Kapitel 8 bis 16

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Offline Inge78

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Kapitel 8 bis 16
« am: 13. Dezember 2016, 08:00:44 »
Hier bitte nur den Inhalt der angegebenen Kapitel beposten  :brav:
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Online Christiane

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #1 am: 16. Dezember 2016, 08:12:22 »
Ich hab diesen Abschnitt gerade fertiggelesen. Jennifer, ich bin total begeistert von dem Buch. Du hast es genial geschafft all diese Informationen sortiert und verständlich in eine Geschichte zu verpacken, die einfach als Geschichte gelesen auch noch total spannend und gut geschrieben ist. Dies Buch ist für mich wirklich das Highlight des Jahres. Ich schwanke gefühlsmäßig ständig hin und her zwischen der 'spannenden Geschichte' und dem Gedanken 'das hat sie sich nicht ausgedacht, all das passiert tatsächlich', der mich total entsetzt. Ja natürlich, ich schaue Nachrichten, lese Zeitung, höre Radio, ich informiere mich. Theoretisch weiß ich schon einiges, aber zum Beispiel vieles von dem was Du über Syrien und seine neuere Geschichte, die politischen Verwicklungen oder auch das Alltagsleben dort schreibst, weiß ich eben nicht. Und die Situation der Flüchtlinge wird einem natürlich um so klarer je mehr man solche Einzelschicksale kennenlernt. In der Masse ist und bleibt das alles ja immer anonym und lässt sich als solches auch recht einfach verdrängen. Die Tagesschau ist rum, der Tatort beginnt, hol mal die Chips,... Aber wenn man Dein Buch liest verfolgen einen die Bilder, gehen einem die Menschen nicht mehr aus dem Kopf. Und man bekommt die Chance, mehr Verständnis zu entwickeln.
Ich hab gestern Abend beschlossen, dass ich das Buch gleich nochmal bestellen und es in die Schulbibliothek stellen werde. Je mehr von den Schülern es lesen, desto besser - es wird ihnen sicher helfen, besser mit ihren neuen Mitschülern auszukommen und auch diesen schrecklichen Krieg besser zu verstehen.
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
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Offline Inge78

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #2 am: 16. Dezember 2016, 09:14:22 »
Hallo Christiane

Du hast perfekt zusammengefasst was ich auch beim Lesen immer wieder gedacht habe
Ich finde ja auch dass das Buch Schul Pflichtlektüre werden sollte
Es ist nicht so "dröge" wie es andere Bücher schon mal sind die man in der Schule lesen muss und es ist gleichzeitig total aktuell und so geschrieben dass man sich mit den Menschen identifizieren kann
Zumal ja auch "beide Seiten" beleuchtet werden , also auch die "gegnerische" , man bekommt auch deren Argumente zu hören.

Ich finde auch Shirvan soo sympathisch wobei man dann ja auch eben noch mehr mit ihm mitleidet

Warst Du jemals in Aleppo Jenny?
Hast Du Dich vor diesem Buch, bzw vor den Besuchen in der "NUK" mit Syrien beschäftigt?
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Offline Jennifer B.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #3 am: 16. Dezember 2016, 11:44:58 »
Es freut mich ungemein, dass das so bei euch ankommt, wie ich es mir erhofft hatte.
Es ist ja tatsächlich recht viel Information für einen Roman - zeitweise hatte ich das Gefühl, vielleicht besser ein erzählendes Sachbuch zu schreiben, aber der Roman wollte dann doch dringender. Im Lektorat haben wir das Buch liebevoll und mit Augenzwinkern "Erklärbär" genannt. Andererseits fällt es im Gespräch mit den Geflüchteten auch immer sehr stark auf, wie gerne die über ihre Situation und über Syrien sprechen, sodass sich die vielen Informationen im Buch sich für jeden, der selbst in ähnlicher Lage wie Toni ist, sehr natürlich anfühlen und nicht wie sogenannter "Infodump".

Die emotionale Diskrepanz zwischen "spannend" und "moment mal - das ist echt, und zwar in diesem Moment" hatte und habe ich nach wie vor oft und die Entscheidungen - was nehme ich ins Buch auf, was lasse ich lieber weg - waren dadurch sehr schwierig. Ich hatte auch Gewissensbisse, aus dem Stoff eine spannende Geschichte zu machen - aber am Ende halte ich Geschichten einfach für zugänglicher, und am Ende ging es mir darum: Zugang zu schaffen. Für jeden verständlich.
Viele Informationen fielen dieser Verständlichkeit allerdings zum Opfer. Der Syrienkrieg, bzw. die Eskalation, hat ja noch weitere Gründe; außenpolitische. Nicht unbedingt schwierig zu verstehen - aber unmöglich zu verifizieren, da natürlich jede Seite ihre eigenen Informationen herausgibt und am Ende vermutlich niemand mehr weiß, was wirklich zutrifft. Die Gespräche mit Flüchtlingen gaben hier gar nichts her, das ich verwerten konnte - es scheint, dass jede Person ihre eigenen Ansichten hat. *
Daher habe ich mich für einen Jugendroman entschieden - bzw. Jugendliche in die Hauptrollen gesetzt: Es ist zwar in Syrien absolut üblich, politisch interessiert zu sein - du kannst dich mit jedem 8-jährigen Kind darüber unterhalten - aber die jüngeren Leute haben das Debattieren über die außenpolitischen Umstände nahezu alle aufgegeben.

Ich habe mich vor 2014 tatsächlich nie besonders mit Syrien beschäftigt - was mir im Nachhinein echt leid tut. Mein Interesse galt immer mehr dem Irak und dem Iran, da ich Menschen kenne, die schon in den 80ern und 90ern von dort geflohen sind. (Die Kinderfrau meines Jüngsten ist z.B. mit ihrer Familie als Kind vor Husseins Truppen aus dem Irak geflohen.) Syrien kannte ich vor allem als Ferienland der Iraker - Aleppo wurde gern "das arabische Paris" genannt, weil es sehr beliebt für Hochzeitsreisen war - die Eltern meiner Kinderfrau waren auch dort und haben mir Fotos gezeigt.
Als der Bürgerkrieg während des Arabischen Frühlings losging, war ich erst mal ziemlich irritiert - Syrien schien mir bereits so modern und "westlich", sodass ich nicht begriffen habe, wogegen da protestiert wird.
Näher beschäftigt habe ich mich damit aber tatsächlich erst, als ich die ersten Syrer kennengelernt habe.
Das geht uns ja oft so: Erst wenn wir selbst betroffen sind oder emotionale Bindungen eingehen, sind wir bereit, näher hinzusehen. Oder weiß einer von euch näher, was z.B. im Jemen los ist? - Ich auch nicht. Weil wir mit Jeminiten nicht in Kontakt kommen.

*) Hier findet sich übrigens ein Bericht, der auch mal die außenpolitischen Beziehungen mit einbezieht, und wie diese sich auswirken. Sicherlich auch stark vereinfacht - aber ganz gut zu verstehen. Vor allem interessant zu lesen, dass Assad sich Freunde und Gegner gemacht hat, indem er religiöse Extremisten unterstützt hat - die er ja nun angeblich ausschließlich bekämpft (wie er behauptet).
https://cms.falter.at/falter/2016/10/18/den-syrien-krieg-verstehen/

Online Christiane

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #4 am: 16. Dezember 2016, 13:31:35 »
Ja, so ist es wohl: man beschäftigt sich mit einer Region nur dann intensiver wenn man dort Menschen kennt oder dort vielleicht mal Urlaub macht, wobei man kaum Ferien in den Krisenregionen der Erde machen wird.
Ich fürchte, es gibt derzeit so viele Krisenherde, so viele Konflikte - da weiß man nicht wo man anfangen soll. Und wie man dass dann aushalten soll ohne an der Welt zu verzweifeln. Ich denke immer, was wir für ein unglaubliches Glück haben in unserm 'Hort des Friedens' sicher und bestens versorgt zu leben. Und so viele Leute hier sind unzufrieden  :rollen: .

Danke für den Link. Das werd ich heute abend mal in Ruhe lesen.
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Offline Inge78

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #5 am: 16. Dezember 2016, 13:45:58 »
Erschreckend auch dass ich an mir selber merke dass ich bei Nachrichten oft denke "ah, der nahe Osten wieder" ... irgendwie hat man das Gefühl Zeit meines Lebens (seit 1978) ist dass da ein Pulverfass und die Berichterstattung verfolgt man gar nicht mehr richtig
Da ich jetzt dein Buch und auch Pierre Jarawans "Am Ende bleiben die Zedern" gelesen habe bin ich wieder viel aufmerksamer bei Nachrichten und versuche der ganzen Lage zu folgen

"Erklärbär" ist gut, das trifft es voll
Die Entscheidung für ein Jugendbuch kann ich wirklich nur begrüßen denn mir fällt es wirklich schwer den ganzen Hintergründen und Volksgruppen und Parteien zu folgen. Diese Mischung aus Erzählung und Wissen macht es viel einfacher und gibt einen guten Zugang sich mehr mit dem Thema auseinander zusetzen

Ich bin heutzutage oft traurig wie wenig ich mich früher für Politik interessiert habe, auch das Thema "2.Weltkrieg" war in der Schule eher langweilig und heute lese ich immer wieder Romane über das Thema oder schaue Reportagen
Und da bei uns in der Schule die "Geschichte" 1945 endete habe ich auch echt viele Wissenslücken. Zu Zeiten des Golfkrieges wurde dann zwar mal kurz über Saddam Hussein gesprochen aber das wars dann auch schon.
Solch ein Buch wie "Aleppo" hätte mir damals wirklich geholfen mich mit einem aktuellen Thema auseinander zusetzen

Den Link muss ich mir auch mal in Ruhe anschauen, danke dafür
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Offline SilkeS.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #6 am: 17. Dezember 2016, 21:58:47 »
HAllo zusammen!

Was für ein Leseabschnitt. Jetzt geht es ja mal so richtig an Details und ich war beinahe dran, das Buch wegzulegen. Irgendwie kommt es mir vor, als könnte ich das Wissen alles nicht ertragen, aber ich stimme Christiane total zu:
Ich hab diesen Abschnitt gerade fertiggelesen. Jennifer, ich bin total begeistert von dem Buch. Du hast es genial geschafft all diese Informationen sortiert und verständlich in eine Geschichte zu verpacken, die einfach als Geschichte gelesen auch noch total spannend und gut geschrieben ist. Dies Buch ist für mich wirklich das Highlight des Jahres. Ich schwanke gefühlsmäßig ständig hin und her zwischen der 'spannenden Geschichte' und dem Gedanken 'das hat sie sich nicht ausgedacht, all das passiert tatsächlich', der mich total entsetzt. Ja natürlich, ich schaue Nachrichten, lese Zeitung, höre Radio, ich informiere mich. Theoretisch weiß ich schon einiges, aber zum Beispiel vieles von dem was Du über Syrien und seine neuere Geschichte, die politischen Verwicklungen oder auch das Alltagsleben dort schreibst, weiß ich eben nicht. Und die Situation der Flüchtlinge wird einem natürlich um so klarer je mehr man solche Einzelschicksale kennenlernt. In der Masse ist und bleibt das alles ja immer anonym und lässt sich als solches auch recht einfach verdrängen. Die Tagesschau ist rum, der Tatort beginnt, hol mal die Chips,... Aber wenn man Dein Buch liest verfolgen einen die Bilder, gehen einem die Menschen nicht mehr aus dem Kopf. Und man bekommt die Chance, mehr Verständnis zu entwickeln.
Ich hab gestern Abend beschlossen, dass ich das Buch gleich nochmal bestellen und es in die Schulbibliothek stellen werde. Je mehr von den Schülern es lesen, desto besser - es wird ihnen sicher helfen, besser mit ihren neuen Mitschülern auszukommen und auch diesen schrecklichen Krieg besser zu verstehen.

Ich werde mein Printbuch -soweit ich es denn dann irgendwann mal habe auch verleihen und werde bei mir auf der Arbeit (wir bieten Studiengänge an, für Menschen, die dann eben z.B. Flüchtlingenn arbeiten) das Buch als Anschaffung vorschlagen und in unserer öffentlichen Bibliothek werde ich es auch als Anschaffung vorschlagen.
Meine Mutter bekommt es zum Geburtstag...  Das Buch muß geteilt werden. Für mich ist es auch ein absolutes Highlight, es klärt auf, wenn es auch teilweise harte Kost  ist.


Das war z.B. die Stelle
"Mich hat die Bemerkung von Shirvan sehr getroffen, als er über das Waschen vor dem Beten spricht ..
Zitat: *"Doch du kannst in dieser Situation nichts für deine Familie und Freunde tun, außer zu Beten. Wenn dir nicht einmal das bleibt .."*
Für eine streng gläubigen Menschen muss das sehr hart sein, nicht einmal das zu können."
Das ist doch wahnsinn, wenn man dann an die Campinglager denkt die dann geräumt werden mußten, unter was für Bedinungen die Menschen gelebt haben... das überlegt man garnicht so, wenn man die Bilder im Fernsehen gesehen hat. Da geht man emotional garnicht so sehr darauf ein, als wenn man das jetzt hier so liest,...
Die Schicksale am Ende von dem Leseabschnitt waren schlimm. Bei der schwangeren, die das Kind bei sich aufgenommen hat spätestens habe ich geweint...
Oder bei den verlorengegangen Kindern auf der Flucht... Wie schlimmt, wenn man da wirklich drüber nachdenkt...


Bei der Stelle, wo die Kinder gefangengenommen wurden und gefoltert wurden, wegen dem Graffittispruch, wußt ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte.
Da hätten sie hier in Deutschland viel zu tun. Unsere Bahnhofunterführung wird gut und gerne alle 4-6 Wochen geweißelt und innerhalb von 24 Stunden ist sie wieder verschmiert...
Die Lärmschutzmauer entlang der Bahnlinie stand noch nicht mal richtig da waren da schon Sprüche drauf... ABer so radikale Massnahmen das ist schlimm zu lesen.

Ich denke auch mit Schrecken an die Kriegstraumata bei den Kindern. Die werden damit groß. Wie können die sowas verarbeiten. Ich habe mal gehört, das Soldaten aus dem Afghanistan-Krieg zurückkommen, total traumatisiert, kaputt, nicht mehr arbeitsfähig und gebrochen...
Es sind erwachsene Menschen mit einer hoffentlich soliden Kindheit, Familie die dann nach Kriegseinsätzen zusammenbrechen.
Wie mag das für Kinder sein, die damit groß werden...?
Mein Vater war ja ein Kriegskind. Seine Mutter ist mit ihm und seinem Bruder geflüchtet, das einzige was er kennengelernt hat war Hunger, aber diese Kinder erleben ja viel viel mehr!

Gruß Silke
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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #7 am: 17. Dezember 2016, 22:13:04 »
Ich hab manchmal das Gefühl, dass Kinder eher besser als Erwachsene mit solchen schlimmen Erlebnissen fertig werden. Vielleicht liegt es daran, dass sie die Tragweite dessen, was da geschieht noch nicht so überblicken. Oder noch mehr im Augenblick leben und es so schaffen, z.B. zwischendurch trotzdem einfach zu spielen mit dem was auch immer ihnen zur Verfügung steht.


Vielleicht ist das aber auch nur mein Wunschdenken??  :nixweiss1:
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Offline SilkeS.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #8 am: 18. Dezember 2016, 11:20:07 »
Hallo zusammen!

Ich konnte gestern nach dem Buch nicht einschlafen. Gefühlt die ganze Nacht habe ich mich hin-& her gedreht, abwechselnd über das Buch und die Handlung nachgedacht und dann wieder überlegt, wem ich das Buch alles zu lesen geben, bzw. Schenken will.
Dann wieder habe ich gedacht, ich schnappe mir den Compi, denn ich hatte das Bedürfnis weiter über das Buch zu reden...

Dabei sind mir noch zwei Dinge eingefallen, die mir in dem LA aufgefallen sind.
Da ist zum einen die Sache, mit dem Streit nach dem Fussballspiel.
Die Erklärung, dass die Flüchtlinge Angst haben, etwas falsch zu machen. Anfangs habe ich das hier auch so empfunden. Die Flüchtlinge die mir auf dem Feld entgegen kamen oder mit auf ihren gesponserten Fahrrädern überholten, haben laut und freundlich gegrüßt und mir Komplimente zu meinem Hund gemacht.
Ich hatte damals auch den Eindruck sie wollen sich korrekt verhalten.  Auch haben sich hier einzelne Engagiert, mal öffenltliche Plätze "entmüllt", aufgeräumt, Holzbänke gestrichen...
Aber es ist ein sind immer eine Handvoll und immer dieselben (man erkennt sie an ihren Brillen, ihrer Basecap, ihren Rastalocken), sie waren auch beim Volksradfahren dabei, die eben bei solchen Sachen auftauchen, sich für Gastfreundschaft, Einsatz von Ehrenamtlichen etc bedanken wollen.
Wenn man aber bedenkt, dass wir hier ca 350-400 Flüchtlinge beherbergen und es sind ca 10 die sich engagieren...
Was ist mit den anderen?
Da komme ich zum nächsten Fall in dem Buch, die zwei Jungs, die Toni Angst einjagen und von den auch Shivran erzählt, sie scheine schon mehrmal negativ aufgefallen.
Klar sein  Aussage ist: "zwei sind schlecht die anderen sind gut" stimmt schon.
Auch das erinnert mich daran, dasss ich hier aus zwei unterschiedlichen Quellen die selben STorys zu hören bekommen habe, nämlich, dass in den bei uns schon "besseren" Unterkünften, z.b. nicht so gut genutzte Hotels: eins bei uns im Ort und eins im Nachbarort regelmäßig die Amaturen abmoniert werden um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Da mögen wieder nur Einzelne sein, aber da schließt sich der Kreis mit dem "kein Fehler" machen.
Sorry, aber das macht man nicht! Das ist Sachbeschädigung und ist ja auch für die anderen, die ebenfalls die Einrichung/das Hotel oder was auch immer nutzen, nicht so toll. Sie schaden ja auch den anderen, vorallem was das an Geld kostet, so Amaturen sind ja nicht unbedingt günstig...

Dann die Sache mit dem Handy. Ich habe beim Lesen gedacht: Glück gehabt!
Ich habe schon dreimal mein Handy verloren. Einmal davon habe ich es wieder bekommen!
Handy auf dem Schwarzmarkt ist bestimmt auch gut zu verhöckern, wenn es schon Amaturen tun...  :meditate1:

Gruß Silke


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Online Christiane

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #9 am: 18. Dezember 2016, 12:15:38 »
Hallo Silke!

... abwechselnd über das Buch und die Handlung nachgedacht und dann wieder überlegt, wem ich das Buch alles zu lesen geben, bzw. Schenken will.
Dann wieder habe ich gedacht, ich schnappe mir den Compi, denn ich hatte das Bedürfnis weiter über das Buch zu reden...

Ja, das geht mir auch so.

Aber es ist ein sind immer eine Handvoll und immer dieselben (man erkennt sie an ihren Brillen, ihrer Basecap, ihren Rastalocken), sie waren auch beim Volksradfahren dabei, die eben bei solchen Sachen auftauchen, sich für Gastfreundschaft, Einsatz von Ehrenamtlichen etc bedanken wollen.
Wenn man aber bedenkt, dass wir hier ca 350-400 Flüchtlinge beherbergen und es sind ca 10 die sich engagieren...
Was ist mit den anderen?

Dieser Eindruck läßt mich gerade mal herzlich  :-). Weisst Du was? Darin sind die 'Fremden' uns sowas von gleich!! Egal ob bei der Elternarbeit in Kindergarten oder Schule, ob im Verein oder wenn hier im Dorf Mithilfe gefragt ist - es ist eine handvoll Leute, die Du da immer wieder triffst.
... Und was ist mit den anderen???

Da komme ich zum nächsten Fall in dem Buch, die zwei Jungs, die Toni Angst einjagen und von den auch Shivran erzählt, sie scheine schon mehrmal negativ aufgefallen.
Klar sein  Aussage ist: "zwei sind schlecht die anderen sind gut" stimmt schon.
Ja, ich bin auch einigermaßen sicher, dass es immer wieder auch Ärger geben wird. Sei es wegen solcher Kleinkriminalitäten wie Du sie aus dem Hotel beschreibst, sei es weil da verschiedene Kulturen (auch bei den Flüchtlingen untereinander) aufeinanderprallen, sei es weil eben nicht nur 'die Guten' auf der Flucht sind. Da sollten wir uns besser nix vormachen, denn so ist das Leben. Aber die Frage ist: welche Alternativen gibt es? Die Grenze schließen? Und dann haben wir Flüchtlingslager wie in Calais im Nachbarland? Oder lieber die Leute in den Flieger setzen und in ihren Heimatländern rauswerfen? Oder ein Areal ausgucken und alle dorthin verfrachten (wie es so ähnlich bei der Gründung von Israel war, mit den bekannten Folgen für die Region - ja, ich weiß, auch sehr verkürzt dargestellt).

Und noch ein Gedanke: wenn hier bei uns zur Abwechslung mal nicht nur die 'üblichen Verdächtigen' sich engagieren, wenn statt dessen jeder jeweils einen Flüchtling unter seine Fittiche nähme, dann wäre das gut zu schaffen, oder?!

Ganz nebenbei fällt mir dazu noch eine Bekannte ein, höchstkatholisch, hier in der Gemeinde engagiert, Kirchgängerin,... aber wenn es um die Flüchtlinge geht sind es zu viele, nicht schaffbar, etc. und sie denkt als erstes daran, dass da eine Krise kommt und sie ihr nettes kleines Eigenheim verliert  :rollen:. Ganz ehrlich, da platzt mir der Kragen. Da muss ich sie fragen wie weit es her ist mit ihrem Christ-sein? Wo ist da die Nächstenliebe? 'Was Du dem geringsten meiner Brüder tust, das hast Du mir getan.' - Waren da nur die Brüder gemeint, die uns in den Kram passen?

Liebe Grüße und einen schönen vierten Advent,
Christiane
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 Ray Bradbury (1920 - 2012)

Offline Jennifer B.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #10 am: 18. Dezember 2016, 12:26:08 »
Man muss schon klar sagen, dass immer wieder auch Leute dabei sind - in manchen Einrichtungen mehr, in anderen weniger - die bestimmte Ziele verfolgen, ja.
In einer Gruppe, die unsere NUK bewohnte, war eine Familie dabei, der es auch bloß darum ging, an allen möglichen und unmöglichen Stellen Geld zu scheffeln. Denn sie wussten genau, dass sie wieder gehen mussten. Sie kamen schon zum dritten oder vierten Mal. Das war herzzerreißend, denn obwohl die Eltern wirklich ganz unangenehme Personen waren (mit Sicherheit durch ihre aussichtslose Lage auch dazu gemacht), waren deren Kinder so unglaublich entzückend.
Oft kann man wirklich anhand der Herkunftsländer schon ausmachen, wie viel Probleme es geben wird. Boah, das tut mir unheimlich leid, das zu schreiben, denn natürlich darf man das nicht verallgemeinern - aber prinzipiell merkt man den Unterschied schon, was vermutlich einfach an den Perspektiven liegt. Ein Camp voller Menschen, die wissen, dass sie kein Bleiberecht haben, füllt sich mit Frust und dieser Frust kann in alle Richtungen gehen. Da führt einfach kein Weg dran vorbei.

Ich habe mich im Buch dafür entschieden, in Saskias NUK tatsächlich überwiegend Syrer und Iraker unterzubringen - einfach aus dem Grund, weil die Situation der Menschen ohne Bleiberecht noch mal eine ganz andere ist und das einfach das Buch völlig gesprengt hätte.

Ich habe es auch so erlebt, dass einige besnderes Engagement zeigen, sich teilweise wirklich aufreiben, um keine Gelegenheit zu Freundlichkeiten zu verpassen und ganz, ganz bemüht sind, zu "gefallen" und Dankbarkeit zu zeigen. Das wird manchmal schon unangenehm - denn wenn man es mal so betrachtet, müssen sie nicht dankbar sein. Sie nutzen die Rechte, die Deutschland ihnen anbietet. Unsere gesetze legen es nun  mal fest, dass jeder einen Asylantrag stellen darf, über den dann entschieden wird. Währenddessen darf er sich darauf verlassen, dass er gewissen Standards entsprechend untergebracht wird. Das sind keine frechen Forderungen - das alles basiert auf Rechtsansprüchen.
Die konnten im Sommer 2015 nicht überall erfüllt werden, trotzdem wurde von den Flüchtlingen große Dankbarkeit erwartet. Sie hatten sich bitte still und ohne ein Aufmucken der Situation unterzuorden. Und viele taten das ja auch. 

Eine Familie, mit der ich bis heute im Kontakt stehe, hat es bei der Umverteilung besonders hart getroffen: Die lebten bei uns in der Turnhalle - also alles andere als Luxus, aber trotzdem haben sie sich wohlgefühlt, weil wir dort einfach für die Leute persönlich da waren und Freunschaften geschlossen haben.
Dann mussten sie nach Hessen - und kamen da im November in eine Zeltstadt im Schlamm. Es war kalt, es war nass, es gab außer dem wöchentlichen Spielkreis für die Kinder niemanden, der Zeit mit ihnen verbracht hat. Sie durften nicht mal Besuch empfangen. Die Kinder wurden krank und es kam erst nach 6 Tagen (und meinerseits der Drohung, die Presse einzuschalten!) ein Arzt. Und die Stimmung in diesem Lager war schrecklich, sodass es ständig zu Streitereien und danach Randalen kam.
Die Mutter - eine ganz herzliche, liebevolle Frau - weinte nur noch, bei jedem Telefonat. Sie bettelte darum, zurück zu uns - also in die zugige Turnhalle! - zu dürfen. Anderenfalls würde sie lieber zurück nach Syrien gehen, um dort zu sterben.
Der Vater allerdings sagte immer nur "alles gut, alles gut", weil er Angst hatte, dass eine Beschwerde sich rächen würde ...
Man kann sich das schwer vorstellen, aber in einigen Unterkünften hier wurden tatsächlich nicht mal die Mindestanforderungen für Flüchtlingsunterbringungen erfüllt, die selbst für Kriegsländer gelten.

Manche Menschen haben sich dann auch erstmal stark zurückgezogen. Wir hatten ein paar Leute, die z.B. auch nie zum Deutschkurs kamen - sie haben dann geschlafen. Okay, dachte ich, vermutlich ist es dann ruhiger, wenn sie meisten beim Deutsch sind - nachts ist es in den Hallen ja nie wirklich ruhig. Diese leute schienen aber ständigb nur zu schlafen ... immer zurückgezogen, überhaupt nicht "willens" sich irgendwie zu integrieren.
Am letzten Tag dieser Gruppe, bevor sie umziehen mussten, habe ich mit einem anderen Flüchtling Arztberichte von einem Mann mit seinem Sohn übersetzen müssen (ganz private Informationen - übersetzt man mal eben als Ehrenamtler!). Wir haben das gemeinsam gemacht wie eine Büroarbeit, total emotionslos runtergearbeitet. Wir kannten das schon - und Folter zu dokumentieren war uns nicht fremd, wir waren schon einiges gewöhnt. Danach sind wir zu dritt kotzen gegangen und dann haben wir drei Stunden geheult. Da war am Ende wirklich alles dabei und der totale Rückzug dieses Vaters erschien mir danach tapfer. Viele hätten - nein, viele haben - solche Erlebnisse anders bewältigt und sich das Leben genommen.

Man weiß bei so vielen nicht, was dahintersteckt. Es sind alles Einzelfälle und jeder hat anderes erlebt und reagiert anders darauf. Manche brauchen eine Weile und brechen in Sicherheit erst mal zusammen und müssen sich erholen. Andere überspielen das alles, entweder in Richtung Dankbarkeit oder aber besonderer Coolness.
Man muss auch leider sagen, dass es viel zu wenig Therapiemöglichkeiten gibt, auf diese Monate oder Jahre gewartet werden muss und viele dieser Angebote auch völlig ungeeignet sind. Ein muslimischer Junge oder Mann wird mit einer fremden Frau nicht über die Vergewaltigungen sprechen können, die er erlebt hat - da muss man viel niedrigschwelliger anfangen. Ich setze mich hier seit Monaten dafür ein, eine Art Internetforum oder eine Telefonberatung zu installieren, weil diese Leute anonym anfangen müssen - die Scham ist sonst viel zu groß. Aber sowas wird abgeschmettert.  :meditate1:

Offline Jennifer B.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #11 am: 18. Dezember 2016, 12:33:45 »
Ich hab manchmal das Gefühl, dass Kinder eher besser als Erwachsene mit solchen schlimmen Erlebnissen fertig werden. Vielleicht liegt es daran, dass sie die Tragweite dessen, was da geschieht noch nicht so überblicken. Oder noch mehr im Augenblick leben und es so schaffen, z.B. zwischendurch trotzdem einfach zu spielen mit dem was auch immer ihnen zur Verfügung steht.


Vielleicht ist das aber auch nur mein Wunschdenken??  :nixweiss1:

Ich glaube das auch.
Und ich glaube auch, dass die Araber grundsätzlich noch mal etwas besser damit zurecht kommen als Europäer, einfach weil die meisten nach wie vor sehr fatalistisch sind und das Schicksal als gegeben hinnehmen - viele auch als gottgewollt.
Deutsche neigen mMn gerne zu ein bisschen Selbstmitleid und steigern sich rein. Die Araber scheinen (persönlicher Eindruck meinerseits) eher einmal lautstark zu weinen und die Situation danach als überstanden zu betrachten, und als Möglichkeit, daran zu wachsen.
Aber auch das kann Wunschdenken sein. letztlich werden unterschiedliche Menschen unterschiedlch damit umgehen, wobei das persönliche Umfeld natürlich immer viel dazu beiträgt.

Offline SilkeS.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #12 am: 18. Dezember 2016, 13:00:24 »
Hallo zusammen!

Aber es ist ein sind immer eine Handvoll und immer dieselben (man erkennt sie an ihren Brillen, ihrer Basecap, ihren Rastalocken), sie waren auch beim Volksradfahren dabei, die eben bei solchen Sachen auftauchen, sich für Gastfreundschaft, Einsatz von Ehrenamtlichen etc bedanken wollen.
Wenn man aber bedenkt, dass wir hier ca 350-400 Flüchtlinge beherbergen und es sind ca 10 die sich engagieren...
Was ist mit den anderen?
Dieser Eindruck läßt mich gerade mal herzlich  :-). Weisst Du was? Darin sind die 'Fremden' uns sowas von gleich!! Egal ob bei der Elternarbeit in Kindergarten oder Schule, ob im Verein oder wenn hier im Dorf Mithilfe gefragt ist - es ist eine handvoll Leute, die Du da immer wieder triffst.
... Und was ist mit den anderen???
Ich finde nun nicht, dass man das unbedingt gleichsetzen kann. Und ich habe einfach versucht vergleiche zu ziehen, zu dem was JEnnifer versucht in ihrem Buch zu dem Flüchtlingen zu sagen.
Ich bekomme die Bilder nicht zusammen :nixweiss1:
Liegt aber auch daran, dass ich eben mit den Flüchtlingen nichts zu tun habe...




Da komme ich zum nächsten Fall in dem Buch, die zwei Jungs, die Toni Angst einjagen und von den auch Shivran erzählt, sie scheine schon mehrmal negativ aufgefallen.
Klar sein  Aussage ist: "zwei sind schlecht die anderen sind gut" stimmt schon.
Ja, ich bin auch einigermaßen sicher, dass es immer wieder auch Ärger geben wird. Sei es wegen solcher Kleinkriminalitäten wie Du sie aus dem Hotel beschreibst, sei es weil da verschiedene Kulturen (auch bei den Flüchtlingen untereinander) aufeinanderprallen, sei es weil eben nicht nur 'die Guten' auf der Flucht sind. Da sollten wir uns besser nix vormachen, denn so ist das Leben. Aber die Frage ist: welche Alternativen gibt es? Die Grenze schließen? Und dann haben wir Flüchtlingslager wie in Calais im Nachbarland? Oder lieber die Leute in den Flieger setzen und in ihren Heimatländern rauswerfen? Oder ein Areal ausgucken und alle dorthin verfrachten (wie es so ähnlich bei der Gründung von Israel war, mit den bekannten Folgen für die Region - ja, ich weiß, auch sehr verkürzt dargestellt).
Alternative, tja, es gibt keine.
ABer auch hier war wieder mein verzweifelter Versuch, zwischen dem Bild was Jennifer von den Flüchtlingen zeichnet, zu dem was man berichtet bekommt, liest und all das, ein VErgleich zu ziehen.
Ich hatte ja schon geschrieben, es sind auch ein paar schwarze Schafe dabei, es sind nicht alle die, die nur dankbar sind und sich anpassen, versuchen keine Fehler zu machen etc.



Und noch ein Gedanke: wenn hier bei uns zur Abwechslung mal nicht nur die 'üblichen Verdächtigen' sich engagieren, wenn statt dessen jeder jeweils einen Flüchtling unter seine Fittiche nähme, dann wäre das gut zu schaffen, oder?!
Ich glaube das gäbe  Chaos  :->




Ganz nebenbei fällt mir dazu noch eine Bekannte ein, höchstkatholisch, hier in der Gemeinde engagiert, Kirchgängerin,... aber wenn es um die Flüchtlinge geht sind es zu viele, nicht schaffbar, etc. und sie denkt als erstes daran, dass da eine Krise kommt und sie ihr nettes kleines Eigenheim verliert  :rollen:. Ganz ehrlich, da platzt mir der Kragen. Da muss ich sie fragen wie weit es her ist mit ihrem Christ-sein? Wo ist da die Nächstenliebe? 'Was Du dem geringsten meiner Brüder tust, das hast Du mir getan.' - Waren da nur die Brüder gemeint, die uns in den Kram passen?
Ich weiß was du damit sagen willst. WEnn jeder nur ein bißchen vor seiner eignen Haustür kehren würde, jeder ein kleines bißchen toleranter wäre, wäre viel erreicht.  :rotwerd:


@Jennifer:
Dene Antworten erschlagen mich immer, es ist so wahnsinn, was Du alles berichtest, was Du alles erlebt hast. DAs muß man auch erstmal verkraft. Mir reicht ja dein Buch schon um an meine Grenzen zu kommen....

Gruß Silke
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Offline Jennifer B.

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #13 am: 18. Dezember 2016, 13:42:10 »
Ich habe mir große Mühe gegeben, es so zu schreiben, dass immer Möglichkeiten zum emotionalen "Aussteigen" vorhanden sind, habe aber durchaus gemerkt, dass das vor allem bei Jugendlichen funktioniert und bei Erwachsenen, die sich wirklich darauf einlassen, nicht so gut.
Das tut mir einerseits leid, andererseits auch nicht, denn genau das wollte ich ja erreichen. Und ich freue ich wirklich total, dass du dich so darauf einlässt. Dass andere Ehrenamtler oder Leser, die es lesen, weil sie selbst längst Freunde unter den Geflüchteten gefunden haben, es tun, ist ja keine besonders große Kunst.
Aber mein besonderer Wunsch für das Buch war ja,  dass es für jene, die noch gar keine näheren Berührungspunkte haben, eine Möglichkeit bietet, mal hinter den Zaun zu schauen.

Online nala11

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Re: Kapitel 8 bis 16
« Antwort #14 am: 18. Dezember 2016, 22:58:10 »
Hallo!

.. ich habe gerade den Abschnitt beendet und wollte direkt was dazu schreiben und hab erst mal gelesen, was ihr geschrieben habt ...

Jetzt hab ich erst mal beschlossen, das alles sacken zu lassen ...
puhh ....

Ich melde mich dann morgen.

Schlaft alle gut und staret entspannt in die neue Woche.

Liebe Grüße
Carmen
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