Sisquis Wanderbuch 2026

Begonnen von sisquinanamook, 27. Februar 2026, 10:30:08

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Kathrin

Na klar, geb ich dem Buch ne Chance. Ich gebe eigentlich jedem Buch der Wanderbuchrunde eine Chance, auch wenn ich wahrscheinlich die Königin im Buchabbrechen bei uns hier in der Runde bin.
Rock the Night!

Tara

Zitat von: Christiane in 09. Juli 2026, 13:07:20Ich fand es schon spannend, auch ein wenig drumherum zu lesen.
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Zum Autor, zur Beurteilung seiner Bücher von Zeitgenossen, bzw. im zeitlichen Kontext. Auch wenn mir persönlich deshalb das Buch nicht besser gefallen hat, war es doch interessant, das im Blick zu haben.
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Das mache ich auf alle Fälle auch noch!
Ich versuche nur  immer die Rezis immer völlig unvoreingenommen zu schreiben
Sometimes you just need to lay on the couch and read for a couple of years.

With freedom, books, flowers and the moon, who could not be happy? Oscar Wilde

Kathrin

Es tut mir echt wahnsinnig leid, Daniela. Aber ich habe Dein Buch heute nach gerade mal 29 Seiten abgebrochen.
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Es fing schon mit der Einführung an. Wenn sich Leser*innen über die ersten 30 Seiten von "Der Herr der Ringe" beschweren, weil sich Tolkien über das Auenland und wie es dort aussieht auslässt, der hat die Einleitung zu Deinem Wanderbuch noch nicht gelesen. Die erste Seite habe ich 3-4 x lesen müssen, weil ich ihm einfach nicht folgen konnte und irgendwann mitten in der Einleitung habe ich dann für mich beschlossen, dass ich die nur noch überfliege und lieber mit der ersten Geschichte starte. Die war okay, sie war aber auch keine zwei Seiten lang, da kam ich gedanklich noch mit, was er da erzählte. Die zweite Geschichte gestaltete sich schon schwieriger. Ich mochte zwar zunächst noch den Dialog zwischen Ylla und ihrem Mann, aber ich konnte mir das alles nicht vorstellen. Mir fehlte dafür voll die Phantasie. Ich dachte eigentlich, dass mein Kopfkino gut funktioniert, auch wenn ich Fantasy lese. Da entsteht eine Welt, ein Setting, hier passierte bei mir gar nix. Ich fand das einfach nur konfus und total abgedreht. Für mich war das alles nur wirres Geschwafel. Ich sehe die Kreativität des Autors, auch gerade, wenn man bedenkt, wann das Buch geschrieben worden ist. Aber genau da kommt auch schon mein zweites Problem ins Spiel. Ich habe WIRKLICH Probleme mit Klassikern oder modernen Klassikern. Ich kann auch Jane Austen's Romanen nichts abgewinnen. Ich liebe die Filme, aber die Bücher gehen nicht an mich ran.

Mag sein, dass die Geschichten noch zu einem Großen-Ganzen werden. Aber ich habe nicht die Muße und den Ehrgeiz mich da durchzuquälen, nur um mitreden zu können. Lesen soll für mich im besten Fall Genuss und Spaß sein, und wenn ich alles lieber mache, als lesen, dann ist das kein gutes Zeichen für ein Buch. Ich finde es total spannend, was Du jedes Jahr für Bücher aussuchst und mit dem letzten Wanderbuch hast Du total meinen Nerv getroffen. Das habe ich mir ja direkt nachgekauft. Die Mars-Chroniken werden aber ganz schnell wieder in der Kiste verschwinden und dann Ende August an Silke weitergeschickt.
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LG Kathrin
Rock the Night!

Christiane

Uiuiui, da war ich ja wirklich noch gnädig mit dem Buch  :rollen: .
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Aber ich weiß genau, was Du mit Deinen Kritikpunkten meinst. Vieles davon hab ich genauso empfunden, nur vielleicht nicht ganz so krass, so dass ich dann doch noch durchhalten konnte.
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Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
Ray Bradbury (1920 - 2012)

Tara

Uih ja das hatte ich vermutet!
Denn
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Der Anfang ist schon ordentlich skurril.
Besser wird es erst ab dem Kapitel 4. Mission. Davor war ich auch noch drauf und dran abzubrechen
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sisquinanamook

Ach schade, aber dann ist das so.
Viele Grüße
Daniela

Tara

Meine Rezi:
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Die Mars-Chroniken.

Beim Vorwort hat sich das Buch für mich etwas nach Klamauk angehört. Dazu geht es im Buch auch noch um die Besiedelung der Marses. Von einem Schriftsteller aus den 1950ern der USA. Lustiger Sciencefiction? Puh. Und von Raumfahrt bekomme ich immer ein beklemmendes Gefühl. Puh. Gruselig. (Ein Wort dass ich im Buch oft kommentiert habe)
Jedes Kapitel ist eine Geschichte für sich, welche aber ganz klar chronologisch gegliedert bzw. aneinandergereiht sind. So etwas mag ich, wenn der Autor es schafft, aus solchen Einzelteilen doch eine gesamte Geschichte, stimmig und übergreifend, zu schaffen. Das ist dem Autor hier gut gelungen.
Und eine Geschichte ist beklemmender als die vorherige. Klamauk? Weit gefehlt. Ganz klar handelt es sich hier um eine gesellschaftskritische Geschichte.
Der Autor ist Amerikaner und zeichnet hier ein USA-zentrisches Weltbild. Der weisse Mann herrscht. Rassismus zeigt sich hier in vielerlei Gestalt. Zensur übernimmt.
Nach über 70 Jahren sind wir in den USA wieder, oder evtl. immer noch? an diesem Punkt.
Witzig: Von den Zukunftsvisionen wurde zumindest eine Wirklichkeit, während alles andere doch antiquiert wirkt.

Viele Dank liebe Sisqui. Das ist ein Buch das ich niemals selbst ausgewählt hätte und fast wieder abgebrochen hätte. Ich finde es ist wirklich ein schönes Stück Zeitgeschichte der 50er der USA und damals wie heute von beklemmenden Inhalt.

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sisquinanamook

Danke für Deine Rezi.
Ich freu mich, dass Dich das Buch dann doch überzeugen konnte.

Verrätst Du noch die Note?
Viele Grüße
Daniela

Tara

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