ZitatAnton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht. Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt? Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.
ZitatMercury Carter ist der Mailman. Er stellt Pakete zu, und er nimmt seine Arbeit ernst. Sendungen, die er ausliefert, werden grundsätzlich nur persönlich übergeben. Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme. Auch dann nicht, wenn Carter am Zielort überraschend auf eine mörderische Bande stößt, die eine Frau als Geisel hält. Ein atemberaubender, wendungsreicher Thriller von radikaler Konsequenz, der mit jeder Seite an Tempo gewinnt und bis zum letzten Satz elektrisiert.
ZitatL.A., Venice Beach: Im International Hostel bleibt vom Glamour der Strandpromenade wenig übrig. In der heruntergekommenen Absteige treffen Backpacker aus verschiedenen Nationen aufeinander. Viele sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit – und manche von ihnen hüten ein dunkles Geheimnis. Tommy, den seine eigenen düsteren Erinnerungen hierhergetrieben haben, jobbt im Hostel und kennt seine zwielichtigen Gäste. Wie Savannah, die aus gutem Grund einen Revolver unter ihrem Kopfkissen versteckt, oder der undurchsichtige Krankenpfleger Eric. Tommy ahnt, dass Eric vor nichts zurückschreckt und dass jedem Gefahr droht, der ihm zu nahe kommt ...
ZitatAls der Ortspfarrer Josef überraschend stirbt, gerät die geordnete Welt seiner Haushälterin Anna ins Wanken. Was soll nun werden? Erst mal muss sie die Beerdigung organisieren, den jungen Ersatzpriester Fridtjof in Empfang nehmen – und dann soll auch noch Josefs Asche ans Meer.
Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die fränkische Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Alltagsfluchten.
Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
Zitat von: Kathrin in 31. Juli 2026, 13:00:18jaaaaaaaa, ich weiß. Aber es gibt die ein oder andere hochgelobte, heißgeliebte Autorin (Anne Freytag/ Adriana Popescu), vor denen ich "Angst habe". Angst habe, dass ich damit gar nix anfangen kann. Die werden mir teilweise zu sehr gehypt.
Kann ich gut verstehen. Die Erwartungshaltung ist dabei dann schon sehr hoch.
ZitatEine Klingel mit vier Namen: Paul hat das Tennisspielen aufgegeben und nichts Neues angefangen. Elif redet dauernd, fragt, nervt, lacht, als würde sie einen schon ewig kennen. Julia ist so leise, dass man nicht weiß, ob sie zu Hause ist. Und Kenni? Er weiß selbst nicht, was er in Wien will. Er musste einfach weg. Von den Leuten, die in ihm den Typen sehen, der er war, bevor er der wurde, dessen Freundin bei einem Autounfall gestorben ist. Ihre letzte Reise, ohne ihn. Obwohl sie doch einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Wider Erwarten wird die WG für Kenni zur neuen Heimat. Das Leben geht einfach weiter. Auch die geplante Reise findet statt – mit Elif auf dem Beifahrersitz, was keine gute Idee ist. Zehn Jahre später, Kenni steht am Anfang seiner Karriere als Maler, treffen die vier sich in Zürich wieder. Es wird eine lange, laute Nacht, die lauter Fragen aufwirft. Erst zurück in Wien, aus Kenni ist inzwischen ein renommierter Künstler in den Vierzigern geworden, beginnt mit einem kurzen Gespräch ein Nachmittag, ein Abend, ein Anfang ...
