Schmerzenskinder von Waris Dirie

  • 0 Antworten
  • 3158 Aufrufe

Offline Susanne

  • Kaminkehrer
  • Hero Member
  • *
  • Beiträge: 2395
Schmerzenskinder von Waris Dirie
« am: 26. Juni 2008, 17:57:20 »
[isbn]3548368867[/isbn]   Schmerzenskinder
Dirie, Waris
Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Ullstein Tb (Oktober 2006)



Inhalt
Bestsellerautorin und UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie, die im Alter von fünf Jahren die Qualen der Beschneidung erlebte, war die erste Frau, die öffentlich über diese schlimme Folter sprach. Jetzt erzählt sie ihr Leben weiter, von dem Tag an, als sie ihr Schweigen brach: Sie berichtet von Begegnungen mit Opfern und Tätern, von den mühsamen Recherchen, von Rückschlägen und Erfolgen. Schmerzenskinder ist in vielerlei Hinsicht ein erschütterndes Buch, doch es ist auch ein Buch voller Kraft und Hoffnung für Millionen Frauen in aller Welt.

Meine Meinung
Eigentlich finde ich es schwer dieses Buch zu beurteilen. Denn die eigentliche Sache um die es hier geht die FGM (Female Genital Mutilation) ist etwas das man nicht beurteilen, sondern nur verurteiln kann.

In diesem Buch erfährt man viel darüber, was FGM bedeutet (nicht nur von der Tat, sondern auch von den Folgen für die Frauen) und wie oft FGM in den westlichen Ländern "praktiziert" wird. Erschreckend fand ich, daß es in Europa so unterschiedlich gehand habt wird und vor allem zumindest 2006 in Deutschland noch nicht unter Strafe steht.

Die erste Hälfte des Buches hat sich sehr gut gelesen, auch wenn ich ab und zu ein paar Pausen eigenlegt habe, weil sich das Thema für mich dann doch nicht mit dem Zuschlagen des Buches erledigt hatte.
Leider mußte ich aber nach etwa der Buches feststellen, daß ich einen gewissen Sättigungsgrad erreicht hatte :rotwerd:.
Das Thema ist schlimm, daß steht außer Frage nur ist es glaube ich leider in der Natur des Menschen, daß man nicht mehr ganz so von einem solch ernsten Thema gefesselt ist, wenn sich die Geschichten an sich die dort erzählt werden, sich immer und immer wiederholen :rotwerd:. Natürlich ist es klar, daß viele Leidensgeschichten ähnlich sind und ich will damit auch nicht unterstellen, daß es nicht Sinn macht sie zu berrichten. Nur leider wurde es mir dann doch irgendwann zu viel  :rotwerd:.

Dem Buch merkt man die deutliche eigene Betroffenheit der Autorin an und ich finde es toll wie sie sich in dem Kampf gegen FGM engagiert.
Für das Engagement der Autorin hätte das Buch eigentlich fünf Kisten verdient, aber das selbst bekommt von mir:




Liebe Grüße
Susanne
« Letzte Änderung: 09. September 2008, 12:46:50 von Susanne »