5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)

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Online Inge78

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5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« am: 17. Januar 2019, 07:33:21 »
Bitte hier nur zum o.g. Abschnitt posten
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Online Inge78

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #1 am: 27. Januar 2019, 12:35:38 »
Das Ende ist , perfekt.

Wobei mit der Weg zum Ende hin etwas zu viele Windungen hat. Dieses "hin und her" ist mir etwas zu viel. Lorenzo (übrigens, immer Lorenzo, also Sergio kann ich ihn einfach nicht sehen) ist erst Mafia, dann Sohn des Mafia Bosses, dann Polizist und verdeckter Ermittler, dann doch wieder nicht, dann doch. Und dann gibt es noch mehr korrupte Polizisten. Das hätte es für mich in der Form gar nicht mehr gebraucht. Auch wenn es schon natürlich sehr spannend ist und unbedingt in einem Rutsch gelesen werden will.

Ich bin etwas überrscht wie einfach Anna ihr Leben zurück lässt. Aber sie hatte ja vorher schon 2 1/2 Jahre, in denen sie sich quasi abgespalten hat von ihrem Leben in Deutschland.

Und der Epilog ist so cool. Einfach nur zum grinsen und wohlfühlen.

Danke für das Buch Corinna und danke für die tolle Leserunde

Und nun die Frage: was liest man danach?
Es gibt kein gutes Anschlußbuch an die Mafia
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Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #2 am: 27. Januar 2019, 13:12:35 »
Das Ende ist , perfekt.

Freu!  :yahoo1:

Wobei mit der Weg zum Ende hin etwas zu viele Windungen hat. Dieses "hin und her" ist mir etwas zu viel. Lorenzo (übrigens, immer Lorenzo, also Sergio kann ich ihn einfach nicht sehen) ist erst Mafia, dann Sohn des Mafia Bosses, dann Polizist und verdeckter Ermittler, dann doch wieder nicht, dann doch. Und dann gibt es noch mehr korrupte Polizisten. Das hätte es für mich in der Form gar nicht mehr gebraucht. Auch wenn es schon natürlich sehr spannend ist und unbedingt in einem Rutsch gelesen werden will.

Im ursprünglichen Schluss fahren Sergio (für mich ist er Sergio) nach ihrem Wiedersehen nach Italien, auf der Fahrt erzählt er ihr, was in Neapel noch so alles passiert ist und davon, wie er zur Mafia kam - and they lived happily ever after.
Das fand ich selbst etwas mager. Zu viel Gerede, zu wenig Handlung. Deshalb kamen der Showdown und die korrupten Polizisten dazu - eine gute Gelegenheit, Anna noch mal in Action zu zeigen, die ja nicht mehr viel Handlungsweisendes tut, nachdem Sergio sie zu Lombardi gebracht hat. Außerdem wollte ich auch Sergio gern noch mal zeigen lassen, was er kann. Planen und handeln.

Ich bin etwas überrscht wie einfach Anna ihr Leben zurück lässt. Aber sie hatte ja vorher schon 2 1/2 Jahre, in denen sie sich quasi abgespalten hat von ihrem Leben in Deutschland.

Ja, das denke ich auch. Im Grunde band sie nichts mehr an ihr altes Leben, das ohne Sergio auch nichts mehr wert gewesen wäre.

Und der Epilog ist so cool. Einfach nur zum grinsen und wohlfühlen.

Der Epilog basiert auf einem wahren Ereignis. Die einzige Szene, die das in diesem Roman von sich sagen kann.  :-> So was hab ich auf Ischia in einem Restaurant erlebt, wo sich ein deutsches Ehepaar ähnlich geäußert hat und ich mich fremdgeschämt hab. Auch wenn ich damals das Wort noch nicht kannte.

Danke für das Buch Corinna und danke für die tolle Leserunde

Und nun die Frage: was liest man danach?
Es gibt kein gutes Anschlußbuch an die Mafia

Sehr, sehr gerne  :schmusen1: - das war meine erste Mafia-Leserunde, ich durfte noch nie vorher so viel darüber quatschen.
Eine Folgelektüre, die direkt zur Mafia passt, kann ich leider nicht geben. Ich kenne da auch nix.  :->

Online Inge78

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #3 am: 28. Januar 2019, 08:00:31 »
Zitat
Im ursprünglichen Schluss fahren Sergio (für mich ist er Sergio) nach ihrem Wiedersehen nach Italien, auf der Fahrt erzählt er ihr, was in Neapel noch so alles passiert ist und davon, wie er zur Mafia kam - and they lived happily ever after.
Das fand ich selbst etwas mager. Zu viel Gerede, zu wenig Handlung. Deshalb kamen der Showdown und die korrupten Polizisten dazu - eine gute Gelegenheit, Anna noch mal in Action zu zeigen, die ja nicht mehr viel Handlungsweisendes tut, nachdem Sergio sie zu Lombardi gebracht hat. Außerdem wollte ich auch Sergio gern noch mal zeigen lassen, was er kann. Planen und handeln.

Tatsächlich hätte MIR das gereicht. Aber natürlich wäre dann der Nachteil gewesen, dass wir uns noch früher von den Beiden hätte verabschieden müssen

Zitat
Der Epilog basiert auf einem wahren Ereignis. Die einzige Szene, die das in diesem Roman von sich sagen kann.  :-> So was hab ich auf Ischia in einem Restaurant erlebt, wo sich ein deutsches Ehepaar ähnlich geäußert hat und ich mich fremdgeschämt hab. Auch wenn ich damals das Wort noch nicht kannte.

Und dann hat Jörg den Italiener gemacht  :-)
Aber so etwas ist echt peinlich  :dong:

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Offline nala11

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #4 am: 28. Januar 2019, 16:18:52 »
Hach!!
Ich habe es am Samstag morgen beendet und war begeistert und traurig zugleich …
Begeistert, weil es mir doch riesig Spaß gemacht hat, wieder mit Anna, Sergio und der Mafia unterwegs zu sein, und traurig, sie gehen zu lassen.

Ich mag ja Happy Endings so gut wi gar nicht... ich spinne gerne weiter.
Hier ist das Ende für mich auf jeden Fall
Zitat
perfekt.
!!

Ich habe den Epilog auch sehr gefeiert.

Wie es schon ein paarmal (zwei, oder drei, oder soo ... ) Sergio ist eine coole Sau ( wobei mich das Sau schon stört.. :zwinker:)

Ich habe mich in Holland auch schon mal ähnlich femdgeschämt und finde, dass Sergios Reaktion so genial ist. Solche Erdbewohner brauchen genau solche Reaktionen auf ihre verbalen Ausfälle!

Zitat
Im ursprünglichen Schluss fahren Sergio (für mich ist er Sergio) nach ihrem Wiedersehen nach Italien, auf der Fahrt erzählt er ihr, was in Neapel noch so alles passiert ist und davon, wie er zur Mafia kam - and they lived happily ever after.
Das fand ich selbst etwas mager. Zu viel Gerede, zu wenig Handlung. Deshalb kamen der Showdown und die korrupten Polizisten dazu - eine gute Gelegenheit, Anna noch mal in Action zu zeigen, die ja nicht mehr viel Handlungsweisendes tut, nachdem Sergio sie zu Lombardi gebracht hat. Außerdem wollte ich auch Sergio gern noch mal zeigen lassen, was er kann. Planen und handeln.
Mir war es auch ein bisschen too much, obwohl ich jetzt nach deiner Erklärung sagen muss, dass es so für mich besser ist. Wir haben ja schon gesagt, dass die Realität ein bisschen hintenan stehen darf...


Auch ich sage vielen, vielen Dank Corinna für die Mafia und diese sehr spaßige Leserunde!
Ach ja, ... du musst a doch noch mal .. und so ... :-> :zwinker: :knuddel:
Lesen ist nicht nur ein Hobby, es ist eine Lebenseinstellung.
Du misst das Jahr nicht in Wochen und Monaten, sondern in Büchern.

Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #5 am: 28. Januar 2019, 21:29:03 »
@Inge und Nala
Ich brauche selbst nicht dauernd Action, sondern hab auch viel übrig für Reden und sogar für längere innere Monologe. Aber so viel Erklärung ohne jede Handlung war selbst mir zu viel - es war wirklich lang. Zwischendrin hatte ich es versucht, mit einem kleinen Vergangenheitsteil aufzulockern, in dem ich ZEIGE, wie Sergio zu Lombardi kommt, aber das hätte den Rahmen gesprengt und zu nichts geführt. Obwohl mich daran gereizt hat, Sergio in jung zu begegnen.

Hihi, ja, das wär's gewesen mit Jörg als Sergio. Der Restaurantbesitzer hat - zumindest äußerlich - cool reagiert. Aber nicht so cool wie Sergio.  :->

@nala
Du magst keine Happy Endings? Und dass Du gern weiterspinnst, heißt für mich, Du magst offene Enden. Was ich persönlich überhaupt nicht leiden kann, außer im Falle von Fortsetzungsromanen. Ich möchte als Leserin wissen, wie's ausgeht. Sonst frag ich mich, ob der Autor es vielleicht bloß selbst nicht wusste.  :->

Ich danke ebenfalls für die tolle Leserunde - hat mir megaviel Spaß gemacht!  :dance:

Online Inge78

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #6 am: 29. Januar 2019, 08:14:12 »
Zitat
@Inge und Nala
Ich brauche selbst nicht dauernd Action, sondern hab auch viel übrig für Reden und sogar für längere innere Monologe. Aber so viel Erklärung ohne jede Handlung war selbst mir zu viel - es war wirklich lang. Zwischendrin hatte ich es versucht, mit einem kleinen Vergangenheitsteil aufzulockern, in dem ich ZEIGE, wie Sergio zu Lombardi kommt, aber das hätte den Rahmen gesprengt und zu nichts geführt. Obwohl mich daran gereizt hat, Sergio in jung zu begegnen.

Oh, ich würde sagen, da kündigt sich gerade ein zweiter Mafia Roman an
Also WIR würden Sergio auch gerne in jung erleben  :->
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Offline Vanessa

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #7 am: 30. Januar 2019, 15:41:10 »

@nala
Du magst keine Happy Endings? Und dass Du gern weiterspinnst, heißt für mich, Du magst offene Enden. Was ich persönlich überhaupt nicht leiden kann, außer im Falle von Fortsetzungsromanen. Ich möchte als Leserin wissen, wie's ausgeht. Sonst frag ich mich, ob der Autor es vielleicht bloß selbst nicht wusste.  :->

Ich danke ebenfalls für die tolle Leserunde - hat mir megaviel Spaß gemacht!  :dance:

Ha - hab mich drüben im anderen Abschnitt auch dazu geäußert. Ich bin da ein bißchen wie Carmen gestrickt. Happy Ends sind eher nicht so das, was ich mag. Ich hab's nicht so, wenn mir die Kauleiste verklebt vor zuviel Zucker.

Zitat
Ich bin etwas überrscht wie einfach Anna ihr Leben zurück lässt. Aber sie hatte ja vorher schon 2 1/2 Jahre, in denen sie sich quasi abgespalten hat von ihrem Leben in Deutschland.

Ganz ehrlich - das ist kein Problem. Ich glaube ich hätte nur ein Problem (oder Lorenzo hätte es, wenn er mich wirklich mitnehmen wollen würde) Paul und Ben müssten mit. Über den Rest kann ich streiten, aber niemals ohne Paul und Ben. Nicht mal für Lorenzo.
Aber was sonst hält Anna? Ein ungeliebter Job? Die Familie, die eh weit weg ist? An ihrer Stelle hätte ich null Probleme sofort und auf der Stelle zu gehen. Paul und Ben gibt es in Annas Leben ja nicht.

Zitat
So was hab ich auf Ischia in einem Restaurant erlebt, wo sich ein deutsches Ehepaar ähnlich geäußert hat und ich mich fremdgeschämt hab. Auch wenn ich damals das Wort noch nicht kannte.

Von sowas durften wir Zeuge auf Gran Canaria werden. So ein "Ruhrpottplautzentyp" bestellte ganz selbstbewußt "La Carta!" und guckte blöd, als der Kellner mit der Karte kam. Er wiederholte dann im Brustton der Überzeugung seine Forderung. Der Keller marschierte diensteifrig mit der Dessertkarte an. Da riss dem Plauzentyp der Geduldsfaden: "LA CARRRRTAAAA!" brüllte er augenverdrehend und machte dabei dann eine Geste, dass er zahlen wollte. Also marschierte der Kellner wieder los, kam mit der Rechnung und einem sehr freundlichen Lächeln zurück. "La Carta heißt Die Karte; La Quenta ist die Rechnung. Und wenn du kein spanisch kannst, dann sprich deutsch mit uns. Das können die Kellner hier alles sprechen."
Ich hab ihn so sehr gefeiert!!!


----

So, ich bin auch wieder durch. Und was soll ich sagen? Hamburg ist trist, öde und selbst im Sommer nasskalt. Das hast du super beschrieben, Corinna!
Nein, im Ernst: es kommt bei mir absolut an, dass Deutschland nach Italien ein gewaltiger Kulturschock sein muss. Zumal wenn man eben nicht auf diesen Touristenplattformen beschränkt ist, sondern sich das Land ansieht, in die Ecken vordringt, wo sich Touristen eher nicht hin verirren.

Auch wenn ich Annas Trauer vollkommen nachvollziehen kann - sie geht mir jedes Mal wieder auf den Zeiger! Ich könnte an der Stelle, wo sie in der Kirche in Hamburg sitzt und sich "ein letztes Mal das Bild von Sergio vor Augen führt" schütteln, schlagen... jedenfalls nichts explizit nettes mit ihr tun. Das geht mir zu weit.
Glücklicherweise kommt ja dann Sergio zurück (der für mich immer und unter allen Umständen Lorenzo ist) ich hätte es keine Zeile länger ertragen!

Das Wiedersehen dieses Mal ... nun ja, das finde ich nicht mehr so spektakulär wie das in Aramo. Aber das ist Geschmackssache. Lorenzos Geschichte finde ich dann wieder sehr spannend und endlich lernt man ein bißchen mehr von Mann kennen. "Annas Actionszene" finde ich dann auch wieder sehr fesselnd.  Und dann endlich sind sie zurück in Bella Italia. Was für mich nur in sofern ein "happy end" ist, als sie beide zusammen dort sind. Hätte es jetzt noch ne riesen Hochzeit und viele Bambini gegeben... hättest du es kaputt geschrieben  :->


Alles in allem nach wie vor absolut eines meiner Lieblingsbücher. Und ich weiß jetzt schon, dass ich spätestens nächstes Jahr um diese Zeit ein weiteres Mal ganz allein mit der Mafia sein werde  :schmacht:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
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Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #8 am: 30. Januar 2019, 19:58:20 »
Also WIR würden Sergio auch gerne in jung erleben  :->

Der junge Sergio in einem Vergangenheitsteil - jederzeit, mich reizt so was durchaus, Figuren in unterschiedlichem Alter kennenzulernen. Aber ein ganzer Roman... Eher nicht. Mit wirklich jungen Männern hab ich es nicht so - obwohl Sergio vermutlich in jungen Jahren aufgrund seines Lebens schon erwachsener war als so mancher andere in seinen Zwanzigern. Ich bevorzuge dennoch die Männer wenigstens ab Mitte 30, seit einigen Jahren am liebsten über 40 oder 50. Da merkt man dann doch sein eigenes Alter. ;-)

 

Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #9 am: 30. Januar 2019, 20:18:33 »
Ha - hab mich drüben im anderen Abschnitt auch dazu geäußert. Ich bin da ein bißchen wie Carmen gestrickt. Happy Ends sind eher nicht so das, was ich mag. Ich hab's nicht so, wenn mir die Kauleiste verklebt vor zuviel Zucker.

Dann magst Du vermutlich das Ende hier auch nicht, denn viel mehr Zucker geht ja kaum.  :->

Ganz ehrlich - das ist kein Problem. Ich glaube ich hätte nur ein Problem (oder Lorenzo hätte es, wenn er mich wirklich mitnehmen wollen würde) Paul und Ben müssten mit. Über den Rest kann ich streiten, aber niemals ohne Paul und Ben. Nicht mal für Lorenzo.
Aber was sonst hält Anna? Ein ungeliebter Job? Die Familie, die eh weit weg ist? An ihrer Stelle hätte ich null Probleme sofort und auf der Stelle zu gehen. Paul und Ben gibt es in Annas Leben ja nicht.

Wer sind Paul und Ben? Ich vermute mal ... Katzen?

Von sowas durften wir Zeuge auf Gran Canaria werden. So ein "Ruhrpottplautzentyp" bestellte ganz selbstbewußt "La Carta!" und guckte blöd, als der Kellner mit der Karte kam. Er wiederholte dann im Brustton der Überzeugung seine Forderung. Der Keller marschierte diensteifrig mit der Dessertkarte an. Da riss dem Plauzentyp der Geduldsfaden: "LA CARRRRTAAAA!" brüllte er augenverdrehend und machte dabei dann eine Geste, dass er zahlen wollte. Also marschierte der Kellner wieder los, kam mit der Rechnung und einem sehr freundlichen Lächeln zurück. "La Carta heißt Die Karte; La Quenta ist die Rechnung. Und wenn du kein spanisch kannst, dann sprich deutsch mit uns. Das können die Kellner hier alles sprechen."
Ich hab ihn so sehr gefeiert!!!

Wie absolut großartig!  :respekt3: :respekt3: :respekt3:

So, ich bin auch wieder durch. Und was soll ich sagen? Hamburg ist trist, öde und selbst im Sommer nasskalt. Das hast du super beschrieben, Corinna!
Nein, im Ernst: es kommt bei mir absolut an, dass Deutschland nach Italien ein gewaltiger Kulturschock sein muss. Zumal wenn man eben nicht auf diesen Touristenplattformen beschränkt ist, sondern sich das Land ansieht, in die Ecken vordringt, wo sich Touristen eher nicht hin verirren.

Ich hab das ähnlich empfunden wie Anna, wenn sicher auch nicht ganz so intensiv. Obwohl wir beide die touristischen Pfade nicht wirklich verlassen haben. Auch Anna sieht nicht, wie das Leben da wirklich funktioniert, Marios Albergo ist immer noch Touri-Gegend. Die Straße, in der Sergio und Paolo aufeinandertreffen, ist genauso wie beschrieben - und da gehen kaum Touristen durch. Aber es nicht das spanische Viertel, vor dem man damals schon gewarnt hat.
Ich hab nur einmal was gemacht, was man laut Reiseführer lieber nicht machen sollte als Frau. Allein bei Dunkeln losziehen. Das MUSSTE ich einfach machen - auch wenn Jörg alles andere als begeistert war. Naja, wie Ihr seht - ich lebe noch.  :-> Ich wurde auch nicht überfallen, wie die Dame aus unseren Hotel, die mit Goldtäschen lostigerte... Das Schlimmste, was mir passierte, war, dass es anfing zu regnen, und ich hatte keinen Schirm. Ach ja, ich wurde auch angequatscht, aber ich ziehe vor zu glauben, dass der Typ mich nur im Auto mitnehmen wollte, weil's regnete. Er ließ mich in Ruhe, als ich dankend ablehnte.

Auch wenn ich Annas Trauer vollkommen nachvollziehen kann - sie geht mir jedes Mal wieder auf den Zeiger! Ich könnte an der Stelle, wo sie in der Kirche in Hamburg sitzt und sich "ein letztes Mal das Bild von Sergio vor Augen führt" schütteln, schlagen... jedenfalls nichts explizit nettes mit ihr tun. Das geht mir zu weit.
Glücklicherweise kommt ja dann Sergio zurück (der für mich immer und unter allen Umständen Lorenzo ist) ich hätte es keine Zeile länger ertragen!

Das tut mir leid. Solltest Du den Roman ein siebtes Mal lesen, überschlag das doch einfach.  :->

Das Wiedersehen dieses Mal ... nun ja, das finde ich nicht mehr so spektakulär wie das in Aramo. Aber das ist Geschmackssache. Lorenzos Geschichte finde ich dann wieder sehr spannend und endlich lernt man ein bißchen mehr von Mann kennen. "Annas Actionszene" finde ich dann auch wieder sehr fesselnd.  Und dann endlich sind sie zurück in Bella Italia. Was für mich nur in sofern ein "happy end" ist, als sie beide zusammen dort sind. Hätte es jetzt noch ne riesen Hochzeit und viele Bambini gegeben... hättest du es kaputt geschrieben  :->

Ah, okay, verstehe jetzt, was Du mit zuckrigem Happy End meinst.  :-> Ich kann Dich beruhigen: Die beiden werden nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Aber trotzdem glücklich zusammen alt werden.  :schmacht:

Alles in allem nach wie vor absolut eines meiner Lieblingsbücher. Und ich weiß jetzt schon, dass ich spätestens nächstes Jahr um diese Zeit ein weiteres Mal ganz allein mit der Mafia sein werde  :schmacht:

 :yahoo1: :yahoo1: :yahoo1: :yahoo1:

Offline Vanessa

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #10 am: 30. Januar 2019, 23:04:33 »
Ganz ehrlich - das ist kein Problem. Ich glaube ich hätte nur ein Problem (oder Lorenzo hätte es, wenn er mich wirklich mitnehmen wollen würde) Paul und Ben müssten mit. Über den Rest kann ich streiten, aber niemals ohne Paul und Ben. Nicht mal für Lorenzo.
Aber was sonst hält Anna? Ein ungeliebter Job? Die Familie, die eh weit weg ist? An ihrer Stelle hätte ich null Probleme sofort und auf der Stelle zu gehen. Paul und Ben gibt es in Annas Leben ja nicht.

Wer sind Paul und Ben? Ich vermute mal ... Katzen?

Ja  :->. Große Liebe, die könnte ich nicht verlassen.


So, ich bin auch wieder durch. Und was soll ich sagen? Hamburg ist trist, öde und selbst im Sommer nasskalt. Das hast du super beschrieben, Corinna!
Nein, im Ernst: es kommt bei mir absolut an, dass Deutschland nach Italien ein gewaltiger Kulturschock sein muss. Zumal wenn man eben nicht auf diesen Touristenplattformen beschränkt ist, sondern sich das Land ansieht, in die Ecken vordringt, wo sich Touristen eher nicht hin verirren.

Ich hab das ähnlich empfunden wie Anna, wenn sicher auch nicht ganz so intensiv. Obwohl wir beide die touristischen Pfade nicht wirklich verlassen haben. Auch Anna sieht nicht, wie das Leben da wirklich funktioniert, Marios Albergo ist immer noch Touri-Gegend. Die Straße, in der Sergio und Paolo aufeinandertreffen, ist genauso wie beschrieben - und da gehen kaum Touristen durch. Aber es nicht das spanische Viertel, vor dem man damals schon gewarnt hat.
Ich hab nur einmal was gemacht, was man laut Reiseführer lieber nicht machen sollte als Frau. Allein bei Dunkeln losziehen. Das MUSSTE ich einfach machen - auch wenn Jörg alles andere als begeistert war. Naja, wie Ihr seht - ich lebe noch.  :-> Ich wurde auch nicht überfallen, wie die Dame aus unseren Hotel, die mit Goldtäschen lostigerte... Das Schlimmste, was mir passierte, war, dass es anfing zu regnen, und ich hatte keinen Schirm. Ach ja, ich wurde auch angequatscht, aber ich ziehe vor zu glauben, dass der Typ mich nur im Auto mitnehmen wollte, weil's regnete. Er ließ mich in Ruhe, als ich dankend ablehnte.

Ich meinte in dem Zusammenhang auch eher die kleinen Orte wir Carcetta (auch wenn frei erfunden :) ) und Aramo. Ich vermute sooooo viele Touris werden sich da eher nicht unbedingt hin verirren. Und ja, ich glaube sofort das es nicht die beste Idee sein kann im spanischen Viertel oder auch in den Hinterhöfen und Seitenstraßen als offenkundiger Tourist herum zu schnüffeln. Das finde ich schon beim lesen durchaus einigermaßen beängstigend.

Hut ab. Ich hätte mir vermutlich in die Hosen gemacht und kann deinen Jörg absolut verstehen. Da wäre mir an seiner Stelle auch nicht wohl dabei gewesen, dich alleine durch die Nacht streifen zu lassen. Wobei ich es schon reichlich... dämlich ist glaube ich das richtige Wort ... finde, was die Dame aus eurem Hotel da versucht hat. Wie kann man denn so zur Schau gestellt als Tourist meinen, sich nachts unters Volk mischen zu müssen? Manche Menschen... gut das es sie gibt, sonst hätten wir nichts, das wir erzählen können  :elch:.


Das Wiedersehen dieses Mal ... nun ja, das finde ich nicht mehr so spektakulär wie das in Aramo. Aber das ist Geschmackssache. Lorenzos Geschichte finde ich dann wieder sehr spannend und endlich lernt man ein bißchen mehr von Mann kennen. "Annas Actionszene" finde ich dann auch wieder sehr fesselnd.  Und dann endlich sind sie zurück in Bella Italia. Was für mich nur in sofern ein "happy end" ist, als sie beide zusammen dort sind. Hätte es jetzt noch ne riesen Hochzeit und viele Bambini gegeben... hättest du es kaputt geschrieben  :->

Ah, okay, verstehe jetzt, was Du mit zuckrigem Happy End meinst.  :-> Ich kann Dich beruhigen: Die beiden werden nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Aber trotzdem glücklich zusammen alt werden.  :schmacht:

Damit kann ich absolut leben. Und ich finde es so schön, immer wieder! Ich mag die Espressobar und das Dorf stelle ich mir so richtig urig italienisch vor. Wäre eine Idee für einen Urlaub ... wir könnten Anna den Mann ausspannen  :-).

Alles in allem nach wie vor absolut eines meiner Lieblingsbücher. Und ich weiß jetzt schon, dass ich spätestens nächstes Jahr um diese Zeit ein weiteres Mal ganz allein mit der Mafia sein werde  :schmacht:

 :yahoo1: :yahoo1: :yahoo1: :yahoo1:

 :dance:
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Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #11 am: 31. Januar 2019, 17:03:27 »
Ich meinte in dem Zusammenhang auch eher die kleinen Orte wir Carcetta (auch wenn frei erfunden :) ) und Aramo. Ich vermute sooooo viele Touris werden sich da eher nicht unbedingt hin verirren.

Ich hab gar keine da gesehen. Und es war durchaus Ferienzeit, also Sommer.
Die Fahrerei dahin ist übrigens tatsächlich kein Kinderspiel, ich war froh, dass ich nicht am Steuer sitzen musste.

Hut ab. Ich hätte mir vermutlich in die Hosen gemacht und kann deinen Jörg absolut verstehen. Da wäre mir an seiner Stelle auch nicht wohl dabei gewesen, dich alleine durch die Nacht streifen zu lassen. Wobei ich es schon reichlich... dämlich ist glaube ich das richtige Wort ... finde, was die Dame aus eurem Hotel da versucht hat. Wie kann man denn so zur Schau gestellt als Tourist meinen, sich nachts unters Volk mischen zu müssen? Manche Menschen... gut das es sie gibt, sonst hätten wir nichts, das wir erzählen können  :elch:.

Genau das dachte ich auch. Ich normal angezogen - ohne jegliche Tasche.  :-> Und ich fand's genial und möchte dieses Erlebnis echt nicht missen.

Damit kann ich absolut leben. Und ich finde es so schön, immer wieder! Ich mag die Espressobar und das Dorf stelle ich mir so richtig urig italienisch vor. Wäre eine Idee für einen Urlaub ... wir könnten Anna den Mann ausspannen  :-).

Ich glaub nicht, dass uns das gelingt.  Also, mir jedenfalls nicht. Ich bin auch mittlerweile schon eine Kleinigkeit zu alt für Sergio...  :->

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #12 am: 31. Januar 2019, 17:37:57 »
Ich meinte in dem Zusammenhang auch eher die kleinen Orte wir Carcetta (auch wenn frei erfunden :) ) und Aramo. Ich vermute sooooo viele Touris werden sich da eher nicht unbedingt hin verirren.

Ich hab gar keine da gesehen. Und es war durchaus Ferienzeit, also Sommer.
Die Fahrerei dahin ist übrigens tatsächlich kein Kinderspiel, ich war froh, dass ich nicht am Steuer sitzen musste.

Ich bin da nicht so ängstlich. Ich fahre los und der Rest findet sich. Gerade im Ausland. Und seit es Maps auf dem Handy gibt, ist es ja nur noch halb so wild.


Damit kann ich absolut leben. Und ich finde es so schön, immer wieder! Ich mag die Espressobar und das Dorf stelle ich mir so richtig urig italienisch vor. Wäre eine Idee für einen Urlaub ... wir könnten Anna den Mann ausspannen  :-).

Ich glaub nicht, dass uns das gelingt.  Also, mir jedenfalls nicht. Ich bin auch mittlerweile schon eine Kleinigkeit zu alt für Sergio...  :->

Zerstör doch nicht meine hübsche Illusion...  :heul:. Aber eigentlich müsste Sergio ja auch älter geworden sein. Und wenn nicht - dann ist er jetzt definitiv im richtigen Alter für mich  :schmacht: :wieher:
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Ist wert, daß es zugrunde geht;
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Offline Corinna Kastner

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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #13 am: 01. Februar 2019, 16:15:38 »
Aber eigentlich müsste Sergio ja auch älter geworden sein. Und wenn nicht - dann ist er jetzt definitiv im richtigen Alter für mich  :schmacht: :wieher:

Das ist jetzt ein interessantes Rechenexempel - wenn Sergio älter geworden wäre. Was nimmst Du als Grundlage? Als ich den Roman schrieb? Da war ja um die Jahrtausendwende, also rund vor rund 20 Jahren. Dann wäre Sergio jetzt 67. Für mich wäre er somit durchaus noch interessant mit meinen 53. Für Dich - weiß ich jetzt nicht.  :-> Wenn Du vom Veröffentlichungsdatum ausgehst, also 2013, wäre Sergio jetzt genauso alt wie ich. Da könnten wir uns also vielleicht noch um ihn streiten...

Falls er nicht älter geworden ist, wäre er immer noch 47, und da müsste er in meinem Fall schon auf ältere Frauen stehen. Da Du sicher ein paar Jährchen jünger bist als ich, hättest Du definitiv die besseren Chancen.  :gruebel: :->


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Re: 5. Abschnitt: Teil 2 IX - XVII (inkl. Epilog)
« Antwort #14 am: 04. Februar 2019, 07:01:09 »
Also 67 ist schon ... sehr alt  :asbachuralt:

Wobei Lorenzo bestimmt in Würde altert und mit den Jahren auch noch immer besser wird
Es gibt ja so Männern, die werden nicht wirklich "alt" im Sinne von "opa-alt"
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