Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2

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Offline Steffi

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Ich lese gerade:
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Offline Vanessa

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #1 am: 29. März 2017, 10:49:28 »
Hallo zusammen!

Jep, es ist noch nicht April und ich hab trotzdem schon angefangen. Ich gestehe. Ich war aber einfach zu neugierig, Katrin und Inge sind so begeistert von Heitz und ich kenne gerade mal den Autorennamen. Da muss ich einfach mal schnuppern wo sich gerade mal alles so schön fügt.


Vorab gebe ich mal kurz bedenken: Ich habe kein sehr gutes Gedächtnis für Namen. Nicht nur bei Romanen, auch im wahren Leben. Ich sortiere ja immer gerne die Menschen zu ihren Tieren, ich weiß also durchaus das Alfons Müller das Herrchen von Nimrod dem Dalmatiner ist, aber wenn man mich auf Alfons Müller anspricht, hab ich keinen Schimmer. So geht mir das hier auch. Ich habe bislang noch keinen Namen behalten, weil mich die Personen entweder nicht genug gefesselt haben oder weil die Namen noch nicht oft genug gefallen sind. Ausnahmen sind Thadeus und "Florence", das koreanische ist mir zu kompliziert.


Zum Prolog
Vielleicht war es gestern einfach zu spät oder ich war noch zu sehr gefangen in anderen Dingen: Aber wie genau passen jetzt der Champagner, welcher gerade gehoben wird, zu den Spielkarten? Vielleicht habe ich zu sehr auf die Spielkarten gewartet und ich habe den Zusammenhang einfach nicht geschnallt? Oder wisst ihr genauso viel wie ich?
Ansonsten geht es mir leider wirklich wie der guten Dame, die am Ende des Prologs ihr Ende findet - wir wissen beide nicht genau wieso sie (und die gesamte Crew) sterben muß. Außer natürlich ich stelle die Gier in den Vordergrund. 53k Euronen / Flasche Schampus - da kann man sich ein Magazin Patronen locker mal leisten. Soweit macht ihr ableben definitiv Sinn.

Bei dem historischen Teil bin ich total ausgestiegen. Ich gestehe. Das war mir einfach ... ähm ... langweilig.  :rotwerd:
Ich weiß das Goethe mit in der Runde war und fleißig die Geschehnisse am Spieltisch dokumentiert hat. Aber ansonsten fand ich es eigentlich eher schnarchlangweilig. Ich weiß, ich bin ein Banause. Und ich pflege dieses Image wo ich nur kann. Seht es mir nach. Aber ich habe wirklich wenig Interesse an den "Künsten".

Einigermaßen spannend finde ich allerdings die Vermarktung der Karten, also das man die nicht einfach mal so herstellen darf. Was die Decks angeht finden wir uns wieder in meinem Banausenbereich: ich kenne deutsche Spielkarten und französische natürlich auch. Aber das sind für mich Dinge die man zumspielen braucht, wie die aussehen ist mir relativ egal.

Interessant wird es natürlich mit dem auftauchen vom großen Pudel und seinen magischen Fähigkeiten. Dargestellt wie ein Höllenhund in niedlicher Form bin ich ihm direkt mal verfallen und finde es schade, dass er bei seinem zweiten Auftritt so harmlos war. Vielleicht treffen wir ihn ja nachher nochmal wieder.
Sein Herrchen habe ich jetzt einfach mal mit dem Teufel gleichgesetzt, ich gehe - rein vom Titel des Buches - davon aus das er es auch ist. Dieses "in Versuchung führen", das er da mit dem Küstler startet (Name???) passt ja perfekt. Ich gehe desweiteren davon aus, dass er auch sein Deck bekommen wird. Wäre ja sinnfrei wenn nicht.


Kapitel 1 & 2
Enrico Pedro Garcia Hermano - kaum isser da, schon isser wech. Nett. Bißchen schade um ihn, ich mag Menschen die Pferde mögen. Das ist aber auch schon das einzige, das ich wirklich interessant an ihm fand. Im Rest hat er mich eigentlich eher angeödet. Ich kann verstehen, dass Menschen Pferde züchten - auch um sie auf Rennen laufen zu lassen (wenn es denn sein muss), ich kann auch verstehen das man evtl Autos baut um sie gegen andere Autos fahren zu lassen,... ich verstehe aber Menschen nicht, die Geld auf Siege setzen. Egal ob auf Hunde, Pferde, Autos oder evtl eben auch wie hier im Casino. Im Gegensatz zu anderen finde ich Spielcasinos eher wenig ansprechend, egal wie schick sie sein mögen. Las Vegas, Reno, Monaco... alles Orte an die es mich nicht zieht. Und schon gleich zwei Mal nicht an irgendwelche Spieltische. Aber das ist ja auch jedem selbst überlassen.
Wie auch immer, Gier ist selten ein guter Ratgeber, das durfte auch schon die olle Schrulle erfahren. Ebenso ergeht es dann auch Enrico. Ganz ehrlich, leid tut er mir gerade nicht wirklich.

Spannend finde ich alleine wie Heitz das ganze aufzieht. Mich fesselt im Moment der Thriller Touch am meisten an dem Buch. Auch das gebe ich offen zu.


Et voila - Thadeus wir vorgestellt.
Spontan stehe ich ihm ambivalent gegenüber. Einerseits bin ich immer gerne bereit Menschen zu bewundern die so hart gegen sich selbst sein können, wie Thadeus es offenbar zu sich ist. Sein Leben ist ja nun wirklich keines das man führen möchte. Ex Soldat, Ex Drogenabhängier, Ex Spieler. Clean und von seiner Spielsucht einigermaßen befreit verdient er seinen Lebensunterhalt tatsächlich in einem Spielcasino. Ich sag ja - Menschen die so hart gegen sich selbst sind finde ich bewunderswert.

Dann treffen wir auch noch auf den Oligarchenjüngling von der Partie Superior die Enrico verlor.  Ich vermute Herr Heitz legt es darauf an, dass ich ihn nicht mag. Jedenfalls finde ich ihn extrem nervig mit seinem Getue - in Monaco ebenso wie in Baden Baden. Und ihm gelingt es dann auch noch Thadeus ein bißchen mehr zu fordern in seinem Kampf gegen sich selbst. Ich bin ja mal gespannt, wie gut er mit der Begleitung vom Jüngelchen zurecht kommen wird.
Eigentlich bin ich fast geneigt zu sagen, er wird es schaffen da tatsächlich "nur" einen Aufpasserjob draus zu machen. Aber wie ich oben schon sagte: Die Gier ist ein schlechter Ratgeber und genau die ist es ja, die brüllt und tobt.

"Florence", die Verlobte von Enrico... Ach man, ich kann ja verstehen das sie fix und fertig ist. Das ist menschlich und jeder würde an ihrer Stelle wohl trauern. Und jeder würde wohl auch Informationen sammeln um für sich verstehen zu können wieso der Verlobte so einen doofen Duschunfall hatte. Aber ihre Art gefällt mir nicht. Sie mag ich aktuell fast noch weniger als den russischen Jüngling.


Und dann ist da natürlich noch die Spielkarte, die Oligarchenbübchen "verloren" hat. Seltsame Zufälle... ich vermute ja mal, dass die Karte nicht zufällig dort lag wo sie lag. Da hat wohl mein Freund, der Teufel, seine Finger mit im Spiel. Das finde ich wieder sehr interessant.




Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn ich mich bis hier her noch nicht überschlagen kann vor Begeisterung finde ich doch, dass das Buch etwas hat. Ich muss nur  noch herausfinden was genau dieses etwas ist.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Offline Inge78

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #2 am: 03. April 2017, 15:10:59 »
Hallo zusammen

Ich habe den 1.Abschnitt nun auch endlich beendet
Ich habe noch so ein paar Probleme mit den Zeiten/Spielorten/Personen
Mal sehen wie sich das entwickelt
Ein Personenverzeichnis wäre für mich hier sehr hilfreich gewesen

Zitat
Aber wie genau passen jetzt der Champagner, welcher gerade gehoben wird, zu den Spielkarten? Vielleicht habe ich zu sehr auf die Spielkarten gewartet und ich habe den Zusammenhang einfach nicht geschnallt? Oder wisst ihr genauso viel wie ich?
Ansonsten geht es mir leider wirklich wie der guten Dame, die am Ende des Prologs ihr Ende findet - wir wissen beide nicht genau wieso sie (und die gesamte Crew) sterben muß. Außer natürlich ich stelle die Gier in den Vordergrund. 53k Euronen / Flasche Schampus - da kann man sich ein Magazin Patronen locker mal leisten. Soweit macht ihr ableben definitiv Sinn.

Also für mich war der Champus der Anlass für die Schatzsuche
Aber: derjenige mit der Pistole war nicht auf den Champus aus sondern auf die Karten die AUCH "zufällig" mit gefunden wurden

Quadi die ersten Toten wegen der Karten

Zwei Andere folgen recht schnell
Dieses Kartenspiel ist ja echt mörderisch
Wobei es ja nicht nur um das Superior geht sondern auch um diese alten Karten
Und die sind "Des Teufels Gebetbuch", so verstehe ich es
Um die wird gespielt
Und wahrscheinlich will jemand alle Karten bekommen

Zu Goethe muss ich sagen dass ICH Faust nicht kenne und daher wahrscheinlich diverse Anspielungen in diesem Buch nicht verstehen kann
Ist das nicht auch das Buch mit der Aussage "des Pudels Kern" ?  :kopfkratz:
Dazu passt der Pudel und der "Teufel" ... für mich ist es nämlich auch der Teufel


Zitat
Bei dem historischen Teil bin ich total ausgestiegen. Ich gestehe. Das war mir einfach ... ähm ... langweilig.  :rotwerd:

Ich fand es aufgrund der Sprache einfach nur schwieriger zu lesen, langweilig aber nicht


Zitat
Wie auch immer, Gier ist selten ein guter Ratgeber, das durfte auch schon die olle Schrulle erfahren. Ebenso ergeht es dann auch Enrico. Ganz ehrlich, leid tut er mir gerade nicht wirklich.

Nö, mir tut es auch nicht leid um ihm
Dafür haben wir ihn zu kurz gekannt
Aber ich war schon erschrocken über den Verlauf des Spiels, das ist echt krass
Und verspricht Spannung

 :smilie_les_0081: :smilie_les_0081:

Zitat
Spontan stehe ich ihm ambivalent gegenüber. Einerseits bin ich immer gerne bereit Menschen zu bewundern die so hart gegen sich selbst sein können, wie Thadeus es offenbar zu sich ist. Sein Leben ist ja nun wirklich keines das man führen möchte. Ex Soldat, Ex Drogenabhängier, Ex Spieler. Clean und von seiner Spielsucht einigermaßen befreit verdient er seinen Lebensunterhalt tatsächlich in einem Spielcasino. Ich sag ja - Menschen die so hart gegen sich selbst sind finde ich bewunderswert.

Ich muss sagen Tadeus war mir bis jetzt am Nächsten (klar, soll er wohl auch, er ist ja laut Klappentext die Hauptperson)
Wie Heitz diese Spielsucht beschreibt finde ich großartig, da bekomme ich beim Lesen Lust ins Casino zu gehen  :-)

Zitat
Und dann ist da natürlich noch die Spielkarte, die Oligarchenbübchen "verloren" hat. Seltsame Zufälle... ich vermute ja mal, dass die Karte nicht zufällig dort lag wo sie lag. Da hat wohl mein Freund, der Teufel, seine Finger mit im Spiel. Das finde ich wieder sehr interessant.

Für mich war das eher so dass die Karte gefunden werden wollte, so wie der Ring beim Herrn der Ringe nicht bei Gollum bleiben will


Zitat
Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn ich mich bis hier her noch nicht überschlagen kann vor Begeisterung finde ich doch, dass das Buch etwas hat. Ich muss nur  noch herausfinden was genau dieses etwas ist.

Ich bin auch noch nicht dran, es entwickelt sich ja auch gerade erstmal alles




Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Offline Kathrin

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #3 am: 04. April 2017, 08:03:12 »
Hallo Ihr Lieben,

da bin ich! Und ich bin bislang absolut begeistert von dem Buch. :applaus1:

Finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich ein Buch auf die verschiedenen Leser wirken kann. Aber genau das ist es, was mich an LR so reizt bzw. was mir daran so viel Spaß macht. Mich hat das Buch von der ersten Seite an voll in seinen Bann gezogen. Bin echt gespannt, wie weit ich heute noch komme, habe heute einen Tag Urlaub, weil der Schornsteinfeger gleich kommt, mein Auto seine Sommerreifen will und eigentlich auch der Rasen nach dem Rasenmäher schreit. Die ersten beiden Dinge werde ich auf jeden Fall heute erledigen, aber ob ich heute Nachmittag noch Rasenmähen werde, muss ich noch sehen. Ggf. hat der Teufel was dagegen :-)

Jep, es ist noch nicht April und ich hab trotzdem schon angefangen. Ich gestehe. Ich war aber einfach zu neugierig, Katrin und Inge sind so begeistert von Heitz und ich kenne gerade mal den Autorennamen. Da muss ich einfach mal schnuppern wo sich gerade mal alles so schön fügt.
Ich freu mich, dass Du dabei bist. Ich weiß aber auch, dass MH nicht jedermanns Geschmack ist. Auch für mich gibt es bei seinen Büchern Höhen und Tiefen. Hier bei "Des Teufels Gebetbuch" hatte ich tatsächlich so meine Bedenken, ob es mir nicht wieder zu metzelig wird, so wie damals bei "Ritus" und "Sanctum." Bleibt abzuwarten. Bislang bin ich begeistert und hab die ersten drei Abschnitte inhaliert. Kann aber denke ich ganz gut zu den unterschiedlichen Abschnitten posten, habe mir tatsächlich so einige Notizen gemacht und auch notiert, welchen Abschnitt mein Gekritzel betrifft.

Vorab gebe ich mal kurz bedenken: Ich habe kein sehr gutes Gedächtnis für Namen. Nicht nur bei Romanen, auch im wahren Leben. Ich sortiere ja immer gerne die Menschen zu ihren Tieren, ich weiß also durchaus das Alfons Müller das Herrchen von Nimrod dem Dalmatiner ist, aber wenn man mich auf Alfons Müller anspricht, hab ich keinen Schimmer. So geht mir das hier auch. Ich habe bislang noch keinen Namen behalten, weil mich die Personen entweder nicht genug gefesselt haben oder weil die Namen noch nicht oft genug gefallen sind. Ausnahmen sind Thadeus und "Florence", das koreanische ist mir zu kompliziert.
Bei mir geht es einigermaßen mit den Namen. Allerdings ist "Florence" für mich tatsächlich eher "Hyun". Mich hat der Name "Florence" eher verwirrt, weil er eine gewisse Ähnlichkeit hat mit dem Spitznamen ihres Verlobten. Außerem ist "Hyun" kürzer  :->

Spannend finde ich alleine wie Heitz das ganze aufzieht. Mich fesselt im Moment der Thriller Touch am meisten an dem Buch. Auch das gebe ich offen zu.
So einen wirklich warm werde ich mit den Figuren auch nicht wirklich, aber der Thriller Touch hat mich komplett in seinem Griff. Finde das Buch extrem spannend und im wahrsten Sinne atemberaubend.

Dann treffen wir auch noch auf den Oligarchenjüngling von der Partie Superior die Enrico verlor.  Ich vermute Herr Heitz legt es darauf an, dass ich ihn nicht mag.
Ich mag ihn auch nicht. Der ist so richtig schön klischeehaft scheiße. Da seh ich doch gleich meine russischen großkotzigen "Freunde" von den Ischgl-Skitagen vor mir, die sich auch oft so scheiße benehmen. Denke auch, das ist Absicht von Markus Heitz. Mich juckt es in den Fingern, hier zu spoilern, und zu schreiben wen ich stattdessen total genial finde, aber ich lasse es. Dauert noch 1-2 Abschnitte, bis der auftaucht. :teufel: Und ich meine trotz den Smilies nicht den Teufel in Persona.

"Florence", die Verlobte von Enrico... Ach man, ich kann ja verstehen das sie fix und fertig ist. Das ist menschlich und jeder würde an ihrer Stelle wohl trauern. Und jeder würde wohl auch Informationen sammeln um für sich verstehen zu können wieso der Verlobte so einen doofen Duschunfall hatte. Aber ihre Art gefällt mir nicht. Sie mag ich aktuell fast noch weniger als den russischen Jüngling.
Ja, ist schon sehr krass. Ich verstehe ihre Trauer auch und würde wohl auch bis zu einem gewissen Grad versuchen, dem Tod meines Verlobten auf den Grund zu gehen, aber ich alter Schisserhase,
würde halt lange nicht so weit gehen, wie sie.

Ich habe den 1.Abschnitt nun auch endlich beendet
Ich habe noch so ein paar Probleme mit den Zeiten/Spielorten/Personen
Mal sehen wie sich das entwickelt
Ein Personenverzeichnis wäre für mich hier sehr hilfreich gewesen
Lustig, sonst bin ich ja diejenige, die nach Personenverzeichnissen schreit, aber hier brauche ich es gar nicht. Ich mach mir allerdings auch schon wieder meine eigenen Notizen und Aufzeichnungen, die ich dann so ab und zu zu Rate ziehe, wenn ich Bedarf habe. Wobei das allerdings später öfter der Fall ist, als in den ersten beiben Kapiteln.

Also für mich war der Champus der Anlass für die Schatzsuche
Aber: derjenige mit der Pistole war nicht auf den Champus aus sondern auf die Karten die AUCH "zufällig" mit gefunden wurden
Genauso denke ich auch. Den Schampus hab ich von Anfang an nicht wirklich beachtet oder ihm wenig Bedeutung beigemessen.

Zu Goethe muss ich sagen dass ICH Faust nicht kenne und daher wahrscheinlich diverse Anspielungen in diesem Buch nicht verstehen kann
Ist das nicht auch das Buch mit der Aussage "des Pudels Kern" ?  :kopfkratz:
Dazu passt der Pudel und der "Teufel" ... für mich ist es nämlich auch der Teufel
Auch wieder so ein Punkt, der so gar nicht zu mir zu passen scheint, weil ich ja mit den Klassikern, die ich in der Schule lesen musste, so gar nix anfangen kann. "Faust" war aber damals schon eine Ausnahme, im Vergleich zu Homo Faber oder Die Judenbuche oder so'n Zeug. Ich gehe jetzt nicht so weit, dass ich es heute nochmal lesen wollte, aber irgendwie erwische ich mich bei den historischen Kapiteln dabei, dass ich zumindest gerne mal drin blättern würde, im Faust. Mir kam nicht nur der Pudel bekannt vor, sondern auch Auerbachs Keller und bei dem ein oder anderen gesprochenen Wort, hatte ich auch nach ca. 25 Jahren, als ich Faust gelesen habe, eine Aha-Erlebnis und bilde mir ein, dass ich da Worte aus dem Klassiker wiedererkannt habe.

Ich fand es aufgrund der Sprache einfach nur schwieriger zu lesen, langweilig aber nicht
Ich fand ihn genial, weil ich es spannend finde, Goethe bei der Entstehung seines Werkes über die Schulter blicken zu können. Ich wette, da hatte MH tierischen Spaß dran.

Ich muss sagen Tadeus war mir bis jetzt am Nächsten (klar, soll er wohl auch, er ist ja laut Klappentext die Hauptperson)
Wie Heitz diese Spielsucht beschreibt finde ich großartig, da bekomme ich beim Lesen Lust ins Casino zu gehen  :-)
Auf einen Casino-Besuch habe ich keine Lust. Aber ich würde zu gerne mal die harmlose Variante von Superieur spielen. Ich glaub ich nehm mal ein paar Karten mit nach Bamberg  :->

Für mich war das eher so dass die Karte gefunden werden wollte, so wie der Ring beim Herrn der Ringe nicht bei Gollum bleiben will
Das habe ich hier gar nicht empfunden. Das war für mich erstmal nur ein Zufall. Wobei, Zufälle gibt es ja eigentlich gar nicht. :kopfkratz: :->

Was mir übrigens noch im Kopf rumgeschwirrt ist, ist Tadeus Anteil von 10%, den Lasarew junior ihm versprochen hat, von seinem Gewinn. Denn was ist, wenn Lasarew stirbt? Was sind 10% vom Tod?

LG
Kathrin
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Offline Vanessa

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #4 am: 04. April 2017, 08:41:20 »
Guten Morgen zusammen

Ein Personenverzeichnis wäre für mich hier sehr hilfreich gewesen

Hab ich zwischendurch auch mal gedacht. Aber zum Schluss wird es leichter. Ist ja meistens so, wenn man die Leute ein bißchen kennengelernt hat, ist es nur noch halb so wild.

Zitat
Aber wie genau passen jetzt der Champagner, welcher gerade gehoben wird, zu den Spielkarten? Vielleicht habe ich zu sehr auf die Spielkarten gewartet und ich habe den Zusammenhang einfach nicht geschnallt? Oder wisst ihr genauso viel wie ich?
Ansonsten geht es mir leider wirklich wie der guten Dame, die am Ende des Prologs ihr Ende findet - wir wissen beide nicht genau wieso sie (und die gesamte Crew) sterben muß. Außer natürlich ich stelle die Gier in den Vordergrund. 53k Euronen / Flasche Schampus - da kann man sich ein Magazin Patronen locker mal leisten. Soweit macht ihr ableben definitiv Sinn.

Also für mich war der Champus der Anlass für die Schatzsuche
Aber: derjenige mit der Pistole war nicht auf den Champus aus sondern auf die Karten die AUCH "zufällig" mit gefunden wurden

Quadi die ersten Toten wegen der Karten

Gut möglich. Ich war wohl wirklich einfach zu sehr auf das Gebetsbuch gespannt :).

Zu Goethe muss ich sagen dass ICH Faust nicht kenne und daher wahrscheinlich diverse Anspielungen in diesem Buch nicht verstehen kann
Ist das nicht auch das Buch mit der Aussage "des Pudels Kern" ?  :kopfkratz:
Dazu passt der Pudel und der "Teufel" ... für mich ist es nämlich auch der Teufel

Ich führe mein Banausentum direkt mal weiter. Goethe... mochte ich vom ersten bis zum letzten auftreten nicht. Aber eine schöne Idee, diese Geschichte als Entstehungsgeschichte für "Faust" zu nehmen. Das kann ich gut so annehmen.

Zitat
Bei dem historischen Teil bin ich total ausgestiegen. Ich gestehe. Das war mir einfach ... ähm ... langweilig.  :rotwerd:

Ich fand es aufgrund der Sprache einfach nur schwieriger zu lesen, langweilig aber nicht

Och, die Sprache war mir egal. Ich hab es einfach - wie immer - genommen wie es kam. Aber gerade diesen ersten historischen Teil fand ich in der Tat gähnend langweilig. So an sich, mit allem drum herum...

Zitat
Spontan stehe ich ihm ambivalent gegenüber. Einerseits bin ich immer gerne bereit Menschen zu bewundern die so hart gegen sich selbst sein können, wie Thadeus es offenbar zu sich ist. Sein Leben ist ja nun wirklich keines das man führen möchte. Ex Soldat, Ex Drogenabhängier, Ex Spieler. Clean und von seiner Spielsucht einigermaßen befreit verdient er seinen Lebensunterhalt tatsächlich in einem Spielcasino. Ich sag ja - Menschen die so hart gegen sich selbst sind finde ich bewunderswert.

Ich muss sagen Tadeus war mir bis jetzt am Nächsten (klar, soll er wohl auch, er ist ja laut Klappentext die Hauptperson)
Wie Heitz diese Spielsucht beschreibt finde ich großartig, da bekomme ich beim Lesen Lust ins Casino zu gehen  :-)

In mir hat es genau das Gegenteil bewirkt  :-). Aber ich habe sowieso nicht so den Drang nach Casino. Ich spiele gerne mal Partie Karten - aber nicht mit Einsätzen von Geldmitteln. Das ist eher so grundsätzlich nicht meins. Hin und wieder mal nen Lottoschein, wenn der Pott voll ist. Aber auch da gehe ich eigentlich nie mit einer echten Hoffnung dran. Und in aller Regel tut es mir schon um den Einsatz leid, wenn ich den Lottoladen wieder verlasse.

Zitat
Und dann ist da natürlich noch die Spielkarte, die Oligarchenbübchen "verloren" hat. Seltsame Zufälle... ich vermute ja mal, dass die Karte nicht zufällig dort lag wo sie lag. Da hat wohl mein Freund, der Teufel, seine Finger mit im Spiel. Das finde ich wieder sehr interessant.

Für mich war das eher so dass die Karte gefunden werden wollte, so wie der Ring beim Herrn der Ringe nicht bei Gollum bleiben will

Hab ich nie gesehen, gelesen oder gehört. Alles was ich weiß ist "Mein Sssssssssssssssatz! Gollum gollum" fertig. Ich hab keinen Schimmer von der Geschichte an sich. Aber das die Karte etwas wollte - ja. Das ist so.

Zitat
Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn ich mich bis hier her noch nicht überschlagen kann vor Begeisterung finde ich doch, dass das Buch etwas hat. Ich muss nur  noch herausfinden was genau dieses etwas ist.

Ich bin auch noch nicht dran, es entwickelt sich ja auch gerade erstmal alles

Bei mir bleibt es dabei. Ich fand das Buch nett, die Geschichte war okay. Aber Begeisterungsstürme löst das Buch nicht in mir aus.  :rotwerd:

da bin ich! Und ich bin bislang absolut begeistert von dem Buch. :applaus1:

Finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich ein Buch auf die verschiedenen Leser wirken kann. Aber genau das ist es, was mich an LR so reizt bzw. was mir daran so viel Spaß macht. Mich hat das Buch von der ersten Seite an voll in seinen Bann gezogen.

Ja, das stimmt. Wie und in welcher Weise ein Buch auf die anderen wirkt ist immer interessant zu erfahren. Und, hatte der Teufel was gegen das Rasenmähen? Hat er dir einen Satz Spielkarten geschickt?  :-)

Jep, es ist noch nicht April und ich hab trotzdem schon angefangen. Ich gestehe. Ich war aber einfach zu neugierig, Katrin und Inge sind so begeistert von Heitz und ich kenne gerade mal den Autorennamen. Da muss ich einfach mal schnuppern wo sich gerade mal alles so schön fügt.
Ich freu mich, dass Du dabei bist. Ich weiß aber auch, dass MH nicht jedermanns Geschmack ist. Auch für mich gibt es bei seinen Büchern Höhen und Tiefen. Hier bei "Des Teufels Gebetbuch" hatte ich tatsächlich so meine Bedenken, ob es mir nicht wieder zu metzelig wird, so wie damals bei "Ritus" und "Sanctum." Bleibt abzuwarten. Bislang bin ich begeistert und hab die ersten drei Abschnitte inhaliert. Kann aber denke ich ganz gut zu den unterschiedlichen Abschnitten posten, habe mir tatsächlich so einige Notizen gemacht und auch notiert, welchen Abschnitt mein Gekritzel betrifft.

Ich hab versucht mir regelmäßig was aufzuschreiben, aber ich glaube ich muss mir zumindest die Anfänge der Kapitel noch mal ansehen, damit ich nicht in den Abschnitten verrutsche. Hat ja leider nicht so geklappt mit dem "Immer einen Abschnitt lesen - dann posten". Das ist es ja, was mir regelmäßig das Genick bricht bei den Leserunden. Entweder ich schreibe oder ich lese. Aber das eine abzubrechen um das andere zu machen... das ist ein Kunststück das ich noch nicht beherrsche.

Gegen "metzelig" habe ich ja generell wenig, wenn es nicht auf diese Quentin Tarentino Art passiert. Also - Zack! Arm ab, die Arterie spritzt Blut wie das B-Rohr von der Feuerwehr. Das finde ich sowas von überspitzt, da würde ich sogar im Kino nach 10 Minuten Film aufstehen und wieder gehen.

Den Anfang fand ich gut gemacht, also die Szene auf dem Schiff, wo der Champagner geborgen wird. Das war vollkommen OK für mich.

Vorab gebe ich mal kurz bedenken: Ich habe kein sehr gutes Gedächtnis für Namen. Nicht nur bei Romanen, auch im wahren Leben. Ich sortiere ja immer gerne die Menschen zu ihren Tieren, ich weiß also durchaus das Alfons Müller das Herrchen von Nimrod dem Dalmatiner ist, aber wenn man mich auf Alfons Müller anspricht, hab ich keinen Schimmer. So geht mir das hier auch. Ich habe bislang noch keinen Namen behalten, weil mich die Personen entweder nicht genug gefesselt haben oder weil die Namen noch nicht oft genug gefallen sind. Ausnahmen sind Thadeus und "Florence", das koreanische ist mir zu kompliziert.
Bei mir geht es einigermaßen mit den Namen. Allerdings ist "Florence" für mich tatsächlich eher "Hyun". Mich hat der Name "Florence" eher verwirrt, weil er eine gewisse Ähnlichkeit hat mit dem Spitznamen ihres Verlobten. Außerem ist "Hyun" kürzer  :->

Ich mochte das Blümchen ja. Ich mag alle Menschen, die Pferde mögen  :-). Nee, im Ernst: Ich fand ihn als Charakter ganz interessant, weil er sich seinen Reichtum selbst erarbeitet hatte. Das war ok für mich. Oligarchenbübchen ist überheblich und verdient keinen Namen. Das Florence so hübsch zum Verlobten passt - also vom Namen her - fällt mir jetzt erst auf. Aber da sie eigentlich immer nur noch "Hyun" genannt wurde, hab ich damit auch kein Problem mehr. Können wir gerne bei bleiben.

Spannend finde ich alleine wie Heitz das ganze aufzieht. Mich fesselt im Moment der Thriller Touch am meisten an dem Buch. Auch das gebe ich offen zu.
So einen wirklich warm werde ich mit den Figuren auch nicht wirklich, aber der Thriller Touch hat mich komplett in seinem Griff. Finde das Buch extrem spannend und im wahrsten Sinne atemberaubend.

Das bleibt bei mir bis zum Schluss so. Also das thrillige zieht für mich die Geschichte. Der Rest ist mehr oder weniger zierendes Beiwerk.

Dann treffen wir auch noch auf den Oligarchenjüngling von der Partie Superior die Enrico verlor.  Ich vermute Herr Heitz legt es darauf an, dass ich ihn nicht mag.
Ich mag ihn auch nicht. Der ist so richtig schön klischeehaft scheiße. Da seh ich doch gleich meine russischen großkotzigen "Freunde" von den Ischgl-Skitagen vor mir, die sich auch oft so scheiße benehmen. Denke auch, das ist Absicht von Markus Heitz. Mich juckt es in den Fingern, hier zu spoilern, und zu schreiben wen ich stattdessen total genial finde, aber ich lasse es. Dauert noch 1-2 Abschnitte, bis der auftaucht. :teufel: Und ich meine trotz den Smilies nicht den Teufel in Persona.

Mmmh... wer taucht denn noch auf, den man wirklich toll finden könnte? *grübel* Ich hab ne Ahnung, aber ich lass es mal so hier stehen. Wenn du den meinst, den ich meine, dann sind wir auf einer Welle  :->.

"Florence", die Verlobte von Enrico... Ach man, ich kann ja verstehen das sie fix und fertig ist. Das ist menschlich und jeder würde an ihrer Stelle wohl trauern. Und jeder würde wohl auch Informationen sammeln um für sich verstehen zu können wieso der Verlobte so einen doofen Duschunfall hatte. Aber ihre Art gefällt mir nicht. Sie mag ich aktuell fast noch weniger als den russischen Jüngling.
Ja, ist schon sehr krass. Ich verstehe ihre Trauer auch und würde wohl auch bis zu einem gewissen Grad versuchen, dem Tod meines Verlobten auf den Grund zu gehen, aber ich alter Schisserhase,
würde halt lange nicht so weit gehen, wie sie.

Geht nicht mal darum, dass ich Schiss hätte. Mir würde schlicht schon im Vorfeld das nötige Kleingeld fehlen  :wieher:.

Ich habe den 1.Abschnitt nun auch endlich beendet
Ich habe noch so ein paar Probleme mit den Zeiten/Spielorten/Personen
Mal sehen wie sich das entwickelt
Ein Personenverzeichnis wäre für mich hier sehr hilfreich gewesen
Lustig, sonst bin ich ja diejenige, die nach Personenverzeichnissen schreit, aber hier brauche ich es gar nicht. Ich mach mir allerdings auch schon wieder meine eigenen Notizen und Aufzeichnungen, die ich dann so ab und zu zu Rate ziehe, wenn ich Bedarf habe. Wobei das allerdings später öfter der Fall ist, als in den ersten beiben Kapiteln.

Ich bin da wieder die Ausnahme, wie es scheint. Je weiter die Geschichte voran schritt, desto besser kam ich mit den Leuten klar.

Zu Goethe muss ich sagen dass ICH Faust nicht kenne und daher wahrscheinlich diverse Anspielungen in diesem Buch nicht verstehen kann
Ist das nicht auch das Buch mit der Aussage "des Pudels Kern" ?  :kopfkratz:
Dazu passt der Pudel und der "Teufel" ... für mich ist es nämlich auch der Teufel
Auch wieder so ein Punkt, der so gar nicht zu mir zu passen scheint, weil ich ja mit den Klassikern, die ich in der Schule lesen musste, so gar nix anfangen kann. "Faust" war aber damals schon eine Ausnahme, im Vergleich zu Homo Faber oder Die Judenbuche oder so'n Zeug. Ich gehe jetzt nicht so weit, dass ich es heute nochmal lesen wollte, aber irgendwie erwische ich mich bei den historischen Kapiteln dabei, dass ich zumindest gerne mal drin blättern würde, im Faust. Mir kam nicht nur der Pudel bekannt vor, sondern auch Auerbachs Keller und bei dem ein oder anderen gesprochenen Wort, hatte ich auch nach ca. 25 Jahren, als ich Faust gelesen habe, eine Aha-Erlebnis und bilde mir ein, dass ich da Worte aus dem Klassiker wiedererkannt habe. [/quote}

Komplett gelesen hab ich es auch nie. Aber Mephitopheles, Auerbachs Keller und ein paar andere Kleinigkeiten sind mir auch begegnet. Ich habe trotzdem nicht den dringenden Wunsch "Faust" zu lesen. Liegt vielleicht wirklich daran, dass Herr Heitz bei mir wohl unterschwellig irgendeinen Nerv getroffen hat. Ich kann (diesen) Goethe auf den Tod nicht ausstehen. Der bringt für mich all das zum Ausdruck, was ich als Vorurteil zu Studenten anbringen könnte. Goethe ist echt mein "most unloved Character" in diesem Buch.

Dietrich dagegen finde ich absolut genial.

Was mir übrigens noch im Kopf rumgeschwirrt ist, ist Tadeus Anteil von 10%, den Lasarew junior ihm versprochen hat, von seinem Gewinn. Denn was ist, wenn Lasarew stirbt? Was sind 10% vom Tod?

Ja! Das hatte ich mich auch direkt gefragt. Sicherlich ist es verlockend und recht leicht verdientes Geld, solange Tadeus eben nicht selbst spielt. Aber - und das ist es wohl was mich Oligarchenbübchen so fies empfinden lässt, diese Arroganz mit der er sein eigenes ableben einfach ... ignoriert? ausschließt? Irgendwie sowas. Er kommt ja nicht mal auf die Idee, dass es ihn eventuell erwischen könnte.

Vielleicht ist das aber auch die einzige Möglichkeit überhaupt, sich an eine Partie Superieur zu begeben. Wenn man direkt von seinem eigenen Tod ausgeht kann man es ja im Prinzip gleich lassen? Aber ich hab keine Ahnung, mich würden keine zehn Pferde zu einer solchen Partie bringen.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Offline Inge78

  • Kaminkehrer
  • Hero Member
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  • Beiträge: 4907
  • Ryle hira - life is what it is
Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #5 am: 04. April 2017, 08:52:05 »
Zitat
Mich hat das Buch von der ersten Seite an voll in seinen Bann gezogen. Bin echt gespannt, wie weit ich heute noch komme, habe heute einen Tag Urlaub, weil der Schornsteinfeger gleich kommt, mein Auto seine Sommerreifen will und eigentlich auch der Rasen nach dem Rasenmäher schreit. Die ersten beiden Dinge werde ich auf jeden Fall heute erledigen, aber ob ich heute Nachmittag noch Rasenmähen werde, muss ich noch sehen. Ggf. hat der Teufel was dagegen :-)

Der Rasen wartet bestimmt gerne  :teufel:

Zitat
Mir kam nicht nur der Pudel bekannt vor, sondern auch Auerbachs Keller und bei dem ein oder anderen gesprochenen Wort, hatte ich auch nach ca. 25 Jahren, als ich Faust gelesen habe, eine Aha-Erlebnis und bilde mir ein, dass ich da Worte aus dem Klassiker wiedererkannt habe.

Auerbachs Keller ist mir bekannt weil ich ja jetzt dieses Jahr zum 4. Mal in Leipzig war
Da steht sogar auch eine Mephisto Statue vor

Zitat
Was mir übrigens noch im Kopf rumgeschwirrt ist, ist Tadeus Anteil von 10%, den Lasarew junior ihm versprochen hat, von seinem Gewinn. Denn was ist, wenn Lasarew stirbt? Was sind 10% vom Tod?

Das ist ja dann kein Gewinn
Er will ja "nur" seinen Gewinn teilen, also zum Glück "nur"

Zitat
Bei mir bleibt es dabei. Ich fand das Buch nett, die Geschichte war okay. Aber Begeisterungsstürme löst das Buch nicht in mir aus.  :rotwerd:

Dafür warst Du aber schnell durch  :kopfkratz:
"Nett" klingt irgendwie nicht gut  :kopfkratz:




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Offline Kathrin

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #6 am: 04. April 2017, 09:03:11 »
Ja, das stimmt. Wie und in welcher Weise ein Buch auf die anderen wirkt ist immer interessant zu erfahren. Und, hatte der Teufel was gegen das Rasenmähen? Hat er dir einen Satz Spielkarten geschickt?  :-)
Noch ist es durch den Tau zu früh zum Rasenmähen. Entscheidet sich am Nachmittag.

Ich hab versucht mir regelmäßig was aufzuschreiben, aber ich glaube ich muss mir zumindest die Anfänge der Kapitel noch mal ansehen, damit ich nicht in den Abschnitten verrutsche. Hat ja leider nicht so geklappt mit dem "Immer einen Abschnitt lesen - dann posten". Das ist es ja, was mir regelmäßig das Genick bricht bei den Leserunden. Entweder ich schreibe oder ich lese. Aber das eine abzubrechen um das andere zu machen... das ist ein Kunststück das ich noch nicht beherrsche.
Geht bei mir. Posten tu ich tagsüber, lesen auf der Fahrt nach/ von Frankfurt und dann kann ich nebenbei auch Notizen machen. Dass ich mich aber heute Morgen zum Posten aufgerafft habe, ist schon ein kleines Wunder. Könnte ich doch schon wieder einige Seiten weiter im Buchs sein, in der Zeit, wo ich hier poste.

Gegen "metzelig" habe ich ja generell wenig, wenn es nicht auf diese Quentin Tarentino Art passiert. Also - Zack! Arm ab, die Arterie spritzt Blut wie das B-Rohr von der Feuerwehr. Das finde ich sowas von überspitzt, da würde ich sogar im Kino nach 10 Minuten Film aufstehen und wieder gehen.
So habe ich es teilweise aber schon bei Heitz empfunden. Vor allem bei Ritus und Sanctum.

Ich mochte das Blümchen ja. Ich mag alle Menschen, die Pferde mögen  :-). Nee, im Ernst: Ich fand ihn als Charakter ganz interessant, weil er sich seinen Reichtum selbst erarbeitet hatte. Das war ok für mich.
Dafür hab ich ihn zu wenig kennengelernt. Er war mir eher egal.

Ich bin da wieder die Ausnahme, wie es scheint. Je weiter die Geschichte voran schritt, desto besser kam ich mit den Leuten klar.
Ich schaue weniger, wer die Leute waren, sondern eher, was besonders an ihnen oder ihren Karten ist. Wie sie um Leben kamen und so...

Komplett gelesen hab ich es auch nie. Aber Mephitopheles, Auerbachs Keller und ein paar andere Kleinigkeiten sind mir auch begegnet. Ich habe trotzdem nicht den dringenden Wunsch "Faust" zu lesen. Liegt vielleicht wirklich daran, dass Herr Heitz bei mir wohl unterschwellig irgendeinen Nerv getroffen hat. Ich kann (diesen) Goethe auf den Tod nicht ausstehen. Der bringt für mich all das zum Ausdruck, was ich als Vorurteil zu Studenten anbringen könnte. Goethe ist echt mein "most unloved Character" in diesem Buch.
Goethe selbst ist mir bislang total egal. Ich mag vor allem die Idee dieser hist. Kapitel und dass er so nebenbei seinen Faust in Gedanken entwirft.

Vielleicht ist das aber auch die einzige Möglichkeit überhaupt, sich an eine Partie Superieur zu begeben. Wenn man direkt von seinem eigenen Tod ausgeht kann man es ja im Prinzip gleich lassen? Aber ich hab keine Ahnung, mich würden keine zehn Pferde zu einer solchen Partie bringen.
Nein, zur historischen Variante könnte mich auch niemand überreden.

Zitat
Bei mir bleibt es dabei. Ich fand das Buch nett, die Geschichte war okay. Aber Begeisterungsstürme löst das Buch nicht in mir aus.  :rotwerd:

Dafür warst Du aber schnell durch  :kopfkratz:
"Nett" klingt irgendwie nicht gut  :kopfkratz:
Können wir da bitte am Ende vom Buch drüber reden und nicht hier im ersten Abschnitt!
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Offline Inge78

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #7 am: 04. April 2017, 09:26:24 »
Zitat
. Aber ich würde zu gerne mal die harmlose Variante von Superieur spielen. Ich glaub ich nehm mal ein paar Karten mit nach Bamberg  :->

Gute Idee Kathrin  :knuddel:
Müssen wir mal über die Einsätze nachdenken  :teufel:

Zitat
So habe ich es teilweise aber schon bei Heitz empfunden. Vor allem bei Ritus und Sanctum.

Ich fand Ritus und Sanctum gar nicht sooo schlimm  :kopfkratz:
Ich bin da aber glaube ich auch abgehärteter

Zitat
Goethe selbst ist mir bislang total egal. Ich mag vor allem die Idee dieser hist. Kapitel und dass er so nebenbei seinen Faust in Gedanken entwirft.

Die Idee finde ich auch total spannend und es ärgert mich an der Stelle dass ich "Faust" nie gelesen habe. Das hatten wir noch nicht mal in der Schule


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Offline Kathrin

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #8 am: 04. April 2017, 14:37:38 »
Gute Idee Kathrin  :knuddel:
Müssen wir mal über die Einsätze nachdenken  :teufel:
Ich guck mal ob ich ne Tüte "Ein-Pfennig-Bonbons" irgendwo finde, die gab es doch früher in größeren Beuteln. Oder so was in der Art.

Ich fand Ritus und Sanctum gar nicht sooo schlimm  :kopfkratz:
Ich bin da aber glaube ich auch abgehärteter
Bei mir waren es glaube ich meiner ersten Bücher von MH und ich hatte mir da irgendwie was anderes drunter vorgestellt. Fand da den Hist. Teil super, aber den Gegenwartsteil total schrecklich. Habe damals aber auch fast nur hist. Romane gelesen, da war MH irgendwie ein Kulturschock :-) Gut möglich, dass ich die Bücher heute mit anderen Augen lesen würde.

LG
Kathrin
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Offline Inge78

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #9 am: 04. April 2017, 14:58:02 »
Zitat
Ich guck mal ob ich ne Tüte "Ein-Pfennig-Bonbons" irgendwo finde, die gab es doch früher in größeren Beuteln. Oder so was in der Art.

Schokolade und Alkohol bewährt sich immer als Währung
Vielleicht muss der der das Pik Ass zieht dann als Strafe "einen trinken"  :kopfkratz:


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Offline Kathrin

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #10 am: 04. April 2017, 18:40:52 »
Schokolade und Alkohol bewährt sich immer als Währung
Vielleicht muss der der das Pik Ass zieht dann als Strafe "einen trinken"  :kopfkratz:
Das ist vermutlich die noch viel bessere Variante  :-)
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Offline Inge78

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #11 am: 05. April 2017, 09:02:51 »
 :sauf:
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Offline Steffi

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #12 am: 07. April 2017, 14:49:46 »
Hallo Ihr Lieben!

Ich hab den Abschnitt noch nicht ganz durch, deswegen poste ich erstmal  nur, ohne eure Beiträge zu lesen. Ich habe erst gestern abend richtig angefangen und bin nun irgendwo auf Seite 65 oder so. Direkt nach dem Abschnitt in Monaco.

Der Abschnitt in Monaco hat mich echt umgehauen. Zack... Genick gebrochen und ich so... WHAT?  :umfall: Da hab ich irgendwie so gar nicht mit gerechnet. Fand ich richtig gut gemacht. Übrigens unfassbar, wie viel Kohle man mit Rosen machen kann.  :->

Aber zurück auf Anfang. Der Beginn des Buches hat mir gut gefallen. Geheimnisvoll, stimmungsvoll, actionreich. Das hat Heitz ja echt drauf. Mit dem Vergangenheitsteil war ich dann allerdings nicht so glücklich. Eigentlich wünsche ich mir ja mal einen reinen historischen Roman von Heitz, denn er ist ja studierter Historiker. Aber ich fand die Sprache in dem Teil so geschwollen. Irgendwie merkwürdig. Auch wenn das mit Goethe natürlich cool ist und Bastian mir sympathisch ist. Das mit dem Hund war auch total gruselig.

So oder so, bin ich gespannt, wie alles zusammenhängt. Mehr dann heute abend. Auch zu euren Beiträgen.

Liebe Grüße,
Steffi
Ich lese gerade:
Tom Mullen: Darktown

            als nächstes auf dem SUB
Gabriel Tallent: Mein Ein und Alles


Offline Inge78

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #13 am: 07. April 2017, 15:30:43 »
Hallo Steffi

Schön dass Du jetzt auch mit dabei bist

Zitat
Der Abschnitt in Monaco hat mich echt umgehauen. Zack... Genick gebrochen und ich so... WHAT?  :umfall: Da hab ich irgendwie so gar nicht mit gerechnet. Fand ich richtig gut gemacht

Dieser Überraschungsmoment konnte echt was
 :umfall:

Zitat
Mit dem Vergangenheitsteil war ich dann allerdings nicht so glücklich. Eigentlich wünsche ich mir ja mal einen reinen historischen Roman von Heitz, denn er ist ja studierter Historiker. Aber ich fand die Sprache in dem Teil so geschwollen. Irgendwie merkwürdig. Auch wenn das mit Goethe natürlich cool ist und Bastian mir sympathisch ist. Das mit dem Hund war auch total gruselig.

Ich mochte die Sprache auch erst mal nicht
Aber ich finde man gewöhnt sich sehr dran  , außerdem ist der Unterschied zum Rest dann wirklich gegeben


Zitat
Übrigens unfassbar, wie viel Kohle man mit Rosen machen kann.  :->

Ich warte auch noch auf meine zündende Geschäftsidee  :pling:
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Offline nala11

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Re: Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #14 am: 08. April 2017, 14:34:13 »
Hallöchen! 

Ich bin voll drin! Es gefällt mir sehr gut!
Es ist nur so, dass ich es nicht mal eben zur Hand nehme, um zu lesen ... das braucht mehr Zeit.

Superieur ....
WOW ... böses Spiel!
Ich hatte schon die Vermutung, dass es auf diesen "Preis" rausläuft, aber mit dieser Kaltblütigkeit habe ich nicht im Geringsten gerechnet!    :umfall:
Zitat
Zitat von: Inge78 am 04. April 2017, 14:58:02

    Schokolade und Alkohol bewährt sich immer als Währung
    Vielleicht muss der der das Pik Ass zieht dann als Strafe "einen trinken"  :kopfkratz:

Das ist vermutlich die noch viel bessere Variante  :-)
Super Idee!
... sollte nach den alten Regeln gespielt werden, bin ich auf jeden Fall raus!!

Goethe ... hmm , auch da bin ich raus ...
Den Faust haben wir (leider) nicht gelesen.
Ich finde die Idee toll, ihm die Geschichte quasi auf dem Silbertablett zu servieren.
Mit der Sprache komme ich recht gut kla, war am Anfang halt etwas sperrig.

Tadeus, als Figur braucht noch ein bisschen .. einerseits finde ich es gut, wie r sich aus seinen Problemen herauskämpfen möchte, kann aber eine Wege nicht ganz nachvollziehen ...


Ich kümmere mich jetzt mal um den 2. Abschnit ...
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