Elias Hirschl - Schleifen

Begonnen von mowala, 19. Februar 2026, 13:01:36

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mowala


ZitatFranziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In Otto Mandl, einem genialen Mathematiker, findet die junge Franziska ihren Seelenverwandten. Sie lernt, sich mit Wörtern aus toten Sprachen gegen ihr Leiden zu immunisieren. Die beiden entwickeln eine absolute Sprachbesessenheit und forschen fortan und bis an alle denkbaren Grenzen gemeinsam nach der perfekten Sprache.
»Schleifen« ist ein großer, ein kluger Roman über die Macht und den Einfluss von Sprache auf unser Leben, der richtig Spaß macht beim Lesen. Immer wieder stellt sich bei Elias Hirschl das schier Unglaubliche als wahr heraus, und der Rest ist extrem gut erfunden.

Das eher schlicht gehaltene Cover hat mich angesprochen.
Gerade weil zwischem den Titel "Schleifn" und den dargestellzten Formen gleich ein Verbindung herzustellen ist.
Auch die Geschichte um Franziska Denk und ihre ungewöhnliche Erkrankung, von jeder Krankheit, von der sie liest oder die jemand erwähnt, die Symptomer zu entwickeln fand ich spannend.
Ebenso den Ansatz eine Sprache zu entwickeln, in der derartige Begriffe nicht vorkommen und somit Symptomentwicklung vermieden wird.
Auch einige sprachwissenschaftliche Erkenntnisse von Franziskas Vater waren interessant.
Dagegen empfand ich die häufigen und langwierigen Einschübe von mathemathischen und anderen wissenschaftlichen Diskursen als ermüdend und verwirrend.
Die Personen waren für mich nicht wirklich greifbar.
Ich habe oft den Faden der Geschichte verloren und bald auch die Lust am Weiterlesen.
Das Buch wird sicher seine Liebhaber finden aber  ich gehöre leider offenbar nicht zur Zielgruppe.
       

Note 4
Das Leben ist zu kurz für später

Inge78

Oh, das klingt aber anstrengend
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.
(aus "ES" von Stephen King)

Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn nur vielleicht ganz leicht, an allen vier Ecke des Lebens befestigt ist.
- Virginia Woolf

mowala

War es auch, oder ich bin nicht schlau genug.
Musste ich leider abbrechen.
Das Leben ist zu kurz für später