Oliver Plaschka - Die Geister von La Spezia

Begonnen von mowala, 10. April 2026, 11:57:35

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mowala

ZitatItalien 1822. Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, trauert um ihren Mann, der im Golf von La Spezia ertrank. Aber war es wirklich nur ein Unglück, oder steckt mehr dahinter? Die exzentrische Ermittlerin Pat hat den Auftrag, die Umstände seines Todes aufzuklären. Mithilfe fantastischer Technologie führt sie Mary zu den Schauplätzen ihrer Vergangenheit zurück. Gemeinsam stellen sie sich den Geistern von La Spezia ...

Die berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley ist im Winter 1822 im italienischen Exil gestrandet. Ihr Mann, der Dichter Percy Bysshe Shelley, ertrank bei einem Segelunglück. Doch gibt es Zweifel, ob bei seinem Tod alles mit rechten Dingen zuging: Schon länger wurde er von Geistern und Visionen heimgesucht. Welche fantastischen Kräfte wurden ihm aber zum Verhängnis? Mittels der visionären Kunst der Erinnerungsreise führt die waghalsige Spezialagentin Pat Colombari Mary Shelley zurück zum Golf von La Spezia, wo die Gesetze von Zeit und Raum ihre Gültigkeit verloren haben. Sie lernt den skandalumwitterten Lord Byron kennen, dessen Keller ein dunkles Geheimnis birgt. Und sie wird Zeugin unerklärlicher Geschehnisse, die ihren Anfang in jener stürmischen Nacht am Genfer See nahmen, in denen die Shelleys sich mit Mächten jenseits ihrer Welt einließen.


Meine Meinung

          Das Cover gibt die düstere, stürmische Stimmung, die man sich als Leser während des Schiffsunglücks bestens vorstellen kann.
Der Autor versteht es bereits auf den ersten Seiten den Leser zu fesseln.
Die Idee der "Mnemoskopie", der Betrachtung von Gedanken anderer indem man in diese hineinschlüpft, ist spannend.

Mit Hilfe dieser Technik soll Pat, eine Privatermittlerin mit ungewöhnlichen Methoden, die Umstände um Shellys Tod klären.

Während ihrer Spaziergänge in den Gedanken verschiedener Personen zeigt sich, dass es bei jedem zum gleichen Erlebnis verschiedene Erinnerungen gibt.

Oliver Plaschkas Schreibstil gefiel mir gut.
Er ist flüssig, die Geschichte spannend. Wenn es für mich auch machmal etwas verwirrend war, in welcher  Szene Pat sich gerade befindet, und in wessen Erinnerung
Ich habe manchmal etwas des Faden verloren, war aber immer gut unterhalten.

Note 2-
Das Leben ist zu kurz für später

Inge78

         
Pat Colombari kann sog Erinnerungsreisen unternehmen und soll den Tod von Percy Shelley aufklären. War es nur ein Unfall? Oder steckt mehr dahinter?

So richtig überzeugen konnte mich Oliver Plaschka mit seinem Roman rund um den Tod von Percy Shelley leider nicht. Das Buch beginnt wirklich spannend und sehr atmosphärisch. Aber zwischenzeitlich verliert mich der Autor. Durch die verschiedenen Zeitsprünge wird die Geschichte für mich sehr verworren und undurchsichtig.
Ich mochte auch keine der agierenden Personen, alle waren mir unsympathisch und dadurch konnte ich auch mit niemanden so richtig mit leiden oder mit fiebern.

Ich mag es grundsätzlich sehr gerne, wenn real existierende Personen und real existierende Ereignisse Teil eines Romans sind. Dabei darf der Autor auch gerne seine künstlerische Freiheit ausleben. Spannend fand ich hier vor Allem Lord Byron als Person und die Idee, die hinter Frankenstein stecken könnte.
Auch mochte ich es, Einblicke in das Leben von Mary Shelly zu bekommen. Manchmal gab es für mich etwas zu viele Abschweifungen und die Geschichte rund um Pat hat mich ziemlich verwirrt. Zum Schluss schafft es der Autor allerdings doch recht gut, alle losen Fäden zu einem Ende zu bringen.


Fazit: Ein nicht ganz gelungener Genremix, der mich unterhalten hat und der mir im Gedächtnis bleiben wird, der aber beim Lesen doch recht anstrengend war.
       
Note 3

Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.
(aus "ES" von Stephen King)

Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn nur vielleicht ganz leicht, an allen vier Ecke des Lebens befestigt ist.
- Virginia Woolf