Marion Zimmer-Bradley: Das Licht von Atlantis (Bd. 1)

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Offline SusanneP.

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    • Susanne Pilastro
Marion Zimmer-Bradley: Das Licht von Atlantis (Bd. 1)
« am: 02. August 2007, 22:14:22 »
[isbn]3404131037[/isbn]

Marion Zimmer-Bradley beginnt mit "Das Licht von Atlantis" die bis jetzt siebenreihige Avalon-Saga, die im Moment mit "Die Nebel von Avalon" ihr Ende nimmt.

Die weiblichen Protagonisten sind Domaris und Deoris, Schwestern und beide Schülerinnen im Tempel der Weißmäntel auf der Hautpinsel des Inselverbundes Atlantis. Sie treffen dort zusammen auf die männlichen Protagonisten: Die Brüder Micon (Träger des alten Wissens und der alten Macht) und Reio-ta, beide Prinzen einer Verbundinsel, die der schrecklichen Folter der Schwarzmäntel entkommen sind.

Wir begleiten diese vier teilweise sehr jungen Atlanter bei der Suche nach den Peinigern der Prinzen, die das alte Wissen für sich entdecken wollen, um damit absolute Macht zu erlangen. Dabei steht die Zukunft des Inselstaates auf dem Spiel. Ob ihnen Riveda, ein Graumantel, dabei wirklich helfen kann???

Ich kann mir vorstellen, dass ein Leser, der vielleicht esoterisch oder philosophisch nicht sehr belesen ist, eine Passagen in diesem Buch absolut weltfremd, unrealistisch und vielleicht ärgerlich findet. Die absolute und strenge Abgrenzung der Weiß-, Grau- und Schwarzmäntel und die Rituale der drei Richtungen kann befremdend wirken, doch wird man rasch feststellen, dass alles auf ein Prinzip "Aktion-Reaktion" hinausläuft, was auf die heutige Gesellschaft durchaus auch anwendbar ist... Nichts im Leben ist wirklich böse, nichts ist wirklich gut. Es kommt darauf an, für was wir uns entscheiden!

Leser, die mehr vom alltäglichen Leben auf Atlantis lesen wollen, sind mit anderen Büchern besser beraten. Doch wer in das Leben der Gelehrten und Priester, ihren Ritualen und Weltanschauungen eintauchen will, der ist hier richtig.
Ebenso ist dieses Buch meines Erachtens notwendig, um Situationen und Passagen im Folgeband "Die Ahnen von Avalon" besser zu verstehen. Dieses gibt zwar einen recht guten Rückblick über die Geschehnisse, doch erklärt es nicht, was es mit den Tempelnamen/Seelen der Protagonisten auf sich hat... Und diese tauchen spätestens im vierten Band "Die Wälder von Albion" wieder auf und ziehen sich durch die ganze restliche Saga...

Ich habe mich in dem Buch und seiner Thematik sehr gut zurecht gefunden und fand es von der ersten Seite an spannend. Einzig der enge Satz strengte das Auge auf Dauer etwas an.

Von daher vergebe ich - eine Schulnote von 1,8
« Letzte Änderung: 02. August 2007, 22:56:39 von Dante »