Robert Corvus - Berg der Macht (Gezeiten der Macht 1)

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Offline Inge78

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Zitat
Der Granit des Bergs Ianapat verleiht dem Adel ewiges Leben. Der Preis dafür: die Trennung der Seele vom Körper, denn unsterblich sind nur Geister. Die Adelshäuser sind dem Willen jener Geister unterworfen. Nach den Launen der Unsterblichen fechten sie ihre Fehden aus – und besiegeln Bündnisse mit Heiraten. Doch die Grafentochter Semire von Schneegrund will beweisen, dass mehr an ihr von Nutzen ist als nur die Hand, die sie einem Baron reichen kann. Währenddessen tritt der Maler Quilûn in den Dienst des Tiefen Hauses Schneegrund. Unversehens wird er zu einer Figur im Machtkampf der Herrschenden. Seine Stellung könnte das Tor zur Gerechtigkeit und Freiheit für alle sein ...

Semire, die Adelstochter und Quilûn, der Arbeiterjunge , begegnen sich bereits als Jugendliche als Quilûn Eltern bei der Ausübung ihrer Arbeit als Spiegelreiniger im berg verunglücken. Quilûn wird als Waise vn Semires Vater unterstützt.
Jahre später ist Quilûn ein Maler und Semire versucht ihren Platz in einer männerdominierten Welt zu behaupten. Ihr Vater steht kurz davor, in den Berg zu gehen. Dort ist das Machtzentrum der Welt, dort sind die Ahnen und lenken immer noch die Geschicke ihrer Familien. Doch Graf Golar entdeckt noch etwas Anderes ...

Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie. Die Personen werden eingeführt und zum Ende hin sind auch noch einige Fragen offen. Das Buch liest sich rutschig, die Story ist interessant und spannend. Vor Allem die Macht der Steine finde ich sehr interessant und auch ungewöhnlich. Für einen "Robert Corvus" ist das Buch überraschend wenig lutig und fast schon nett. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Band der Reihe

« Letzte Änderung: 03. Mai 2019, 09:57:11 von Inge78 »
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Offline mowala

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Re: Robert Corvus - Berg der Macht (Gezeiten der Macht 1)
« Antwort #1 am: 15. Mai 2019, 16:40:33 »
Im und auf dem Berg Ianapat liegt die Macht der Magie im Stein. Die adligen Bewohner können sich für ewiges Leben in den Tiefen des Berges als Geist entscheiden. Dies setzt jedoch eine Trennung von Körper und Seele voraus. Als Geist nehmen sie immer haben sie die Möglichkeit auf die Geschicke der Adelshäuser und ihrer Familien Einfluss zu nehmen.

Eine der Hauptfiguren ist die junge Adlige Semire, die ihren Lebenszweck nicht in der Heirat mit einem politisch möglichst nützlichen Adligen sieht und darin ihre Zeit mit Sticken und Teegesellschaften zu verbringen. Sie möchte Einfluß auf die Politik und Wirtschaft nehmen und will auch Kämpfe nicht den Männern überlassen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie einige interessante Mölichkeiten, diese Ziele zu erreichen.


Die zweite spannende Figur ist die junge Magierin Kyrin, die auch nicht immer tut, was von ihr verlangt wird und gerne bereit ist verbotene Wege zu gehen um den von Graf Golar, Semires Vater, erteilten Auftrag auszuführen.


Und dann haben wir noch Quilûn, ein begnadeter Maler, der einen guten Blick für die Wahrheit hat. Er gerät unverhofft in den Strudel von Krieg und Intrigen. Seine Person bleibt für mich noch etwas blass, aber das wird sich in den Folgebänden sicher ändern.



Wie immer versteht Robert Corvus es, eine faszinierende Welt voller spannender Überraschungen zu schaffen.

Er macht es dem Leser leicht, das Kopfkino einzuschalten, egal ob er eine Kampfszene beschreibt oder die Gegebenheiten eines Schauplatzes, wie zum Beispiel das Spiegellabyrinth in die Tiefe des Berges und die Wesen, die dort leben.

Am Ende des Buches hat sich einiges aufgeklärt, andere Fragen blieben offen. Aber es gibt ja noch zwei Bände, die mit Sicherheit alles auflösen und es wieder an Spannung und tollen Ideen nicht mangeln lassen werden.

Im Vergleich zu anderen Büchern des Autors was "Berg der Macht" weniger "dark". Aber auch das mag sich noch ändern.


Auf jeden Fall kann man gespannt sein.

« Letzte Änderung: 15. Mai 2019, 16:51:04 von mowala »
Das Leben ist zu kurz für später