Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

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Offline AnjaB

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #15 am: 13. Mai 2008, 21:18:35 »

Hallo Kassandra,
über gewisse Vorschläge die für mich immer auf Weltfremdheit schließen lassen.
In dem "Nie mehr Chaos" sollte man sich ein Wäschezentrum errichten neben der Waschmaschine mit einem Tisch um gleich die Wäsche zusammenlegen(was für Wohnungen stellt die sich vor) zu können und Morgens gibt die Familie die Wäsche ab um sie Abends gewaschen wieder abholen zu können  :meckern: :doof:

Naja ich freue mich jetzt auf das Feng Shui Buch und werde mal sehen was sich damit machen lässt.

LG
AnjaB

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Antoine de Saint-Exupéry

Offline Hans

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #16 am: 14. Mai 2008, 02:52:18 »
Hi Kassandra,

Dein Beitrag ist wirklich interessant, aber ich glaube nicht, dass das Buch was für mich ist. Ich muss erst mal so entrümpeln und sortieren. Danach wird meine Bude zwar immer noch überfüllt sein, aber nicht mehr so sehr, wie zur Zeit. Doch der Reihe nach:

seid ihr noch da draußen?
Na klar.  :flirt:

Zitat von: Kassandra
Dadurch, dass ich alle paar Jahre umziehe und jedes Mal wieder ausmiste, bin ich auf das meiste schon selbst gekommen. Beispielsweise wie entlastend es ist, Dinge zu entsorgen, mit denen man negative Erinnerungen verbindet.
So nach dem Motto: "Gut, das ich diesen Kram endlich los bin." ?

Zitat von: Kassandra
Das war damals überraschend, wie viel diese paar Kleinigkeiten ausmachen. Oder dass man nicht sagt "Ich habe gar nichts anzuziehen!", weil man zu wenig Zeug hat, sondern weil es zu viel ist. Das hab ich alles schon selbst herausgefunden.
Das ist interessant. Vor allem, weil es den Aussagen der Modezeitschriften diametral entgegen steht, die insbesondere Euch Frauen immer weis machen wollen, das man gar nicht genug Klamotten im Schrank haben kann.

Zitat von: Kassandra
einen Rucksack und eine Kiste voll Flohmarktzeug.
Also mit Flohmärkten scheinst Du ja eine Menge Erfahrungen zu haben...  :rollen:

Zitat von: Kassandra
Stattdessen habe ich aus dem Buch eher Anregungen gezogen dafür, wie ich mein Zeug besser unterbringen und sortieren kann. Beispielsweise zusammen zu tun, was zusammen gehört.
Also da bin ich ja bisher der Meinung, das ich das sowieso tue.

Zitat von: Kassandra
Und den Kleiderschrank habe ich auch nochmal ausgeräumt und alles neu sortiert. Nicht nach Farben, was ich zuerst total putzig fand, mir aber für meinen Kleiderschrank nicht sinnvoll erschien.
To be honest: Das erscheint mir auch nicht Sinnvoll. Ausserdem würde es mMn erst Sinn ergeben, sobald man eine "kritische Masse" an Klamotten hat. Und dann stellt sich sowieso die Frage, ob ein begehbarer Kleiderschrank nicht besser wäre.

Zitat von: Kassandra
Stattdessen habe ich ein Fach für besondere Gelegenheiten (Theaterbesuch, Vorträgehalten und Co), ein Fach mit Bürokleidung und ein Fach mit Freizeitkleidung. Mal sehen, wie es sich bewährt. Bisher habe ich den Eindruck, dass ich besser sehe, was ich zusammen anziehen kann.
Das klingt für mich auch nach einer sinnvollen Einteilung, und scheint sich auch zu bewähren.

Zitat von: Kassandra
Ich habe immer noch einige Dinge doppelt für den Fall, dass ich sie mal brauchen kann. Damit offenbare ich natürlich meinen Mangel an Vertrauen an das Universum.
Quark! - Bei manchen Dingen kann es gar nicht Schaden, wenn man sie doppelt hat. - Ausserdem hast Du weiter unten ja noch was von "Paarweise" geschrieben...

Zitat von: Kassandra
Ich fand auch Leute, die ihr Zeug ohne mit der Wimper zu zucken einfach in den Müll werfen können (insbesondere Geschenke von anderen), ziemlich herzlos. Und finde ich immer noch, obwohl ich das Buch gelesen habe.
Also solche Leute finde ich auch Herzlos, vor allem bei Geschenken. Schliesslich haben sich die Schenkenden ja irgendwas dabei gedacht, als sie es ausgesucht haben.

Zitat von: Kassandra
Ich brauche einfach auch Zeit, um mich von meinen Dingen zu verabschieden, wenn sie mir ans Herz gewachsen sind. An manchen Dingen hängen ja auch Hoffnungen und Pläne für die Zukunft, die man vielleicht wirklich nie erfüllt. Aber sie einfach aufzugeben finde ich auch schwierig, dieser Entschluss muss reifen. Da muss das Universum eben etwas auf mich warten.
Ich denke, das Universum hat einen längeren Atem, als sich das manche Menschen auch nur in entferntesten vorstellen können. Ausserdem ist es auch gar nicht gut, bestimmte Entscheidungen übers Knie zu brechen. Die brauchen einfach Zeit zum reifen.

Zitat von: Kassandra
Kurz nach dem Umzug auszumisten fällt mir immer am leichtesten. Man nimmt sowieso alles in die Hand und überlegt, wo man es hin steckt. Dann kann man auch gleich überlegen, ob die Flohmarktkiste der richtige Ort dafür ist. Außerdem ist man ohnehin auf Neuanfang eingestimmt.
Ah ja. Sehr interessant.

Zitat von: Kassandra
Es gibt ständig Leute, die mir erstens einreden wollen, ich müsse dies oder das wegwerfen und zweitens ich müsse mir dies oder das kaufen. Nur mal Beispiel Geschirr: Bei mir gibt es nur eine Sorte kleiner Löffel, während mir Freunde weiß machen wollten, dass man mindestens Kaffee-, Tee- und Eislöffel braucht (plus Kuchengabeln, was ich auch nicht habe).
Was ist denn der Unterschied zwischen Tee- und Kaffeelöffeln??  :kopfkratz: Und Eislöffel sind doch die mit dem extralangen Stiel, oder nicht?

Zitat von: Kassandra
Außerdem wird regelmäßig gemosert, weil ich nur wenige Sorten Gläser habe. Gäste haben sich schon geweigert, Rotwein aus Saftgläsern zu trinken und sind dann lieber beim Saft geblieben.

 :doof:

Zitat von: Kassandra
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich keine Likörgläser besitze, sondern Likör aus Schnapsgläsern trinke. Und die habe auch nur, weil ich sie geerbt habe. Likör und Schnaps aus dem Saftglas, das fand ich vorher total kultig. *gg*
Wirft es eigentlich ein schlechtes Licht, auf mein Wissen über Umgangsformen, wenn ich nicht mal weis, wie Likörgläser aussehen?
Oder bin ich damit entschuldigt, das ich Antialkoholiker bin, und deshalb einen Bogen um jedes Getränk mache, das mehr als Null Prozent Alkohol enthält?

Zitat von: Kassandra
Und ich hege den ganz starken Verdacht, dass diejenigen, die mich sowohl unter Druck setzen, mein bisheriges Hab und Gut wegzuwerfen, als auch mir Neues nach ihrem Geschmack zu kaufen, damit Macht über mein Leben erringen wollen.
Das kann gut sein, das finde ich gar nicht mal so abwegig.

Zitat von: Kassandra
Meine Wohnung soll nach ihrem Geschmack eingerichtet sein, mein eigener - zugegeben etwas exotischer, spartanischer - soll ausradiert werden.
Lass Dir da bloss nichts einreden! Du bist ein Individuum, dessen Persönlichkeit sich eben auch in der Einrichtung der Wohnung ausdrückt. Da fällt mir ein: Elizabeth George hat in ihrem Buch übers Romane schreiben ein sehr ausführliches Kapitel über indirekte Charakterbeschreibungen drin, und die funktionieren eben auch über die Beschreibung der Wohnung oder des Hauses.

Zitat von: Kassandra
Ich habe mir meine gesamte Einrichtung angesehen und beschlossen, dass sie genau so ist wie sie mir entspricht. Nichts passt zum anderen, lauter Anquitäten wetteifern damit, wer am ältesten ist. Blau steht neben Orange, Alt neben Neu, Groß neben Klein, holländische Souvernirs neben thailändischen. Aber das ist schon richtig so. Das bin ICH.
Klingt interessant.  :zwinker: Kommt mir im übrigen ziemlich bekannt vor, ist bei mir nämlich ähnlich.

Zitat von: Kassandra
Suspekt finde ich das Gerede von Energieströmen. Ich denke nicht, dass irgendwelche Energien durch meine Wohnung strömen. Was dort strömt, das bin ich und ich finde es schon wichtig, selbst gut strömen zu können. :-)
*grins* Da schlägt das Weltbild durch, das einem ein Physikstudium so nebenbei noch vermittelt...  :->

Zitat von: Kassandra
Zu den BHs: Als Physikerin halte ich es für durchaus sinnvoll zu befürchten, dass BH-Schnallen Elektrosmog verstärken. :-( Ich habe aber eine Lösung dagegen: Es gibt ja auch Bustiers, die sind vollkommen ohne Metall.
Ähh ein BH mit Schnallen? - Etwa so wie Schnallen am Schuh??
Oder versteh ich da jetzt was grundsätzlich falsch?

Zitat von: Kassandra
Nur frage ich mich jetzt, ob Metallohrringe, Ketten, Armbanduhren und so weiter nicht genau denselben Effekt haben. Folgerichtigerweise wohl schon. Hilfe!!! Ab sofort nur noch Plastikperlen an Bindfaden.
Wahrscheinlich wäre eine EMV-Prüfung mit den auf Dich geeichten Grenzwerten sinnvoller.  :angel:

Zitat von: Kassandra
Abschließend aber noch ein Punkt, den ich wichtig finde. ... Ich bin über die christliche Schiene zum Entrümpeln gekommen. In der christlichen Tradition weiß man schon lange, dass es frei macht, wenn man sich von seinem Reichtum trennt und irdische Güter wenig wichtig nimmt. Siehe Jesus, Benedikt, Bettelorden.
:hmschild: Jesus okay, Benedikt kenn ich nicht, aber die Bettelorden haben es meiner Meinung nach mit der Armut übertrieben.

Zitat von: Kassandra
Die christiliche Religion hat eher den Ruf genussfeindlich zu sein. Christliche Bescheidenheit ist Selbstmarterung, Feng Shui Bescheidenheit ist Wellness? Finde ich so nicht richtig!
Ich auch nicht. Ich finde, Selbstmaterung ist Unfug. Denn es nützt einem ja nichts, wenn man danach den Körper kaputt hat, und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. (Falls die Seele so eine Erfahrung machen will, hat sie meiner Meinung nach bessere Möglichkeiten dazu.)
Ansonsten ist der Ruf der Genussfeindlichkeit der christlichen Religion ja nicht neu. Das liegt aber weniger an der Religion selbst, als vielmehr an den religiösen Führern oder ihrer "Chefinterpretierer".

Zitat von: Kassandra
Und wem darf ich das Buch jetzt schicken? Hans?
Nö, mir nicht. Wie Eingangs schon geschrieben sehe ich doch lieber erst mal zu, das ich meinen Kram selber entrümpelt und sortiert kriege.

:winken:
Hans


P.S. So, ich hoffe, der Beitrag bleibt erhalten, und mein Rechner stürzt nicht wieder ab, wie heute schon mal geschehen kurz bevor die Antwort fertig war...  :gr:
Man muß nicht alles wissen, aber man sollte wissen, wo es steht.
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Offline Kassandra

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #17 am: 16. Mai 2008, 13:24:38 »
Hallo Anja,

so konkret ist das Buch nicht, sondern zeigt eher Prinzipien auf. Die kann man dann passend anwenden.
Da ich es hinein interpretieren wollte, habe ich da auch mitgekriegt, dass das eigene Gefühl ein Maßstab ist.
Wenn ich mich von etwas nicht trennen kann und mich mit dem Gerümpel belaste, dann will offensichtlich meine Seele noch etwas lernen.
Ähm, ja, vermutlich.
 
Dass man Dreckwäsche nicht im Schlafzimmer aufbewahren soll, stand da auch. Denn erstens ist das Schlafzimmer sehr wichtig
und Dreckwäsche zu muffig für diesen wichtigen Raum. Hm, aha. Da ich aber den Wäschekeller mit dem gesamten Haus teile,
muss ich die Wäsche nicht unbedingt dort unten sammeln. Und wo sonst? Doch nicht etwa im Wohnzimmer oder der Küche???
*grübel* Wobei eine Nachbarin tatsächlich ihre Wäsche unten hortet. Ob sie das Buch auch gelesen hat?

Hm, vielleicht wäre es noch eine Marktlücke, die Prinzipien von Feng Shui mit denen der Prozessoptimierung zu kombinieren,
eine Doktorarbeit darüber zu schreiben und gleich auch noch eine entsprechende Beratungsfirma zu gründen? *grübel*

Kassandra



Hallo Kassandra,
über gewisse Vorschläge die für mich immer auf Weltfremdheit schließen lassen.
In dem "Nie mehr Chaos" sollte man sich ein Wäschezentrum errichten neben der Waschmaschine mit einem Tisch um gleich die Wäsche zusammenlegen(was für Wohnungen stellt die sich vor) zu können und Morgens gibt die Familie die Wäsche ab um sie Abends gewaschen wieder abholen zu können  :meckern: :doof:

Naja ich freue mich jetzt auf das Feng Shui Buch und werde mal sehen was sich damit machen lässt.

LG
AnjaB


Offline Kassandra

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #18 am: 16. Mai 2008, 13:41:54 »
Hallo Hans


Dein Beitrag ist wirklich interessant, aber ich glaube nicht, dass das Buch was für mich ist. Ich muss erst mal so entrümpeln und sortieren. Danach wird meine Bude zwar immer noch überfüllt sein, aber nicht mehr so sehr, wie zur Zeit. 

Ja, aber dann gehst Du zwei Mal dran!

Das ist interessant. Vor allem, weil es den Aussagen der Modezeitschriften diametral entgegen steht, die insbesondere Euch Frauen immer weis machen wollen, das man gar nicht genug Klamotten im Schrank haben kann. 

Ja, das ist falsch gedacht. So wie diejenigen Leute, die sich falsch ernähren, auch dauernd Hunger haben.
Obwohl sie nicht zu wenig, sondern zu viel essen. Aber eben das falsche.

Also mit Flohmärkten scheinst Du ja eine Menge Erfahrungen zu haben...  :rollen: 

Ich liebe es. :-) Aktives Recycling. Und ich will ja nicht, dass Dinge, die ich liebe, einfach auf der Müllkippe landen.
Da gebe ich sie lieber in gute Hände weiter. Reich wird man auf dem Flohmarkt ja nicht.

Also da bin ich ja bisher der Meinung, das ich das sowieso tue. 

Sicher? *grins* Bei mir hatte sich im lauf der Jahre aus historischen Gründen einiges auseinander dividiert.

Zitat von: Kassandra
Stattdessen habe ich ein Fach für besondere Gelegenheiten (Theaterbesuch, Vorträgehalten und Co), ein Fach mit Bürokleidung und ein Fach mit Freizeitkleidung. Mal sehen, wie es sich bewährt. Bisher habe ich den Eindruck, dass ich besser sehe, was ich zusammen anziehen kann.
Das klingt für mich auch nach einer sinnvollen Einteilung, und scheint sich auch zu bewähren. 

Hat aber auch den Effekt, dass ich sehe, dass ich in den Rubriken unterschiedlich viel Zeug habe.
Eigentlich sollte ich von den Freizeitklamotten noch ein paar entsorgen, denn so viel Freizeit hat man ja auch wieder nicht. *seufz*

Was ist denn der Unterschied zwischen Tee- und Kaffeelöffeln??  :kopfkratz: Und Eislöffel sind doch die mit dem extralangen Stiel, oder nicht?

Leider habe ich das alles wieder vergessen. Die Wissenschaft der Löffelogie hat mich nicht sonderlich interessiert.
Manche Eislöffel sind vorne gerade, was beim Auskratzen der Glasschale hilft.

Wirft es eigentlich ein schlechtes Licht, auf mein Wissen über Umgangsformen, wenn ich nicht mal weis, wie Likörgläser aussehen?
Oder bin ich damit entschuldigt, das ich Antialkoholiker bin, und deshalb einen Bogen um jedes Getränk mache, das mehr als Null Prozent Alkohol enthält?

Likörgläser sehen auf jeden Fall immer kitschig aus. :-) Das sind zarte kleiner Kelchemit schmalem Glasstiel und breitem Gefäß.
Aber Antialkoholiker zu sein, hilft auf jeden Fall, Platz zu sparen. Die ganz kultivierten Genusstrinker brauchen einen ganzen
Wohnimmerschrank allein für die sechs Sorten Gläser in 20facher Ausführung plus noch eine riesige Sammlung von
Flaschen, die alle fast leer sind. Aber niemand traut sich, den letzten Rest aufzubrauchen. :-)

Lass Dir da bloss nichts einreden! Du bist ein Individuum, dessen Persönlichkeit sich eben auch in der Einrichtung der Wohnung ausdrückt. Da fällt mir ein: Elizabeth George hat in ihrem Buch übers Romane schreiben ein sehr ausführliches Kapitel über indirekte Charakterbeschreibungen drin, und die funktionieren eben auch über die Beschreibung der Wohnung oder des Hauses.

Ja, genau. "Wie der Herr, so´s Gscherr", sagt das alte Sprichwort. (auf Deutsch: Wie der Herr, so sein Zeug.)
Und wenn ich nunmal ein exzentrischer Mensch bin, dann entspricht halt auch meine Wohnung nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal.
Ich mag sie jedenfalls und ich bin schließlich öfter dort als alle anderen.

Ähh ein BH mit Schnallen? - Etwa so wie Schnallen am Schuh??
Oder versteh ich da jetzt was grundsätzlich falsch?

Genau genommen meistens kleine Metallhäkchen. Daher umso erschreckender, dass sie so viel ausmachen.
An Schmuck ist normalerweise mehr Metall dran. Also, wenn ich meinen Ohrring als Radio verwenden kann,
dann ist was faul. :-)


Ansonsten ist der Ruf der Genussfeindlichkeit der christlichen Religion ja nicht neu. Das liegt aber weniger an der Religion selbst, als vielmehr an den religiösen Führern oder ihrer "Chefinterpretierer".

Oder ihren Widersachern, die einiges falsch verstehen wollen?
Wobei manche Leute mit dem Schildchen "Bescheidenheit" ja tatsächlich versuchen, ihren Geiz oder ihr selbstbestrafendes Verhalten
zu überdecken.

Übrigens fehlt mir inzwischen etwas Schlaf. Das Buch hatte mich derart euphorisch gemacht, dass ich bis spät in der Nacht noch
Zeug sortiert, geschrubbt und herumgeräumt habe. *gähn*

Kassandra

Offline Hans

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #19 am: 16. Mai 2008, 21:31:35 »
Hi Kassandra,
Zitat von: Hans
Ich muss erst mal so entrümpeln und sortieren. Danach wird meine Bude zwar immer noch überfüllt sein, aber nicht mehr so sehr, wie zur Zeit. 
Ja, aber dann gehst Du zwei Mal dran!
Das macht aber nichts.

Zitat von: Kassandra
Ja, das ist falsch gedacht. So wie diejenigen Leute, die sich falsch ernähren, auch dauernd Hunger haben.
Obwohl sie nicht zu wenig, sondern zu viel essen. Aber eben das falsche.
Das ergibt sogar Sinn.

Zitat von: Kassandra
Zitat von: Hans
Also mit Flohmärkten scheinst Du ja eine Menge Erfahrungen zu haben...  :rollen: 
Ich liebe es. :-) Aktives Recycling. Und ich will ja nicht, dass Dinge, die ich liebe, einfach auf der Müllkippe landen.
Da gebe ich sie lieber in gute Hände weiter.
So sehe ich das auch.

Zitat von: Kassandra
Zitat von: Hans
Also da bin ich ja bisher der Meinung, das ich das sowieso tue. 
Sicher? *grins*
Ja.

Zitat von: Kassandra
Bei mir hatte sich im lauf der Jahre aus historischen Gründen einiges auseinander dividiert.
:hmschild:  Tatsächlich!?

Zitat von: Kassandra
Zitat von: Hans
Zitat von: Kassandra
ein Fach für besondere Gelegenheiten (Theaterbesuch, Vorträgehalten und Co), ein Fach mit Bürokleidung und ein Fach mit Freizeitkleidung. ..
Das klingt für mich auch nach einer sinnvollen Einteilung, und scheint sich auch zu bewähren. 
Hat aber auch den Effekt, dass ich sehe, dass ich in den Rubriken unterschiedlich viel Zeug habe.
Das ist doch normal oder meinst Du nicht?

Zitat von: Kassandra
Zitat von: Hans
Was ist denn der Unterschied zwischen Tee- und Kaffeelöffeln??  :kopfkratz: Und Eislöffel sind doch die mit dem extralangen Stiel, oder nicht?
Leider habe ich das alles wieder vergessen. Die Wissenschaft der Löffelogie hat mich nicht sonderlich interessiert.
Naja, zu mehr als Party-Smalltalk würde mich das auch nicht reizen. Ich hab zwar Kuchengabeln, aber auch nur eine Sorte kleiner Löffel, die zum Umrühren von Tee, Kaffee oder sonst was Verwendung finden. Oder halt zum Eis essen.  :zwinker:

Zitat von: Kassandra
Likörgläser sehen auf jeden Fall immer kitschig aus. :-) Das sind zarte kleiner Kelche mit schmalem Glasstiel und breitem Gefäß.
Ich glaube, dann hab ich sogar welche... - Das muss aber nichts bedeuten.

Zitat von: Kassandra
Aber Antialkoholiker zu sein, hilft auf jeden Fall, Platz zu sparen. Die ganz kultivierten Genusstrinker brauchen einen ganzen Wohnimmerschrank allein für die sechs Sorten Gläser in 20facher Ausführung
6 Sorten Gläser?! - Mal Überlegen... Saft-, Bier-, Wein-, Sekt-, Likör-, Cognac-, Schnaps-, Bowle- - mehr fällt mir gerade nicht ein. Das sind aber auch so schon 8 verschiedene Sorten.  :umfall:

Zitat von: Kassandra
plus noch eine riesige Sammlung von Flaschen, die alle fast leer sind. Aber niemand traut sich, den letzten Rest aufzubrauchen. :-)
:doof: - So ein Schwachsinn. Wenn die Flaschen eine ungewöhnliche Form haben, kann ich das ja noch nachvollziehen. - Aber bei Standardflaschen? - Nope!

Zitat von: Kassandra
Ja, genau. "Wie der Herr, so´s Gscherr", sagt das alte Sprichwort. (auf Deutsch: Wie der Herr, so sein Zeug.)
Ich hätte das "Gscherr" jetzt zwar mit "Geschirr" übersetzt, aber wenn es so richtig ist, soll's mir recht sein.

Zitat von: Kassandra
Und wenn ich nunmal ein exzentrischer Mensch bin, dann entspricht halt auch meine Wohnung nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal.
Ich mag sie jedenfalls und ich bin schließlich öfter dort als alle anderen.
Eben.

Zitat von: Kassandra
Zitat von: Hans
Ähh ein BH mit Schnallen?
Genau genommen meistens kleine Metallhäkchen.
Ach so; - Die würde ich dann auch als Haken bezeichnen, und nicht als Schnallen.

Zitat von: Kassandra
Daher umso erschreckender, dass sie so viel ausmachen. An Schmuck ist normalerweise mehr Metall dran. Also, wenn ich meinen Ohrring als Radio verwenden kann, dann ist was faul. :-)
Was willste denn damit empfangen? - Handystrahlung? Sateliten-TV?
Also da bleib ich doch lieber bei dem Vorschlag mit der EMV-Prüfung.  :->  :funkey:


Zitat von: Kassandra
Übrigens fehlt mir inzwischen etwas Schlaf. Das Buch hatte mich derart euphorisch gemacht, dass ich bis spät in der Nacht noch Zeug sortiert, geschrubbt und herumgeräumt habe. *gähn*

Ja dann wünsch ich Dir jetzt einen guten Schlaf.

:winken:
Hans
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Offline AnjaB

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #20 am: 19. Mai 2008, 15:50:02 »
Hallo zusammen, wollte mich mal kurz melden,

ich glaube nicht, dass das Buch und ich gute Freunde werden :gr: ...
es ist mir nicht nur eine Spur sondern viel zu esotherisch :rollen:  ...
Aber ich kämpfe tapfer weiter .... :->

LG
AnjaB


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Antoine de Saint-Exupéry

Offline Kassandra

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #21 am: 20. Mai 2008, 14:08:15 »
Hallo zusammen, wollte mich mal kurz melden,

ich glaube nicht, dass das Buch und ich gute Freunde werden :gr: ...
es ist mir nicht nur eine Spur sondern viel zu esotherisch :rollen:  ...
Aber ich kämpfe tapfer weiter .... :->

LG
AnjaB



Hallo Anja,

das Esoterische habe ich weitgehend ignoriert. Ich bin ja gar nicht auf der Suche nach einer neuen Religion!
Aber die symbolisch-tiefenpsychologische Bedeutung von Gerümpel hat mich schon sehr erschüttert.
Seitdem mir klar ist, dass ein unaufgeräumter Keller für eine unaufgeräumte Vergangenheit steht,
finde ich keine Ruhe mehr... *grins*

Übrigens habe ich festgestellt, dass sich vieles von dem, was in dem Buch steht, auch gut auf elektronisches Gerümpel
übertragen lässt wie z.B. E-Mails und Dateien. Habe eben eine "Übergangskiste" für E-Mails eingerichtet.
Da kommt alles rein, was ich vermutlich nicht mehr brauche. Ich warte ein paar Tage und dann wird der Inhalt gelöscht.
Das sollte ich mit meinen Papierunterlagen auch noch tun...

Kassandra

immer noch eifrig dabei, sich zu organisieren

Offline Lotte

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #22 am: 20. Mai 2008, 15:10:33 »
Hallo Kassandra,

ich finde es toll, dass sich das Buch so beflügelt hat - mich nämlich auch. Ich hatte gerade erst ein paar Seiten gelesen, dann war Wochenende und ich hab meinen Kleiderschrank ausgräumt und ne Menge Zeug weggeschmissen, was ich mind. 1 Jahr nicht anhatte. Oder auch Klamotten, in die ich nicht mehr reinpasse  :heul: Einige Sachen sind noch fast wie neu, dafür brauche ich noch einen Abnehmer. Flohmarkt hab ich noch nie gemacht, ich versuche es mal mit dem An- und Verkauf...

Ich achte jetzt auch auf meine Beziehungs- und Finanzecke :) Und werfe jeden Tag einen kritischen Blick in den Kleiderschrank, wo immernoch zu viele Klamotten drin sind. Übrigens hängen bei mir die T-Shirts und Blusen und Tops auf Bügeln, schön farblich sortiert. Damit ich immer etwas rosafarbenes finde, wenn mir danach ist. Dieses System herrscht bei mir schon seit gut 10 Jahren. Arbeit- und Freizeitsachen könnte ich nicht trenne, weil ich nur eine Sorte Kleidung hab. In einem extra Schrank hängen aber meine guten Sachen, wie Blazer, Blusen und Hosen, die man z.B. auf großen Feiern trägt. Und ich mache zweimal im Jahr Kollektionswechsel. D. H., wenn es warm wird, hole ich die leichten Sommersachen aus dem Koffer (der ja eh das ganze Jahr nur sinnlos rumsteht), räum sie in den Schrank und tu dafür die dicken Wollpullover und dergleichen in den Koffer. Dann ab damit in den Schrank (unter der Stange mit den Jacken ist ein guter Platz) und schon ist alles schick. Mir ist durchaus bewußt, daß ich einfach zu viele Klamotten habe, aber das hat sich im Laufe der Jahre einfach angesammelt. Ich könnte bestimmt 3 Monate ohne zu waschen überleben :) Neue Klamotten kaufe ich eher selten, nur jedes Frühjahr oder zum Winter hin muß etwas neues her...

Liebe Grüße, Lotte!

Offline AnjaB

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #23 am: 20. Mai 2008, 20:38:10 »
Hallo Kassandra

Hallo Anja,

das Esoterische habe ich weitgehend ignoriert.  Ich bin ja gar nicht auf der Suche nach einer neuen Religion!

Ganz ehrlich, ich hab es nicht geschafft, das zu ignorieren, es ging ja schon los mit diesem Grümpel macht die Aura klebrig oder so , da hatte ich das erste Mal das Bedürfnis das Buch "an die Wand zu klatschen" wie ich immer sage.
Nein ich komme mit diesem ganzen Auren , Schwingungen und so weiter Gedöns einfach nicht weiter, auch das mit den Reichtumsecken etc das ist mir zu esotherisch.

Zitat
Aber die symbolisch-tiefenpsychologische Bedeutung von Gerümpel hat mich schon sehr erschüttert.
Seitdem mir klar ist, dass ein unaufgeräumter Keller für eine unaufgeräumte Vergangenheit steht,
finde ich keine Ruhe mehr... *grins*

zunächst hab ich das ja für eine Erfindung von Ihr gehalten, da ich es aber auch noch in anderen Büchern gefunden habe , scheinen ziemlich viele Menschen dran zu glauben ...
Was es für mich nicht richtiger macht. Mein Keller ist auch alles andere als ordentlcih, abe rda ist keine Vergangenheit drin sondern Zukunft (Kinderkleidung von der Großen für die Kleine ) und unser nicht-motorisierter Fuhrpark drin. Alles andere als ordentlich  weil eigentlich nicht genug Platz ist, die Kinder aber gerne damit durch die Gegend sausen und ich deshalb nichts weggeben werde.

Zitat
Übrigens habe ich festgestellt, dass sich vieles von dem, was in dem Buch steht, auch gut auf elektronisches Gerümpel
übertragen lässt wie z.B. E-Mails und Dateien. Habe eben eine "Übergangskiste" für E-Mails eingerichtet.
Da kommt alles rein, was ich vermutlich nicht mehr brauche. Ich warte ein paar Tage und dann wird der Inhalt gelöscht.
Das sollte ich mit meinen Papierunterlagen auch noch tun...

Ach ja die Aufräumarbeiten "gönne" ich mir regelmäßig, bzw habe Regeln eingerichtet, die mir helfen die Übersicht zu bewahren, in dem ich Mails gleich in Ordner stecke und Angebotsmails regelmäßig lösche.
Das hab ich im Büro gelernt, ganz ohne Feng-Shui ;-)


Mein Fazit zu diesem Buch ist, wir passen nicht zueinander, das Buch und ich, darin lesen ist wie in einem Becken mit Kleister zu schwimmen. :sorry:
Ich brauche auch keinen Anstoß um Ordnung zu schaffen, sondern suche dringend für mich praktikable Ideen aus unserem Chaos herauszukommen, bzw Ordnung auch zu organisieren.

Und da finde ich bei Ihr nicht viel was ich für mich umsetzen kann.
Da gibt es eben Bücher wie "Nie mehr Chaos"  die mich auf einer anderen Ebene her ansprechen und für mich praktikablere Ideen  mitbringen, auch wenn ich das "Wäschezentrum" nach wie vor sehr amerikanisch finde, so rein platztechnisch. :rollen:

Naja und nun werde ich meinen wichtigsten Grundsatz in die Tat umsetzen "Nicht soviel im Internet rum zuflitzen wenn die Arbeit noch nicht erledigt ist". :teufel:

LG
AnjaB :mussweg:

 





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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #24 am: 22. Mai 2008, 14:51:28 »
So ich wollt mal fragen:


Wer ist der oder die Nächste????

Ich würde das Buch gerne jemandem übersenden der damit mehr anfangen kann als ich


LG
AnjaB

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #25 am: 24. Mai 2008, 17:18:40 »
Hallo!

Ich würde das Buch auch gern lesen, ziehe nämlich hoffentlich in nächster Zeit um...

LG, Mobi

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #26 am: 25. Mai 2008, 00:59:14 »
Hallo Mobi,
dann schick mir mal deine Adresse per PM
LG
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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #27 am: 02. Juni 2008, 21:31:47 »
Hallo AnjaB,

das Buch ist schon vor ein paar Tagen angekommen, habe vergessen es hier zu melden, sorry! Habe auch schon angefangen zu lesen, bin aber noch nicht wirklich weit.

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Nicht wegzuwerfen ist auch in Ordnung.
« Antwort #28 am: 04. Juni 2008, 14:17:50 »
Hallo miteinander,

wie Ihr seht, grübel ich immer noch nach. Übrigens habe ich das Buch inzwischen neu gekauft.
Meine Schwester hat nämlich Geburtstag und ich habe mich gefragt, was man jemandem kaufen soll,
die in einer vollständig vollgerümpelten Wohnung lebt. Noch irgendeine Flasche, Kiste, Vase, die
sie dann zu den anderen stellt? Ich brachte es nicht fertig, ihr das anzutun.
Da ist das Buch genau das Richtige für sie. Und wenn sie fertig ist, soll sie es dem Rest
der Familie auch noch ausleihen. ;-)

Ich hatte gerade in den letzten Tagen zwei Ergebnisse, wo ich fand, dass Nicht-Wegwerfen
auch richtig ist. Dieses Buch fixiert doch zu sehr darauf, Dinge los zu werden, so dass man den
Eindruck bekommt, das Ideal einer Wohnung sei eine komplett leere Mönchszelle.

Erlebnis Nummer eins:
Eine Brieffreundin hat mir zum Geburtstag ein selbstgemachtes Salzteigbild geschickt.
Zwar im Luftpolsterumschlag, aber... Naja, es ist in der Mitte gebrochen und am Rand zerkrümelt.
Jetzt könnte man ja sagen, das Ding ist nutzlos (weil ich es nicht aufhängen kann), kitschig und kaputt
und muss daher sofort in den Müll. Das würde ich aber nie hinkriegen. Das ist ein Geschenk,
das hat sie liebevoll für mich von Hand gemacht. Da hat sie Liebe reingesteckt. Schon allein
deswegen möchte ich es aufheben. Nicht nur, weil ich Achtung vor der Arbeit habe, die sie
sich gemacht hat, sondern auch weil da jetzt positive Gedanken dran hängen, die ja nicht
bei mir ankommen, wenn ich das Geschenk wegwerfe. Ich fand schon immer Leute herzlos,
die Geschenke sofort wegwerfen nach dem Motto "Ist nutzlos, was´n Scheiß."
Ich glaube auch, dass solche Leute genauso selbstverständlich und ohne mit der Wimper
zu zucken nicht nur die Geschenke ihrer Freunde wegwerfen, sondern auch die Freunde
selbst.
Ich habe in den letzten Monaten tatsächlich sehr viele Geschenke weggeworfen.
Aber nur unter folgenden Bedingungen: Ich bin mit den Leuten nicht mehr in Kontakt,
der Anblick des Geschenks macht mich traurig oder wütend, die Sache bedeutet mir
nichts Positives mehr. Das Wegwerfen fiel mir trotzdem schwer, weil es ja ein unwiderbringliches
Abschiednehmen und Loslassen war. Nicht das Loslassen des Keramikkürbisses oder der
Musikcasette, sondern der Hoffnung darauf, dass diese Freundschaft irgendwie doch wieder
auflebt und wieder gut wird. Dieses Festhalten hat mich blockiert und gelähmt, hatte ich
den Verdacht. Seitdem ich nach und nach solche Dinge entfernt habe, lerne ich tatsächlich
wieder neue Leute kennen, für die ich mich auch leichter öffnen kann als vorher.
So gesehen hat es viel gebracht.
Aber das ist kein Grund, möglichst viel wegzuwerfen nach dem Motto "Mehr hilft mehr."

Zweites Erlebnis: Ich hatte einige uralte Unterlagen, in die ich seit Jahren nicht reingesehen hatte.
Jetzt hätte ich sie einfach wegwerfen können nach dem Motto: "Wenn ich sie bisher nicht vermisst
habe, dann werde ich das nie tun." Allerdings habe ich in letzter Zeit beim Entrümpeln auch viele
Schätze gefunden, die ich vergessen hatte und nie genutzt. Sie sind jetzt wieder in Gebrauch. :-)
Unter anderem habe ich da einen Entwurf für ein Theaterstück gefunden, das ich vor zwanzig
Jahren mal geschrieben hatte. Es war ganz klar, dass ich dieses Theaterstück niemals schreiben
werde, weil es mir nicht mehr wichtig ist. Das Thema interessiert mich gar nicht mehr.
Trotzdem konnte ich es noch nicht wegwerfen, hatte es jetzt wochenlang noch herum liegen.
Ich hatte das Gefühl, dass es mir etwas Wichtiges sagen wollte. Und bevor ich das nicht wusste,
konnte ich mich nicht davon trennen. Gestern Abend nahm ich es wieder in die Hand.
Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. DIE geniale Erkenntnis, die mein Leben
verändern könnte. Wirklich wahr. Sie steckte immer in diesem Theaterstück, zwanzig Jahre lang,
aber ich habe die Botschaft nicht verstanden. Das Theaterstück werde ich trotzdem nicht
schreiben, habe es heute Morgen in Schnipsel gerissen und feierlich ins Altpapier getan.
Aber aus der Botschaft wird vielleicht mal etwas anderes, z.B. ein Roman. Oder eine wahre Liebesgeschichte?
Ich habe das Theaterstück jetzt in einem (leichter noch schlechten) Gedicht zusammen gefasst.
Eventuell überarbeite ich es noch drei Mal und schicke es dann meinem Traummann.
Wenn er die verborgene Botschaft versteht, ist er der Richtige. *zwinker*

Liebe Grüße,
Kassandra

PS: Habe es immer noch nicht geschafft, irgendwelche Dinge paarweise zu kaufen. Ich brauche ja nix.
ABER ich habe endlich die leeren Kartons aus meiner Beziehungsecke weggeschleppt.
Das müsste ja auch dann wirken, wenn ich nicht daran glaube.









Offline Mobi

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Re: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
« Antwort #29 am: 04. Juni 2008, 20:51:36 »
Hallo Kassandra!

Schön, wenn das Buch bei dir so einen tollen Effekt hatte! Ich bin ja noch nicht so wirklich weit, aber so wie ich es verstanden habe, sollte man Dinge die einem etwas bedeuten auch nicht wegwerfen. Also ist es eigentlich gut, dass du das Geschenk von deiner Freundin aufhebst.
Ich glaube, dass man mit dem Aussortieren ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt, was man aufheben sollte und was wegwerfen. Ich habe letztens (bevor ich von diesem Buch was wusste) eine Schublade mit Briefen aussortiert. Die Briefe von meinen Gasteltern und Geschwistern habe ich aufgehoben, weil sie mir viel bedeuten, aber zB Briefe von einer Brieffreundin mit der ich schon ewig keinen Kontakt mehr hatte und die ich auch nicht kenne, habe ich weggeworfen. Oder die von einer mit der ich nur 1-2 mal geschrieben habe.
Bis jetzt finde ich das Buch schon hilfreich, werde vor dem Umziehen auch gründlich ausmisten, aber ich denke man sollte bei solchen Sachen einfach dem Gefühl vertrauen. Auch wenn das Buch als Denkanstoss ganz hilfreich ist.

LG, Mobi