Fucking Berlin von Sonia Rossi

Begonnen von Xandi, 08. Februar 2009, 16:16:02

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Xandi

[isbn]3548372643[/isbn]

Kurzbeschreibung
Das autobiographische Bekenntnis zur käuflichen Liebe - und die freimütige Schilderung eines Doppellebens.

Sie lebt in Berlin, studiert Mathematik, bringt morgens ihr Kind in die Kita und trifft sich am Wochenende mit Freunden. Eine normale junge Frau - auf den ersten Blick. Denn sie hat noch einen Job: Sie verkauft ihren Körper. Und sie sieht darin auch kein Problem. Wie kommt man als harmlose Studentin ins Rotlichtmilieu? Wie ist das, wenn man sich zum ersten Mal gegen Bezahlung einem Freier hingibt? Wie erlebt man den Alltag mit den Kunden und Kolleginnen aus dem Milieu? Und wie kriegt man das überhaupt hin, ein Doppelleben zwischen bürgerlicher Existenz und Prostitution?

Meine Meinung
Ich weiß nicht was ich erwartet hab, aber das nicht.
Aussagen wie: "Der Kunde hat sich mich ausgesucht, ich ging mit ihm auf Zimmer, ich massierte ihn, holte ihm einen r....  Nach dem Abspr.... zog er sich an und ging.Manche verabschiedeten sich höflich, manche sagten nichts."
So seicht und banal wollte ich es nicht wissen.
Immerhin stand auf dem Einband "wie ist es, wenn man sich zum Ersten Mal einem Freier hingibt".
Ich wollte mehr Seelenstriptease. Mehr Tiefgang!
Und die Antwort auf die Frage, warum sie das macht mit dieser Anwort zu kommentieren "Weil ich Esssen brauchte und Schuhe kaufen wollte".
Hallo?!?!?!?  :doof:
Viele Entscheidungen kann ich einfach nicht nachvollziehen.  Zum Beispiel einen Polnischen Stassenjungen zu heiraten, der selber anschaffen ging
und ausser Saufen und Kiffen nix auf die Reihe bekommen hat.  Da ist ein Absturz doch vorprogrammiert.

Ich bin mir nicht sicher, was die Autorin mit diesem Buch bezwecken wollte?
Zeigen, daß auch intelligente Frauen, die studieren und dabei gut sind sich soweit herablassen (müssen)?
Von dem allgemeinen Klischee wegkommen?
Bin mir nicht sicher, ob ihr das gelungen ist.

Ab der Hälfte des Buches wurde es dann besser. Oder hab ich mich einfach damit abgefunden, daß nix Aufregendes mehr kommen wurde?
Abwechslung gab es nur, wenn sie in ein anderes Puff zog um dort zu arbeiten.
Es war eine eher langweilige Reise in die Vergangenheit, wo eine Banalität an die nächste gereit wurde.
Das Beste an dem Buch und sicher auch in ihrem Leben, war die Entscheidung endlich ihren Mann sitzen zu lassen.

Fazit
Um mit einigen Wortspielerein zu enden.
Es war kein literarischer Hohepunkt.
Mir kam keine Erkenntnis.
Wollte mehr Seelenstriptease.
Nix ging wie geschmiert, es war eher harte Arbeit und ein Rohrkrepierer.

Berwertung
[note5+]

Xandi

P.S.: Einige haben das Interview mit ihr gesehen oder gelesen. Bitte mal um eine Rückmeldung, wie das denn war. Würd mich interessieren. Danke!
Bücher, Schoko und Rock'n'Roll

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