Robert Corvus - Feind: Die Schattenherren Band 1

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Offline Inge78

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Robert Corvus - Feind: Die Schattenherren Band 1
« am: 08. Juni 2018, 15:15:59 »
In Eloy übernehmen die Schattenherren die Macht. Durch finstere Magie haben sie Unsterblichkeit erreicht und gebieten über eine schier unbesiegbare Macht. Nur Silber kann sie verletzten oder sogar töten so dass die Menschen um die letzten Silberminen verzweifelt kämpfen.


Helion ist ein Paladin der sog. Mondschwerter, einer eingeschworenen Gemeinschaft von Kämpfern. Zusammen mit anderen Mitstreiter sagt er den Schattenherren den Kampf an.

Und im Buch lernen wir nach und nach mehr Mitstreiter gegen die Schattenherren kennen , und auch die Schattenherren und ihre Untergebeben kommen nicht zu kurz.

Was wie ein klassischer Kampf "Gut gegen Böse" scheint, entwickelt sich zu einem verzweifelten Ringen der Menschen gegen den scheinbar unbesiegbaren Feind. Und dabei muss mehr als Einer sein Leben opfern. Und oft weiß man bei den Personen nicht ob man sie lieben oder hassen soll und in wie weit man ihnen trauen kann.


"Feind" ist Auftakt einer Trilogie über "Die Schattenherren". Und wie erwartet werden auch am Ende nicht alle Probleme gelöst und nicht alle Fragen beantwortet.


Das Buch ist sog. "Dark Fantasy" und diesen Hinweis sollte man beim Lesen sehr ernst nehmen denn "Feind" ist düster und brutal und oft auch recht hoffnungslos. Das Böse erscheint übermächtig, das Gute scheint keine Chance zu haben. Und dennoch übt die Geschichte und auch die Personen eine Sogwirkung beim lesen auf mich aus ,der ich mich nicht entziehen kann. Die Charaktere sind vielfach keine klassischen unbesiegbaren Helden, sondern haben Fehler und tun Dinge die man nicht gut heißen kann. Und sie üben eine unehimliche Faszination auf mich als Leser aus. Weil sie spannend sind, tiefschichtig und unnahbar.

Mit dem Volk der Fayé hat Robert Corvus eine neue Rasse von Elfen erschaffen der ich in noch keinem Fantasybuch begegnet bin.

Die Kampfszenen sind sehr bildhaft dargestellt und des Öfteren ist mein Kopfkino doch recht ungewünscht angesprungen.


All dies macht das Buch spannend und ich werde garantiert die nächsten Bände auch noch lesen.


Im Buch und auf seiner Internetseite stellt Robert Corvus Kartenmaterial und ein Personenverzeichnis und ein Glossar zur Verfügung so dass einem der Eintritt in diese neue Welt etwas erleichtert wird.

Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Offline mowala

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Re: Robert Corvus - Feind: Die Schattenherren Band 1
« Antwort #1 am: 10. Juni 2018, 13:47:16 »
und auch ich habe an dieser wunderbaren Lesrunde teilgenommen. Hier meine Meinung zu diesem absolut spannendem Buch, das es mir oft schwer gemacht hat, die Leseabschnitte einzuhalten

Inhalt

Es herrscht Krieg zwischen den Menschen und den Schattenherren.

Diese regieren mit grausamer Hand, wollen die Menschheit unterwerfen.


Auf Seiten der Menschen kämpft ein klein gewordenes Heer einen verzweifelten Kampf um die Freiheit und die letzten Silberminen.

Unterstützt werden die Menschen von den „Mondschwerten“, einer Gruppe Kämpfern, die sich der Mondgöttin und dem Kampf gegen die Schattenherren verschrieben haben.

Einer dieser Ritter ist Helion, der auch aus persönlichen Gründen den Schattenherren den Kampf angesagt hat.

Begleitet wird er von Ajina, eine Mondpriesterin, deren Vater vor langer Zeit ihre Schwester Lióla den Schattenherren überlassen hat.


Das Hauptziel auf der dunklen Seite ist Lisanne, die schöne, dunkle Schattenherrin in Begleitung von Lióra.


Meine Meinung

Robert Corvus erschafft mit „Feind“ eine faszinierende, wenn auch recht düstere Welt in der Wunder gegen Magie wirken, Fabelwesen in teilweise neuer spannender Interpretation auftauchen und der altbekannte Kampf Gut gegen Böse auf ganz andere Art erzählt wird.

Der Autor versteht es, Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen, die er dort vielleicht nicht haben wollte, die aber zur „Dark Fantasy“ nun mal dazu gehören. Oft lässt er jenen Leser völlig atemlos auf dem Sofa, oder wo dieser gerade seiner Leidenschaft frönt, zurück, entschädigt ihn aber auch immer wieder mit witzigen Szenen und (z.T. machmal schwarz-) humorigen Formulierungen.


Wer bereit ist, sich auf etwas Düsternis einzulassen, wird an Feind sehr viel Lesespaß habe und die Folgebände ebenso verschlingen.


Ein Personenverzeichnis und ein Glossar sowie eine Karte unterstützen und erleichtern die Orientierung.

Das Leben ist zu kurz für später

Offline Kathrin

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Re: Robert Corvus - Feind: Die Schattenherren Band 1
« Antwort #2 am: 25. Juli 2019, 16:32:03 »
Meine Meinung:

Ich stehe dem Auftakt zur Schattenherren-Trilogie „Feind“ von Robert Corvus leider etwas zwiegespalten gegenüber. Eigentlich fand ich die Geschichte echt gut, ich habe da schon weitaus schlechtere Fantasy-Romane gelesen, aber weiterverfolgen werde ich die Reihe wohl so schnell trotzdem nicht ... oder doch ... ich weiß es nicht. Und das liegt hauptsächlich daran, dass ich keine E-Books mag und leider ist die Neuauflage der Trilogie nur als E-Book erhältlich und das vermiest mir den Lesegenuss ungemein. Ich weiß ich bin altmodisch und vielleicht auch ein Umweltsünder, wenn ich Bücher als „echte“ Bücher im Regal stehen haben will und dafür Bäume abgeholzt werden müssen, aber es stellt sich bei einem E-Book bei mir einfach nicht das Gefühl ein, wie bei einem gedruckten Buch. Irgendwie schlimm, ich weiß, und dem Autor gegenüber auch nicht fair, und dennoch weiß ich, dass ich die Reihe wahrscheinlich schon komplett verschlungen hätte, wenn ich die schönen neuen Ausgaben als gedruckte Bücher hätte kaufen können. Ich weiß, dass es die Trilogie in einer älteren Ausgabe auch (vermutlich nur gebraucht) kaufen kann, aber der Autor hat sich doch extra die Mühe einer Überarbeitung gemacht und ich bin nun mal alter Book-Nerd und will die neuen Cover, die finde ich viel schöner, passender und aussagekräftiger als die alten Wappenschild-Cover. Himmel bin ich schlimm!!!

So jetzt aber genug rumgeheult, ist ja eh nur Jammern auf hohem Niveau und eine richtige Rezi wird das jetzt auch nicht, denn leider kann ich nicht mehr auf die Leserunde zugreifen um meine damaligen Eindrücke wieder parat zu haben. Alles in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen. Der Autor sprüht nur so vor genialen Ideen, die gar nicht alle auserzählt werden können in diesem ersten Band der Reihe - ein weiterer Grund, weshalb ich die Reihe eigentlich doch gerne fortsetzen würde. Ich bin sicher, dass „Knecht“ und „Herr“ (Teil 2 und 3) noch viel Raum für eine Weiterentwicklung der Ideen und vor allem einiger Figuren bieten werden und Robert Corvus da sicherlich noch einiges an Potential herausholen kann.

Was ich aber tatsächlich als kleineren Kritikpunkt habe, ist dass ich die Geschichte eigentlich brutaler und blutiger erwartet hätte, so dass einem die Fußnägel hochklappen. Dieses Gefühl hat sich bei mir in dieser Dark-Fantasy-Geschichte nicht eingestellt, das fand ich schade. Kann allerdings auch sein, dass mir das bei einem Re-Read gar nicht mehr negativ auffallen würde, ich glaube ich war im Mai 2018, als ich das Buch gelesen habe, auch echt einer etwas schwärzeren Phase mit Veränderungen, die mir zwischenzeitlich die Lust am Lesen genommen haben. Insofern … wer weiß … vielleicht gibt es die schönen neuen überarbeiteten Ausgaben ja doch noch noch irgendwann in gedruckter Form und dann sind sie mir.

Bewertung:
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