Joachim B. Schmidt - Tell

Begonnen von Esmeralda, 29. März 2022, 08:35:58

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Esmeralda

ZitatJoachim B. Schmidt greift nach den Schweizer Kronjuwelen und macht aus der ›Tell‹-Saga einen Pageturner, einen Thriller, ein Ereignis: Beinahe 100 schnelle Sequenzen und 20 verschiedene Protagonisten jagen wie auf einer Lunte dem explosiven Showdown entgegen. Keine Nach-, keine Neuerzählung, sondern ein Blockbuster in Buchform: ›The Revenant‹ in den Alpen, ›Braveheart‹ in Altdorf.

Mein Leseeindruck:
Aufgrund des Klappentextes war ich zuerst skeptisch, ob mir der Roman zusagen könnte; denn irgendwie konnte ich mir darunter nicht so recht was Gescheites vorstellen.

Aber - ich wurde überrascht, denn hierbei handelt es sich um eine spannende Neuinterpretation um den Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell, die mir richtig gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist mitunter sachlich, fast schon nüchtern, was unheimlich gut zur Geschichte passt.

Zu Anfang habe ich allerdings ein wenig gebraucht, um mich mit den vielen verschiedenen Erzählperspektiven zurecht zu finden, zumal alle in der Ich-Person erzählen.
Aber nachdem ich alles sortiert hatte und wusste wer zu wem gehört, hat die Geschichte mich in ihren Sog gezogen.

Von mir aus kann es gerne noch weitere "Klassiker" in dieser Form geben.

[note2]
Life is too short to read bad books. 

SilkeS.

Ich hadere genau aus den gleichen Gründen vor dem Buch wie Du, Esme. Aber ich hatte von dem Autor ja sein Debüt Kalman gelesen und fand es großartig.
Noch steht es auf meiner "Want-to-Read-Liste" und Papier ist bekanntlicherweise ja geduldig
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Inge78

Oh, das steht auf der Wunschliste ziemlich weit oben, aber noch konnte ich mich nicht so richtig entscheiden
Danke für die Rezi, das hilft schon mal
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.
(aus "ES" von Stephen King)

Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn nur vielleicht ganz leicht, an allen vier Ecke des Lebens befestigt ist.
- Virginia Woolf