Bücherkauf - nach welchem Kriterium?

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Offline Dante

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Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« am: 28. Januar 2008, 21:10:16 »
Ihr Lieben,

dieser Thread ist ein ausgelagerter Diskussionsstrang aus der DG-Genre-Umfrage unter http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/index.php?topic=840.0

LG
Dante
« Letzte Änderung: 28. Januar 2008, 21:12:54 von Dante »

Offline Dante

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Bücherkauf - inwiefern beeinflusst Euch das Genre?
« Antwort #1 am: 28. Januar 2008, 21:16:59 »
Liebe Annette,

Ich habe Euch beide förmlich im Sessel auf der Wiese vor Kathrins Hütte vor Augen und sehe wie ihr Euch zulächelt und versucht euren Standpunkt dem anderen zu vermitteln.   :-)
:-> War schon ein sehr schöner Abend, nicht wahr?

Zitat
Der Verlag schreibt "Historischen Roman" vorn drauf und schon verkauft sich das Buch garantiert besser, als wenn sie z. B. "China Epos" vorne drauf schreiben.
Hm, das denke ich auch. Es gibt nicht so viele Romane mit chinesischem Hintergrund. Wir hatten ja im DG-Forum vor ewigen Zeiten Mal die Diskussion, warum es eigentlich immer Highlander sind, die da eine Hauptrolle spielen. Anscheinend hat sich das unterbewusst bei mir festgesetzt, dass ich jetzt ausgerechnet dieses Setting gewählt habe - besser gesagt, dass das Setting mich gewählt hat, denn ich wäre niemals auf die Idee gekommen, einen Roman in China des 11. Jahrhundert spielen zu lassen - abgesehen von der wahnwitzigen Idee, überhaupt etwas zu schreiben, was länger ist als 30 Seiten... Dabei konne ich mit China überhaupt nichts anfangen und hätte lieber den Teil in Venezuela 19. Jahrhundert geschrieben, oder den spanischen Teil 15. Jahrhundert. China wollte ich mir als letztes vornehmen - und dann ist es ja ausgeufert...

Fantasie ist für mich halt doch weng was anderes. Im letzten Buch, was ich mir vorgenommen habe, da geht es um Elfen - DAS ist Fantasie für mich. All die anderen Dinge sind zwar teilweise erfunden, aber ist es deshalb gleich Fantasie? Der historische Schauplatz stimmt, die wichtigsten Nebendarsteller sind real, ihre Handlungsweisen wohl eher nicht im privaten Bereich, aber im politischen schon - also: Der Kaiser war real, der Kanzler war real, die Hauptfrau war real, der Krieg mit dem Nachbarn war real... Ist das genug historische Übereinstimmung, um das Prädikat "historischer Roman" zu bekommen? Der Rest ist nicht belegbar, man kann also sagen, er entsammt meiner "Phantasie". Ist aber nicht überdreht geschrieben von wegen vollkommen unglaubwürdig. Also ich meine, sie fliegen nicht, wie man es in den chinesischen Leinwandschinken gerne tut, sie essen keinen Käse... Ihr wisst vielleicht, was ich meine...

Zitat
... hat schon sehr deutlich gesagt, dass sie mit der Aussage des Verlages vorn auf dem Roman...nämlich "hist. Roman" gar nicht einverstanden ist. ... Ihr erster "Fantasie Roman" ist von den begeisterten Lesern von hist. Romanen in Grund und Boden kritisiert worden, weil die Leser eben einen hist. Roman erwartet haben und ihrer Enttäuschung in den niederschmetternden Kritiken Luft gemacht haben. Nach der Erfahrung mit ihrem ersten Roman hat sie dann gehofft der Verlag würde auf den zweiten Roman" Fantasischer Roman" schreiben,.... mit Bauchschmerzen hat sie dann gesehen, dass der Verlag auch auf dem zweiten Roman "Historischer Roman" geschrieben hat!!!!
Ich kenne das Buch leider nicht, aber die Info erschreckt mich... Da wäre wirklich nochmal zu erörtern, was Leser historischer Romane denn jetzt eigentlich erwarten... Alles, was abweicht von der tatsächlichen Historie ist dann wohl enttäuschend?
Naja, man kann es drehen wie man will - letztendlich ist das erst dann klar, wenn ein Buch gelesen wird. Dann kommen die Rezensionen und dann ist klar, was beim Leser angekommen ist.

LG
Dante


Offline Kathrin

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Re: Bücherkauf - inwiefern beeinflusst Euch das Genre?
« Antwort #2 am: 29. Januar 2008, 09:19:10 »
Hallo Dante und hallo Annette,

Fantasie ist für mich halt doch weng was anderes. Im letzten Buch, was ich mir vorgenommen habe, da geht es um Elfen - DAS ist Fantasie für mich. All die anderen Dinge sind zwar teilweise erfunden, aber ist es deshalb gleich Fantasie?
Für mich ist Fantasy auch eher das was Dante schreibt: Elfen, Zwerge, Drachen, fremde Welten. Wenn in einem historischer Roman etwas erfunden ist, dann ist das nur insofern was mit Phantasie zu tun, als dass der Autor genügend Phantasie besitzt um eine Geschichte zu erfinden bzw. Lücken zu füllen, die sich nicht recherchieren lassen oder historisch belegbare Tatsachen die nicht in sein Roman-Grundmuster reinpassen zu verändern. Das kennen wir eigentlich so gut wie von jedem Autor hist. Romane, weil da glaube ich keiner von sich behaupten würde, dass er die historischen Wahrheit und Weisheit für sich gepachtet hat, denn es war keiner von uns dabei. Aber wie schon in dem Thread über die historischen Hintergründe erwähnt, reicht es mir, wenn mir der Autor in einem Nachwort sagt, was wahr und was erfunden ist und vielleicht auch warum er da was reinerfunden oder in der Geschichte geändert hat. Dann bin ich zufrieden. Das ganze hat für mich aber nichts mit dem Genre Fantasy zu tun.

Was eher in die Richtung geht sind dann gewisse Riten, die sich durch die Kultur und/ oder den Glauben der Figuren des Buches ergeben (Feierlichkeiten zu Samhain, Beltane etc, kulturelle Riten für die alten Götter oder ähnliches) was von mir gerne als Hokuspokus  :-> bezeichnet wird und mir oft einfach zu viel des Guten ist. Wobei ich gemerkt habe, dass es da auch einfach auf die Erzählkunst des Autors ankommt. Bei DG stört mich überhaupt nicht, bei MZB ist mir das zu viel, in einem hist. Roman über den Thronstreit zwischen Welfen und Staufern hat eine Frau mit heilenden Händen für mich nichts zu suchen (hier kam aber erschwerend hinzu, dass mir diese Frau auch tierisch auf den Senkel ging und ich mit den Erzählstil der Autorin einfach nicht zurecht kam). Ein positives Beispiel ist aber "Die Herrin von Hay" von Barbara Erskine (wobei ich auch hier sagen muss, dass es mein erstes Buch der Autorin war und sich die Euphorie meinerseits für die Autorin mit der Zeit und anderen Büchern von ihr abgenutzt hat). In "Die Herrin von Hay" geht es um eine Frau aus dem 20. Jh. die durch Hypnose/ Rückführungen (ich kenn mich da nicht so aus) von einem früheren Leben erfährt und es erlebt. Es handelt sich hierbei um ihr Leben in England des 13. Jahrhunderts als Ehefrau eines Adligen am Hof von John Ohneland und irgendwie gibt es zu jedem Charakter aus der Jetzt-Zeit ein passendes Äquivalent im 13. Jahrhundert und ich fand das Buch ungeheuer spannend!

Der historische Schauplatz stimmt, die wichtigsten Nebendarsteller sind real, ihre Handlungsweisen wohl eher nicht im privaten Bereich, aber im politischen schon - also: Der Kaiser war real, der Kanzler war real, die Hauptfrau war real, der Krieg mit dem Nachbarn war real... Ist das genug historische Übereinstimmung, um das Prädikat "historischer Roman" zu bekommen? Der Rest ist nicht belegbar, man kann also sagen, er entsammt meiner "Phantasie". Ist aber nicht überdreht geschrieben von wegen vollkommen unglaubwürdig. Also ich meine, sie fliegen nicht, wie man es in den chinesischen Leinwandschinken gerne tut, sie essen keinen Käse... Ihr wisst vielleicht, was ich meine...
Mir persönlich reicht es so vermutlich, kann ich Dir aber erst sagen, wenn ich das ganze Werk kenne  :-> und wie gesagt, ich stehe auf Nachwörter/ Nachworte  :kopfkratz:

Ich kenne das Buch leider nicht, aber die Info erschreckt mich... Da wäre wirklich nochmal zu erörtern, was Leser historischer Romane denn jetzt eigentlich erwarten...
Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich vermute, ich weiß, welches Buch und welche Autorin Annette meint und da kommt wohl erschwerend hinzu, dass man sich von der Autorin (auch wenn sie ihre phantastischen Romane unter einem anderen Pseudonym schreibt) einfach was anderes erwartet, bzw. einfach eine gewisse Erwartungshandlung mit ihr verbindet. Gablés "Die Siedler von Catan" wird auch von vielen Lesern kritisiert (ich persönlich fand es toll), weil es eben nicht auf hist. Tatsachen beruht und weil sie da mal etwas anderes erwartet hat. Bei RG will man als Leser möglichst genaue hist. Romane über das England des Mittelalters lesen, ich persönlich denke inzwischen, dass sie schreiben kann was sie will, denn ich fand auch den einen Krimi, den ich bislang von ihr gelesen hab und eben auch "Die Siedler" extrem toll.

Zitat von: Dante
Alles, was abweicht von der tatsächlichen Historie ist dann wohl enttäuschend?
Nein, es kommt darauf an, wie man an ein Buch rangeht, was drauf steht, was einen versprochen wird (im Klappentext). Grade Klappentexte können meiner Meinung nach total viel kaputt machen und vielleicht sollte ich mir abgewöhnen sie zu lesen. Ich bin grad am überlegen ob für Dich, Dante, nicht vielleicht sogar ein kleines Vorwort zu Deinem Buch ganz gut wäre, in dem Du kurz sagst, was überhaupt Deine Intention mit dem Buch/ den Büchern ist. Was auch so Deine Grundeinstellung ist (dass Du z.B. für Dich weißt, dass Du früher schon mal gelebt hast (ich weiß, ich drück das jetzt wieder laien-stümperhaft aus)) und dass Dein Roman einfach mehr ist, als nur ein hist. Roman bzw. dass die hist. Bestandteile des Buches nicht der Grund für Dich waren, das Buch zu schreiben, sondern dass sie sich durch das Schreiben weiterentwickelt haben. So ein Vorwort muss gar nicht lang sein und vielleicht schreckt es dann auch den ein oder anderen Leser hist. Romane ab, wenn sie glauben, nicht das zu bekommen, was sie lesen wollen, mir persönlich würde es aber bei manchen Buch helfen, mit einer anderen Einstellung an das Buch ranzugehen.

lg
kathrin

ps. das mit der Band hat geklappt (Danke für's Daumendrücken) und Deine neuen Leseproben werde ich mir hoffentlich am nächsten Wochenende zu Gemüte führen können, bin schon sehr gespannt drauf  :knuddel:
Rock the Night!

Offline Annette B.

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #3 am: 29. Januar 2008, 11:02:08 »
Hallo Ihr Lieben,

Zitat von: Dante
War schon ein sehr schöner Abend, nicht wahr?

Ein unvergessliches Highlight für mich mit Euch! :festknuddel:

Zitat von: Kathrin
Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich vermute, ich weiß, welches Buch und welche Autorin Annette meint und da kommt wohl erschwerend hinzu, dass man sich von der Autorin (auch wenn sie ihre phantastischen Romane unter einem anderen Pseudonym schreibt) einfach was anderes erwartet, bzw. einfach eine gewisse Erwartungshandlung mit ihr verbindet. Gablés "Die Siedler von Catan" wird auch von vielen Lesern kritisiert (ich persönlich fand es toll), weil es eben nicht auf hist. Tatsachen beruht und weil sie da mal etwas anderes erwartet hat. Bei RG will man als Leser möglichst genaue hist. Romane über das England des Mittelalters lesen, ich persönlich denke inzwischen, dass sie schreiben kann was sie will, denn ich fand auch den einen Krimi, den ich bislang von ihr gelesen hab und eben auch "Die Siedler" extrem toll.
 

Jaaa, du hast das hier jetzt wunderbar herauskristallisiert, was ich zum Ausdruck bringen wollte!
Das Buch hatte zwar einen hist. Hintergrund, aber die Protagonisten und Hauptakteure waren zum Teil menschlicher Natur und zum Teil Gestalten aus dem Reich der Toten bzw. der Hölle!
Es waren keine Elfen, Feen oder Zauberer, sondern sündige Nonnen  deren Seele der Zutritt zum Himmel verweigert wurde und die sich als durchschimmernde Geister bemerkbar machten. Oder eben Geschöpfe des Teufels sogn. "Homunkulus" und böse Zauberer die vom Teufel manipuliert wurden und mit Magie wiederum ihre Gegner täuschten, indem sie  z.B. verzauberte Hunde die als Torwächter u. Gefängniswärter einsetzten, und Frauen mit übersinnlichen Kräften u.s.w.

Die LR hat bei Lannie im Forum stattgefunden und ich habe mir die Rezi`s auf Amazon auch später noch genauer durchgelesen zu den Büchern von Mara Volkers.
Man kann da geteilter Meinung sein, wie immer wenn es um Bücher geht, :flirt: aber gewisse Vorwürfe sind einfach auch nicht von der Hand zu weisen. Von daher konnte ich die Bauchschmerzen der Autorin am Ende auch nachvollziehen.

Klar, die Erwartungshaltng der Leser an einen Autor spielt auch noch eine große Rolle, besonders wenn man weiß, wer hinter dem Namen Mara Volkers steckt.

Dieses Problem dürfte Dante jedoch noch nicht haben. :festknuddel:
Liebe Grüße
Annette
Liebe Grüße Annette

Offline Dante

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Re: Bücherkauf - Klappentext und Vorwort
« Antwort #4 am: 30. Januar 2008, 09:22:59 »
Hallo Kathrin,

danke für Deine Gedanken; sie waren sehr interessant.

[Fantasy]... Was eher in die Richtung geht sind dann gewisse Riten, die sich durch die Kultur und/ oder den Glauben der Figuren des Buches ergeben (Feierlichkeiten zu Samhain, Beltane etc, kulturelle Riten für die alten Götter oder ähnliches) was von mir gerne als Hokuspokus  :-> bezeichnet wird und mir oft einfach zu viel des Guten ist.

Das Wort Hokuspokus verbinde ich mittlerweile immer mit Dir und wenn ich es mal ausspreche denke ich grundsätzlich an Dich und freue mich...  :dance:

Zitat
Ein positives Beispiel ist aber "Die Herrin von Hay" von Barbara Erskine
Das Buch hattest Du mir ja damals empfohlen und es hat mir sehr gut gefallen, wenn auch mir "Die Tochter des Phoenix" besser gefallen hat. "DHvH" war eine gute Ersatzinfo, um wen es zu Anfang in "DTdPh" ging. Allgemein aber mag ich Barbara Erskine sehr.

Zitat
Mir persönlich reicht es so vermutlich, kann ich Dir aber erst sagen, wenn ich das ganze Werk kenne  :-> und wie gesagt, ich stehe auf Nachwörter/ Nachworte  :kopfkratz:
Ich werde ein Nachwort haben. Extra für Dich, Annette und meinen lieben Mann.  :-> Ich wäre da niemals auf die Idee gekommen, eines zu machen, aber ihr hattet schon Recht, man sollte Erklärungen bieten über die Zeit. Hab sogar einen Stammbaum drin und eine Landkarte, damit man weiß, wo man sich eigentlich befindet. Wie gesagt, es ist China des 11. Jahrhunderts und ich hatte selbst keine Ahnung.

Zitat
Es kommt darauf an, wie man an ein Buch rangeht, was drauf steht, was einen versprochen wird (im Klappentext). Grade Klappentexte können meiner Meinung nach total viel kaputt machen und vielleicht sollte ich mir abgewöhnen sie zu lesen.
Da kann man ein total falsches Bild bekommen, das stimmt. Ich hab meinen Klappentext an Annette "getestet" und war sehr überrascht, was sie von dem Buch erwarten würde, aufgrund der drei Sätze. Jetzt hab ich ihn verbessert und teste ihn mal an einem Menschen, der noch überhaupt nicht weiß, um was es bei mir geht. Ist halt trotzdem alles Ansichtssache und jeder empfindet den Klappentext anders. Recht machen kann man es niemandem.

Zitat
Ich bin grad am überlegen ob für Dich, Dante, nicht vielleicht sogar ein kleines Vorwort zu Deinem Buch ganz gut wäre, in dem Du kurz sagst, was überhaupt Deine Intention mit dem Buch/ den Büchern ist. Was auch so Deine Grundeinstellung ist (dass Du z.B. für Dich weißt, dass Du früher schon mal gelebt hast (ich weiß, ich drück das jetzt wieder laien-stümperhaft aus) und
Damit würde ich aber doch vorwegnehmen, dass alle meine nachfolgenden Geschichten einen Zusammenhang haben und das kommt in den Büchern selbst nicht rüber. Sie haben per se keine Gemeinsamkeit. Die versteht man erst, wenn man das letzte Buch liest. Und da ich nicht weiß, ob ich das wirklich durchhalte bzw. realisieren kann, bin ich skeptisch, ob ich das wirklich im ersten Buch bekannt geben will.
Abgesehen davon will ich eigentlich nicht nur die ansprechen, die an Reinkarnation glauben. Ich will eine Geschichte erzählen, an die ich mich - zugegeben nur szenenhahft - "erinnern" kann. Diese Art von "Sehen" ist aber nicht Thematik der Geschichte. Erwarte Dir keinen Hokuspokus, nur weil ich das Buch schreibe. Ich bin etwas stiller in diese Richtung geworden und nicht mehr die, die ich vor zwei Jahren war, die mit wehenden Fahnen und Knüppel durch die Gegend lief und schrie: Ich glaube an Reinkarnation! Glaubt mir! --- Verstehst Du, was ich meine? Ich hab es satt, Eso-Dante zu sein. Und ich will sicher nicht gleich in die Schublade "Fantasy/Paranormal" gesteckt werden, weil in meinem Vorwort meine Glaubenseinstellung stünde.

Wer mich fragt, was die Intension für mein Buch ist, dem sage ich, dass ich intensiv geträumt habe und dass mich das einfach nicht losgelassen hat. Dass ich selbst erstaunt bin, wie viel mir einfällt und dass ich in erster Linie für mich schreibe, weil ich merke, dass es Spaß macht. Wenn mich Freunde unabhängig voneinander anspornen, weiter zu machen, dann macht mich das natürlich glücklich! Und ich würde lügen, gäbe ich nicht zu, dass ich das Buch natürlich mit vielen Menschen teilen will...


Zitat
dass Dein Roman einfach mehr ist, als nur ein hist. Roman bzw. dass die hist. Bestandteile des Buches nicht der Grund für Dich waren, das Buch zu schreiben, sondern dass sie sich durch das Schreiben weiterentwickelt haben.
Das kann ich mir schon eher vorstellen. Ja, ich denke darüber nach.

Zitat
So ein Vorwort muss gar nicht lang sein und vielleicht schreckt es dann auch den ein oder anderen Leser hist. Romane ab, wenn sie glauben, nicht das zu bekommen, was sie lesen wollen.
Wie gesagt, ich will ja niemanden "abschrecken".

Zitat
Mir persönlich würde es aber bei manchen Buch helfen, mit einer anderen Einstellung an das Buch ranzugehen.
Das kann ich nachvollziehen. Wie gesagt, ich überlege mir ein paar Worte - und teste sie an Dir  :flirt:


Zitat
ps. das mit der Band hat geklappt (Danke für's Daumendrücken) und Deine neuen Leseproben werde ich mir hoffentlich am nächsten Wochenende zu Gemüte führen können, bin schon sehr gespannt drauf  :knuddel:
Freut mich, das mir der Band! Ist gut für Dich! Du klingst jetzt schon ganz anders...

Lieben Gruß
Dante

Offline Dante

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Re: Bücherkauf - Erwartungshaltung an den Autor
« Antwort #5 am: 30. Januar 2008, 09:38:20 »
Liebe Annette,

Klar, die Erwartungshaltung der Leser an einen Autor spielt auch noch eine große Rolle, besonders wenn man weiß, wer hinter dem Namen Mara Volkers steckt.

Dieses Problem dürfte Dante jedoch noch nicht haben. :festknuddel:

Oh, eine gewisse Erwartungshaltung haben manche schon, denn ich glaube doch, dass viele meinen, ich schreibe "irgend ein Eso-Buch". Das hab ich unten bei Kathrin schon angesprochen: Ich habe einfach einen gewissen Ruf als "Eso-Dante" oder manchmal auch gemeiner formuliert als "die Eso-Tante". Bin nicht gerade unschuldig daran - weiß ich - und ich merke, wie schwer es ist, so einen Ruf wieder wegzubekommen. Von daher würde ich niemals als "Dante Milano" veröffentlichen.

Aber ich wiederhole es gerne immer wieder: Das wird kein Eso-Buch, keine Geister tauchen auf, keine Toten sprechen. Es wird indirekt übersinnlich kommuniziert, aber in einem Rahmen, den selbst heutzutage jeder Mensch im Alltag erlebt: Man denkt plötzlich an jemanden und wenig später ruft er an oder man begegnet ihm beim Einkaufen. So in der Art...
Es wird keine Rituale geben etc. Es ist kein Zimmer-Bradley, keine Erskine etc.
Es ist einfach nur die Geschichte einer jungen Frau im China des 11. Jahrhunderts, die sich nicht alles gefallen lässt; die anders ist, weil ihre Eltern die neuaufkommende Mode des Füßeabbindens nicht an ihr praktiziert haben; die schlagartig erwachsen werden muss und dennoch ein relativ glückliches Leben lebt.
Ich weiß nur noch nicht, wie es endet: Ist sie tot, wenn ihr die letzte Seite umgeblättert habt, oder lebt sie doch noch?

So, jetzt mach ich mal weiter...
Lieben Gruß
Dante

Offline illi

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #6 am: 30. Januar 2008, 09:51:25 »
Hallo liebe Dante und liebe Kathrin und Anette!

Im Moment verstehe ich noch nicht wirklich, wie ihr darauf kommt, überhaupt in ihrem Buch zu erwähnen, dass Dante die "Eso-Dante" ist. Als aussenstehende hatte ich gänzlich NICHT das Gefühl, dass das Buch/die Bücher irgentetwas damit zu tun hätte/n.

Insbesondere verfälscht vielleicht die Erwähnung sogar die Einstellung vom Leser, ich war bisher wirklich davon ausgegangen, dass es sich um ein Mischmasch mit historischen Bezug handelt. Dass du Dante deine Geschichte geträumt hast habe ich einerseits gar nicht mitbekommen und anderseits ist es auch keine wirklich wichtige Information für mich, da es doch auf den Inhalt ankommt und nicht die Entstehung,oder?

Aber ein Vor- und Nachwort finde ich persönlich immer sehr spannend und schön, ich kann mich beim Vorwort immer noch entscheiden, ob ich mich auf die Geschichte einlassen möchte, beim Nachwort kommen noch mal die persönlichen Gedanken des Autors zum Ausdruck, die vielleicht noch zur Aufklärung einiger Fakten genutzt werden können uuuund dort findet eine PERSÖNLICHE Ansprache zum Leser statt, meistens lege ich dann das Buch mit einen Lächeln und einem befriedigten Gefühl beiseite. Da ich allein die Informationen des Nachwortes mit dem Autor teile---total meschucke, gelle?


Also, in der Summe gehört ein Vor und Nachwort für mich zu einem Buch dazu und ich würde mich freuen, eines bei dir zu finden!

Liebe Grüße

illi

Offline Kathrin

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Re: Bücherkauf - Klappentext und Vorwort
« Antwort #7 am: 30. Januar 2008, 12:42:24 »
Zitat
Mir persönlich reicht es so vermutlich, kann ich Dir aber erst sagen, wenn ich das ganze Werk kenne  :-> und wie gesagt, ich stehe auf Nachwörter/ Nachworte  :kopfkratz:
Ich werde ein Nachwort haben. Extra für Dich, Annette und meinen lieben Mann.  :-> Ich wäre da niemals auf die Idee gekommen, eines zu machen, aber ihr hattet schon Recht, man sollte Erklärungen bieten über die Zeit. Hab sogar einen Stammbaum drin und eine Landkarte, damit man weiß, wo man sich eigentlich befindet. Wie gesagt, es ist China des 11. Jahrhunderts und ich hatte selbst keine Ahnung.
Stammbaum und Landkarte, Du bist die Beste  :-B

Zitat
Es kommt darauf an, wie man an ein Buch rangeht, was drauf steht, was einen versprochen wird (im Klappentext). Grade Klappentexte können meiner Meinung nach total viel kaputt machen und vielleicht sollte ich mir abgewöhnen sie zu lesen.
Da kann man ein total falsches Bild bekommen, das stimmt. Ich hab meinen Klappentext an Annette "getestet" und war sehr überrascht, was sie von dem Buch erwarten würde, aufgrund der drei Sätze. Jetzt hab ich ihn verbessert und teste ihn mal an einem Menschen, der noch überhaupt nicht weiß, um was es bei mir geht. Ist halt trotzdem alles Ansichtssache und jeder empfindet den Klappentext anders. Recht machen kann man es niemandem.
Damit hast Du recht, dass man eh nie allen rechtmachen kann, deshalb solltest Du es in erster Linie Dir selbst recht machen und wenn Du ein paar unserer Tips für gut und brauchbar empfunden hast, umso besser! Finde ich cool, dass Du das mit dem Klappentext ausprobiert hast! Schlaue Idee!

Zitat
Ich bin grad am überlegen ob für Dich, Dante, nicht vielleicht sogar ein kleines Vorwort zu Deinem Buch ganz gut wäre, in dem Du kurz sagst, was überhaupt Deine Intention mit dem Buch/ den Büchern ist. Was auch so Deine Grundeinstellung ist (dass Du z.B. für Dich weißt, dass Du früher schon mal gelebt hast (ich weiß, ich drück das jetzt wieder laien-stümperhaft aus) und
Damit würde ich aber doch vorwegnehmen, dass alle meine nachfolgenden Geschichten einen Zusammenhang haben und das kommt in den Büchern selbst nicht rüber. Sie haben per se keine Gemeinsamkeit. Die versteht man erst, wenn man das letzte Buch liest. Und da ich nicht weiß, ob ich das wirklich durchhalte bzw. realisieren kann, bin ich skeptisch, ob ich das wirklich im ersten Buch bekannt geben will.
Okay, das ist ein Argument, das zählt und das ich dann gut verstehen kann.

Abgesehen davon will ich eigentlich nicht nur die ansprechen, die an Reinkarnation glauben. Ich will eine Geschichte erzählen, an die ich mich - zugegeben nur szenenhahft - "erinnern" kann. Diese Art von "Sehen" ist aber nicht Thematik der Geschichte. Erwarte Dir keinen Hokuspokus, nur weil ich das Buch schreibe. Ich bin etwas stiller in diese Richtung geworden und nicht mehr die, die ich vor zwei Jahren war, die mit wehenden Fahnen und Knüppel durch die Gegend lief und schrie: Ich glaube an Reinkarnation! Glaubt mir! --- Verstehst Du, was ich meine? Ich hab es satt, Eso-Dante zu sein. Und ich will sicher nicht gleich in die Schublade "Fantasy/Paranormal" gesteckt werden, weil in meinem Vorwort meine Glaubenseinstellung stünde.
Auch da hast Du recht und ich verstehe Dich! Zudem hat sich der Gedankt mit dem Argument, dass Du ja noch nicht weißt, ob Du Dein Projekt bis zum Schluss durchhältst und dass der Zusammenhang erst im letzten Band klar würde, für mich damit auch erledigt.

Zitat
So ein Vorwort muss gar nicht lang sein und vielleicht schreckt es dann auch den ein oder anderen Leser hist. Romane ab, wenn sie glauben, nicht das zu bekommen, was sie lesen wollen.
Wie gesagt, ich will ja niemanden "abschrecken".
Verstanden und ad acta gelegt  :knuddel:

Zitat
Mir persönlich würde es aber bei manchen Buch helfen, mit einer anderen Einstellung an das Buch ranzugehen.
Das kann ich nachvollziehen. Wie gesagt, ich überlege mir ein paar Worte - und teste sie an Dir  :flirt:
:-) :-B

Zitat
ps. das mit der Band hat geklappt (Danke für's Daumendrücken) und Deine neuen Leseproben werde ich mir hoffentlich am nächsten Wochenende zu Gemüte führen können, bin schon sehr gespannt drauf  :knuddel:
Freut mich, das mir der Band! Ist gut für Dich! Du klingst jetzt schon ganz anders...
Ja, ich weiß, ich merks an mir selbst auch extrem. Ich sing wieder vor mich hin, lach wieder und fang schon an, alles wieder viel lockerer zu nehmen. Da sieht man mal, wie viel mir die Musik/ Band einfach gibt. Der ganze Stress, der damit verbunden ist (lange Fahrt zur Probe, Probezeit, Auftritte) ist zwar zeitlich bedingt Stress, ja, weil es viel Zeit schluckt, aber es stellt einen extrem positiven Einfluss auf mein Leben dar, es macht mir das Leben einfach viel lebenswerter.

Im Moment verstehe ich noch nicht wirklich, wie ihr darauf kommt, überhaupt in ihrem Buch zu erwähnen, dass Dante die "Eso-Dante" ist. Als aussenstehende hatte ich gänzlich NICHT das Gefühl, dass das Buch/die Bücher irgentetwas damit zu tun hätte/n.
Huhu illi,

sorry, aber findest Du es wirklcih so abwegig? Ich wollte das Buch auch nicht als Eso-Dante-Buch "abstempeln", aber ich hab Dante ein wenig kennenlernen dürfen, habe oft genug frühere Postings von ihr gelesen und weiß, dass sie von sich sagt, dass sie früher schon gelebt hat. Ich weiß außerdem, dass sie ihre "Erinnerungen an ihre früheren Leben" in ihr mehrbändiges Roman-Projekt einfließen lassen will. Insofern hätte ich es nicht abwegig gefunden, wenn sie das deutlicher in ihrem Buch/ ihren Büchern zur Sprache gebracht/ thematisiert hätte. Aber Dante hat ja jetzt klar gemacht, dass dem nicht ist und damit ist es auch gut! Du hast recht, für jemanden der Dante so gar nicht kennt, kommt die frühere "Eso-Dante" mit dem Buch nicht rüber, aber wie gesagt, ich "kenne" halt auch noch die "Eso-Dante" und es hätte mich nicht gewundert, wenn es eingeflossen wäre. Ich hoffe es fühlt sich mit meinem Geschreibsel jetzt niemand auf den Schlips getreten, falls ich mich jetzt flapsig ausgedrückt haben sollte, war keine böse Absicht.

lg
kathrin
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Offline Hans

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #8 am: 30. Januar 2008, 15:18:10 »
Hallo Ihr Hübschen,

in dem Buch übers Romane schreiben von James N. Frey heisst es, das jedes Buch eine Prämisse braucht, d.h. eine Aussage. Und wenn ich Eure Beiträge von heute Vormittag so lese, fällt mir auf, das sich die Diskussion eigentlich genau darum dreht. Ihr sucht nach der Prämisse, die das Buch interessant macht.

Und @Dante: Ich hab kürzlich in einem Buch von Sabrina Fox gelesen, das von sich behauptet, eine Zeit lang auf einer Welle des "esotherischen Grössenwahns" geritten zu sein. Jetzt ist sie davon anscheined runter. So ähnlich scheint es bei Dir auch zu sein. Du bist anscheinend auch auf der Welle des esotherischen Grössenwahns geritten, und suchst jetzt den Weg in ruhigeres Fahrwasser. Ich wünsch Dir viel Erfolg dabei, und auch das Dein Buchprojekt erfolgreich wird.
(Du hast mich ja jedenfalls überholt, weil ich immer noch an der Welt bastele, in der mein Roman spielen soll.)

:winken:
Hans
Man muß nicht alles wissen, aber man sollte wissen, wo es steht.
Zum Beispiel hier: Infoportal Deutschland & Globalisierung oder Nachdenkseiten

Offline illi

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Re: Bücherkauf - Klappentext und Vorwort
« Antwort #9 am: 30. Januar 2008, 16:16:24 »
Im Moment verstehe ich noch nicht wirklich, wie ihr darauf kommt, überhaupt in ihrem Buch zu erwähnen, dass Dante die "Eso-Dante" ist. Als aussenstehende hatte ich gänzlich NICHT das Gefühl, dass das Buch/die Bücher irgentetwas damit zu tun hätte/n.
Huhu illi,

sorry, aber findest Du es wirklcih so abwegig? Ich wollte das Buch auch nicht als Eso-Dante-Buch "abstempeln", aber ich hab Dante ein wenig kennenlernen dürfen, habe oft genug frühere Postings von ihr gelesen und weiß, dass sie von sich sagt, dass sie früher schon gelebt hat. Ich weiß außerdem, dass sie ihre "Erinnerungen an ihre früheren Leben" in ihr mehrbändiges Roman-Projekt einfließen lassen will. Insofern hätte ich es nicht abwegig gefunden, wenn sie das deutlicher in ihrem Buch/ ihren Büchern zur Sprache gebracht/ thematisiert hätte. Aber Dante hat ja jetzt klar gemacht, dass dem nicht ist und damit ist es auch gut! Du hast recht, für jemanden der Dante so gar nicht kennt, kommt die frühere "Eso-Dante" mit dem Buch nicht rüber, aber wie gesagt, ich "kenne" halt auch noch die "Eso-Dante" und es hätte mich nicht gewundert, wenn es eingeflossen wäre. Ich hoffe es fühlt sich mit meinem Geschreibsel jetzt niemand auf den Schlips getreten, falls ich mich jetzt flapsig ausgedrückt haben sollte, war keine böse Absicht.


Hallo Liebes!

In den Leseproben, die ich gelesen habe, kam das halt nicht so an, dass sie ihre persönlichen Erinnerungen an ein früheres Leben einfließen läßt, und es hat somit für mich keine große Bedeutung. Du hast wahrscheinlich wieder viel mehr "Background" und es gehört für dich dazu *lach*, aber wenn du all das beiseite schiebst, du "unsere Dante" nicht kennen würdest und ausschließlich die Auszüge aus einem der Bücher gelesen hättest, würdest du dann immer noch so darüber denken?..... und meine Liebe, ich fühle mich nix auf Schlips getreten, obwohl du mich vielleicht gar nicht meintest :kopfkratz:

Das war das, was ich mit diesen Schubladen meinte, viel zu oft wird der Mensch im Besonderen und anderes, wie Bücher sortiert, abgelegt und ganz selten schaut man mal aus der Sparte drüber hinaus. Ich weiß, dass ich total vom Thema abschweife, aber ich werfe das jetzt einfach mal so ein.

Ich weiß ja auch, dass es zum Verkauf in ein bestimmtes Regal gesteckt werden muß, damit es der Kunde auch wirklich findet (wenn ich DAS nicht wüßte, hätte ich den falschen Job  :-) ) bzw. dorthin geleitet wird.

Trotzdem ist es mir halt leid und ich möchte es dir an einem ganz leichten aber sehr typischen Beispiel klar machen, WAS genau ich meine.

Speisesalz! Du gehst in den Supermarkt und möchtest Speisesalz kaufen, wo gehst du hin?

Lösung a) Zum Zucker
Lösung b) Zu den Gewürzen
Lösung c) zum Marktleiter, um nachzufragen, weil du es bei a + b nicht findest, der leitet dich zu Essig/Öl.

Ich könnte noch ein paar Beispiele nennen, wo es platziert werden könnte... :-), davon ab, könnte man es an all diesen Punkten platzieren (eine sogenannte mehrfachplatzierung), aber dadurch hast du weniger Platz für andere Produkte.

Egal, wo es platziert wird, jeder Mensch hat in seinem Kopf eine ganz andre Zuordnung für Salz, wie der, der ihn eingeräumt hat.

Ähnlich ist es doch auch bei Büchern, für den einen ist es ein Histo, andere sehen einen Liro darin usw. Jeder erkennt für sich etwas anderes in einem Buch, der Schwerpunkt wird eigentlich vom Leser festgelegt und wenn viele Leser der gleichen Meinung sind, kommt es automatisch in DIESE Schublade.
Ich hoffe, ich habe mich jetzt etwas verständlicher ausgedrückt.

Liebe Grüße

illi
P.S. Ich schließe mich übrigens Dantes Meinung über deine momentane Verfassung an, ich spüre deine Fröhlichkeit förmlich

Offline Dante

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Re: Bücherkauf - Klappentext und Vorwort
« Antwort #10 am: 30. Januar 2008, 16:46:46 »
Liebe Kathrin,

Ich wollte das Buch auch nicht als Eso-Dante-Buch "abstempeln", aber ich hab Dante ein wenig kennenlernen dürfen, habe oft genug frühere Postings von ihr gelesen und weiß, dass sie von sich sagt, dass sie früher schon gelebt hat. Ich weiß außerdem, dass sie ihre "Erinnerungen an ihre früheren Leben" in ihr mehrbändiges Roman-Projekt einfließen lassen will. Insofern hätte ich es nicht abwegig gefunden, wenn sie das deutlicher in ihrem Buch/ ihren Büchern zur Sprache gebracht/ thematisiert hätte. ... Du hast recht, für jemanden der Dante so gar nicht kennt, kommt die frühere "Eso-Dante" mit dem Buch nicht rüber, aber wie gesagt, ich "kenne" halt auch noch die "Eso-Dante" und es hätte mich nicht gewundert, wenn es eingeflossen wäre. Ich hoffe es fühlt sich mit meinem Geschreibsel jetzt niemand auf den Schlips getreten, falls ich mich jetzt flapsig ausgedrückt haben sollte, war keine böse Absicht.
He, den Ausdruck "Eso-Dante" hab ich wieder ins Spiel gebracht, Du musst Dich also nicht entschuldigen, wenn Du ihn aufgreifst - wobei ich gerade nicht finden kann, dass Du das wirklich tust...

Ich bin der Einzige, der sich auf den Schlips getreten fühlen dürfte, denn ich bin Dante --- und he: Ich fühle mich NICHT getreten.  :-B
Ich meinte mit Eso-Tante nicht Dich - Ich weiß gar nicht, ob es diese Damen hier überhaupt noch gibt... Schnee von gestern, bereits getaut und ins Grundwasser geflossen - von dorthin in die Klospülung...  :funkey:

Ich freue mich sehr über die Diskussion mit Euch und ihr motiviert mich immer so schön. Hab heute wieder einen Batzen losgelassen und hätte fast vergessen, mein Kind vom Kindergarten abzuholen... Es floss so schön...

:winken:
Dante


Offline Dante

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #11 am: 30. Januar 2008, 16:54:16 »
Liebe Illi,

Insbesondere verfälscht vielleicht die Erwähnung sogar die Einstellung vom Leser, ich war bisher wirklich davon ausgegangen, dass es sich um ein Mischmasch mit historischen Bezug handelt. Dass du Dante deine Geschichte geträumt hast habe ich einerseits gar nicht mitbekommen und anderseits ist es auch keine wirklich wichtige Information für mich, da es doch auf den Inhalt ankommt und nicht die Entstehung, oder?
Nachdem mein erstes Werk tatsächlich ein "Eso-Buch" war, welches meine Mutter am liebsten weggesperrt in einem Schrank sehen würde - Thema "esoterischer Größenwahn"  :wieher: - wollte ich das Ganze wirklich in "normalen" Gewässern bleiben.


Zitat
Aber ein Vor- und Nachwort finde ich persönlich immer sehr spannend und schön, ich kann mich beim Vorwort immer noch entscheiden, ob ich mich auf die Geschichte einlassen möchte, beim Nachwort kommen noch mal die persönlichen Gedanken des Autors zum Ausdruck, die vielleicht noch zur Aufklärung einiger Fakten genutzt werden können uuuund dort findet eine PERSÖNLICHE Ansprache zum Leser statt, meistens lege ich dann das Buch mit einen Lächeln und einem befriedigten Gefühl beiseite. Da ich allein die Informationen des Nachwortes mit dem Autor teile --- total meschucke, gelle?
Nee, ich find das schön. Nichts ist doch schöner, wenn der Leser das Buch weglegt, sich freut und das nächste Buch auch gerne lesen würde.

Worin liegt bei Dir eigentlich der Unterschied zwischen Klappentext und Vorwort? Was soll in ein Vorwort?
Mein Nachwort hab ich in den Blog http://gabaldoni.twoday.net/ gesetzt, ihr könnt gerne mal testlesen...

LG
Dante
« Letzte Änderung: 30. Januar 2008, 16:58:55 von Dante »

Offline Dante

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #12 am: 30. Januar 2008, 17:08:33 »
Hallo Hans,

Ich hab kürzlich in einem Buch von Sabrina Fox gelesen, das von sich behauptet, eine Zeit lang auf einer Welle des "esotherischen Grössenwahns" geritten zu sein. Jetzt ist sie davon anscheined runter. So ähnlich scheint es bei Dir auch zu sein.
Naja, es war ein Meer mit mal höheren mal niedrigeren Wellen, teilweise viel Wahn- teilweise viel Sinn dabei. Ich möchte es nicht missen, denn es hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin und ich will nicht ausschließen, dass dieser Teil vielleicht eines Tages wieder eine größere Rolle spielt. Dann bin ich aber so gesetzt *totlach*, dass ich nicht mehr die Bewunderung anderer brauche bzw. andere auf Größenwahnspodeste stelle, weil ich mir einreden lasse, ich sei nichts und der andere alles...

Mein Buchprojekt hilft mir dabei, ein paar Bausstellen zu bearbeiten - aber das in einer Art, wie es vom Leser nicht bemerkt wird, weil er einfach eine schöne Geschichte lesen wird - schön liegt hier natürlich im Auge des Betrachters :zwinker:

Zitat
Du hast mich ja jedenfalls überholt, weil ich immer noch an der Welt bastele, in der mein Roman spielen soll.
Naja, ich laufe mit dieser Geschichte immerhin schon  :kopfkratz: zwei Jahre herum. Ich schreibe jetzt konkret seit Oktober, so richtig an der Min-Tau-Geschichte seit November, glaub ich. Ich glaube, wenn ich im Oktober erst angefangen hätte, mir Gedanken zu machen, wäre ich heute auch noch nicht so weit...
Abgesehen davon befinden wir uns doch in keinem Wettrennen, oder?

LG
Dante

Offline illi

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Re: Bücherkauf - nach welchem Kriterium?
« Antwort #13 am: 30. Januar 2008, 17:40:59 »

Worin liegt bei Dir eigentlich der Unterschied zwischen Klappentext und Vorwort? Was soll in ein Vorwort?
Mein Nachwort hab ich in den Blog http://gabaldoni.twoday.net/ gesetzt, ihr könnt gerne mal testlesen...


Liebe Dante!

Worin liegt der Unterschied :kopfkratz: ?

Der Klappentext steht wie der Name sagt auf der Klappe, eine sehr grobe Inhaltsangabe beeinhalten und soll mich mit drei-vier Sätzen neugierig machen.

Das Vorwort soll für mich schon ein Stück weitergehen, kann auch losgelöst von der eigentlichen Geschichte sein, aber eigentlich eine Erläuterung des Sinnes des Stückes beeinhalten, ich möchte sozusagen sofort wissen, warum dieses Vorwort so in der Form geschrieben steht und hoffe, durch Lesen der Geschichte die Lösung des Vorwortes zu bekommen. Das Vorwort kann von mir aus aus, aus ein paar Sätzen, Gedichten o.ä. oder aus 30 Seiten Einleitung bestehen.

Ja und dann kommt die Geschichte - der Hauptteil- und nachfolgend der Epilog. Im Wikipedia habe ich übrigens ein paar treffende Worte dazu gefunden: ...und sollte meist Gedanken des Dichters ausdrücken...  Jaaaa, genau, seine persönlichen Worte zum Werk sind es , die mir wichtig sind.

Liebe Grüße  illi

Offline Kathrin

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Re: Bücherkauf - Klappentext und Vorwort
« Antwort #14 am: 30. Januar 2008, 20:02:42 »
Hallo illilein,

In den Leseproben, die ich gelesen habe, kam das halt nicht so an, dass sie ihre persönlichen Erinnerungen an ein früheres Leben einfließen läßt, und es hat somit für mich keine große Bedeutung. Du hast wahrscheinlich wieder viel mehr "Background" und es gehört für dich dazu *lach*, aber wenn du all das beiseite schiebst, du "unsere Dante" nicht kennen würdest und ausschließlich die Auszüge aus einem der Bücher gelesen hättest, würdest du dann immer noch so darüber denken?..... und meine Liebe, ich fühle mich nix auf Schlips getreten, obwohl du mich vielleicht gar nicht meintest :kopfkratz:
Weißt Du, ich hab das aus den Leseproben auch nicht rausgelesen, aber ich hab Dante viele, viele Fragen nach dem Lesen der Leseproben gestellt und hab viele, viele Antworten bekommen. Und ich hatte mit meinen damaligen Fragen auch nicht die Absicht, Dante in die Eso-Ecke abzuschieben, ich war einfach nur verflixt neugierig und hab Dinge gefragt, wie
Zitat
"Was schwebt Dir genau vor? Eine reine Liebesgeschichte, ein historischer Roman, mystische Dinge? Ein Gemisch? Ich frag mich das deshalb, weil ich vor allem wissen will, wie Du auf China und dann auf das 11. Jahrhundert gekommen bist? Gab es die Song-Dynastie wirklich (bin grad zu faul zu googlen bzw. in wikipedia zu gucken)? Und wie recherchierst Du, Du wirst ja vermutlich nicht grad oft nach China reisen können? ...
Tja und Dante hat viiiiiiieeeeeeeel geantwortet und mich noch neugieriger gemacht. Insofern hab ich zwar Dein Salz-Beispiel und die Schubladensache verstanden, aber den Zusammenhang nicht ganz begriffen, aber is jetzt ja eigentlich auch gut und schön, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Ich bin manchmal so plump wenn ich was von mir lass und mein das eigentlich nie so, wie es jemand anderes vielleicht auffassen könnte.

@Dante: die von mir immer noch nicht gelesenen "neuen" Leseproben und das Nachwort druck ich mir morgen oder übermorgen mal aus und führ sie mir am Wochenende zur Gemüte, ich lese nicht so gerne am PC.

lg und *DanteundillifestdurchdasWebknuddel*  :festknuddel:
kathrin
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