Linwood Barclay: Ohne ein Wort

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Offline Steffi

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Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« am: 01. Juli 2007, 19:50:38 »
Hallo Ihr Lieben!

Ich hätte meinen momentanen Lesestoff auch in den passenden Thread schreiben können, aber da das Buch in aller Munde ist, denke ich, es lohnt sich ein eigener Thread.

Ich habe vor zwei Tagen mit "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay angefangen.

Hier mal alle Infos zum Buch:



"Ich wollte, Ihr wärt tot!" Das wünscht die 14-jährige Cynthia ihren Eltern. Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter verschwunden. Auch ihr Bruder ist weg. Spurlos. Ohne ein Wort. Kein Hinweis, keine Nachricht bleiben für Cynthia zurück. Erst 25 Jahre später, als sie selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Hinweise aus ihrer Vergangenheit auf. Mysteriös, gefährlich, tödlich - etwas Böses kehrt zurück.

[isbn]3548267432[/isbn]

Ich brauchte für die Arbeit was schnell zu lesendes und nach den ersten zwei drei Seiten war mir klar - mit diesem Buch geht das prima.

Das Buch verkauft sich momentan wie geschnitten Brot. Werbung im Fernsehen, tolle Kritiken, zeitweise ganz ganz vorne im amazon Verkaufsranking - jeder will anscheinend dieses Buch. Meine Kollegen haben es auch alle klasse gefunden.

Ich hab noch ca 150 Seiten und irre noch total im Dunkeln. Ich hab keinen blassen Schimmer, worauf das alles hinausläuft.

Ob das Buch ein richtiger Burner ist, kann ich allerdings auch noch nicht sagen. Wie gesagt, es liest sich extrem gut, weil es sehr dialoglastig ist. Interessant auch, das es aus Sicht von Cynthias Ehemann geschrieben ist (außer dem Prolog, wo geschildert wird, wie Cynthia als Jugendliche in einem leeren Haus aufwacht und ihre Eltern verschwunden sind). Ein Kniff, der mir sehr gut gefällt, weil man so nicht erfährt, was Cynthia denkt und sie schlecht einschätzen kann.

Hat das Buch schon jemand gelesen?

Amazon bietet übrigens einen Trailer zu diesem Buch: http://www.amazon.de/gp/redirect.html/ref=amb_link_43150165_1/302-8368217-2603252?location=http://anon.amazon-de.speedera.net/anon.amazon-de/all-media/books/Film_Barclay.wmv&token=DCCC6B468B4FEB12DFF7135DF5C81DC38EA51CC5&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=special-offers-3&pf_rd_r=1EH70JT54AQ9D1DPTYRB&pf_rd_t=201&pf_rd_p=143564991&pf_rd_i=3548267432

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Offline Siri

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #1 am: 01. Juli 2007, 20:17:40 »
Hallo Steffi !
Nein noch nicht , aber dank Dir ist es ja im Einkaufskorb von Amazon gelandet und nun warte ich schon sehnsüchtig das es endlich bei mir eintrudelt .

Ich hab beim nachsehen ob der Autor aus der USA  kommt noch einen Link entdeckt wo man neben der Leseprobe auch noch 10 Exemplare des Buches gewinnen kann. Der gute Autor kommt aus Kanada .

http://www.vox.de/27477_42288.php

Liebe Grüße Siri

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Offline Steffi

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #2 am: 02. Juli 2007, 15:38:14 »
Hallo Ihr Lieben!

Habe das Buch beendet (ich hab heute und morgen frei) und nunja...bin etwas ratlos.

Das Buch war auf jeden Fall ein Pageturner, weil es sich echt leicht lesen ließ. Fast nur Dialoge. Da fällt es schwer aufzuhören (wie bei Patterson) und wen ich momentan mal eben so schnell ein Buch auslese heißt das auch was.
ABER - ich kann den Hype um das Buch nicht verstehen.

Versteht mich nicht falsch - es ist kein schlechtes Buch, aber ich habe schon jede Menge viel viel bessere Thriller gelesen, die weder so viel Aufmerksamkeit noch so viele gute Kritiken bekommen haben.

Vielleicht hab ich aber auch schon zu viele Krimis gelesen, das mich "Ohne ein Wort" nicht so von den Socken haut. Ich würde jetzt gerne ein paar Beispiele nennen, will hier aber niemandem zu viel verraten.

Wenn es einer von Euch gelesen hat (ich weiß ja, es haben sich mehrere Leute hier das Buch gekauft), wäre es toll, wenn wir hier ein bisschen drüber quatschen können.

Heute abend gehe ich mit meinen Kollegen zum Italiener (Teamsitzung *GG*). Da werde ich auch mal abklopfen, was die denn so toll gefunden haben an dem Teil.  :kopfkratz:

Liebe Grüße,
Steffi
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Offline Susanne

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #3 am: 02. Juli 2007, 16:23:44 »
Hallo Steffi,

Das Buch werde ich jetzt als nächstes Lesen, wenn ich meinen Lolly Winston beendet habe. Nach Deinen Erzählungen um das Buch und den Hype den Du berichtest, bin ich doch ziemlich neugierig geworden.
Da ich das Buch schon zu Hause habe, werde ich heute bestimmt mit dem Buch  noch anfangen. Bei so gehypten Büchern bin ich eigentlich sehr skeptisch und wußte als ich mir das Buch gekauft habe auch nicht, daß es so beworben wird.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Siri

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #4 am: 02. Juli 2007, 19:01:40 »
Hallo !
Meins ist noch nicht da . Wenn ich den Patterson beendet habe  -hab auch noch eine LR - werde ich es wenn es zeitlich klappt, danach mit diesem Buch anfangen , so es eingetrudelt ist  (nach Patterson, lese ja parallel ) .
Klar quatschen können wir dann gerne drüber .
Das finde ich eh so klasse und macht mir sehr viel Spaß .
Melde mich dann auf jeden Fall .
Liebe Grüße Siri
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Offline Susanne

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #5 am: 03. Juli 2007, 13:18:38 »
Hallo Steffi,

Das Buch habe ich gestern angefangen zu lesen und wie Du schon erwähnt hast liest es sich wirklich schnell weg. Aber so richtig begeistert bin ich von dem Buch noch nicht.
Das erste Kapitel hat ja recht lebendig und vielversprechend angefangen. Die Idee, die Geschichte aus der Sichr des Mannes dann weiter zu erzählen, ist vielleicht ganz gut. Aber für mich ist seitdem die Geschichte ein wenig emotionslos bzw. deutlich weniger lebendig geworden.
Ich bin jetzt etwa auf Seite 100 (das Buch liest sich wie gesagt gamu gut). Aber der Bruner ist es bisher nicht.
Was das Buch natürlich interessant macht ist, daß ich unbedingt wissen möchte, ob die Eltern und der Bruder noch leben, oder wie und wann usw. sie ermordet wurden.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Susanne

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #6 am: 06. Juli 2007, 16:09:17 »
Hallo Steffi,

Das Buch habe ich jetzt ausgelesen und fand es zwar nicht schlecht, aber genau wie Du nicht unbedingt den "Burner".

Das erste Kapitel beginnt absolut super spannend und ist auch toll geschrieben. Danach kommt es (für mich leider) zum Wechsel der Erzählperspektive, was vielleicht ein guter Einfalll sein sollte, aber für mich irgendwie nicht passte. Der Mann hat die Geschichte zu emotionslos beschrieben. Eher wie ein Beobachter und nicht wie ein Mensch der in die Ereignisse verstrickt war/ist. Oder wie hast Du das empfunden?

Das Buch hat sich zwar sehr gut lesen lasse, aber einen Teil der Lösung konnte man relativ schnell erahnen und ein paar der Morde waren nicht so ganz einleuchtend. Soweit man bei Morden überhaupt diese Frage stellen kann.

Von der Inhaltsangabe des Buches hatte ich mir einfach mehr versprochen.

Liebe Grüße
Susanne
« Letzte Änderung: 07. Juli 2007, 11:49:18 von Susanne »

Offline Steffi

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #7 am: 16. August 2007, 10:14:33 »
Hallo Susanne!

Dein Beitrag ist schon ein wenig her, aber der ist mir irgendwie durch die Lappen gegangen.

Achtung - ich spoiler jetzt - für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben.

Fandest Du die Auflösung mit dem Vater schlüssig? Also das mit der zweiten Ehefrau, die ihn so unter Kontrolle hatte? Ich weiß nicht, ich fand das irgendwie Banane. Klar, er hatte sicher angst, das sie ihn verrät, aber gehe ich nicht lieber für ein paar Jahre in den Knast, als mein Leben lang in Angst und Schrecken zu leben? Ich fand das alles total konstruiert.

Meine Kollegin meinte, sie fände an dem Buch so toll, das der Autor es so gut zu Ende bekomme hätte. Das ist ja oft bei guten Thrillern das Problem, das den Autoren auf den letzten Metern die Puste ausgeht. Gerade mir hat das Ende nicht gefallen. Irgendwie weiß ich ich auch nicht - ich fands doof!  :->

Und im Nachhinein muss ich sagen, war es zwar interessant den Roman aus der Perspektive des Ehemanns zu lesen, aber es hat leider auch dazu beigetragen ein bisschen aussen vor zu sein. Zwar war diese Perspektive sicher nötig, damit der Leser auch zwischendurch Cynthia als Täterin im Blick hatte, aber emotional wäre der Roman sicher eindringlicher gewesen, wenn er aus ihrer Sicht geschrieben worden wäre.

Also wie gesagt, der Roman war nett und auch keine Zeitvergeudung, aber mehr als eine 2- oder 3+ werde ich bei meiner Rezi nicht geben.

Bin übrigens mal gespannt, wann ein neuer Roman von ihm kommt und ob der Verlag so dumm ist, Barclay dann wegen des Erfolgs als HC rauszubringen. DAS würde ich nämlich nicht kaufen.

Liebe Grüße,
Steffi
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Offline Susanne

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Re: Linwood Barclay: Ohne ein Wort
« Antwort #8 am: 16. August 2007, 20:22:57 »
Hallo Steffi,


Spoiler zum Buch:
Das der Vater seine Tochter in so einer so schrecklichen Situation allein läßt, konnte und kann ich nicht verstehen. Er muß sich doch vorstellen können, was aus seinem Kind wird, wenn es denkt die Eltern haben sie verlassen, ohne Grund. Und sie glaubt in ihrem kindlichen Denken vielleicht sie ist schuld daran.
Auch wenn er noch ein anderes Kind hat, auf das er aufpassen, oder das er behüten muß. Es gibt doch bestimmt noch andere Wege diese Frau zu stoppen.

Und im Nachhinein muss ich sagen, war es zwar interessant den Roman aus der Perspektive des Ehemanns zu lesen, aber es hat leider auch dazu beigetragen ein bisschen aussen vor zu sein. Zwar war diese Perspektive sicher nötig, damit der Leser auch zwischendurch Cynthia als Täterin im Blick hatte, aber emotional wäre der Roman sicher eindringlicher gewesen, wenn er aus ihrer Sicht geschrieben worden wäre.

Genau das meinte ich mit dem emotionslos. Der Ehemann hat die Geschichte für mich als Erzähler erzählt und nicht als wirklich Beteidigter.


Bin übrigens mal gespannt, wann ein neuer Roman von ihm kommt und ob der Verlag so dumm ist, Barclay dann wegen des Erfolgs als HC rauszubringen. DAS würde ich nämlich nicht kaufen.
Ich würde auf HC tippen. Bei diesem Erfolg vom Buch.

Liebe Grüße
Susanne