LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues

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Offline Annette B.

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #30 am: 04. September 2016, 22:45:45 »
Hallo ihr Lieben

Nun habe ich auch die ersten drei Kapitel gelesen. Ich hatte Kathrins Einführung gelesen und gesehen, dass sie bis einschließlich Kapitel 3 gelesen hatte.
Darum habe ich mir das dann als erste "Etappe" vorgenommen.

Zitat von: Kathrin
Es stellte sich dann heraus, dass sie damals auch „Talisker Blues“ gelesen hat und war schon ganz kribbelig, weil sie jetzt zuuuuuu gerne mit mir über das Buch gesprochen hätte. Sie sagte dazu, dass sie wirklich gerne liest, aber ganz viele Bücher – auch wenn sie gut waren – nicht hängen bleiben. Von Talisker Blues wisse sie aber noch ganz viel. Der hätte sie lange beschäftigt … finde das immer süß, wenn sich solche Gespräche durch Zufall ergeben und man seine Kollegen nochmal von einer anderen Seite kennenlernt.

Deine Kollegin ist ja wirklich süß.  :-)
Sie hat meine Neugierde auf dieses Buch noch gesteigert, denn diese Aussage, dass man viele Bücher liest, die echt gut sind, aber dennoch nur wenige in Erinnerung behält, kann ich bestätigen.

Hier nun meine Eindrücke bis einschließlich Kapitel 3

Was Kieran erlebt hat ist sehr grausam. Er hat 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht, ohne sich an sein Verbrechen - was ihm vorgeworfen wird- zu erinnern.
Man muss sich wundern, dass er da nicht wahnsinnig geworden ist.
Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?

Andersherum kann ich natürlich verstehen, dass er auch unbedingt versuchen will, heraus zu finden, was damals passiert ist. Er kann sich ja an gar nichts erinnern.

Daher ist Kieran nun zunächst sehr mit sich selbst beschäftigt und oft hilflos, wenn eine neue Situation auf ihn zukommt.
So wie das Vorstellungsgespräch oder das Dinner bei den MacDonnalds.

An eine Persönlichkeitsstörung glaube ich grade nicht so sehr, obwohl das eine sehr plausible Erklärung wäre, wenn man bedenkt das er sich an überhaupt nix erinnert.
Paddy hatte ich auch schon mal kurz im Verdacht, besonders da die Ermordete ja auch erst mit Paddy eine Beziehung hatte und dann mit Kieran. Aber irgendwie erscheint mir diese These zu einfach.

Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.

Paddy könnte das ja wohl nicht gewesen sein, denn der hatte Kieran zuvor die Firma gezeigt und ihm auch zu dieser Arbeit verholfen.
Oder wenn das Paddy war, dann nur, weil Paddy diese Persönlichkeitsstörung hat.
Aber das ergibt für mich auch grade keinen Sinn. :kopfkratz:
Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.

Zitat von: Kathrin
Richtig begeistert bin ich von Onkel Angus! Hach der ist toll! Ich finde es großartig wie er zu seinem Neffen steht. Für ihn scheint die Vergangenheit / die Ermordung Allisons und Kierans Gefängnisstrafe erledigt zu sein. Kieran hat für sein Tat gebüßt und jetzt wird weitergemacht.

Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?

Allerdings finde ich die Idee toll, dass Kieran im Kilt und vollem Ornat seines Clans zu dem Dinner der MacDonalds gehen soll. Ich finde solch ein traditionelles Auftreten immer schön.

Dagegen macht mir die Freundschaft zu Catie Sorge.
Das er ihr das Leben gerettet hat, weiß kaum jemand, außer ihre Familie. Und da jetzt offenbar ein alter Todfeind Kierans eine Rache plant, schwarnt mir fürchterliches.  :wah:

Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:

Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.

Tja und wenn ich daran denke wie Kierans Eltern reagiert haben, da kann ich mir auch vorstellen wie die Eltern von Allison auf ihr lotterhaftes Leben reagiert haben.

Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->

Zitat von: Silke
Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen

Ja so in etwa stelle ich mir auch die Landschaft vor. Zudem hat Martina Andrè auf ihrer HP viele Schottlandbilder, die ich mir beim lesen ihrer Bücher angeschaut habe. Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.

Zitat von: Silke
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.

Richtig Silke, es sind nur sehr geringe Hinweise, aber die hätten damals auch hinterfragt werden müssen.
Aber da Kieran ja als "Raufbold" bekannt war, hat man es sich einfach gemacht.

Zitat von: Silke
Motiv: Eifersucht, Rache ....  :detektiv:
Wäre eben alles so 0815-Schiene.

Ja diese 08/15 Schiene ist aber das häufigste Tatmotiv bei Mord.
Dennoch, es gibt auch noch genügend andere Motive....
Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:

Schauen wir mal, worauf das hier hinausläuft.

LG - Annette
Liebe Grüße Annette

Online SilkeS.

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #31 am: 05. September 2016, 09:05:32 »
Hallo zusammen!


So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:


Hier werd ich aber zunächst mal nur bis einschl. Kapitel 3 schreiben :
Ich hab mich im Buch sehr schnell wohl gefühlt. Den Schreibstil von Mara Laue mag ich sehr und ich mag dieses schottische Ambiente  :-> .
Ich finde die gälischen Anreden verstärken das. Wären diese nicht, könnte es überall spielen. Von mir aus hätte bischen mehr Landschaftsbeschreibungen sein dürfen.


Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:


Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Ja, definitiv. Man erfährt ja leider später auch, wer eigentlich dahinter steckt...  dazu aber später mehr...




Hier nun meine Eindrücke bis einschließlich Kapitel 3

Was Kieran erlebt hat ist sehr grausam. Er hat 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht, ohne sich an sein Verbrechen - was ihm vorgeworfen wird- zu erinnern.
Man muss sich wundern, dass er da nicht wahnsinnig geworden ist.
Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Okay, das hätter u.U. woanders auch, aber auf der Insel kennen die Leute ihn und "sein" VErbrechen nunmal, das wäre woanders, nicht  so...





Andersherum kann ich natürlich verstehen, dass er auch unbedingt versuchen will, heraus zu finden, was damals passiert ist. Er kann sich ja an gar nichts erinnern.
Versucht er doch garnicht. Das ist das was michs störrt!




Daher ist Kieran nun zunächst sehr mit sich selbst beschäftigt und oft hilflos, wenn eine neue Situation auf ihn zukommt.
So wie das Vorstellungsgespräch oder das Dinner bei den MacDonnalds.
Ja, er tat mir sooo leid, aber er hat sich tapfer geschlagen.





Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.
Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.




Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
entweder das, oder eben niedergeschlagen - ich erinnere an die Beule




Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->
Ja, ich finde es auch umständlich beim Ebook immer hinten ins Glossar zu schauen... Mache ich auch nicht.




Zitat von: Silke
Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ja so in etwa stelle ich mir auch die Landschaft vor. Zudem hat Martina Andrè auf ihrer HP viele Schottlandbilder, die ich mir beim lesen ihrer Bücher angeschaut habe. Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Oh, danke. Da werde ich mal googlen.




Zitat von: Silke
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Richtig Silke, es sind nur sehr geringe Hinweise, aber die hätten damals auch hinterfragt werden müssen.
Aber da Kieran ja als "Raufbold" bekannt war, hat man es sich einfach gemacht.
Ja, ich werde jedesmal sauer, weil er so ein Schubladenden-Image verpasst bekommen.
Ich finde es nachvollziehbar, dass er jeden vermöbelt, der schlecht über seinen Bruder redet, da er sich ja auch Schuld an dem Unfall gibt, den er ja auch hat. Immerhin wollter ja unbedingt mit Auto losfahren!!!
Dass der andere ihm die Vorfahrt genommen hat und Es ein "Unfall" war hin oder her.
Er ist mit dem Auto gefahren, obwohl er es nicht hätte dürfen! PUNKTUM! Das sein Bruder deswegen und dadurch zu einem Krüppel wurde, dafür trägt er die Verantwortung. Da soll er sich ruhig Prügeln!!!





Zitat von: Silke
Motiv: Eifersucht, Rache ....  :detektiv:
Wäre eben alles so 0815-Schiene.

Ja diese 08/15 Schiene ist aber das häufigste Tatmotiv bei Mord.
Dennoch, es gibt auch noch genügend andere Motive....
Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Ja, auf der Insel spielt Kultur, Ehre, etc ja eine GROßE Rolle und ich gebe zu, ich kenne mit nicht so gut aus.
Aber ich denke mal das Motiv, wird passend zu der Inselkultur sein...






So,  mein Eindruck bis Kapitel 6

Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.

Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 


Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.

Gruß Silkes

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Offline Christiane

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #32 am: 05. September 2016, 11:01:22 »
Moin miteinander!

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ja, wir sind nun beide durch.

Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:
Macht doch nix, das ist doch eine MONATSleserunde - Du hast also noch fast 4 Wochen Zeit für das Buch  :-).


Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.






Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Ich glaube, die Rückkehr in die Heimat ist nötig für einen Menschen wie ihn. Er hängt an der Umgebung mindestens so sehr wie an den Menschen dort.
Zudem ist wohl die Rückkehr an den Ort des Geschehens für ihn so der allerletzte abschließende Versuch, ob eine Erinnerung wiederkommt. Das was quasi noch fehlt, um - egal ob er sich erinnert oder nicht - die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Und wie seine Eltern reagieren kann er vorher nicht wissen. Solche Extremsituationen und die Reaktion der Menschen darauf kann man nicht vorhersehen. Was hätte Kieran tun sollen: nie mehr heimkehren aufgrund der Vermutung, dass seine Eltern in rauswerfen? Und immer die Ungewissheit im Hinterkopf, dass sie ihn vielleicht ja doch wieder aufgenommen hätten? So wie Angus es ja schließlich auch tut!

Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?

Zitat
Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Ich schau bei sowas immer mal gern in Google maps - oft gibt es streetview oder Fotos.



So,  mein Eindruck bis Kapitel 6

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Ja, man weiß nicht wann und wie - aber schon, dass sicher wieder was passieren wird  :wah: .

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Aber all das hätte mehr Seiten gebraucht  .... so wie es ist braucht es statt dessen unsere Phantasie  :-) .

Liebe Grüße,
Christiane
Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)

Offline Kathrin

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #33 am: 05. September 2016, 13:57:54 »
Hallo zusammen,

Bitte berichte, wenn du mit ihr wieder über das Buch geredet hast, was sie so sagt, was ihr noch hängengeblieben ist. Das Buch muß ja echt Eindruck hinterlassen haben.
Ja, klar mach ich.

Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf. GErade weil wir auf Skye einen ziemlich lustigen Abend in einer alten Fischerkneipe verbracht haben, das war in Portree. Was ich grade nicht mehr auf den Radar hab, ist, ob wir beim Dunvegan Castle waren...ich glaube schon, aber ich weiß es nicht sicher. Und ob ich das aus meinen Bildern heraussehen kann, die ich auch erstmal wieder durchforsten müsste...keine Ahnung. Da sind unzählige Ruinen drauf, weil ich die so liebe  :->

So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Ich hoffe du spoilerst nicht, ich bin bis einschlließlich Kapitel 2
Das mit dem Spoilern war hoffentlich ein Scherz, Silke. Denn wenn ich schreibe, dass ich bis einschließlich Kap. 3 gelesen habe und Du aber nur bis Kapitel 2, dann liegt es in Deiner eigenen Verantwortung, ob Du liest, was ich geschrieben habe. Ich nehme da keine Rücksicht drauf und schreibe was mir einfällt und gut möglich, dass ich Dir was aus Kapitel 3 verraten habe, was Du zu dem Zeitpunkt noch nicht wusstest.

Ich fand es krass wie schnell da echt ein Junge, der auf der Insel bekannt ist, verurteilt wird.
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Naja, ich weiß nicht. Es scheint ja wirklich viel für ihn gesprochen zu haben. Die Beule am Kopf und die Gehirnerschütterung haben mich natürlich auch stutzig gemacht. Aber Anfang der 90er war man denke ich in den Ermittlungen auch noch nicht so weit wie heute. Wenn alles gegen einen spricht und es keinerlei Hinweis oder Spuren auf einen anderen Mörder gibt, dann finde ich es schon ein Stückweit verständlich, dass er da der Hauptverdächtige ist. Letztlich war ja noch nicht mal sein Anwalt von seiner Unschuld überzeugt.

Und nun wo er seine Haftstrafe verbüßt hat, nehmen ihn seine Eltern nicht wieder auf.  Das ist hart.
Das fand ich wie gesagt auch sehr schlimm.

da dachte ich, ich muss jetzt erstmal x Seiten von Euch durchschmökern, aber sooo viel habt Ihr ja noch garnicht geschrieben. Na, da muss ich dann eher aufpassen, dass ich nicht zu viel schreib. Ich war am WE laaaange im Auto unterwegs und hatte daher viel Lesezeit. Nun bin ich schon fast durch.
Das Buch liest sich aber auch wirklich gut. Und ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht selbst gefahren bist und als Beifahrerin lesen konntest. Oder hat Dir Dein Mann vorgelesen?

Ich hab mich im Buch sehr schnell wohl gefühlt. Den Schreibstil von Mara Laue mag ich sehr und ich mag dieses schottische Ambiente  :-> . Bei mir im Buch ist vorn eine Karte drin, nur enthält sie leider viel zu wenige der relevanten Orte. Aber besser als nix ist das allemal. Hast Du eine andere Ausgabe als ich, Kathrin?? Das Glossar find ich auch klasse.
Ich hab das Taschenbuch, 2. Auflage von 2013. Habe es gebraucht gekauft.

Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Huch, an Jamie erinnert er mich nun gar nicht. Kieran ist für mich dunkelhaarig. Mit Jamie hat er eigentlich nur gemeinsam, dass bei Schotten sind. :-> Ich hab mich aber auch in keiner Sekunde an Jamie erinnert gefühlt.

Vor allem denk ich die ganze Zeit darüber nach wie schrecklich das sein muss: Du kannst Dich an nichts erinnern. Du selbst hättest nie gedacht, dass Du zu so einer grausamen Tat wie dem Mord an Allison fähig währest. Aber alle Indizien sprechen gegen Dich, so dass Du irgendwann wohl oder übel selbst davon ausgehst, dass Du das gemacht hast.  :wah:
Das finde ich das eigentlich schlimmste an der ganzen Geschichte. Dass er irgendwann selbst glaubt, dass er Allison getötet hat. Das wäre etwa ganz anderes, wenn er sich daran erinnern könnte, aber da ist ja null Erinnerung. Deshalb bin ich auch immer mehr davon überzeugt, dass er vielleicht tatsächlich niedergeschlagen worden ist, was ja auch - wie Silke schon schreibt - eine Erklärung für die Beule und die Gehirnerschütterung ist.

Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.

Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Das war auch einer meiner Gedanken. WArum ist er zurück nach Skye gegangen? Aber gut, er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass seine Eltern ihn verstoßen haben. Er hat es sich vielleicht denken können, denn es scheint ja keinen Kontakt zu Ihnen in den 20 Jahren gegeben zu haben. Und wo sollte er auch hin. Mein erster Anlaufpunkt ist auch immer die Familie. Sich woanders ein neues Leben aufbauen kann er im Prinzip immer noch. Die Vergangenheit wird ihn so oder so immer wieder einholen. Die wird er nicht abschütteln können. Wenn er sich beispielsweise in England einen neuen Job gesucht hätte, wäre seine Verurteilung auch ans Tageslicht gekommen. Warum es dann nicht erstmal dort versuchen, wo er sich auskennt.
Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.

An eine Persönlichkeitsstörung glaube ich grade nicht so sehr, obwohl das eine sehr plausible Erklärung wäre, wenn man bedenkt das er sich an überhaupt nix erinnert.
Paddy hatte ich auch schon mal kurz im Verdacht, besonders da die Ermordete ja auch erst mit Paddy eine Beziehung hatte und dann mit Kieran. Aber irgendwie erscheint mir diese These zu einfach.
Ja, mir sind meine Thesen an sich auch zu einfach. Das war von mir einfach erstmal drauf losgeschossen. Wir werden sehen, was bei rauskommt.

Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.
Das war für mich gar nicht so offensichtlich, dass er ihn da zum ersten Mal wiedergesehen hat. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Autorin das bewusst so leicht undeutlich geschrieben hat. Das könnten in meinen Augen immer noch Paddys Gedanken sein.

Paddy könnte das ja wohl nicht gewesen sein, denn der hatte Kieran zuvor die Firma gezeigt und ihm auch zu dieser Arbeit verholfen.
Oder wenn das Paddy war, dann nur, weil Paddy diese Persönlichkeitsstörung hat.
Huch, das wäre ja auch noch eine Theorie...Paddy hat die Persönlichkeitsstörung. Aber das glaube ich nicht, wenn er der Mörder/ Hasser sein sollte, dann ist er sich dessen ganz bewusst.

Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.
Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.

Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?
Du verdächtigst jetzt aber nicht Onkel Angus? Oder sollten wir vielleicht jeden mal verdächtigen, irgendeine von uns wird schon auf den richtigen Täter treffen  :kopfkratz: :-) :-) :-)

Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
An KO-Tropfen hab ich auch schon gedacht. Aber irgendwie bringe ich KO-Tropfen eher mit der heutigen Zeit in Verbindung, weniger mit den 90ern.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.
Nee, das glaube ich jetzt weniger. Aber ohne es begründen zu können. Für mich bleibt Paddy der Hauptverdächtige.

Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->
Das mach ich bei den gälischen Redewendungen auch so. Die ausgedruckte Karte hab ich aber immer parat, da ich da auf der Rückseite auch meine Notizen mach, insofern passt das ganz gut.

Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Hui, was für eine Theorie. Die ist mir im Moment dann doch noch zu weit hergeholt...oder sagen wir mal so, auf diese Idee würde ich nie von alleine kommen...nicht zu diesem Zeitpunkt des Buches und mit den Informationen, die wir bis jetzt haben. ABer ich bin ja auch nicht der Super-Krimi-Leser.

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Nein ich bin noch nicht durch. Hatte am Wochenende durch den Auftritt auch nciht so viel Zeit zum lesen. Bin mitten in Kapitel 6. Da geh ich jetzt aber noch nciht drauf ein. Mach ich denke ich morgen dann.

Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Ich denke das liegt daran, weil er selbst von seiner Schuld überzeugt ist. Er hat sich damit abgefunden, ein Mörder zu sein. Den Stempel würde er eh erst loswerden, wenn es Beweise dafür gibt, dass es ein anderer war. Aber da alle Welt davon überzeugt ist, dass er Allison umgebracht hat, wird sich auch niemand auf die Suche nach Beweisen für Kierans Unschuld machen. Wie gesagt, noch nicht mal der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt. Und da er sich an nichts erinnern kann udn alles gegen ihn spricht, glaubt er inzwischen selbst, dass er es war, auch wenn er es sich eigentlich nicht erklären kann.

Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Wie schon geschrieben, er hätte in meinen Augen überall Probleme bekommen sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Haft wäre immer irgendwann ans Tageslicht gekommen und die Menschen sind wie sie sind...wenn neben mir ein Straftäter (sagen wir mal Gewaltverbrecher) leben würde, der seine Strafe abgesessen hat, wäre ich auch skeptisch ihm gegenüber. Da bin ich ehrlich. Da hätte ich trotzdem Schiss udn würde ihm vermutlich nicht so schnell vertrauen.

Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.
Ja, super geschrieben, Christiane. Da bin ich ganz bei Dir.

Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?
Für mich ist bislang auch noch nicht im Geringsten klar, dass der Hasser in Kursiv-Schrift der ist, der er ausgibt zu sein. Dazu schreib ich später mehr, wenn ich denn Zeit dazu habe. Das passt für mich eher bis zu Kapitel 6.

LG
Kathrin

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #34 am: 05. September 2016, 14:52:37 »
Hallo Kathrin!

Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf...
Kannst Du zu den Unterschieden noch ein bisschen erzählen? Liegt es am speziellen 'Inselfeeling' oder ist die Natur anders? Dass Du Dir das gleich vorstellen kannst wenn Du schon dort warst kann ich gut nachvollziehen. So ging es mir mit meinem vorherigen Buch, das in der Bretagne spielte auch - da hab ich Land und Leute immer gleich im Kopf und das ist alles viel lebendiger.



Das Buch liest sich aber auch wirklich gut. Und ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht selbst gefahren bist und als Beifahrerin lesen konntest. Oder hat Dir Dein Mann vorgelesen?
Nein, vorgelesen haben wir nicht - dazu ist auch unser Lesetempo zu weit auseinander. Aber wir haben uns beim Fahren abgewechselt und immer der der Pause hatte bekam das Buch - so gab es da wenigstens auch keinen Streit  :-). Abends vorm Schlafen gehen musste ich dann allerdings auf ein Zeitbuch ausweichen  :nixweiss1: .

Ich hab das Taschenbuch, 2. Auflage von 2013. Habe es gebraucht gekauft.
Ich hab die 3. Auflage von 2014. Da haben sie dann wohl die kleine Karte ergänzt :-).

Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Huch, an Jamie erinnert er mich nun gar nicht. Kieran ist für mich dunkelhaarig. Mit Jamie hat er eigentlich nur gemeinsam, dass bei Schotten sind. :-> Ich hab mich aber auch in keiner Sekunde an Jamie erinnert gefühlt.
Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:

.... Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.
Ja, ich glaube das ist für Eltern auch die Hölle wenn das eigene Kind so ein Verbrechen begeht. Irgendwie nimmt man das sicher auch als eigenes Versagen wahr. Und auch hier: wer weiß schon vorher wie er in Extremsituationen reagieren wird??! Die Eltern mussten zuerst den Schock und dann sicher auch Anfeindungen ihrer sozialen Umgebung ertragen.

Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.
Das ist mir auch total sympathisch. Und da kann ich auch Catie sofort verstehen, dass sie Kieran auf Anhieb interessant findet.

Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.
Ja, das seh ich genauso :five: . So etwas sagt man nicht einfach mal so im Zorn, dazu geht das zu sehr an die Substanz

LG, Christiane

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #35 am: 05. September 2016, 14:55:08 »
Ach, eins muss ich Euch noch erzählen: als wir gestern heimkamen war ein Päckchen angekommen und so konnten wir uns abends zum Schmökern noch einen kleinen 'Talisker' genehmigen .
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #36 am: 05. September 2016, 15:00:48 »
Hallo!

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ja, wir sind nun beide durch.
Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->






Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:
Macht doch nix, das ist doch eine MONATSleserunde - Du hast also noch fast 4 Wochen Zeit für das Buch  :-).
so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:



Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.
JA, vielleicht hast Du recht, nur denke ich, dass es MICH am Leben und vor dem WAHNSINN gerettet hätte zu wissen, dass ich nach der verbüßten Haftstrafe der Wahrheit aufgrund gehen kann. Sei ich nun schuld oder nicht, aber dann ist es wenigstens sicher und nicht: man hat es mir eingeredet, ich war es...
Verstehst Du was ich meine.
Ich bin ein Mensch, ich lasse mir nichts einreden. Ich muß Fakten haben um es zu glauben!



Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Ich glaube, die Rückkehr in die Heimat ist nötig für einen Menschen wie ihn. Er hängt an der Umgebung mindestens so sehr wie an den Menschen dort.
Zudem ist wohl die Rückkehr an den Ort des Geschehens für ihn so der allerletzte abschließende Versuch, ob eine Erinnerung wiederkommt. Das was quasi noch fehlt, um - egal ob er sich erinnert oder nicht - die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Und wie seine Eltern reagieren kann er vorher nicht wissen. Solche Extremsituationen und die Reaktion der Menschen darauf kann man nicht vorhersehen. Was hätte Kieran tun sollen: nie mehr heimkehren aufgrund der Vermutung, dass seine Eltern in rauswerfen? Und immer die Ungewissheit im Hinterkopf, dass sie ihn vielleicht ja doch wieder aufgenommen hätten? So wie Angus es ja schließlich auch tut!
Er hätte sich ja die Option, dass wenn es auf Skype nicht klappt, woanders ein neues Leben aufbauen können, als Plan B überlegen können.


Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?
kapitel 4
Zum einen. ich spoilere:
ist das die Stelle wo steht, er wäre körperlich eingeschränkt und hätte Probleme beim Treppenlaufen.
Bei diesem Pausenbier was ausgeben wird, wird ja erwähnt Ian hätte einen mächtigen Bauch und solche Personen könnte Treppenlaufen schwer fallen. :detektiv:
zum anderen, stellt er sich dieser Touristin Anja ja namentlich vor und vorher ist die Stelle, wo der Täter beobachtet, dass Kiran mit Anja spricht... und da habe ich kombiniert.
Er wäre ja auch derjenige der Rache üben könnte, weil er  Allison ja heirten wollte," wenn sie sich ausgetobt hat" (Zitat), habe ich mir leider nicht markiert
Ach und genau, nachdem diesem Pausenbier fingen die STellen an, wo Kiran von dem  "Täter" beoachtet wird. Voher wußte ja Ian nicht, dass Kiran wieder auf freien Fuß ist und auf der Insel aufgetaucht.

Auch bleiben alle anderen Personen sehr nebulös, dass man da raten könnte.


Zitat
Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Ich schau bei sowas immer mal gern in Google maps - oft gibt es streetview oder Fotos.
Ja ich in der Regel auch, nur während der Zugfahrt, oder Samstag abend in der Badewanne hatte ich da leider keine Gelegenheit



So,  mein Eindruck bis Kapitel 6
nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Ja, man weiß nicht wann und wie - aber schon, dass sicher wieder was passieren wird  :wah: .
ja, genau das meine ich


Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Aber all das hätte mehr Seiten gebraucht  .... so wie es ist braucht es statt dessen unsere Phantasie  :-) .
ja ich merke, Du verstehst was ich meine und Du fasst es ziemlich gut zusammen. :respekt3:


Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf. GErade weil wir auf Skye einen ziemlich lustigen Abend in einer alten Fischerkneipe verbracht haben, das war in Portree. Was ich grade nicht mehr auf den Radar hab, ist, ob wir beim Dunvegan Castle waren...ich glaube schon, aber ich weiß es nicht sicher. Und ob ich das aus meinen Bildern heraussehen kann, die ich auch erstmal wieder durchforsten müsste...keine Ahnung. Da sind unzählige Ruinen drauf, weil ich die so liebe  :->
Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.


So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Ich hoffe du spoilerst nicht, ich bin bis einschlließlich Kapitel 2
Das mit dem Spoilern war hoffentlich ein Scherz, Silke. Denn wenn ich schreibe, dass ich bis einschließlich Kap. 3 gelesen habe und Du aber nur bis Kapitel 2, dann liegt es in Deiner eigenen Verantwortung, ob Du liest, was ich geschrieben habe. Ich nehme da keine Rücksicht drauf und schreibe was mir einfällt und gut möglich, dass ich Dir was aus Kapitel 3 verraten habe, was Du zu dem Zeitpunkt noch nicht wusstest.
du hast nichts verraten...  :schmacht:


Ich fand es krass wie schnell da echt ein Junge, der auf der Insel bekannt ist, verurteilt wird.
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Naja, ich weiß nicht. Es scheint ja wirklich viel für ihn gesprochen zu haben. Die Beule am Kopf und die Gehirnerschütterung haben mich natürlich auch stutzig gemacht. Aber Anfang der 90er war man denke ich in den Ermittlungen auch noch nicht so weit wie heute. Wenn alles gegen einen spricht und es keinerlei Hinweis oder Spuren auf einen anderen Mörder gibt, dann finde ich es schon ein Stückweit verständlich, dass er da der Hauptverdächtige ist. Letztlich war ja noch nicht mal sein Anwalt von seiner Unschuld überzeugt.
ja, aber man hat ihn doch aufwachsen sehen und kennt seine Eltern.... .




Vor allem denk ich die ganze Zeit darüber nach wie schrecklich das sein muss: Du kannst Dich an nichts erinnern. Du selbst hättest nie gedacht, dass Du zu so einer grausamen Tat wie dem Mord an Allison fähig währest. Aber alle Indizien sprechen gegen Dich, so dass Du irgendwann wohl oder übel selbst davon ausgehst, dass Du das gemacht hast.  :wah:
Das finde ich das eigentlich schlimmste an der ganzen Geschichte. Dass er irgendwann selbst glaubt, dass er Allison getötet hat. Das wäre etwa ganz anderes, wenn er sich daran erinnern könnte, aber da ist ja null Erinnerung. Deshalb bin ich auch immer mehr davon überzeugt, dass er vielleicht tatsächlich niedergeschlagen worden ist, was ja auch - wie Silke schon schreibt - eine Erklärung für die Beule und die Gehirnerschütterung ist.
:fivel:


Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.
Ja, das stimmt. Sie wurden bestimmt geschnitten, isoliert, es wurde getratscht... :meckern:
Mein Mann hat sowas in der Gemeinde in der aufgewachsen ist erlebt, nachdem Selbstmord seines Vaters.
Was wünscht man niemanden. Man kommt in einen Laden, alle schauen dich an, oder schauen weg, die Gespräche verstummen, etc... Da werden dann nach phantasiereich die Geschichten ausgeschmückt!




Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Das war auch einer meiner Gedanken. WArum ist er zurück nach Skye gegangen? Aber gut, er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass seine Eltern ihn verstoßen haben. Er hat es sich vielleicht denken können, denn es scheint ja keinen Kontakt zu Ihnen in den 20 Jahren gegeben zu haben. Und wo sollte er auch hin. Mein erster Anlaufpunkt ist auch immer die Familie. Sich woanders ein neues Leben aufbauen kann er im Prinzip immer noch. Die Vergangenheit wird ihn so oder so immer wieder einholen. Die wird er nicht abschütteln können. Wenn er sich beispielsweise in England einen neuen Job gesucht hätte, wäre seine Verurteilung auch ans Tageslicht gekommen. Warum es dann nicht erstmal dort versuchen, wo er sich auskennt.
Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.
ja seine Liebe zur Natur, daraus Kraft zu ziehen, macht ihn am Sympathischten für mich.


Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.
Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.
:kopfkratz: Da scheine ich was überlesn zu haben...


Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?
Du verdächtigst jetzt aber nicht Onkel Angus? Oder sollten wir vielleicht jeden mal verdächtigen, irgendeine von uns wird schon auf den richtigen Täter treffen  :kopfkratz: :-) :-) :-)
mhm, warum eigentlich nicht?
Aber was wäre sein Motiv. Allision war weder seine Tochter die geschützt werden mußte, noch hätte er mit ihr eine Beziehung eingehen können/dürfen/sollen ect....
 :detektiv: :detektiv:


Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
An KO-Tropfen hab ich auch schon gedacht. Aber irgendwie bringe ich KO-Tropfen eher mit der heutigen Zeit in Verbindung, weniger mit den 90ern.[/quote9
Nein, das glaube ich auch nicht...


Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.
Nee, das glaube ich jetzt weniger. Aber ohne es begründen zu können. Für mich bleibt Paddy der Hauptverdächtige.
Bruder, vielleicht wegen der Ehre. Aber Kiran wäre ja für Allison nicht der erste und nicht der letzte geblieben.
Kathrin, warum ist es für dich Paddy?



Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Hui, was für eine Theorie. Die ist mir im Moment dann doch noch zu weit hergeholt...oder sagen wir mal so, auf diese Idee würde ich nie von alleine kommen...nicht zu diesem Zeitpunkt des Buches und mit den Informationen, die wir bis jetzt haben. ABer ich bin ja auch nicht der Super-Krimi-Leser.
Die Theorie verstehe ich garnicht wirklich




So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Nein ich bin noch nicht durch. Hatte am Wochenende durch den Auftritt auch nciht so viel Zeit zum lesen. Bin mitten in Kapitel 6. Da geh ich jetzt aber noch nciht drauf ein. Mach ich denke ich morgen dann.
Wir sind ungefähr gleichweit.


Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Ich denke das liegt daran, weil er selbst von seiner Schuld überzeugt ist. Er hat sich damit abgefunden, ein Mörder zu sein. Den Stempel würde er eh erst loswerden, wenn es Beweise dafür gibt, dass es ein anderer war. Aber da alle Welt davon überzeugt ist, dass er Allison umgebracht hat, wird sich auch niemand auf die Suche nach Beweisen für Kierans Unschuld machen. Wie gesagt, noch nicht mal der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt. Und da er sich an nichts erinnern kann udn alles gegen ihn spricht, glaubt er inzwischen selbst, dass er es war, auch wenn er es sich eigentlich nicht erklären kann.
Wie oben geschrieben, brauche ich Fakten: nur weil alle es glauben, muß es nicht stimmen, bei mir würde immer zweifel bleiben und wenn ich die Gelegenheit habe, die Wahrheit herauszufinden, dann tue ich es.


Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Wie schon geschrieben, er hätte in meinen Augen überall Probleme bekommen sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Haft wäre immer irgendwann ans Tageslicht gekommen und die Menschen sind wie sie sind...wenn neben mir ein Straftäter (sagen wir mal Gewaltverbrecher) leben würde, der seine Strafe abgesessen hat, wäre ich auch skeptisch ihm gegenüber. Da bin ich ehrlich. Da hätte ich trotzdem Schiss udn würde ihm vermutlich nicht so schnell vertrauen.
Ja, woanders wäre seine "Kriminelle" Karriere auch aufgeflogen, aber man hätte ihn persönlich anders kennengelernt, als wenn man ihn von klein auf kennt. VErstehst Du was ich meine?

Ach, eins muss ich Euch noch erzählen: als wir gestern heimkamen war ein Päckchen angekommen und so konnten wir uns abends zum Schmökern noch einen kleinen 'Talisker' genehmigen .

Und wie schmeckt er??? Ich trinke ja sowas garnicht. Ich bin ein Likör und Weintrinker!




Gruß Silke


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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #37 am: 05. September 2016, 15:44:29 »
Hallo Silke,

zu Deinem Spoiler schreib ich mal noch nix.

Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.

Liebe Grüße,
Christiane
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #38 am: 05. September 2016, 16:16:21 »
Hallo Christiane!
Hallo Silke,

zu Deinem Spoiler schreib ich mal noch nix.
Ja, ich habe den SCHWEREN verdacht, ich bin der Autorin voll auf den Leim gegangen, das wäre ja echt ziemlich offensichtlich und zu einfach gewesen. War ja auch enttäucht es zu wissen... Ich recherchiere dann mal weiter


Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.
Ich kann ja auch kein Grappa trinken...

Gruß Silke
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #39 am: 06. September 2016, 08:26:56 »
Hallo zusammen,

Kannst Du zu den Unterschieden noch ein bisschen erzählen? Liegt es am speziellen 'Inselfeeling' oder ist die Natur anders?
Hmmm, eigentlich wollte ich ja gestern noch nach den Bildern schauen, hab ich aber voll vergessen. Wenn mich meine Erinnerung nicht total veräppelt, dann fand ich Skye deutlich karger als die Highlands auf dem Festland. Deutlich weniger Wald. Es kann aber auch sein, dass ich das an bestimmten Bildern und Orten festmache, die sich vom Festland her in mein Gehirn eingebrannt haben und eben auch von Skye und dass es gar nicht so ein deutlicher Unterschied ist.

Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:
Ah okay, danke für die Erklärung. Das "zu gut um real zu sein" kann ich bei beiden unterschreiben. Und das stört mich hier, je weiter ich in dem Buch komme, auch ziemlich.

Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->
Von unserem Tempo her, würde sogar eine Woche reichen, aber glücklicherweise hat der Monat ja 4 Wochen und da jeder anfangen kann, wann es ihm passt und auch jeder so schnell oder langsam liest, wie es geht, ändern wir da nix dran...weiß z.B. nicht, ob Inge überhaupt schon angefangen hat. Auf jeden Fall hat sie noch Urlaub.

so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:
Im Zug...wie ich...dann bekommt man auch nicht mit, wieviel Minuten/ Stunden/ Tage Verspätung der Zug gerade mal wieder hat... :gr:

@Silke zu Deinem Spoiler (ich spoilere dann auch mal)
körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...


Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.
Ist auf jeden Fall wunderschön.

Kathrin, warum ist es für dich Paddy?
Siehe meine Antwort dazu im Spoiler.

LG
Kathrin
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #40 am: 06. September 2016, 09:32:31 »
Hallo zusammen,

so, dann versuche ich mal meine Eindrücke bis Kapitel 6 zu posten.


Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.
Dazu habe ich in dem Spoiler im vorherigen Posting geschrieben. Für mich ist es bislang noch nicht sicher, dass Ian Gunn der Täter ist. Und damit niemand lang suchen muss, hier nochmal das was ich geschrieben hatte.

körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Das stört mich irgendwie gar nicht, weil das vom Klappentext her eh schon klar war, dass es ein zweites Opfer geben wird. Vielleicht ist das auch mit der Grund, warum ich von Anfang an nicht recht an Kierans Schuld auch im ersten Mordfall glauben konnte.

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.
Da habt Ihr zwei eigentlich schon alles zu geschrieben. Diese ganze Aktion mit dem Professor fand ich völlig daneben. Wenn es zu Kapitel 7 kommt, schreibe ich da noch mehr zu.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 
Wie schon gesagt, das fand ich nicht so schlimm, weil eh klar ist, dass es ein zweites Opfer geben wird. Und da bin ich ehrlich gesagt einfach nur froh, dass es dann wohl hoffentlich nicht Catie ist.

Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.
Dass es so vorhersehbar ist, stört mich auch. Wobei meine Theorie mit  Paddy als Täter ja noch nicht bewiesen ist. Aber wie schon gesagt, es ist mir eigentlich zu eindeutig, dass so viel auf Ian Gunn hindeutet. Im Prinzip deutet ähnlich viel auf Ian Gunn hin wie seinerzeit auf Kieran. Und wenn Kieran es für mich nicht ist, weil zu viele Indizien für ihn sprechen, dann kann  es Ian ja eigentlich auch nicht sein. sondern eher jemand, auf den nicht so viel hindeutet.

Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ja, mehr Seiten hätten dem Buch vermutlich wirklich gut getan. Catie ist mir da mit ihren Gefühlen für Kieran eindeutig viel zu schnell.

Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Den Professor hab ich echt gar nicth gebraucht. Selbst wenn sich Kieran noch auf die Hypnose einlassen sollte und es helfen sollte, dass er sich auch einmischt.

Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Neben der Tatsache, dass mich das ganze Anja Schulte Dingen nicht stört, weil ja schon von Anfang an klar war dass es ein zweites Opfer geben wird, stört mich ihre Schablonenhaftigkeit auch nicht. Die einzige wichtige Rolle an ihr, ist die des zweiten Opfers. Ja, wahrscheinlcih wäre das Buch spannender und besser geworden, wenn auch sie etwas mehr Persönlichkeit gehabt hätte, aber da in dem Buch irgendwie alles nicht so wirklich Profil hat, stört es mich an ihr halt auch nicht. Ich meine, Kieran ist uns ja auch zu glatt, Catie zu schnell in K. verliebt und der Prof. schwingt den Psycho-Holzhammer. Ein Opfer mit mehr Persönlichkeit hätte ich die ganze Flachheit irgendwie nicht gepasst. Ich will das Buch jetzt nicht verdammen, es liest sich wirklich gut und flutschig, aber es ist für mich zu einfach in der Handlung und zu einfach in den Persönlichkeiten um es wirklich spannend zu machen. Das einzige was mich noch von dem Buch wirklcih überzeugen könnte, wäre ein anderer Mörder als Paddy  :->

LG
Kathrin
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #41 am: 06. September 2016, 09:45:35 »
So, und dann noch schnell meine Eindrücke zu Kapitel 7

Boah, dieses Prof. brauch ich echt gar nicht. Ich finde Caties so extrem offenes Verhältnis zu ihm, wie sie mit ihm über ihre Beziehung/ Gefühle zu Kieran redet daneben. Ich finde es ja schon daneben, dass sie eh so schnell so tiefe Gefühle für K. hat, aber dass sie dann auch noch ausgerechnet mit ihrem Professor drüber redet. Das wäre ja so, als ob ich mit meinem Chef über meine niegelnagelneue Liebe reden würde (die es nicht gibt). Boah, und dann der Sex zwischen Kieran und Catie...da war ich echt kurz davor abzubrechen. Ihr wisst, dass ich das grundsätzlich nicht in Romanen brauche. Aber hier war es auch leider noch dazu schlecht gemacht. Caties Verführung war genauso mit dem Holzhammer, wie die Psychotests vom Prof., als er Kieran ausfragt und provoziert.

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass auch Kierans Linkshändigkeit noch eine Rolle spielen wird. Das dachte ich mir schon, als sie relativ früh im Buch das erste Mal erwähnt wird. Wahrscheinlich erweist sich seine Unschuld daran, dass die Tat nur ein Rechtshänder begangen haben kann und wenn das so sein sollte, dann war's das glaube ich mit dem Buch für mich.  :rollen:

Die hellen Haare, die damals bei Allison gefunden worden und nicht untersucht worden sind, könnten übrigens auch von Paddy sein, es steht ja hier irgendwo in kapitel 7, ich glaube das war in diesem Rückblick zur Feier vor dem mord, dass Paddy hellblonde Haare habe. "Strohkopf'" oder wie er beschimpft wurde.

Nun ja, ich werde das Buch schon beenden, aber es überzeugt mich immer weniger, je weiter ich komme.

wie waren denn die anderen Bücher von der Autorin, Christiane? Hatten die auch solche Schwächen oder sind die besser?

LG
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Offline Christiane

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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #42 am: 06. September 2016, 10:07:56 »
Moin Kathrin,

also ohne die LR hätt ich dies Buch vermutlich einfach so flutschig weggelesen und als 'nette Zwischendurchlektüre' genommen - dafür finde ich es prima. Aber wenn wir so darüber sprechen werden einem die Schwächen nochmal bewußter, finde ich.

Was mich gleich gestört hat ist, dass auf dem Klappentext viel zu viel verraten wird. Von dem zweiten Opfer hätt man echt nix schreiben dürfen!! So ist schon einiges an Spannung und Überraschung weg.

Nach wie vor find ich den Prof nicht grundsätzlich verkehrt. Nur eben nicht in dieser 'Steno-Version', sondern mit mehr Zeit, langsamerer Entwicklung. So als Holzhammerpsychologe, der in einem Nachmittag eine fertige Analyse hat - das ist schon doof. Aber wie gesagt: mit ihm hat man die Gelegenheit, die Welt eines Exknackis zu beleuchten, die Schwierigkeiten,.... Und dass Catie so ein enges Verhältnis zu ihm hat stört mich auch nicht. Ich weiß nicht wie es heute so an Unis läuft, aber als ich studierte gab es schon Profs, die in so ein Bild reinpassen würden.

Die anderen Bücher: das Problem mit den wenigen Seiten besteht da natürlich auch. Da hat die Autorin nicht sooo viel Zeit, ihre Charaktere auszufeilen und zu entwickeln. Aber ein paar mehr Ecken und Kanten hat Rowan. Ich hab länger gebraucht, um die Story zu durchschauen. Und vor allem steht da ja die Ermittlerin im Mittelpunkt, für die es immerhin dann zwei Bücher gibt, um sie ausführlicher in Szene zu setzen. Also für mich ist 'Talisker Blues' eindeutig schwächer.

LG, Christiane
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #43 am: 06. September 2016, 14:37:51 »
Halllo zusammen!

Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:
Ah okay, danke für die Erklärung. Das "zu gut um real zu sein" kann ich bei beiden unterschreiben. Und das stört mich hier, je weiter ich in dem Buch komme, auch ziemlich.
Ja, ich hatte Christines mann auch genau so verstanden.
Ist ja auch immer so bei z.B. Nora Roberts oder Karen Rose Thrillern, dass die Kerle dort einfach "zu gut" sind, so ganz ohne fehl und Tadel


Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->
Von unserem Tempo her, würde sogar eine Woche reichen, aber glücklicherweise hat der Monat ja 4 Wochen und da jeder anfangen kann, wann es ihm passt und auch jeder so schnell oder langsam liest, wie es geht, ändern wir da nix dran...weiß z.B. nicht, ob Inge überhaupt schon angefangen hat. Auf jeden Fall hat sie noch Urlaub.
Puh, für sie wird es schwierig hier noch einzusteigen, sie muß ganz neue Threads aufmachen sonst spoilern wir durch unserer Beiträge. Aber da sieht man es wird schwer mit diesen offenen LR



so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:
Im Zug...wie ich...dann bekommt man auch nicht mit, wieviel Minuten/ Stunden/ Tage Verspätung der Zug gerade mal wieder hat... :gr:
Und da hat man dann mitreisende, Schulklasse, Renter auf Ausflug...  :wuschig:


@Silke zu Deinem Spoiler (ich spoilere dann auch mal)
körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...
Ja, stimmt, das habe ich alles nicht berücksichtig. Ich war falsch,...


Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.
Ist auf jeden Fall wunderschön.
Ja das glaube ich auch


so, dann versuche ich mal meine Eindrücke bis Kapitel 6 zu posten.
Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.
Dazu habe ich in dem Spoiler im vorherigen Posting geschrieben. Für mich ist es bislang noch nicht sicher, dass Ian Gunn der Täter ist. Und damit niemand lang suchen muss, hier nochmal das was ich geschrieben hatte.

körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...
Ja, ich gebe zu, ich bin der falschen Fährte etwas zu leichtgläubig gefolgt.  :rotwerd:


nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Das stört mich irgendwie gar nicht, weil das vom Klappentext her eh schon klar war, dass es ein zweites Opfer geben wird. Vielleicht ist das auch mit der Grund, warum ich von Anfang an nicht recht an Kierans Schuld auch im ersten Mordfall glauben konnte.
Mich störte es auch nicht, sonder machte das Lesen eben spannend.


Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 
Wie schon gesagt, das fand ich nicht so schlimm, weil eh klar ist, dass es ein zweites Opfer geben wird. Und da bin ich ehrlich gesagt einfach nur froh, dass es dann wohl hoffentlich nicht Catie ist.
Ja, man wußte zwar schon, aber trotzdem wollte ich sie nicht in ihr Verderben rennen lassen


Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.
Dass es so vorhersehbar ist, stört mich auch. Wobei meine Theorie mit  Paddy als Täter ja noch nicht bewiesen ist. Aber wie schon gesagt, es ist mir eigentlich zu eindeutig, dass so viel auf Ian Gunn hindeutet. Im Prinzip deutet ähnlich viel auf Ian Gunn hin wie seinerzeit auf Kieran. Und wenn Kieran es für mich nicht ist, weil zu viele Indizien für ihn sprechen, dann kann  es Ian ja eigentlich auch nicht sein. sondern eher jemand, auf den nicht so viel hindeutet.
Ja genau das ist es, ich bin grad auch auf Paddys Schuld angesprungen, frage mich aber wie er das alles gemacht hat...
Talisker Flasche ist einfach, aber ihn die ganze zeit zu stalken ... müsste doch irgendwie auffallen. Er lebt auf der Insel ist bekannt...



Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ja, mehr Seiten hätten dem Buch vermutlich wirklich gut getan. Catie ist mir da mit ihren Gefühlen für Kieran eindeutig viel zu schnell.
OHJA!!!! Das stimmt. Stecke grad in Kapitel 7 und schon sind sie verlobt  :wah:


Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Den Professor hab ich echt gar nicth gebraucht. Selbst wenn sich Kieran noch auf die Hypnose einlassen sollte und es helfen sollte, dass er sich auch einmischt.
Ja, vorallem weil ich ihn nicht sonderlich sympatisch fand.


Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Neben der Tatsache, dass mich das ganze Anja Schulte Dingen nicht stört, weil ja schon von Anfang an klar war dass es ein zweites Opfer geben wird, stört mich ihre Schablonenhaftigkeit auch nicht. Die einzige wichtige Rolle an ihr, ist die des zweiten Opfers. Ja, wahrscheinlcih wäre das Buch spannender und besser geworden, wenn auch sie etwas mehr Persönlichkeit gehabt hätte, aber da in dem Buch irgendwie alles nicht so wirklich Profil hat, stört es mich an ihr halt auch nicht. Ich meine, Kieran ist uns ja auch zu glatt, Catie zu schnell in K. verliebt und der Prof. schwingt den Psycho-Holzhammer. Ein Opfer mit mehr Persönlichkeit hätte ich die ganze Flachheit irgendwie nicht gepasst. Ich will das Buch jetzt nicht verdammen, es liest sich wirklich gut und flutschig, aber es ist für mich zu einfach in der Handlung und zu einfach in den Persönlichkeiten um es wirklich spannend zu machen. Das einzige was mich noch von dem Buch wirklcih überzeugen könnte, wäre ein anderer Mörder als Paddy  :->
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher mit der Meinung über das Buch. Es ist besser als erwartet, aber auch konstruierter als erwartet und irgendwie auch anders als erwartet...  :nixweiss1:



also ohne die LR hätt ich dies Buch vermutlich einfach so flutschig weggelesen und als 'nette Zwischendurchlektüre' genommen - dafür finde ich es prima. Aber wenn wir so darüber sprechen werden einem die Schwächen nochmal bewußter, finde ich.
Christiane hast Du mit Deinem Mann intensiver über das Buch geredet, oder nur über Kiran und war gut/nicht gut?
Mich würde interessieren, wie er es fand.
EBENSO wie ich neugierig bin, was Kathrins Kollegin zu dem Buch zu sagen hat.


Was mich gleich gestört hat ist, dass auf dem Klappentext viel zu viel verraten wird. Von dem zweiten Opfer hätt man echt nix schreiben dürfen!! So ist schon einiges an Spannung und Überraschung weg.
Nun hätte ich nicht gewußt, dass noch eine weitere Tote kommt hätte ich am Anfang noch mehr Kritik geübt. Die ersten 100 Seiten passiert ja so irgendwie garnichts.


Nach wie vor find ich den Prof nicht grundsätzlich verkehrt. Nur eben nicht in dieser 'Steno-Version', sondern mit mehr Zeit, langsamerer Entwicklung. So als Holzhammerpsychologe, der in einem Nachmittag eine fertige Analyse hat - das ist schon doof. Aber wie gesagt: mit ihm hat man die Gelegenheit, die Welt eines Exknackis zu beleuchten, die Schwierigkeiten,.... Und dass Catie so ein enges Verhältnis zu ihm hat stört mich auch nicht. Ich weiß nicht wie es heute so an Unis läuft, aber als ich studierte gab es schon Profs, die in so ein Bild reinpassen würden.
Ja, da sind wir uns glaube ich alle einig.


Die anderen Bücher: das Problem mit den wenigen Seiten besteht da natürlich auch. Da hat die Autorin nicht sooo viel Zeit, ihre Charaktere auszufeilen und zu entwickeln. Aber ein paar mehr Ecken und Kanten hat Rowan. Ich hab länger gebraucht, um die Story zu durchschauen. Und vor allem steht da ja die Ermittlerin im Mittelpunkt, für die es immerhin dann zwei Bücher gibt, um sie ausführlicher in Szene zu setzen. Also für mich ist 'Talisker Blues' eindeutig schwächer.
Ich glaube ich würde das buch als "ganz nett" bezeichnen. Durch die LR hat es aufjedenfall ncoh mehr Attraktivität als wenn ich es vielleicht alleine gelesen hätte
 
Gruß Silke
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Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
« Antwort #44 am: 06. September 2016, 14:43:33 »
Hallo!

so damit des nicht ein Antwort-Kauderwelch wird, hier ein eigener Beitrag

So, und dann noch schnell meine Eindrücke zu Kapitel 7

Boah, dieses Prof. brauch ich echt gar nicht. Ich finde Caties so extrem offenes Verhältnis zu ihm, wie sie mit ihm über ihre Beziehung/ Gefühle zu Kieran redet daneben. Ich finde es ja schon daneben, dass sie eh so schnell so tiefe Gefühle für K. hat, aber dass sie dann auch noch ausgerechnet mit ihrem Professor drüber redet. Das wäre ja so, als ob ich mit meinem Chef über meine niegelnagelneue Liebe reden würde (die es nicht gibt). Boah, und dann der Sex zwischen Kieran und Catie...da war ich echt kurz davor abzubrechen. Ihr wisst, dass ich das grundsätzlich nicht in Romanen brauche. Aber hier war es auch leider noch dazu schlecht gemacht. Caties Verführung war genauso mit dem Holzhammer, wie die Psychotests vom Prof., als er Kieran ausfragt und provoziert.[/qquote]
Ja, das stimmt, für diese starken Psychosen, dem Wissen darüber, dass er vergewaltigt wurde, ging das ja wirklich schnell und Problemlos und war zudem noch sooooo toll  :wah: :meckern:

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass auch Kierans Linkshändigkeit noch eine Rolle spielen wird. Das dachte ich mir schon, als sie relativ früh im Buch das erste Mal erwähnt wird. Wahrscheinlich erweist sich seine Unschuld daran, dass die Tat nur ein Rechtshänder begangen haben kann und wenn das so sein sollte, dann war's das glaube ich mit dem Buch für mich.  :rollen:
:detektiv: :respekt3: Gut aufgepasst, als ich das wieder gelesen habe, habe ich auch dacht: nanana, das könnte mal wichtig werden.

Die hellen Haare, die damals bei Allison gefunden worden und nicht untersucht worden sind, könnten übrigens auch von Paddy sein, es steht ja hier irgendwo in kapitel 7, ich glaube das war in diesem Rückblick zur Feier vor dem mord, dass Paddy hellblonde Haare habe. "Strohkopf'" oder wie er beschimpft wurde.
Ich stecke zwar auch irgendwo IN Kapitel 7, aber soweit war ich noch nicht.

Nun ja, ich werde das Buch schon beenden, aber es überzeugt mich immer weniger, je weiter ich komme.
Naja, nun sitzen wir alle imselben Boot. Ich habe noch 70 Ebookseiten, die lese ich nun auch noch. Will ja immerhin wissen wer es war...


Gruß Silke
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