Bekker, Alfred: Die Hüter der Magie

Band 2 Gorian Trilogie

Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2011
Seiten:
480
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442267641

Klappentext:

Wie ein Sturm aus dem Nichts fallen die Schergen des finsteren Morygor über Gorians Dorf her. Sie entkommen mit Sternenklinge und Schattenstich, zwei Schwertern, die Gorians Vater aus einem Meteoriten geschmiedet hat. Gemeinsam mit der Heilerin Sheera und seinem Freund Torbas bricht Gorian auf, um die Schwerter zurückzuerlangen. Nur mit ihnen und der Hilfe des gestaltwandelnden Gargolye Ar-Don kann Morygor besiegt werden, bevor der Schwarzmagier mit Hilfe der Frostgötter die Welt zu Eis erstarren lässt.

Rezension:
folgt

Bekker, Alfred: Das Vermächtnis der Klingen

Band 1 Gorian Trilogie

Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2010
Seiten:
480
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442267633

Klappentext:

Wie ein Sturm aus dem Nichts fallen die Schergen des finsteren Morygor über Gorians Dorf her. Sie entkommen mit Sternenklinge und Schattenstich, zwei Schwertern, die Gorians Vater aus einem Meteoriten geschmiedet hat. Gemeinsam mit der Heilerin Sheera und seinem Freund Torbas bricht Gorian auf, um die Schwerter zurückzuerlangen. Nur mit ihnen und der Hilfe des gestaltwandelnden Gargolye Ar-Don kann Morygor besiegt werden, bevor der Schwarzmagier mit Hilfe der Frostgötter die Welt zu Eis erstarren lässt.

Rezension:
folgt

Kearney, Susan: Die Geliebte des Zeitreisenden

Band 1 Pendragon Trilogie

Originaltitel: Lucan
Verlag:
Piper
erschienen:
2010
Seiten:
389
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3492267653
Übersetzung:
Michael Siefener

Klappentext:

Der Abenteurer Lucan findet eine geheimnisvolle Sternenkarte, mit deren Hilfe er in die Galaxie Pendragon reist. Dort hofft er, den Heiligen Gral zu finden – die einzige Rettung für unsere bedrohte Erde. Als er die faszinierende Cael kennenlernt, die Hohepriesterin des Planeten, beginnt die Luft zu knistern. Auch Cael ist alles andere als abgeneigt … Wäre da nicht ihr kleines Geheimnis, das nebenbei auch noch Lucans Welt retten könnte. Aber wie reagiert ein Mann, wenn er erfährt, dass seine Liebste ein Drache ist?

Rezension: folgt

Cast, P.C. und Kristin: Ungezähmt

Band 4 House of Night Serie

Originaltitel: Untamed
Verlag:
FJB
erschienen:
2010
Seiten:
538
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3841420044
Übersetzung:
Christine Blum

Klappentext:

Zoey weiß, wovon sie spricht. In nur einer Woche wenden sich alle Ihre Freunde von ihr ab und sie wird zur absoluten Außenseiterin. Jetzt bleiben ihr nur noch zwei wirkliche Freunde, allerdings ist die eine untot und der andere nicht mal Gezeichnet. Außerdem hat die Hohepriesterin Neferet den Menschen den Krieg erklärt und Zoey weiß tief in ihrem Herzen, dass das falsch ist. Aber wird irgendjemand auf sie hören? Zoeys Abenteuer auf dem Vampyr-Internat nehmen eine gefährliche Wendung: Ihr Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, schreckliche Pläne kommen ans Licht, und eine uralte, böse Macht erhebt sich.

Rezension:

„Ungezähmt“ fängt wie seine Vorgänger leider mit den genau denselben Wiederholungen und überflüssigen Erklärungen an. Zoey ergeht sich in ellenlangen gedanklichen Ergüssen, um mir zu erklären, wer und was sie ist und wieso sie plötzlich niemand mehr mag. Ich war mehrmals versucht zu sagen: „Danke Mädel, ich weiß das noch von den 100 Erklärungen davor.“

Nachdem man diesen Teil, den man wohl auch in den kommenden Romanen der Serie einfach hinnehmen muss, überstanden hat, nervt die Protagonistin jedoch mit ihren Launen. Es scheint so, als wäre bei Zoey immer alles ganz grausam oder super genial. Es gibt keine Normalität, dafür jede Menge Extreme und vor allen Dingen ändert sie ihre Meinung über ihre Situation förmlich im Minutentakt.

Aufgrund der ganzen Aufregung im vorherigen Band geht mir die Versöhnung zwischen Zoey und ihren Freunden auch ein bisschen zu schnell, aber ehrlich gesagt, war ich froh, dass der „Haufen“ endlich wieder an einem Strang zieht, damit das ewige Gejammer aufhört.

Ein Highlight ist mal wieder Aphrodite, die sich immer mehr zur zweiten Hauptfigur entwickelt und deren so herrlich gegen den Strich gebürsteter Charakter einfach erfrischend ist. Gerade im Vergleich fallen Zoeys andere Freunde extrem ab. Noch immer bleiben sie Stichwortgeber, die sich vor allen Dingen in lächerlichen Dialogen die „Bälle“ hin und herschmeißen. Gerade in einigen brenzligen Situationen wirkt das komplett deplaziert und fast ein bisschen dämlich. Nicht so Aphrodite, die des öfteren mit ihren klugen Ideen und ihrem Sarkasmus die Lage rettet und mit Stevie Rae wohl Zoeys wichtigste Freundin ist. „Ungezähmt“ ist auch der erste Band, wo Zoey und Aphrodite sich nicht mehr so gegen ihre Freundschaft wehren und sie tatsächlich so benennen.

In der zweiten Hälfte des Romans wird es dann rasanter. Die Stimmung wird immer düsterer und die Spannung spürbarer. Immer wenn die Autoren ihr Erzähltempo steigern, blitzt auch durchaus ihr Können auf, denn es gibt wirklich gute und neue Ideen, die für den Fortlauf der Serie eine Wende bedeuten. Glücklicherweise wird in diesem Band Zoeys Liebesleben nicht ganz so arg strapaziert, auch wenn die Hormonschwankungen der Heldin natürlich weiterhin Thema bleiben, aber es wirkt nun realistischer und einem Teenager angemessen. Auch wird der Konflikt zwischen der Jungvampirin mit der Hohepriesterin Neferet endlich offener ausgetragen. Gegen Ende des Buches gibt es keine Versteckspiele mehr, dafür jede Menge Überraschungen und offene Fragen für den nächsten Band.

Trotz der Kritik freue ich mich auf den nächsten Teil, weil die Serie sich locker und leicht weglesen lässt und ich jetzt einfach auch wissen möchte, wohin die Serie gehen wird. Glücklicherweise haben wir im Gegensatz zu den USA noch einiges an Nachholbedarf, so dass wir 2011 noch mindestens drei weitere Übersetzungen erwarten dürfen (Februar, Mai, August stehen bereits fest für Band 5 bis 7). Erst 2012 wird es dann langsam eng, wenn wir wie die Amerikaner darauf warten müssen, dass die Casts neue Abenteuer zu Papier bringen.

Note: 3

Carroll, Lee: Silberner Fluch

Band 1 Black Swan Serie

Originaltitel: Black Swan Rising
Verlag:
Heyne
erschienen:
2010
Seiten:
512
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
345352697X
Übersetzung:
Kirsten Borchardt

Klappentext:

Als die junge Designerin Garet James in einem New Yorker Antiquariat auf eine Schatulle mit dem Symbol eines schwarzen Schwans stößt, ahnt sie noch nicht, dass darin ihr Schicksal verborgen ist. Denn der gleiche Schwan befindet sich auf dem Siegelring ihrer verstorbenen Mutter. Ein Zufall? Sie öffnet die Schatulle – und damit auch das Tor in eine magische Welt. Eine Welt der Feen, Vampire und Magier, voller Geheimnisse und Gefahren. Nur der zwielichtige Geschäftsmann Will Hughes scheint mehr darüber zu wissen. Mit seiner Hilfe erkennt Garet schließlich, dass das Siegel des Schwans sie zur letzten Hüterin des Tors zwischen den Welten macht …

Rezension:

„Black Swan – Silberner Fluch“ ist die erste große Zusammenarbeit und zugleich die erste phantastische Geschichte des Autorenduos Carol Goodman und Lee Slonimsky. Die Autoren warten in ihrem Werk mit so ziemlich allem an Fantasy-Figuren und Phänomenen auf, die mich immer wieder zu diesem Genre hinziehen: Gnome, Drachen, magische Mächte und Kräfte, Unsterbliche, Mythen … aber wir treffen auch auf Vampire. Und hier muss ich zugeben hatte ich erstmal ein kleines Problem, habe ich mich doch bislang erfolgreich um den Vampirkult drücken können.

Auf den ersten 20 Seiten war ich noch ziemlich skeptisch, doch dann hat mich das Buch auf einmal gepackt und nicht mehr losgelassen. Auch wenn das Buch für mich die ein oder andere Schwäche hat, so gelingt es den Autoren doch oft genug, mich an das Buch zu fesseln und das Kopfkino dabei zu starten. Auch die ein oder andere Idee – wenn vielleicht auch nicht immer ganz neu – wie z.B. die farblichen Auren der Menschen oder der Drache Ddraik, war in ihren jeweiligen Szenen wunderbar umgesetzt und haben das Buch oft zu etwas ganz Besonderem für mich gemacht. Da haben sich die Seiten quasi von selbst umgeblättert. Allerdings gab es auch Szenen, die in meinen Augen zu lang, zu ausführlich und sogar zu übertrieben, teilweise zu unglaubwürdig geraten sind. An sich waren auch diese Szenen von der Grundidee schön, aber einfach irgendwann einschläfernd langweilig und in dieser Länge überflüssig. Andererseits gibt es auch vermeintliche Andeutungen, die ich gerne näher beleuchtet hätte, die aber letztlich total unwichtig waren. Ebenso gibt es Figuren die total unwichtig waren und deren Rolle für mich an den Haaren herbeigezogen war. Als Gegensatz dazu hätten in meinen Augen andere Figuren deutlich mehr Platz in dem Roman einnehmen können. Es ist also ein schöner Gemischtwarenladen an Gefühlen für mich bei diesem Buch.

Gut gefallen hat mir die – zugegebenermaßen nicht neue – Idee, dass neben den allseits beliebten Fantasy-Figuren wie Drachen, Vampire oder Gnome, auch auf  „bekannte“ Figuren wie Oberon den Elfenkönig aus Shakespeares Hamlet oder Tinkerbell aus Peter Pan zurückgegriffen wird, auch wenn Tinkerbell hier Lol heißt und herzallerliebst und zu meiner persönlichen Lieblingsfigur geworden ist. Wundervoll die Vorstellung, dass Shakespeare Oberon gekannt hat und durch ihn erst zu seinem Werk inspiriert wurde. Ebenso treffen wir mit John Dee, den berühmten Alchemisten des 17. Jahrhunderts, auch auf historische Persönlichkeiten. Gerade John Dee gehört für mich zu den faszinierenden – wenn auch nicht sympathischen – Figuren, da er die Unsterblichkeit erlangt hat und zumindest erwähnt wird, wo er so überall seine Finger im Spiel hatte (das verschwundene Bernsteinzimmer, die Kartoffelseuche) oder wen er alles kannte (Hitler). Bei ihm fühlte ich mich desöfteren an den bösen Zauberer Rumburak aus der tchechischen Fantasy-Kinderserie „Die Märchenbraut“ erinnert, auch wenn die Autoren es darauf bestimmt nicht angelegt hatten.

Auch bei den „realen“ Figuren, wie Garet, ihr Vater und deren Freude und Bekannte gibt es Positiv- wie Negativbeispiele. Mit der Hauptfigur Garet – ich liebe ihren Namen Marguerite – selbst ist für mich noch die am schlechtesten gezeichnete Figur. Zunächst einmal war ich froh, dass ich auf eine erwachsene Fantasy-Protagonistin stoße und nicht wieder ein 16-jähriges Gör vor mir habe. Dennoch lernt mir auch Garet viel zu schnell mit ihren bislang versteckten Fähigkeiten umzugehen. Von der Geschichte her gesehen steht sie natürlich unter Zeitdruck um John Dee zumindest vorübergehend das Handwerk zu legen, aber diese Superwoman-Kräfte innerhalb von so kurzer Zeit sind schon ein wenig viel des Guten. Gut gefällt mir hingegen ihre Liebesgeschichte, die am Ende des Buches auch noch nicht final abgeschlossen ist. Außerdem sind Garets Freunde Jay und Becky unbezahlbar. Gerade Becky mit ihrer erfrischenden Art, die zudem kein Blatt vor den Mund nimmt hat mir großen Spaß gemacht. Ich hoffe sehr, dass sie und meine kleine Freundin Lol im nächsten Band weiterhin eine – gerne auch größere – Rolle spielen.

Das Buch endet mit einem bösen Cliffhanger, der mich in dem Moment, in dem ich die letzte Seite gelesen hatte, am liebsten zu Band 2 hätte greifen lassen. Allerdings geht aus der Geschichte doch ziemlich deutlich hervor, wie es in der Fortsetzung weitergehen wird. Alles in allem handelt es sich bei „Black Swan – Silberner Fluch“ um einen guten Fantasy-Roman, den ich auf Grund seiner Einfachheit und trotz der erwachsenen Protagonistin als Jugend-Fantasy klassifizieren würde.

Note: 2-