Markus Heitz: Der Krieg der Zwerge

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Offline Kathrin

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Markus Heitz: Der Krieg der Zwerge
« am: 14. November 2007, 15:12:39 »
[isbn]3492700934[/isbn]   Verlag: Piper
ISBN: 3492700934
Seiten: 608
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 14,00


Kurzbeschreibung:
Während das Geborgene Land und der Zwerg Tungdil mit seinen Freunden noch den Sieg über den Verräter Nôd'onn feiern, macht sich eine letzte Ork-Armee heimlich auf den Weg nach Norden, um das Zwergenreich der Fünften zu erobern. Das Schwarze Wasser, das Vermächtnis des Toten Landes, hat sie unsterblich werden lassen. Zu allem Unglück endet der Feldzug gegen die Albae, die dunklen Elben in Dsôn Balsur, im Streit zwischen Zwergen und Elben. Tungdil sucht Verbündete bei den geheimnisvollen ausgestoßenen Zwergen und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Er hört von Salfalur, dem Mörder seiner Eltern und Kriegsherr beim Stamm der Dritten, den Zwergentötern. Allerdings benötigt er ihn und dessen Volk ebenfalls als Verbündete. Tungdils Herz geht neue Wege. Bei den Ausgestoßenen findet er eine Zwergin, die seine Liebe zu Balyndis ins Wanken bringt. Da mehren sich die Zeichen, dass eine Bedrohung aus dem Westen tatsächlich an den Grenzen des Geborgenen Landes aufmarschiert, der die Völker nicht gewachsen zu sein scheinen. Denn was unternimmt man gegen göttliche Widersacher? War es ein Fehler gewesen, Nôd'onn zu vernichten? Die Zwerge bieten den Angreifern dennoch die Stirn, Tungdils Heldenmut ist ein weiteres Mal gefordert.

Meine Meinung:
Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, ein absolut nervtötendes Buch beiseite zu legen, hab ich mir spontan den zweiten Teil der Zwerge-Trilogie von Markus Heitz geschnappt, weil das grade in meine akute Fantasy-Laune so schön passte. Vermutlich hab ich grad einen kleinen Histo-Koller, auf jeden Fall scheint mich dieses Buch nun endgültig aus der Leseflaute rauszureißen.

Gleich mit den ersten Seiten schafft es der Autor mich wieder voll und ganz in die Welt der Zwerge zu ziehen und leider muss ich auch direkt um den ersten meiner Lieblinge bangen, Boendal, der etwas beherrschtere Zwillingsbruder von Ingrimmsch, der jetzt wohl mein Liebling ist, wo doch mein Bavragor in Teil 1 sterben musste. Aber letztlich finde ich es ja nur gut, wenn nicht alle „Guten“ überleben dürfen, das macht das ganze doch realistischer, wenn man das von Fantasy überhaupt sagen kann.

Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich viel zu viel Zeit hab verstreichen lassen zwischen Teil 1 und Teil 2 der Zwerge-Trilogie. Ich hab zwar die Grundzüge wieder intus, aber mir fehlen Kleinigkeiten. Ich hab zum Beispiel die ganze Zeit bei Balendilin ein schlechtes Gefühl im Bauch, als ob ich ihn nicht leiden könnte, hab aber gleichzeitig auch das Gefühl, dass ich ihn mit Bislipur verwechsle, von dem jetzt im zweiten Teil ziemlich schlecht gesprochen wird. Ich glaub langsam echt, dass ich mich die alte Leserunde reinlesen muss, mir fehlen echt ein paar Details. Ich frag mich zum Beispiel auch, ob in Teil 1 geklärt wurde, was genau hinter Djerun steckt. Und ich frag mich auch, ob ich Andokai oder später dann Namora vertrauen kann. Aber es ist gut wenn es so ist, dass ich nicht eindeutig einordnen kann, wie ich diese Figuren bewerten soll, das macht es unendlich spannend und abwechslungsreich.

Was mir sehr gut gefällt, ist, dass die Zwerge ihre Gefühle ausleben dürfen und ihre eigene Gesellschaftsstruktur haben und ich bin eindeutig bekennender Fan der Freien!!! Ich schätze ich stehe einfach auf Revoluzzer aller Art und viele der Freien sind eindeutig Revoluzzer gegen die alten Regeln der Zwergenwelt.

Das was ich im ersten Teil kritisiert hab, hält sich zunächst noch in Grenzen aber das große Gemetzel kam dann doch immer wieder und war mir auch diesmal zu viel des Guten, aber ich hab es nicht mehr als so extrem empfunden, wie bei „Die Zwerge“. Vielleicht bin ich etwas abgestumpfter geworden, weiß nicht genau. Alles in allem sterben mir aber auch hier eindeutig zu viele von der „guten Truppe“, da musste ich doch teilweise sehr schlucken und mit den Tränen kämpfen. Gerade weil so viele sterben mussten, frag Ich mich schon ein wenig, wie Markus Heitz da jetzt dran anknüpfen will im dritten Band, aber da lasse ich mich gerne überraschen, ich hoffe sehr, dass ich diesmal nicht ganz so viel Zeit verstreichen lasse, bis ich „Die Rache der Zwerge“ lese, schließlich soll es ja auch bald eine Rückkehr ins Geborgene Land mit einem vierten Zwerge-Band geben.

Bewertung:
(allerdings eine 1-)

lg
kathrin
« Letzte Änderung: 28. September 2008, 12:57:08 von Kathrin »
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