Vera Zischke - Pina fällt aus

Begonnen von Esmeralda, 29. April 2026, 08:07:55

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Esmeralda

ZitatAls Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück.
Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.


Mein Leseeindruck:
"Pina fällt aus" ist ein sensibler, tiefgründiger und sehr authentischer Roman, der das Thema Inklusion sowie die enorme Belastung pflegender Angehöriger eindrucksvoll beschreibt; nicht zuletzt durch die eigenen Erfahrungen der Autorin.

Der Schreibstil ist flüssig, wortgewandt und lässt sich angenehm lesen.
Ich habe die ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft der Hausbewohner auf jeden Fall gerne begleitet.

Eine warmherzige Geschichte, die durch besonderes Feingefühl und einer feinen Prise Humor noch sicherlich lange nachhallen wird.

[note 2]
Life is too short to read bad books. 

Inge78

Danke für deine Meinung, das Buch rückt auf der Wunschliste weiter nach oben
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.
(aus "ES" von Stephen King)

Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn nur vielleicht ganz leicht, an allen vier Ecke des Lebens befestigt ist.
- Virginia Woolf