Die Templer01 Der Schatz des Blutes - Jack Whyte

Begonnen von DG7NCA, 27. Mai 2009, 20:57:47

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DG7NCA

[isbn]3442363470[/isbn]
Der Schatz des Blutes
Jack Whyte
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Paperback, Broschur, 608 Seiten
ISBN: 978-3-442-36347-6
€ 12,00 [D]
Verlag: Blanvalet

Klappentext

Frankreich, Ende des elften Jahrhunderts: Der fränkische Ritter Hugh de Payens ist entsetzt von den korrupten Machenschaften eines durch und durch verkommenen Klerus.Und so schließt der junge Mann sich nur zu gern einer geheimen Bruderschaft an, die seit Jahrhunderten ein geradezu irrwitziges Ziel verfolgt: den Sturz der übermächtigen katholischen Kirche. Sein Orden, so wird ihm offenbart, weiß, wo der Schlüssel zur wahren Geschichte Jesu Christi liegt, nämlich unter dem Tempelberg in Jerusalem.
Als der Papst den Ersten Kreuzzug gen Jerusalem ausruft, sehen de Payens und seine Mitstreiter ihre lange ersehnte Gelegenheit endlich gekommen: steht in der Heiligen Stadt doch der sagenhafte Tempelberg, auf dem ein Schatz verborgen sein soll – mit dessen Hilfe sich die Weltordnung für immer verändern ließe. Auf ihrem langen Weg ins Gelobte Land müssen sich Hugh de Payens und seine ,,Ritter vom Berg" zunächst jedoch zahllosen Feinden und tödlichen Gefahren stellen. Und allmählich scheint ein Scheitern ihrer Mission unabwendbar ...

Spannung, Rätsel und rasante Action in einem farbenprächtigen historischen Roman vereint.

Meine Meinung

Der junge Ritter Hugh de Payens wird in die Bruderschaft "Orden der Wiedergeburt von Sion" initiiert. Es ist die Zeit des ersten Kreuzzuges ausgerufen von Papst Urban II. Darin sieht die Führung der Bruderschaft endlich nach Jahrhunderten die Möglichkeit nach Jerusalem zu gelangen. So werden einige junge Ritter, darunter Hugh de Payens, de Montbard und ein St.Clair. Sie zogen nun mit dem Kreuzfahrerheer nach Jerusalem, den ganzen Weg als "normale"Ritter ohne das nicht eingeweihte wussten wer sie waren.
Endlich in Jerusalem angekommen begann ihre Aufgabe nach dem verschollenen Schatz der Bruderschaft zu suchen.

Das Buch fesselte mich von Anfang an. Die Idee der Bruderschaft die Ritter aussendet um einen verschollenen Schatz zu finden unter dem Mantel der Templer fand ich faszinierend. Beim lesen stellte sich dann so langsam auch heraus das es bis weit in die Mitte des Buches dauerte bis Hugh und seine Brüder erst auf den Gedanken kommen die "Templer" zu gründen. Und was dazu führt und wie sie es umsetzten wollen. Das die Templer eigentlich nur ein e Alibi Funktion ausüben, klasse umgesetzt.

Die sprachliche Ausführung ist sehr gut, stimmig, klare und schnörkellose Sätze. Die Protagonisten sind vielschichtig und nicht langweilig.
Der historische Hintergrund gibt einen genialen Rahmen für die "Bruderschaft" und ist sehr genau recherchiert. Bis auf einige Kleinigkeiten, wo ich allerdings nicht sicher bin ob es nicht Übersetzungfehler sind.
Was mich auch in seinen Bann zog war das "Doppelleben" das die Bruderschafts-Ritter führen. Das macht die Story so lebendig und interessant.
Sogar eine kleine Liebesgeschichte ist in die Handlung eingearbeitet.

Alles in allem war das seit langem wieder ein historischer Roman der mich bis zum Ende in seinem Bann hielt. Wobei sich erst zum Ende des Buches einige Überraschungen ergeben.

Ich hoffe das der zweite Band ebenso spannend und historisch genau ist wie der Erste. Wie Entwickelt sich der Orden?
Bringen sie ihre Entdeckung heil zurück?

Bewertung[note2+]
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


Jedes neue Buch
ist wie eine Reise
in ein neues Land!

Grisel

Das Buch liegt natürlich bei mir herum. Aber, ungelesen. Denn leider enttäuschen mich die meisten Bücher dieser Art, siehe Robyn Young. Warum müssen es immer Gralsgeheimnisverschwörungstempler sein? Kann denn nicht mal einer über hundsordinäre Templer schreiben?  :schrei:

Zitat von: DG7NCA in 27. Mai 2009, 20:57:47
Das die Templer eigentlich nur ein e Alibi Funktion ausüben, klasse umgesetzt.

Gut, wenn es hier um die Gründung geht, wird das wohl noch keine Rolle spielen. Aber, wird das denn irgendwann angesprochen, der Widerspruch zwischen offizieller und geheimer Mission? Oder ist die Templerei auch im Roman nur Mantel, weißer natürlich, für die Geheimniskrämerei?

Was ich mich eben frage, soll ich gleich die Finger davon lassen? Hm, werde aber wohl eh zu neugierig sein ...

DG7NCA

Hi Grisel,

im Gegensatz zu Young hat Whyte etwas besser recherchiert. Und ja auch hier sind die Templer eher Mantel für die Bruderschaft
D.h. Die Bruderschaft gründen den Templerorden um sich und ihr tun dahinter zu verbergen. Wobei es aber auch genug Anfragen gibt bei ihnen"normal" mitzu machen. Ich fand diese Umsetzung des Themas Geheimbund im Templerorden mal interessant umgesetzt..

Ich denke das Thema Templer ist einfach "NUR" mit viel Mystik und Gral und sowas an den Mann/die Frau zu bringen. Zumindest sind fast nur solche Romane des Themas unterwegs. Und ich hab auch schon X-verschiedene gelesen. Wenn man allerdings seine Ansprüche etwas runterschraubt sind ganz nette dabei. Die beiden hier kommen deshalb so gut weg, weil ich direkt dazwischen den Young gelesen hab! :zwinker: Das sagt glaub ich alles.

Gruß Carola
Liebe Grüße    
DG7NCA/Carola


Jedes neue Buch
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Grisel

Hi Carola!

Zitat von: DG7NCA in 28. Mai 2009, 12:00:37
im Gegensatz zu Young hat Whyte etwas besser recherchiert. Und ja auch hier sind die Templer eher Mantel für die Bruderschaft
D.h. Die Bruderschaft gründen den Templerorden um sich und ihr tun dahinter zu verbergen. Wobei es aber auch genug Anfragen gibt bei ihnen"normal" mitzu machen. Ich fand diese Umsetzung des Themas Geheimbund im Templerorden mal interessant umgesetzt..

Ist ja nicht so, als hätte ich generell ein Problem damit, ich komme zu den Templern ja über Berling, wo sie auch vor sich hin geheimnissen. Wobei das bei ihm nur eine Ausprägung ist und nicht den ganzen Orden umfasst.
Ich bin nur einfach etwas übersättigt, weil man in letzter Zeit gar nichts anderes mehr bekommt.

ZitatIch denke das Thema Templer ist einfach "NUR" mit viel Mystik und Gral und sowas an den Mann/die Frau zu bringen. Zumindest sind fast nur solche Romane des Themas unterwegs. Und ich hab auch schon X-verschiedene gelesen.

Das glaube ich eigentlich nicht, daß es anders nicht geht. Wäre ja genauso, wenn man sagen würde, Leserinnen historischer Romane wollen nur Romane über patente Mädls lesen, die ihren Mann stehen, diese "Die Xin-Bücher".
Und es gibt ja gute "Normal"-Templerromane, aber halt so wenige. Spontan fallen mir nur Alders, Guillou und Holland ein. Ich finde es einfach schade, daß die Quintessenz daraus scheint, daß das hundsordinäre Templerleben so uninteressant ist, was es eben nicht ist.
Naja, ich warte und hoffe weiter, mal wieder was in der Art zu bekommen.

ZitatWenn man allerdings seine Ansprüche etwas runterschraubt sind ganz nette dabei. Die beiden hier kommen deshalb so gut weg, weil ich direkt dazwischen den Young gelesen hab! :zwinker: Das sagt glaub ich alles.

Bei Young bin ich mir echt nicht mehr sicher, ob ich weiterlesen will. Whyte werde ich schon ausprobieren, irgendwann. Martinas Zeitreisetempler haben mir ja gezeigt, daß es sich auch sehr lohnen kann, trotz Skepsis zuzugreifen. Aber die melancholische Sehnsucht nach den hundsordinären bleibt.

Daß Whyte recherchieren kann, ist schon mal beruhigend.

Bye,

Grisel