Mawson, Robert: Das Lazarus Kind

Originaltitel: The Lazarus Child
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1998
Seiten:
414
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3442446783
Übersetzung:
Kristian Lutze

Klappentext:

Jack und Alison Heywood sind verzweifelt: ihre kleine Tochter Frankie liegt nach einem Verkehrsunfall in tiefem Koma. Niemand kann sie erreichen. Seit Monaten warten die besorgten Eltern vergebens auf ein Zeichen der Hoffnung. Hilflos sehen sie das Kommen und Gehen der Ärzte, die nichts tun können, außer das Leben Frankies künstlich zu verlängern. Als sich zudem der psychische Zustand ihres Sohnes Ben, der den Unfall seiner Schwester mit ansehen musste, verschlechtert, beschließen die Heywoods zu handeln: Gegen den Rat der Spezialisten setzen sie ihr ganzes Vertrauen in die amerikanische Neurologin Dr. Elisabeth Chase.

Dr. Chase weiß, was es heißt, einen geliebten Menschen zu verlieren. Die brillante Ärztin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die sich in den unerforschten Bereichen des Unbewussten verloren haben, dem Abgrund zu entreißen und „zurückzuholen“. Doch ihre Arbeit ist umstritten und riskant, denn nicht selten gerät Elisabeth Chase an die Grenzen dessen, was medizinisch erlaubt ist.

Aber Dr. Chase und die Heywoods lassen sich nicht aufhalten. Sie sind überzeugt, dass Frankie auf ein lebenswichtiges Zeichen wartet, das sie zu ihnen zurückführt. Gemeinsam nehmen die engagierte Ärztin und die mutige Familie jedes Risiko auf sich, bringen jedes Opfer und trotzen allen Schwierigkeiten, um Frankie zu retten – aber auch Wunder haben ihren Preis…

Rezension:

Bis auf den etwas zu actionreichen Schluss ist dieses Buch wirklich toll. Der Autor erzählt sehr feinfühlig die Geschichte von Frankie und ihrer Familie und parallel dazu die der Ärztin Elizabeth Chase. Er beleuchtet realistisch die Probleme und Gewissensbisse der Familie und schafft es, daß der Leser sich vollständig mit der Geschichte identifiziert. Das Ende ist zwar sehr spannend, scheint aber irgendwie nicht zum Rest des Buches zu passen. Weniger wäre da vielleicht mehr gewesen. Auch haben mich die letzten zwei drei Seiten nicht befriedigt, weil einiges offen gelassen wird.

Note: 2

Madison, Susan: Die Farbe der Hoffnung

Originaltitel: The colour of hope
Verlag:
C. Bertelsmann
erschienen:
2000
Seiten:
448
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3442453941
Übersetzung:
Regina Rawlinson

Klappentext:

Die Connelys scheinen das Glück gepachtet zu haben. Paul ist ein erfolgreicher Wissenschaftler, seine schöne Frau Ruth gefragte Unternehmensberaterin. Sie haben eine hübsche Wohnung in der Stadt, und die Sommer verbringen sie zusammen mit Tochter Josie und Sohn Will in ihrem verwunschenen Ferienhaus an der einsamen Küste von Maine.

Doch die Unbeschwertheit dieser Sommertage ist bedroht. Immer häufiger geraten Ruth und Josie aneinander. Josie wirft ihren Eltern vor, sich nur für die materielle Seite des Lebens zu interessieren. Widerwillig läßt sie die sommerliche Partys  und Besuch über sich ergehen.

Und dann geschieht das Ungeheuerliche: Josie ertrinkt bei einer Segeltour. Die Familie kehrt dem Haus in Maine den Rücken und versucht mit dem Unerträglichen zu leben. Doch die Risse zwischen Paul und Ruth vertiefen sich, und Will leidet unter dem Verlust der Schwester genauso wie unter der Kälte zwischen den Eltern. Aber das Schicksal hält noch andere Prüfungen bereit: Will erkrankt an Krebs. Im Kampf um ihr letztes Kind erkennen Paul und Ruh, das nur die Hoffnung ihnen die Kraft zum Leben geben kann.

Rezension:

Ein absolut wunderbares Buch. Zwei Tage lang war ich nicht ansprechbar, habe gelacht und geweint mit Ruth und ihrer Familie und fühlte mich nach der letzten Seite ein Stück reicher. Denn obwohl man meint, alles zu wissen, nachdem man den Klappentext gelesen hat, weiß man doch nichts, denn das Buch hat absolut unvorhersehbare Wendungen, die mich manchmal ungläubig staunend mitten auf der Seite innehalten ließen. Ich möchte  viel mehr gar nicht sagen. Nur so viel: wer dieses Buch nicht liest, der verpasst wirklich etwas.

Note: 1