Marie Brennan - Die Naturgeschichte der Drachen. Lady Trents Memoiren 1

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Offline Nerolaan

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Die kleine Isabella wächst in Scirland auf und ist alles andere als ein typisches Mädchen. Sie legt Funklinge ein, schneidet Tauben auf, um zu sehen, wie sie aufgebaut sind und liest Bücher – aber keine Romane, sondern naturwissenschaftliche Bücher, denn Isabella ist an der Natur und dem Leben interessiert. Vor allem Drachen haben es ihr angetan und faszinieren das Mädchen so sehr, dass sie sogar bereit ist ihr Leben zu riskieren, um den Tieren nah zu sein.
Doch ihre größte Sorge gilt der Suche nach einem Ehemann, quält sie doch in dem Zusammenhang die Angst, dass er ihre Leidenschaft anders als ihr Vater nicht akzeptieren kann.
Doch dann trifft sie Jacob und hat das große Glück mit ihm auf eine Expedition zu dürfen – eine Expedition nach Vystrana, um eine Tierart zu erforschen: ihre geliebten Drachen.

Ich muss zugeben, dass dieses Buch in erster Linie ein absoluter Coverkauf war. Als ich das Cover sah, eine tolle Zeichnung von Todd Lockwood, war ich hin und weg und das Buch war gekauft, noch bevor ich den Klappentext richtig gelesen hatte.

Doch auch mit der Geschichte hatte ich Glück. Der Roman liest sich locker runter und lebt vor allem von dem manchmal trockenen Humor der gealterten Lady Trent, die ihre Abenteuer aus der Retroperspektive beschreibt. Manchmal hätte die gute Lady Trent auch gerne noch zynischer sein dürfen.

Die Figuren selbst sind gut gezeichnet. Vor allem natürlich Isabella selbst, welches natürlich durch die Ich-Perspektive unterstützt wird.

Dreh- und Angelpunkt ist natürlich die Erforschung der Drachen. Allerdings entwickeln sind um diesen Drehpunkt weitere Handlungsstränge: z.B. wo ist der Adelige, der sie in Vystrana empfangen wollte? Was hat es mit den Schmugglern in den Bergen auf sich? Haben die alten Ruinen etwas mit den Drachen zu tun?
Auch das Leben ins Vystrana wird mit seinen Bewohnern und Sitten beleuchtet. Allerdings kommt mir das insgesamt zu kurz. Hier hätte ich mir insgesamt mehr Erläuterungen gewünscht, immerhin befinden wir uns wohl in einer anderen Welt.

Abegrundet wird der Roman durch Illustrationen, die an wenigen, aber passenden Stellen das Erzählte untersützen.

Insgesamt ein Lesegenuss, der unbedingt nach mehr schreit!