mal sehen, vielleicht überkommt mich ja irgendwann wieder die Lust...

Gruß Silkes.

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Offline Lannie

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #10 am: 30. Januar 2009, 13:03:41 »
Hallo an alle!

Zitat von: Kathrin
wenn Dir Robin zu gut, zu perfekt, everybody's darling war, dann liegt Dir vielleicht Jonah    aus "Der König der purpurnen Stadt" eher, der hat eindeutig mehr Ecken und Kanten

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass sich viele so auf Robin einschießen (ich meine nicht Dich, Kathrin).  :kopfkratz: Ich mochte die Figur sehr und sie ist sicherlich auch der Protagonist, aber in dem Roman gibt es sooo viele große Rollen, da müsste doch eigentlich für jeden Geschmack was dabei sein. Meine Lieblingsfigur ist eindeutig in diesem Roman John of Gaunt, auch wenn ich Robin geliebt habe. Aber John of Gaunt ist so vielschichtig und faszinierend, dass ich seither von diesem Mann nicht mehr loskomme und der hatte keine blütenreine Weste.  :->

Und ich muss Kathrin recht geben, Jonah ist eine ganz andere Figur als Robin, aber vorsicht, das Buch ist auch sehr ausführlich, wirtschaftlich und politisch.  :-)

LG
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Offline Kathrin

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #11 am: 31. Januar 2009, 14:41:22 »
Hi Lannie,

ja, was John of Gaunt angeht, da sind wir uns ja einig  :-> Und bei den Waringhams ist es mir egal, wen Ihr Euch aussucht, solange ihr mir meinen Raymond lasst  :-)

lg
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Offline Lannie

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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #12 am: 31. Januar 2009, 15:21:14 »
Liebe Kathrin,

zähneknirschend überlasse ich Dir Raymond.  :->
Aber das weißt Du ja.

LG
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Re: Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #13 am: 31. Januar 2009, 16:09:05 »

Hallo,

In der Richtung wollte ich auch eben antworten. Insofern nur noch ein Zusatz an Carola:
wenn Dir Robin zu gut, zu perfekt, everybody's darling war, dann liegt Dir vielleicht Jonah  :ausrast: :held: aus "Der König der purpurnen Stadt" eher, der hat eindeutig mehr Ecken und Kanten  :->

Ja, ich mag als Figuren lieber welche die "undrund" sin, oder sogar widersprüchlich. Sie dürfen auch ruhig mal sarkastisch oder sogar unfair sein. Wichtig ist nur sie müssen glaubhaft dargestellt sein.

Gruß Carola
Liebe Grüße    
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Offline Esmeralda

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Re:Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé
« Antwort #14 am: 26. August 2011, 20:14:53 »
Ich hab nun auch endlich die Bücher von Rebecca Gablé entdeckt...  :->

Hier meine Meinung zu Das Lächeln der Fortuna:
Trockene Geschichtsbücher gehören ein für alle Mal der Vergangenheit an – denn mit diesem Buch wird die englische Geschichte des Hundertjährigen Krieges bis zum Sturz von König Richard II. mit Hilfe eines fiktiven Protagonisten anschaulich und eindringlich erzählt, so dass man meint mitten im Geschehen zu sein.

Erzählt wir die Geschichte des jungen Robert of Waringham, genannt Robin, der über Nacht zum Vollwaise wird. Damit nicht genug: da sein Vater des Hochverrats beschuldigt wurde, verliert er auch Titel und Ansehen eines Lord of Waringham. Des Titels und seines Erbes beraubt, flieht er aus der Klosterschule und begibt sich nichtsdestotrotz auf sein Gut und verdingt sich als Pferdeknecht. Dort macht er schon recht bald die Bekanntschaft Mortimers, des zukünftigen Lord of Waringham, mit dem ihn eine lebenslange Feindschaft verbinden wird.
Auch wenn ihm gerade dieser viele Steine in den Weg legt, taucht er durch einen mutigen und geschickten Schachzug wieder in die Welt des Adels ein und gerät dort unter die Fittiche des Duke of Lancaster mit dem ihm eine zeitlebens andauernde Freundschaft verbinden wird.
Wie so oft im Leben hebt das Rad der Fortuna Robin auf der Seite des Glücks ganz nach oben, nur um ihn gleich darauf wieder weit nach unten fallen zu lassen. Aber nichts kann ihn von seinem Wunsch abbringen sich seinen Titel und damit sein Ansehen wiederzuholen…

Was den Reiz und die außerordentliche Faszination dieses Buches ausmacht, ist die Einbindung wichtiger historischer Persönlichkeiten und Ereignisse in einen Roman, in dem man sich fabelhaft mit den Personen identifizieren kann.
Obwohl das Buch insgesamt fast 1200 Seiten umfasst, liest es sich durchgehend flüssig und ist sehr kurzweilig.
Darüber hinaus hat die Autorin in ihrem Buch eine Aufstellung der wichtigsten Figuren sowie die Stammbäume der großen Häuser aufgeführt, so dass man schnell durch die vielen, oft verwirrend ähnlichen Namen durchsteigt.

Bewertung:
Life is too short to read bad books.