Die Braut des grünen Ritters - Vera Chapman

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Tintagel

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Die Braut des grünen Ritters - Vera Chapman
« am: 22. September 2007, 19:13:02 »


[isbn]3423209127[/isbn]

Vivien wird von ihrer Großtante aus dem Kloster geholt und auf die Burg Haute – Desert gebracht. Das Leben, welches Vivien bisher hinter den Klostermauern geführt hat, unterscheidet sich nicht nur in der fehlenden Magie von ihrem neuen Leben. Von den Nonnen zu einem frommen Mädchen erzogen, wird sie nun von ihrer Tante in der hohen Kunst der Magie unterrichtet. So faszinierend sie auch diese andere Welt findet, die sich Vivien da auftut, so sehr bedacht ist sie auch darauf, nicht in die schwarze Magie abzurutschen, deren sich ganz offensichtlich Morgana bemächtigt.

Doch Morgana unterweist Vivien nicht zu ihrem Vergnügen in der Kunst der Magie, sondern weil sie vor allem anderen eigene Ziele verfolgt. Und um diese zu erreichen scheut sie auch nicht davor zurück, ihre Kräfte einzusetzen um Vivien gefügig und zu ihrem Spielball machen zu können…

Vera Chapman hat in diesem Band die Artussaga weiter geschrieben. So kommt es, dass neben den altbekannten Figuren auch viele neue auftauchen, die in diesem Band im Mittelpunkt der Handlungen stehen.

Das Buch erzählt die Geschichte Viviens in mehreren Handlungssträngen, welche aus verschiedenen Perspektiven verfasst sind. Die vielen Perspektiven verwirren den Leser zwar nicht besonders, wirken aber dadurch störend, dass nirgendwo eine Zeitangabe gemacht wird. So springt das Buch mitunter durch die Jahre, um sich dann plötzlich sehr ausführlich mit einem Tag auseinander zu setzen.

Die Figuren sind auch nicht dazu gemacht, sie als Leser mit einer speziellen zu identifizieren. Sie wirken ein wenig durchsichtig, es fehlt ihnen an Charakter und Tiefe.
Auch die zarte Liebe, die sich zwischen Vivien und Gawain dem jüngeren entwickel oder besser entwickeln sollte, kommt nicht bei der Leserschaft an. Fahrig dahin geschrieben wirkt dieses Buch im Bezug auf das im Klappentext versprochene.

Vielleicht ist es wirklich so, dass man dieses Buch erst dann vollkommen verstehen kann, wenn man die komplette Artussaga gelesen hat.
Das es sich um einen Fantasyroman handelt steht außer Frage, die vielen Fantasyeinflüsse sind einfach nicht von der Hand zu weisen.

So könnte dieses Buch sicherlich sehr lesenswert für alle sein, die eine Ausgeprägte Leidenschaft für König Artus hegen und / oder überzeugte Fantasyleser sind. Alle anderen wird dieses Buch wohl eher enttäuschen.

Note: 4-